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Optimisten Ausgabe 02/2021

Themen
 

  • Fibromyalgie und Ernährung
     
  • Corona Online-Selbsthilfe

Vorwort    4
Es ist Zeit   5
Eigentlich ein Abschied   6
Mitteilungen aus dem Vorstand   8

 

Fibromyalgie: Spezielle Ernährung   9
Weniger Stress, weniger Fast Food   11
Stressfrei kochen   12
Frische Kräuter selbst ziehen   14
Gesundheitliche Wirkung von Nüssen   16
Gesundes Frühstück   20

 

Online-Festvortrag   21
Reaktionen auf den Online-Vortrag   23
Fibromyalgie: Gehirnstimulation und Meditation   24
Was hilft bei Reizdarm?   26
Karpaltunnelsyndrom   30
Der Darm beeinflusst das Gemüt   32
So erkennen Sie stille Entzündungen   36
2. Lockdown verschlechtert Krankheitsverlauf   39
Positive Psychologie während der Pandemie   41
Reinigung und Wohlbefinden   42
Bleiben Sie widerstandsfähig und gelassen   45

 

Kolumne Umwelt und Gesundheit   51
Kolumne Arbeitsrecht   52
Kolumne Unvolkommen volkommen   53

 

Neu auf unserer Homepage   56
SHG Bad Belzig   57
Sepa-Lastschriftmandat   60
SHG Hilden-Haan   61
SHG Duisburg   62
SHG Heilbronn   63
SHG Hilden-Haan   64

 

Liebe auf den ersten Blick   55

 

INSEA Gesund und aktiv Leben   64
Meine Erfahrungen mit Pack-Poi   65

 

Mein Rückblick auf das vergangene Jahr   66
Hallo Ihr Lieben fleißigen Optimisten Leser   69
Zum Ausmalen   70

 

Beratungszeiten   71
Festtag in der Geschäftsstelle   73
Kopfstand in der Sonderausgabe   74
Mitteilungen aus der Geschäftsstelle   75

 

Terminkalender   77
Impressum   78

 

Ausgewählte Beiträge

  • | Schulung / Fortbildung

    Nachdem letztes Jahr aus organisatorischen Gründen die letzten beiden ICD-11 Workshops leider abgesagt und verschoben werden mussten, starten wir dieses Jahr frisch und mit einem tollen neuem Referenten.

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  • | Schulung / Fortbildung

    Für alle Mitglieder, die eine Online-Selbsthilfegruppe bereits leiten, zukünftig leiten werden oder auch neu gründen möchten, bieten wir eine Schulung zur Leitung einer Online-Gruppe an. Der nächste Termin ist 24. - 26. Mai 2024 in Kassel.

    Anmeldung ab sofort im Mitgliederbereich.

  • | Termin

    11. Mai 2024 in Kassel im Hotel La Strada

     

  • | Veranstaltung

    Unsere jährliche Mitgliederversammlung findet 10. Mai 2024 in Kassel im Hotel La Strada statt.

    Programm und Anmeldung bis 22. März 2024 im Mitgliederbereich.

     

  • | Schulung / Fortbildung

    Seminar zur Lizenzverlängerung für das Fibromyalgie-Funktionstraining

    Schmerzmanagement - Assessments und Soft Skills für die Beratung und Therapie von Schmerzpatienten

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  • | Messe

    26. - 28.01.2024

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 4 an Stand 4A80!

    Webseite der Medizinmesse >

  • | Termin

    Am Freitag, den 26.1. haben wir geschlossen. Ab Montag sind wir dann gerne wieder für Sie da.

  • | Termin

    Gruppensprecherschulung
    10.-12.11.2023 in Kassel, Hotel "La Strada"

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  • | Optimisten 02/2023

    Wir, die Gruppe Ditzingen in Baden-Württemberg, feiern tatsächlich unser 10-jähriges Bestehen. „Ehrenamt, die Ausübung einer nicht bezahlten Aufgabe, die dem Allgemeinwohl dient“ - so nachzulesen bei Google.

    Wir, die Selbsthilfegruppen der (DFV) e.V., sehen uns in der Selbsthilfe zu Hause. Wir haben alle die Krankheit Fibromyalgie und der Antrieb aus uns selbst heraus macht unsere Gruppen so wunderbar und gemeinnützig.

    Wir in der Gruppe fangen uns gegenseitig auf, wir lachen und weinen auch miteinander. Wir tauschen uns aus. Wir helfen uns gegenseitig. Wir sind wie eine Familie über die Jahre zusammengewachsen und freuen uns über jeden neuen Zuwachs.

    Schön, dass es die Möglichkeit der Selbsthilfe gibt. Und dafür sagen wir Danke an die (DFV) e.V., die Krankenkassen (KIGS) und an alle Förderer.

    Bei der DFV möchten wir uns ganz herzlich für die Glückwünsche, die Urkunde und das Geschenk anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums bedanken. Wir haben uns sehr über die Anerkennung gefreut.

    Wir haben vor, im Sommer eine kleine Jubiläumsfeier zu veranstalten.

    Hans-Georg Herbinger
    Gruppensprecher

     

    Die Stadt Ditzingen befindet sich im Landkreis Ludwigsburg unweit von Stuttgart, der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.

    Der „grüne Heiner“, ein Schuttberg zwischen Weil im Dorf und Korntal-Münchingen, direkt an der A81 gelegen, ist von der Ausfahrt Stuttgart-Feuerbach (Ditzingen) mit einem großen Windrad weithin sichtbar. Ein idealer Ausblick bietet sich dem Wanderer, der vom Parkplatz aus nach oben läuft.

    Unweit von Ditzingen befindet sich Schloss Solitude und der Bärensee mit Bären-Schlössle –ideale Ausflugsziele für Jung und Alt.

    Ditzingen gehört zum Keltenweg, der eine Länge von ca. 30 km aufweist. Im Teilort Hirschlanden befindet sich eine keltische Grab-Anlage aus dem 6.Jahrhundert vor Christus - eine Begegnungsstätte für viele Schulklassen.

    Der „Ditzinger Lebenslauf“, auch Schutzengellauf genannt, ist eine Veranstaltung zugunsten Mukoviszidose erkrankter Menschen.

     

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  • | Optimisten 02/2023

    Mit sehr gemischten Gefühlen traf sich die SHG Möckmühl zu diesem Workshop. Von „ich kann überhaupt nicht singen“ über „das traue ich mich nicht vor anderen“ waren wir doch sehr gespannt, was uns wohl erwartet.

    Die zwei Therapeutinnen gingen so herzlich auf uns zu, dass wir unsere Scheu verloren und von Anfang an voll dabei waren und der Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Zu Beginn etwas leiser und zurückhaltender, aber dann immer mutiger.

    Unser erstes Lied bestand aus nur einem Wort – NAMASTE – gesungen auf eine bekannte Melodie, von einer Gitarre begleitet. Bereits da bekamen wir eine Gänsehaut. Es klang unglaublich schön.

    Es folgten Lieder mit einfachen Texten, bei den wir uns im Tanz bewegten oder eine einfache Schrittfolge im Kreis machten. Wir wurden immer mutiger und lebendiger.

    Damit wir zum Abschluss wieder zur Ruhe kamen, sangen wir ein wunderschönes Lied: „In mir ist Ruhe, in mir ist Stille, in mir ist Frieden, in mir ist Kraft“. Dieses Lied singe ich seither jeden Tag, wenn auch nur in Gedanken, damit mich niemand hören kann.

    Wir hatten zwei so tolle Stunden, waren alle total begeistert und werden dieses wirklich „Heilsame Singen“ gerne wiederholen.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

     

    Heilsames Singen ist in der Regel ein offenes Singangebot, das sich an alle, die Freude an der Musik haben, richtet. Es sind keine musikalischen Vorkenntnisse nötig. Begegnung und gemeinsam erlebte Freude beim Singen stehen im Vordergrund. Ohne Noten und Leistungsanspruch singt man gemeinsam wohltuende Lieder, die leicht zu lernen sind.

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  • | Optimisten 02/2023

    Am 30.03.2023, von 18.00 bis 19.30 Uhr, war die SHG Eider bei einem Vortag über Schmerztherapie mit einem Info-Stand im Westküstenklinikum (WKK) Heide vertreten. Es ist uns sehr wichtig, die Fibromyalgie, die DFV und auch die SHG Eider mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bekannt zu machen.

    Unser Info-Stand war für uns wieder ein voller Erfolg. Nach anfangs eher etwas schleppendem Beginn, kamen doch zahlreiche Besucherinnen und Besucher der dort stattfindenden Veranstaltungen zu uns an den Stand. Zwölf Personen hatten als Betroffene oder Angehörige großes Interesse an den von uns kostenlos angebotenen Informationsmaterialien der DFV. Daneben waren die von uns kostenlos angebotenen „Naschies“ und DFV-Kugelschreiber sehr begehrt.

    Wir wurden sogar angesprochen, ob es nicht möglich wäre, in Heide eine neue Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie Erkrankte zu gründen. Das zeigt wieder einmal, wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppen vor Ort ist. Von uns und von der DFV wurde selbstverständlich Unterstützung zugesagt.

    Wir waren jetzt bereits zum dritten Mal mit einem Info-Stand im WKK Heide dabei und wurden vom Personal und auch einigen Gästen wiedererkannt, was uns sehr gefreut hat. Es wird sicherlich nicht unser letzter Besuch im Westküstenklinikum Heide gewesen sein.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

     

    Die Eider
    Vielfältiger kann ein Gewässer kaum sein: Die Eider ist mit fast 200 Kilometern Schleswig-Holsteins längster Fluss, mal schmal und idyllisch, mal zur Wasserstraße für Riesenschiffe ausgebaut - als Nord-Ostsee-Kanal. Für viele beginnt die Eider erst in Rendsburg, denn zu ihrem Oberlauf hat sie keine direkte Verbindung mehr.

    Tatsächlich liegt das Quellgebiet der Eider jedoch südlich von Kiel. In vielen Windungen schlängelt sich die Obereider - wie sie hier heißt - mal nach Westen, mal nach Norden. In der Gemeinde Bothkamp informiert ein "Lehrpfad Kulturlandschaft" mit vielen Schautafeln über die Landschaft und ihre Nutzung im Verlauf der Jahrhunderte. Südwestlich von Kiel fließt die Eider weiter durch den Schulensee und den Westensee im gleichnamigen Naturpark. Kanuten schätzen den idyllischen Flusslauf in dieser Region.

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  • | Optimisten 02/2023

    Die SHG Gelsenkirchen hat sich beim Gruppentreffen im März zu einem Vortrag von Dipl.-Psych. Jaqueline Patrikalakis getroffen.

    Frau Patrikalakis hat über 20 Jahre als psychologische Psychotherapeutin in der Rheumaklinik in Herne gearbeitet und einen Schwerpunkt in der Betreuung von Fibromyalgie Erkrankten gehabt. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet sie in einem multiprofessionellen Team in der Schmerztagesklinik in Gelsenkirchen.

    Auf der Grundlage ihrer Gespräche mit Fibromyalgie Betroffenen konnte sie für ihr Vorgehen über 1000 verschiedene Items identifizieren. Diese Items sind Symptome oder Auffälligkeiten, die Betroffene in ihren Sitzungen beschrieben haben.

    Im Laufe der Jahre entwickelte sie so ein Konzept zur Betreuung von Menschen mit Fibromyalgie.

    Das aktuelle Konzept der Tagesklinik sieht ein dreiwöchiges Programm vor. Die Betreuung erfolgt in Kleingruppen von maximal acht Teilnehmenden in einer festen Gruppenstruktur. Seit Anfang des Jahres gibt es die Möglichkeit von reinen Fibromyalgie-Gruppen.

    Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus Schmerz-Ärzten, Schmerz-Psychologen, -Krankenschwestern, Physio- und Ergotherapeuten, Ernährungsberatern sowie Sozialarbeitern und stützt sich auf drei bekannte Säulen: Medikamentöse Behandlung, Bewegungsprofil / Sport, Entspannung / Lockerung der Muskulatur. Darüber hinaus die psychologische Betreuung.

    Die medikamentöse Therapie richtet sich nach den aktuellen Leitlinien. Die Säule des Bewegungsprofils und Sports sowie die Säule der Entspannung und Lockerung der Muskulatur spielen eine große Rolle.

    Erst einmal gilt, dass alle Sportarten erlaubt sind. Die Intensität der Einheit macht gegebenenfalls das „Gift“. Somit ist es wichtig, dass eine langsame und dosierte Steigerung im Alltag verfolgt wird, um eine Überbelastung zu vermeiden. Ergotherapie kann im Bereich der Hilfsmittelberatung oder der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung in Anspruch genommen werden. Physiotherapie beziehungsweise Krankengymnastik zur Entlastung der Muskulatur, Sehnen und Bänder.

    Die Entspannung sowie Lockerung der Muskulatur kann durch Wärmeanwendungen, Massagen und die Anwendung von TENS-Geräten begünstigt werden. Erholsamer und ausreichender Schlaf sind ein weiterer Teil, der zur Entspannung beitragen kann. PMR und weitere Entspannungstechniken sind bewährte Hilfsmittel.

    Im Bereich der psychologischen Betreuung setzt Frau Patrikalakis auf ihre jahrelange Erfahrung, die sie durch den Austausch mit Fibromyalgie Erkrankten gesammelt hat.

    Die Mitglieder der SHG Gelsenkirchen hatten einen sehr informativen Abend. Ich bin gespannt, ob einige Hypothesen von Frau Patrikalakis in der nächsten S3-Leitlininie bestätigt werden können.

    Ann-Christin Bussek
    Mitglied SHG Gelsenkirchen

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  • | Optimisten 02/2023

    Unsere Selbsthilfegruppe informierte sich bei der letzten Zusammenkunft über Heil- und Hilfsmittel. Wir besuchten dafür ein Sanitätsfachgeschäft. Dort hatten Frau Gensch und Frau Friedrich schon alles vorbereitet und mit viel Geduld und Sachkenntnis unsere Fragen beantwortet.

    Da wir Mitglieder dieser Selbsthilfegruppe alle mehr oder weniger körperliche Einschränkungen haben, sind wir sehr dankbar, dass die beiden Kolleginnen uns mit viel Hingabe und Kompetenz die umfangreichen Angebote unterbreitet haben.

    In Ruhe wurden unsere Fragen zum Thema Schuheinlagen und Orthopädisches Schuhwerk beantwortet und sogar demonstriert, wie z.B. Einlagen mittels eines Abdrucks angepasst werden.

    Ein weiterer großer Fragenkomplex beschäftigte sich mit Bandagen für einzelne Körperteile, Stützstrümpfe im Besonderen und Hilfsmittel für verschiede Anziehtechniken. Mit etwas Übung gewinnt man mehr Leichtigkeit für den Alltag und selbstständigere Bewegung mit mehr Lebensfreude.

    Ein komplexer Schwerpunkt war das umfangreiche Thema der Pflegehilfsmittel. Viele Fragen wurden beantwortet und wertvolle Hinweise für die Handhabung gegeben.

    Interessant war auch die Vorführung der verschiedenen Rollatoren. Spontan konnte man auch selbst ausprobieren und analysieren. Einen Einblick gab es ebenfalls in das Angebot der verschiedenen Scooter, damit bei Bedarf ein Leben voller selbständiger Bewegung gesichert werden kann. Wichtig ist, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erlangen und so lange wie möglich zu erhalten.

    In weiteren Informationen wurde das Augenmerk auf Hilfsmittel für Bad, Dusche und Toilette gelegt. Persönliche Bedürfnisse und Möglichkeiten spielen dabei eine große Rolle. Dies wird ebenfalls bei den verschiedenen Orthopädietechniken berücksichtigt wie auch bei den Produkten für ein aktives selbständiges Training der Bewegung.

    Das Feld der Angebote im Sanitätsfachgeschäft ist weit gefächert und die Kolleginnen gaben wertvolle Ratschläge für die Verordnungshilfe der Hilfsmittel. Für die Beantwortung weiterer Fragen steht uns das Team jederzeit zur Verfügung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Patienten, Arzt und Fachgeschäft ist eine wertvolle Grundlage für eine optimale Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln.

    Wir bedanken uns bei Frau Gensch und Frau Friedrich für die informative Gestaltung unseres Gruppentreffens sehr herzlich und wünschen ihnen weiter viel Freude und Gesundheit.

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig

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  • | Förderung

    Die GKV-Gemein­schafts­för­derung Selbsthilfe auf Bundesebene unterstützt uns im Jahr 2023 mit 120.000 € für unsere Selbst­hil­fe­arbeit. Die DFV e.V. sagt ‚Danke schön‘.

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  • | Termin

    27. Deutscher Fibromyalgie Tag,  14:00 bis ca. 17:00 Uhr
    im Hotel "La Strada", Raiffeisenstraße 10, 34121 Kassel

    Thema des Tages: "Physiotherapie bei Fibromyalgie" (2 Vorträge)

    14.00 bis 15.00 Uhr:
    Vortrag „Physiotherapie & das Fibromyalgiesyndrom“

    Frau Prof. Angela Dieterich

    14.00 bis 15:00 Uhr:
    Workshop „Arbeitsrecht und Berufsunfähigkeitsversicherung"

    Herr Rechtsanwalt Fachanwalt für Arbeitsrecht Karl-Heinz Tempel

    14.00 bis 15:00 Uhr:
    Workshop „Erwerbsminderungsrente und Schwerbehinderung“

    Herr Rentenberater und Prozessagent Peter Westermeier

    15.30 bis 16:30 Uhr:
    Vortrag „Ergotherapie - Betätigung trotz Schmerzen“

    Frau Corinna Nolte

    Anmeldung in der Geschäftsstelle:
    Wir bitten alle Interessierten, sich bis zum 17. März 2023 in der Geschäftsstelle anzumelden und die Teilnahmegebühr von 60,- Euro mit dem Verwendungszweck FiboTag2023, Name, Wohnort
    auf das Konto der DFV e.V.   IBAN:  DE77 6745 0048 0004 22 11 23
    zu überweisen. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht. In der Teilnahmegebühr ist die Verpflegung während der Veranstaltung enthalten.

    Anmeldung zur Übernachtung im Hotel
    Bis zum 17.März beim Hotel direkt, siehe Anmeldeformular Hotel LA STRADA

    Hier finden Sie die Anfahrtsskizze zum Hotel

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  • | Termin

    Mitgliederversammlung  9:00 - ca. 12:00 Uhr
    im Hotel "La Strada", Raiffeisenstraße 10, 34121 Kassel

    Näheres zum Ablauf erfahren unsere Mitglieder im MItgliederbereich!

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  • | Termin

    Mitgliederversammlung und 27. Deutscher Fibromyalgie Tag der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. 
    im Hotel "La Strada" in Kassel

    Einladung und Programm

    Hotel-Anmeldeformular und Anfahrtsskizze s. Optimisten 01/23 S.8/10

    Wahlvorstellung der Kandidat:innen zur Vorstandswahl 2023

    Claus-Dieter Schulze (Kand. 1. Vorsitzender)
    Claudia Lang (Kand. 2. Vorsitzende)
    Susanne Schiessl (Kand. Schriftführerin)
    Silke Lühr (Kand. Kassenwartin)
    Jürgen Eckstein (Kand. Beisitzer)
    Monika Bauer (Kand. Beisitzerin)
    Michael Kindermann (Kand. Beisitzer)
    Maria-Therese Scopelliti (Kand. Beisitzerin)

     

    Vorläufige Einnahmen-Überschußrechnung 2022

    Geldfluss 2022

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  • | Termin

    24.02.-26.02.2023 in Göttingen
    21.04-.23.04.2023 in Göttingen
    23.06.-25.06.2023 in Göttingen

    22.09.-24.09.2023 in Göttingen

    Referenten: Miriam Engel (Kommunikation), Klaus Wentz (Technik)
    Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 10 Personen begrenzt: zukünftige Sprecher und interessierte Mitglieder von Online-Gruppen

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  • | Termin

    27.01.-29.01.2023 in Hildesheim Intercity Hotel
    14.04.-16.04.2023 in Erfurt Best Western Hotel Excelsior
    22.09.-24.09.2023 in Düsseldorf

    03.11.-05.11.2023 in München
    Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 20 Personen begrenzt: alle Mitglieder

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  • | Termin

    14.04.-16.04.2023 in Bonn "La Strada"

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  • | Optimisten 01/2023

    24. September – Fibromyalgie Tag in Mannheim. Der Tag lässt sich gut an. Die Autobahn soweit frei und Holger Westermann gibt sich die Ehre, den Fibromyalgie Tag zu moderieren. Die Vorträge sind sehr gut und aufschlussreich. Die Pausen sind gut geplant und man hat das Gefühl, zu Hause zu sein inmitten all der Fibromyalgie Betroffenen !

    Spontan aus der guten Laune heraus, trotz Muskelschmerzen vom Fahren und langen Sitzen, bekam ich die Idee: man könnte sich doch mal landesbezogen privat mit den anderen umliegenden Gruppen als Einheit treffen, passend zur Jahreszeit in einer Besenwirtschaft (uriges Weinlokal).

    Auf Anfrage einzelner Gruppensprecher bekam ich positive Signale. Mitte Oktober habe ich dann mal sporadisch einen großen Tisch reservieren lassen, um sicher zu gehen, dass der Termin steht. Nach den Einladungen kamen dann die Zusagen und kurzfristig vor dem Treffen auch krankheitsbedingte Absagen.

    So konnten wir dann am 25. November einen gemeinsamen schönen Abend verbringen. Das Ambiente war sehr schön, ist doch das Lokal, in der Nähe von Heilbronn, aus ganzen Baumstämmen errichtet worden. Wird im Volksmund auch Blockhaus genannt.

    Wir hatten die Ehre, auch Eva und Holger Westermann einladen zu können, liegt die Besenwirtschaft doch quasi direkt vor ihrer Haustüre. Holger war leider verhindert, aber Eva hat sich sehr wohl gefühlt. Es wurden gute Gespräche geführt und manches ausgetauscht.

    Wir haben gut gespeist und getrunken. Es tut richtig gut, mal über den Tellerrand zu schauen und sich mit den umliegenden Gruppen zu treffen. Es hat allen viel Freude gemacht und so konnten wir die Fibromyalgie etwas lindern. Raus aus den alten Schuhen und neues wagen.

    Mich freut es sehr, dass alles so gut geklappt hat und Anklang fand. Ein Wiederholen sei erwünscht, hieß es am Schluss.

    Mit optimistischen Grüßen

    Hans-Georg Herbinger
    Gruppensprecher SHG Ditzingen

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  • | Optimisten 01/2023

    Es ist bereits geraume Zeit her, aber die Corona-Situation und andere Unwägbarkeiten ließen es nicht zu, unser Jubiläum, das 10-jährige Bestehen der Essener Selbsthilfegruppe, entsprechend zu feiern.

    Zuerst einmal ein ganz herzliches DANKESCHÖN an Eva Westermann und die DFV e.V., die uns mit der Urkunde und einer finanziellen Zuwendung zum Jubiläum gratulierte.

    Die Gruppe existiert seit dem 26. Oktober 2011, und im Oktober 2021 erreichten uns die Glückwünsche des Verbandes. Nun steht die Frage, warum wir erst jetzt nach dieser Zeit uns endlich bedanken möchten. Corona war einer der wesentlichen Gründe. Wir versuchten stets, ein gemeinsames Event zu starten, scheiterten jedoch ständig an der Pandemie.

    Außerdem hatten wir mit dem Wegzug der ehemaligen Sprecherin unserer SHG, Petra Aurich, uns komplett neu organisieren müssen. Ihr als Gründungsmitglied und umfangreiche Stütze für das intensive Gruppenleben gehört unser großer Dank.

    Ein weiterer Umzug in neue Räumlichkeiten für die Gruppentreffen erschwerten zwar die Bedingungen für unsere Aktivitäten, dennoch haben wir uns mit viel Kraft und Enthusiasmus wieder organisiert und konnten so die Existenz der Essener SHG gewährleisten.

    Im November 2022 schließlich schafften wir es endlich, neben allen Gruppenaktivitäten gemeinsam auf das Jubiläum bei einem gemütlichen Beisammensein anzustoßen und zu speisen (s. Foto).

    Ralf Brackel
    Gruppensprecher

     

    Essen liegt im Herzen des Ruhrgebiets. Nach Köln, Düsseldorf und Dortmund ist Essen die viertgrößte Stadt von Nordrhein-Westfalen. Mit der Universität Duisburg-Essen ist Essen auch Hochschulstadt. Im späten Mittelalter war Essen "Waffenschmiede". Mit der Industrialisierung stieg Essen zu einem der wichtigsten Standorte der "Montanindustrie" in Deutschland auf.

    Das Wahrzeichen der Stadt ist der "Zeche Zollverein". Essen gehört zu den prominentesten Wirtschaftsstandorten in Deutschland.

    "Villa Hügel" ist ein Symbol der Familiendynastie Krupp und der Industrialisierung sowie ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Essen.

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  • | Optimisten 01/2023

    Selbsthilfegruppe Magdeburg 1

    Achtsamkeit und Ernährung mal anders
     

    Wir hatten im vergangenen Jahr 2022 etwas ganz Besonderes für unsere Gruppe geplant. Das vergangene Jahr stand bei uns unter dem Motto: “Achtsamkeit“, wozu auch ganz klar die Ernährung gehört. Man sollte ja schließlich nicht die Schokolade „wegschroten“, sondern lieber langsam und genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.

    Aber um Schokolade sollte es vornehmlich nicht bei uns gehen. Wir suchten eine Ernährungstherapeutin, welche Erfahrung mit Fibromyalgie hat und die wir unverblümt alles fragen duften. Wir nahmen daraufhin Kontakt mit der Ernährungstherapeutin/Ernährungsberaterin und Fastenleiterin Frau Coretta Banoth auf. Um uns genügend Zeit für das wichtige Thema Ernährung im Jahr einzuräumen, einigten wir uns auf drei Termine. Zwei davon als Thematik- und Fragestunden und der dritte Termin dann als praktisches Kochtraining. Die Termine verteilten wir gleichmäßig auf das Jahr, so dass wir unser Thema am 05.10.22 mit einem gelungenen Kochevent beendeten.

    Wer sich mit Fibromyalgie beschäftigt und auch mit Heilungs- und Linderungsansätzen, der kommt an dem Thema Ernährung gar nicht vorbei. Die meisten Betroffenen haben seit jeher schon mit Intoleranzen zu tun und müssen sich sowieso auf Regeln im Alltag rund um die Ernährung einstellen. Frau Banoth sprach als Erstes mit uns über Fibromyalgie und Zusammenhänge mit der Ernährung, Probleme und Ursachen.

    Anschließend beleuchtete sie mit uns genauer ernährungsspezifische Symptomatiken wie zum Beispiel den Reizdarm, die Lactoseintoleranz, Glutenintoleranz und Zölliakie sowie die Histaminintoleranz. Es gab kein Mitglied unserer Gruppe, das nicht mit mindestens einem dieser Probleme zu tun hat. Ich selbst lebe schon lange mit Glutenintoleranz. Interessant fand ich aber auch die noch eher im Allgemeinen unbekannte Histaminintoleranz, auf die ich gern kurz eingehen möchte.

    Histaminintoleranz:

    Der Begrifft Histamin setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern: „histos“, welches „Gewebe“ bedeutet und „amin“, welches steht für „stickstoffhaltige Verbindung“. Biogenes Amin wird als körpereigener Stoff in Mastzellen und anderen spezialisierten Blut- und Gewebszellen gebildet. Die Funktion dient vor allem der allergischen Sofortreaktion (z.B. der Weitstellung der Blutgefäße), aber auch der Regulation der Magensäuresekretion und spielt auch eine Rolle im Entzündungsgeschehen und als Neurotransmitter (Informationsübertragung zwischen Nervenzellen). Die Intoleranz gegenüber Histamin bedeutet ein Mangel der Histamin abbauenden Enzyme DAO und/oder HNMT oder ein mengenmäßiges Missverhältnis zwischen DAO/HNMT und Histamin. Das hat zur Folge, dass es zur Schädigung der Darmbarriere kommt.

    Histamin findet man als Reifungsprodukt in verderblichen, fermentierten, gereiften und lange gelagerten Lebensmitteln wie z. B. Hartkäse, Geräuchertes, Gepökeltes, Tomaten, Sauerkraut, Soja, süßsaures Gemüse, Spinat, Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Ananas, Schokolade und Alkohol.

    Zu den Leitsymptomen gehören anschwellende Nasenschleimhäute, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen, Erröten (Flush im Gesicht), Herzrasenklopfen und -stolpern, Blutdruckabfall, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Menstruationsbeschwerden, Ödeme.

    Eine Therapie/Selbsthilfe erfolgt durch eine fachlich begleitete Auslassdiät sowie eine Erarbeitung einer persönlichen Verträglichkeitsschwelle. Man sollte stets auf eine frische und schonende Zubereitung achten und Fertiggerichte vermeiden. Es gibt auch die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung, etwa durch Antihistaminika oder eine Enzymersatztherapie.

     

    Frau Banoth, unsere Ernährungstherapeutin, informierte uns auch über die antientzündliche Ernährung und über Sättigung und Heißhunger. Wir beleuchteten die Ernährungspyramide, die schon länger nicht mehr, unten im Sockel, das Getreide, Brot, Reis und Nudeln beinhaltet, sondern Gemüse, Obst und pflanzliche Öle.

    Im Großen und Ganzen ist anzuraten, weitestgehend auf Schwein, Zucker, Weizen und Milchprodukte zu verzichten, um Schmerz- und Entzündungsprozessen entgegenzuwirken. Viel mehr sollte man auf frische, unverarbeitete und naturbelassene Lebensmittel zurückgreifen und gute pflanzliche Öle verwenden. Dass man stets viel trinken soll, das brauche ich ja niemandem mehr zu erklären. Aber es sollte auch das Richtige sein, wie Wasser oder Tee und nicht Fruchtsaft oder Limonaden. Es gäbe noch so viel zu berichten, aber das würde den Rahmen sprengen.

    Wir trafen uns also am 05.10.22 zum abschließenden Kochen gemeinsam mit Frau Banoth in der Trainingsküche im Alten- und Service-Zentrum Herz ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg, wo wir genug Platz für unsere Gruppe hatten. Es gab drei tolle Gerichte. Die erste Gruppe bereitete die Vorspeise zu - ein Birnen-Blauschimmelkäse-Salat mit Chicorée. Die zweite Gruppe füllte Paprika mit Linsen als Hauptgericht und die dritte Gruppe bereitete das Dessert zu, eine Limetten-Creme mit Beeren.

    Es hat natürlich sehr viel Spaß gemacht und so manches Lächeln gezaubert, aber es hat auch wahnsinnig lecker geschmeckt. Und wie oft isst man in geselliger Runde schon mal ein gesundes Drei-Gänge-Menü?

    Wiebke Weinhauer
    SHG Magdeburg 1

    Quellen:
    Handout und Rezepte von Frau Coretta Banoth

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  • | Optimisten 01/2023

    Das Jahr neigte sich langsam dem Ende zu und viele fleißige Hände bereiteten die Advents- und Weihnachtszeit vor. In der Oberlin-Kita Bad Belzig konnten wir dies erleben.

    Zum vorweihnachtlichen Basteln waren die Mitglieder der Wandergruppe „Schneckenpost“ und die Mitglieder der SHG Bad Belzig eingeladen. Mit viel Liebe wurde so einiges für die Kinder vorbereitet. Die Kinder waren aber auch sehr fleißig und haben uns mit einem tollen Programm in weihnachtlicher Atmosphäre empfangen. Alle haben gesungen und getrommelt mit großer Freude und viel Kinderlachen.

    Dann wurden fleißig Plätzchen bunt verziert und auch verkostet, bevor Rosen aus Servietten gebastelt wurden. Die kleinen „Fingerchen“ stellten sich sehr geschickt an. Viele schöne Ergebnisse konnten die Jungs und Mädchen präsentieren.

    Auch das Nähen von kleinen bunten Sternen und weichen Herzchen mit farbigen Bändern machte allen viel Spaß. Zur Überraschung aller Kinder wurde kein Kinderfinger durch die Nähmaschine an einen Stern oder an ein Herz angenäht oder auch beim Fadenabschneiden kein Daumen abgeschnitten. Zum Glück ist alles gut gegangen.

    Zum Abschied gab es nochmals eine Überraschung für uns Gäste, denn die Kinder hatten für uns ganz tolle Sterne mit einem Licht und kleine Männchen gebastelt. Voller Stolz übergaben sie uns ihre kleinen Kunstwerke. Zum Ausruhen wurde noch eine Geschichte in der Weihnachtsecke vorgelesen.

    Wir Frauen waren auch nicht mit leeren Händen gekommen. Das AWO-Familienzentrum hat uns das fertige Puzzle vom Ahrtal für die Kinder mitgegeben. Nun können sich die Kinder und die Erzieherinnen in Ruhe alles ansehen und darüber sprechen, was Unwetter und Hochwasser alles anrichten kann.

    Ein besonderes Bonbon hatten die Mädels und Jungs noch für uns parat, denn sie haben uns jetzt schon spontan zu ihrer Faschingsfeier im neuen Jahr eingeladen.

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig

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  • Der Einsatz von Antidepressiva hat sich in den Mitgliedsstaaten der OECD von 2005 bis 2015 verdoppelt. Großen Anteil daran hat der nicht bestimmungsgemäße Gebrauch (off-label-use) dieser Medikamente bei Schmerzerkrankungen wie beispielsweise Fibro­myalgie. Die Daten zeigen, dass einzelne Patientengruppen sogar häufiger Antidepressiva gegen chronische Schmerzen bekommen als gegen Depressionen - oftmals ohne den erhofften Nutzen.

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  • Mit ihrem Praxisleitfaden Fibromyalgie wendete sich die DGS ausdrücklich an Ärzte und Patienten: „Patienten können den Leitfaden nutzen, um sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten, indem sie vorab den Kriterienkatalog für eine Bestandsaufnahme der eigenen Symptome nutzen“. Damit ermutigen die Autoren Menschen mit Fibromyalgie dazu sich darauf zu verlassen, dass auch die Ärzte den Praxisleitfaden kennen und nutzen.

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  • | Termin

    Wir sind mit einem Info-Stand auf der Messe "Medizin" in Stuttgart in der Mahle Halle (Halle 4) Stand-Nr.: 4B62 vom 03. bis 05.02.2023 vertreten.

    Wir freuen uns, Sie an unserem Stand begrüßen zu dürfen.

    Freikarten können Sie in der Geschäftsstelle durch Zusendung eines frankierten Briefumschlags erhalten.

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  • | Optimisten 04/2022

    Seit dem 8. November 2022 ist es „amtlich“: Es gibt in Kiel eine neue Gruppe für Menschen mit Fibromyalgie, die zur Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. gehört. Silke Lühr, Vorstand und Kassenwartin unseres Bundesverbandes und Gruppensprecherin der Selbsthilfegruppe Hohn, war da, um die Gründungsformalitäten durchzuführen und uns viele wichtige Hinweise zu geben. Wir mussten zweimal die Gruppeneröffnung aus gesundheitlichen Gründen verschieben.

    Wir nennen uns SHG Kiel und treffen uns am 2. und 4. Dienstag im Monat in den Räumen der KIBIS-Kiel. Bei Interesse bitte vorher Kontakt mit der Gruppensprecherin Nicole Hübner, Telefon: 0157-72 47 62 87, aufnehmen.

    Unsere Anliegen sind vielfältig: Wir möchten unter anderem den gemeinsamen Austausch über unsere Krankheit pflegen, viele neue Informationen und Forschungsergebnisse erfahren, Experten zu unterschiedlichen Themen rund um unsere Krankheit hören und auch Spaß und ‚Klönschnack‘ nicht zu kurz kommen lassen.

    Am Gründungstag waren sechs „Kieler Sprotten“ anwesend; jede mit unterschiedlichen Erwartungen, Gaben, Ideen, einem unterschiedlichen Krankheitsverlauf und Tagesbefinden. Nicole, die zur Gruppensprecherin gewählt wurde, ist es wichtig, die Krankheit nicht einfach so hinzunehmen, sondern zu reflektieren und viel Neues darüber zu erfahren. Michaela, die stellvertretende Gruppensprecherin, die uns am Gründungsabend mit leckeren Snacks versorgte, ist sehr hilfsbereit und denkt oft an andere und zu wenig an sich selbst.

    Gisela, unsere Kassenwartin, findet es wichtig, ihre Krankheit anzunehmen und gute Ideen zu entwickeln, um mit ihr besser leben zu können. Sabine, die Schriftführerin, übt gerade sehr, freundlich mit sich zu sein und regelmäßig zu meditieren. Bianca tröstet sich damit, dass es anderen Menschen schlechter geht („Woanders ist Krieg“) und hilft sich mit ihrem Galgenhumor über schwierige Zeiten. Und Aida sagt sich: „Ich bin ein großes Mädchen. Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf.“

    Zu unserer Gruppe gehören außerdem Angelika, Carmen, Daniel, Dörte und Sascha, die leider dieses Mal nicht dabei sein konnten. Wir freuen uns auf weitere Gruppenmitglieder und auf viele gemeinsame Treffen.

    Sabine Hansen
    Schriftführerin
     

    In Schleswig-Holstein an der Ostseeküste liegt unsere Landeshauptstadt Kiel. Wir sind auch bekannt als Unistadt durch die drei Hochschulen und das UKSH Universitäts-Klinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Als Hafenstadt mit einer Werft ist es nicht verwunderlich, dass unsere kulinarischen Spezialitäten „Kieler Sprotten“ sind. Die jährlich stattfindende Segelregatta „Kieler Woche“ entwickelte sich mit den Jahren zu einem großen Volksfest und ist unser besonderes Aushängeschild.

    Kiel kann auch sportlich mithalten: der THW Kiel (Handball) und unsere Kieler Störche (Holstein Kiel/Fußball) sorgen immer für Spannung und locken etliche andere Fans in unsere Stadt.

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 25.10.2022 war es endlich soweit - das Gründungstreffen der SHG Lampertheim fand statt.

    2019 war ich auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie im Umkreis von Lampertheim und die nächstliegende, die ich fand, war in Weiterstadt und liegt 45 km entfernt. Die Entfernung hat mich nicht abgeschreckt und ich bin seitdem Mitglied beziehungsweise leite gemeinsam mit Beate Boucher die Gruppe.

    Es tut mir gut, mich mit Menschen zu treffen, die Fibromyalgie haben, mich mit ihnen auszutauschen und zu lachen. Und so hatte ich die Idee, eine Selbsthilfegruppe in Lampertheim zu gründen. 

    Bei der Planung gab es hauptsächlich bei der Suche eines geeigneten Raumes mehr Probleme als von mir vermutet. Erst als ich das Selbsthilfebüro Bergstraße/Caritas Heppenheim einschaltete, wurde ich fündig: Der Seniorentreff der Stadt Lampertheim stellt uns kostenlos einen Raum in der „Alten Schule“ zur Verfügung.

    Unsere Gruppe wurde zwar in der Herbst-Ausgabe unserer Mitgliederzeitschrift Optimisten vorgestellt, die Eröffnung konnte aber erst Ende Oktober stattfinden, da vorher kein passender Raum zur Verfügung stand.

    Am Selbsthilfetag des Landkreises Bergstraße war ich mit einem eigenen Infostand vertreten und machte auf die Gruppeneröffnung im Oktober aufmerksam. Da die Geschäftsstelle der DFV e.V. Mitglieder im Umkreis von 30 Kilometern anschrieb, eine Anzeige in der Zeitung stand und ich Werbung in Facebook gemacht habe, kamen insgesamt 25 Interessenten zur Gruppengründung.

    Besonders freute ich mich über das Kommen von drei Mitgliedern der SHG Weiterstadt. Neben ihrer persönlichen Krankheitsgeschichte erzählten sie, wie sie zur Selbsthilfegruppe kamen und welche Erfahrungen sie bei den Treffen gemacht haben. Dies kam bei den Interessenten besonders gut an.

    Anschließend fand ein reger Austausch statt und es wurden viele Fragen beantwortet. Ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes Treffen am 22. November und bin gespannt, wer kommt.

    Stefanie Durrer
    Gruppensprecherin

     

    Meine Heimatstadt Lampertheim ist die größte Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße und hat ungefähr 33 000 Einwohner. Bekannt ist der Kreis Bergstraße für seinen Spargel. Wir wohnen hier am Rand des Odenwalds und der ist immer eine Reise wert. Man kann hier wunderschöne Wanderungen unternehmen, aber auch mit dem Fahrrad kann man die Gegend sehr gut erkunden. Sollte man dann die schöne Natur genug genossen haben, kann man, wenn man möchte, nach einer Autofahrt von ca. einer Stunde auch mal Frankfurt besuchen.

    Stefanie Durrer

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 13. und 14.08.2022 waren vier Mitglieder der SHG Eider mit einem Info-Stand beim Dorffest in Fockbek, um auf die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. und die SHG Eider aufmerksam zu machen. Wir wurden von mehreren Frauen angesprochen, die ebenfalls vom Fibromyalgie-Syndrom betroffen sind. Viele Interessierte nahmen gerne Infomaterial an unserem Stand mit. Unser Wurfspiel wurde sehr gut angenommen. Es gab Kugelschreiber, Süßigkeiten und Taschen zu gewinnen.
    Nachdem wir am späten Sonntagnachmittag unseren Info-Stand abgebaut hatten, kamen wir noch mit der Bürgermeisterin von Fockbek ins Gespräch. Wir werden beim nächsten Dorffest sicherlich wieder dabei sein.

    Am 27.08.2022 waren drei unserer Mitglieder mit einem Info-Stand beim „Rendsburger Herbst“. Passend zu unserem Gruppennamen standen wir direkt am Kai des Obereiderhafens.
    Wir wurden von mehreren Betroffenen und Interessierten angesprochen. Unsere Info-Broschüren waren auch hier sehr beliebt und wurden gerne mitgenommen. Eine Besucherin kam sogar zu unserem nächsten Gruppentreffen. Da es ihr bei uns so gut gefiel, ist sie Mitglied geworden und kommt gerne in unsere Selbsthilfegruppe.

    Am 11.09.2022 waren drei Mitglieder der SHG Eider und drei Mitglieder der SHG Hohn gemeinsam mit einem Info-Stand beim Gesundheitstag in der VHS in Rendsburg mit einem Info-Stand vertreten. Einige Betroffene holten sich gerne bei uns Rat und unser Infomaterial war für viele wieder ein Anziehungspunkt. Es waren zahlreiche Selbsthilfegruppen vertreten, denen Gelegenheit gegeben wurde sich kurz vorzustellen.

    Es zeigte sich wieder einmal, dass nicht nur Fibromyalgie Betroffene mit ihren anderen Erkrankungen auch in andere Selbsthilfegruppen eintreten können, sondern dass auch Mitglieder anderer Selbsthilfegruppen unter dem Fibromyalgie Syndrom leiden - eigentlich würde uns schon eine Erkrankung reichen.
    Es war eine schöne Veranstaltung die gezeigt hat, dass es erheblichen Bedarf an Selbsthilfegruppen gibt. Die SHG Eider wurde von der Stadt Rendsburg unterstützt.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher


    Landschaft und Fluss im hohen Norden – Eider, Fockbek und Rendsburg

    Die Eider war bis Ende des 19. Jahrhunderts mit 188 Kilometern der längste Fluss in Schleswig-Holstein. Durch den Nord-Ostsee-Kanal ist heute der Lauf der Eider östlich von Rendsburg unterbrochen. Die Eider entspringt südlich von Kiel und mündet bei Tönning mit dem sehenswerten Eidersperrwerk in die Nordsee. Die Eider teilt den nördlichen ehemals dänischen Teil „Schleswig“ vom südlichen Teil „Holstein“.

    In Fockbek finden unsere Gruppentreffen statt. Angeblich sollen die Fockbeker früher versucht haben, einen Aal zu ertränken. Daran erinnert auch eine Skulptur am Dorfplatz. Das Dorffest wird daher „Aalversuperdaag“ genannt.

    Rendsburg ist die Kreisstadt des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Früher war Rendsburg eine Garnisonsfestung und noch heute erinnert vieles an die frühere Zugehörigkeit zu Dänemark. Der Industriehafen und einige Werften befinden sich am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) und den Yachthafen und die Uferpromenade findet man an der Obereider. Die Obereider ist direkt mit dem NOK verbunden. Von der Untereider kann man Schiffstouren in Richtung Tönning machen. Durch den Giselau-Kanal kommt man von der Eider in den NOK.

    Willi Hohnsbehn, Gruppensprecher der SHG Eider

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  • | Optimisten 04/2022

    Schon 2019 stellte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz sein erstes Buch „Der Brotmacher“ vor. Bei der damaligen Buchvorstellung unterstützten uns Hartmut Leisegang und Siegfried Frenzel in der Kapelle der Reha-Klinik in Bald Belzig.

    Nun ist das zweite Buch von Karl-Dietmar Plentz erschienen. Da von uns Mitgliedern der SHG Bad Belzig zu Herrn Plentz eine freundschaftliche Verbindung besteht, haben wir die Buchpräsentation organisiert. Wir wählten dafür die Fredersdorfer Wassermühle, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde.

    Müller und Bäcker gehören ja irgendwie zusammen, deshalb gab es eine Mühlenbesichtigung mit der Vorführung einzelner Maschinen und vielen aufschlussreichen Erläuterungen. Anschließend wurden zahlreiche, teils ausgefallene, Brotsorten vom Bäckermeister vorgestellt.

    Der Moderator des Nachmittags war Andreas Albe aus Lütte. Er ist ein bei uns bekannter Bienenzüchter und stellte sechs verschiedene Honigsorten zum Verzehr zur Verfügung. Das frische Brot, der Honig und die Aufstriche waren sehr lecker und schmeckten allen. Zu Beginn und während der Lesung spielten die Brüder Albe klassische Musikstücke auf ihren Gitarren.

    Herr Plentz stellte sein neues Buch vor und berichtete dabei in Form von Kurzgeschichten über sein Leben, dem seiner Familie, den großen beruflichen Herausforderungen, dem Leben in der Kirche und über seine Aktivitäten beim Friedenstreck. Wir Besucher hörten lustige Geschichten über die Kindheit des Autors, wie z. B. die Fahrt ohne Führerschein mit dem „Simson“, aber auch nachdenkliche und traurige Gedanken.

    Immer wieder erinnerte der Bäckermeister daran, dass man im Hier und Jetzt lebe und jeden Tag dafür dankbar sein solle, dann könne man auch zuversichtlich sein. Dies könne am besten geschehen, wenn sich alle gut verstehen und versuchen, in Frieden miteinander zu leben.

    Momentan machen sich viele Menschen Gedanken über die Zukunft und haben Angst vor Krieg und Naturgewalten. Gemeinschaften wie unsere Selbsthilfegruppe, die Kirche und Vereine könnten dabei eine wichtige und wertvolle Stütze bei der Bewältigung des Alltags sein, so Karl-Dietmar Plentz.

    Im Namen der Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe danke ich nochmals allen Teilnehmern und allen fleißigen Unterstützern für diesen schönen Nachmittag.

    Ein besonderer Dank gilt dem Mühlenteam für die interessante Mühlenführung. Herrn Bäckermeister Plentz wünschen wir weiter so tolle Ideen und freuen uns auf ein nächstes Buch.

    Bürgermeister Roland Leisegang, Kathleen Berger, Bodo Sternberg, Steffen Block, Ingo Kamp, Michael Kalkofen und Dr. Karsten Haitsch ließen herzliche Grüße an die Gäste ausrichten. Sie konnten leider nicht dabei sein, da Ferienzeit herrschte und sie in Urlaub waren. Ebenso gab es herzliche Grüße von der Band „Keimzeit“, die nicht dabei sein konnte, weil sie am Abend ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig feierten.

    Heidrun Jordan
    Mitglied der SHG Bad Belzig

    Die Fredersdorfer Mühle wurde 1441 erbaut und befindet sich am südlichen Ausläufer der Belziger Landschaftswiesen. Die Wiesen umfassen 7.600 Hektar und ein Großteil davon ist als Naturschutzgebiet deklariert. Zur Mühle gehören auch Wald, Äcker und Wiesen. Der Mühlenbetrieb wurde seit einigen Jahren eingestellt. Auf dem Mühlengelände befindet sich eine Pension „Zur Mühle“. In der Umgebung gibt es viele Tiere, zum Beispiel Hasen, Füchse, Waschbären, Biber, Störche, Reiher, Wildschweine, Rotwild, Damwild und auch Wölfe.

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  • | Optimisten 04/2022

    23. September 2022 - es war endlich wieder soweit! Zwei Jahre verhinderte Corona unsere großen Treffen vom DFV e.V. Wir, einige Mitglieder der Hohner SHG, trafen uns pünktlich am Rendsburger Bahnhof.

    Von da ging es mit dem Zug nach Neumünster. Kurz darauf stiegen wir um in den ICE nach Mannheim. Trotz sechsstündiger Fahrt kam bei uns keine lange Weile auf. Die Zugbegleitung war uns wohlgesonnen und wie wir zu Späßen aufgelegt. Da trainierten wir bereits durch intensives Lachen unsere Bauchmuskeln.

    Nach 13 Uhr bezogen wir unsere Zimmer im nahegelegenen Hotel des Mannheimer Hauptbahnhofes. Nach einer kurzen Pause eroberten wir die graue und ungewöhnliche Stadt. Wir möchten deren Einwohner und Dienstleister besonders erwähnen, da diese die Stadt mit ihrer besonderen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft heller leuchten lassen.

    Abends genossen wir den schönen Herbstanfang im Außenbereich einer Pizzeria. Bei Kerzenschein und gemütlichem Zusammensein ließen wir den Freitag ausklingen.

    Nach einer geruhsamen Nacht starteten wir bei einem guten Frühstück in unseren besonderen Tag, den 24.September, den 26. Deutschen Fibromyalgie Tag. In der Aula des Schlosses fanden wir uns in einem großen Saal ein. Unsere Gruppensprecherin Silke Lühr begrüßte uns vorher, im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeit, auf dem Flur.

    Das Tagungsprogramm mit den unterschiedlichsten Vorträgen fanden wir recht interessant. In den Pausen wurden wir verwöhnt mit Leckereien und Getränken. In der Mittagspause genossen wir etwas Kultur. Unser ausgiebiger Spaziergang führte uns an der schönen Jesuitenkirche vorbei, die wir auch von innen bestaunen konnten. Kurz vor 17 Uhr endete unsere Veranstaltung.

    Am Samstagabend kehrten wir in einem netten Lokal ein, das nicht unserem vereinbarten Zielwunsch entsprach. Heftiger Platzregen und Gewitter sorgten für diese spontane Lösung, was sich allerdings im Nachhinein als optimale Entscheidung herausstellte. So viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die wir da erfuhren, ist nicht selbstverständlich. Wir ließen den Abend in Wohlfühlstimmung ausklingen.

    Den Sonntagmorgen genossen wir bei einem ausgiebigen Hotelfrühstück. Dabei nutzten wir die Gelegenheit des netten und konstruktiven Gesprächsaustausches mit Eva und Holger Westermann. Wir freuen uns bereits jetzt auf unser nächstes Treffen.

    Gern erfüllten wir auf der Heimreise den Wunsch unserer Silke, indem wir einen Bericht über dieses Wochenende verfassten, für den Optimisten.

    Bei dieser Gelegenheit danken wir allen Organisatoren und Mitwirkenden des Vorstands und der Geschäftsstelle für dieses hervorragende Wochenende!

    Doris Bracka, Stefanie Feige und Jana Kutzner
    Mitglieder der SHG Hohn

     

    Die Gemeinde Hohn ist ein „ländlicher Zentralort“, zu dem auch das Naturschutzgebiet „Hohnersee“ der Eider-Treene-Sorge-Niederung gehört. Der Ort Hohn liegt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dieser Kreis liegt oberhalb des Nord-Ostsee Kanals im „Landesteil Schleswig“. Von 1967 bis 2021 war auf dem Fliegerhorst Hohn die Transall stationiert. Eine Transall C-160 und ein dazugehöriges Museum wurde der Gemeinde als Andenken zu Ausstellungszwecken überlassen.

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 09.10.2022, an einem sonnigen Sonntag, durfte ich gegen halb elf auf dem Schiffbrückenplatz in Rendsburg mit zwei Damen von der „Brücke“ einen Info-Stand einrichten, um auf die Krankheit Fibromyalgie, die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. und die SHG Eider hinzuweisen. Diese Art, Vereine auf einem Flohmarkt und einem verkaufsoffenen Sonntag zu präsentieren, gab es das erste Mal für uns. Sollte es sich ergeben, dass eine solche Veranstaltung wieder einmal stattfindet, benötigen wir für unsere Selbsthilfegruppe einen etwas größeren Platz, da unsere Ausstellungsfläche etwas klein war. Zu meinem Erstaunen gab es von den vielen Selbsthilfegruppen nur unsere SHG, die die Erkrankung Fibromyalgie vertreten hat.

    Da wir nur einen kleinen Bereich zum Einrichten hatten, konnte ich bevor es richtig los ging noch eine Runde drehen. Viele der anderen Vereine hatten Werbematerial in Form von Kugelschreibern, Luftballons, Taschen und Schreibblöcken dabei. Es gab auch Personen, die nach Einkaufschips oder Magneten gefragt haben.
    Die Damen von der „Brücke“ hatten blaue Luftballone, Nimm2-Bonbons und blaue, dunkelrote und orangene Taschen mit Infomaterial, bei uns gab es Kugelschreiber und Taschen der DFV, welche gerne genommen wurden, allein wegen der Farbe magenta.

    Im Laufe des Tages waren viele Menschen hier und einige haben sich lange mit uns unterhalten. Diese Gespräche fand ich besonders gut. Bei den Vereinen gab es auch untereinander einen regen Austausch, die Hauptthemen waren Gesundheit, Demenz und Ehrenamt.

    Da ich mich auch während der Zeit mit einigen Gruppenmitgliedern per WhattsApp ausgetauscht habe, konnte ich mitteilen, dass mir das Material ausging. Ein Mitglied hat mir angeboten, für Nachschub zu sorgen. Das war echt super, denn obwohl es der Kollegin nicht so gut ging, holte sie noch Broschüren von mir zuhause ab und brachte mir Kugelschreiber und Taschen. Herzlichen Dank dafür.

    Gegen 17 Uhr endete die Veranstaltung mit einem Laternenumzug. Solche Tage sind sehr anstrengend. Sie machen aber auch Freude. Beim nächsten Mal werde ich hoffentlich nicht alleine dastehen, sondern eine Möglichkeit finden, dass wir die Belastung aufteilen können. Hier merke ich deutlich, dass ich mehr will als ich kann, doch mir ist es wichtig Informationen weiterzugeben. Dieser Blick von betroffenen Personen, die endlich verstanden werden oder sich austauschen können, ist für mich unbezahlbar und Motivation.

    Monika Bauer
    stellv. Gruppensprecherin
    Landesansprechpartnerin für Schleswig-Holstein

     

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 10.September 2022 sind wir der Einladung der Selbsthilfekontaktstelle (Der Paritätische Gelsenkirchen) gefolgt und waren beim Gelsenkirchener Selbsthilfetag im Hans-Sach-Haus. Hierbei haben wir die Möglichkeit genutzt, um über unsere Erkrankung aufzuklären und unsere Selbsthilfegruppe vorzustellen.

    In Gelsenkirchen sind mehr als 100 Selbsthilfegruppen aktiv. Davon haben 30 Selbsthilfegruppen die Möglichkeit genutzt und am Selbsthilfetag teilgenommen. Die Veranstalter des Selbsthilfetages 2022 haben ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Nach der Eröffnung durch die Oberbürgermeistern Karin Welge wurden die Teilnehmer und Besucher von mehreren aufgeführten Musikstücken der Operaschool begeistert.

    Unter dem Thema „Selbsthilfe erleben“ konnten die Besucher im Anschluss an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

    Nicht nur die Operaschool hat für eine musikalische Abwechslung gesorgt, sondern auch Vincenzo Decaro. Der in Gelsenkirchen lebende Sänger hat unter anderem den ersten Platz beim Festival EFIS in Solingen 2014 gewonnen und war 2021 Teilnehmer bei DSDS.

    Neben vielen anregenden Gespräche, konnten wir weitere Netzwerkarbeit leisten und neue Mitglieder werben. Wir empfanden den Tag als vollen Erfolg und können den anderen Gruppen der DFV nur empfehlen, solche Möglichkeiten und Veranstaltungen wahrzunehmen.

    Die Selbsthilfegruppe Gelsenkirchen trifft sich an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr im Quartierstreff Schaffrath, Giebelstraße 7, 45897 Gelsenkirchen. Interessierte können sich gerne unter gelsenkirchen@fms-selbsthilfe.de bei uns melden.

    Ann-Christin Bussek
    Mitglied SHG Gelsenkirchen
     

    Gelsenkirchen liegt in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt im schönen Ruhrgebiet. Entgegen der landläufigen Meinung, ist der „Pott“ sehr grün und kann mit jeder Menge abwechslungsreicher Freizeitangebote und Kultur aufwarten. Die „Stadt der Tausend Feuer“, wie Gelsenkirchen auch oft genannt wird, bietet mit der Zoom Erlebniswelt, der Veltins Arena, dem Nordsternpark und dem Musiktheater im Revier verschiedenste Sehenswürdigkeiten.

    Die Zoom Erlebniswelt arbeitet nach den drei Leitsätzen: Näher dran – Mehr Raum – Mittendrin und bietet dadurch den Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis an. Die 2001 erbaute Veltins Arena ist das zu Hause des Traditionsvereins FC Schalke 04. Der Nordsternpark war 1997 der Veranstaltungsort der Bundesgartenschau. Seither lädt er durch seine schöne Gestaltung und den tollen Abenteuerspielplatz Jung und Alt zu Spaziergängen ein. Das Musiktheater im Revier, kurz MiR, verfügt über zwei Spielstätten. Das Große Haus fasst 1004 Plätze, im kleinen Haus finden 336 Zuschauer Platz. 1997 wurde das 1959 eröffnete MiR in die Denkmalliste der Stadt Gelsenkirchen aufgenommen.

    Ann-Christin Bussek

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  • | Optimisten 04/2022

    Die Fliedners Lafim-Diakonie, Kontakt- und Beratungsstelle Lichthof, gehört zum Leben von Bad Belzig einfach dazu. Viele Angebote halten die Mitarbeiter für ihre Besucher bereit. Einige Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe durften kürzlich einen Blick in den großen Kreativraum nehmen.

    Wir waren begeistert, wie viele verschiedene Angebote sich dort verbergen. Jeder kann hier nach seinen Wünschen und Fähigkeiten aktiv werden, selbst Dinge kreieren oder unter Anleitung und Hilfe Dinge gestalten, wie Näharbeiten, Malen und Herstellen von Glasbildern oder sich einfach nur ausprobieren.

    Daneben sind alle Mitarbeiter und die Besucher bemüht, zu anderen Gruppen und Einrichtungen unserer Stadt Kontakt zu halten. Eine sehr schöne Veranstaltung haben sie wieder aufleben lassen mit dem monatlichen Trödelmarkt vor der Einrichtung in der Magdeburger Straße hier in Bad Belzig.

    Einige unserer Gruppenmitglieder waren auf dem Trödelmarkt privat aktiv und konnten nun eine Spende in Höhe von € 107, 83 auf das Konto der Gruppe einzahlen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen fleißigen Helfern. Es macht immer eine Menge Arbeit, alles auszuräumen und zum Verkauf anzubieten und dann auch alles wieder ordentlich zu verstauen und sauber zu halten.

    Das „Trödeln“ hat ja hier in Bad Belzig auch schon eine gewisse Tradition. Wir erinnern uns noch an Lothar Lehmann und Rosel Friedrich mit ihren Trödelaktionen auf dem Marktplatz oder auch an Inge und Hartmut Leifeith. Diese Idee wurde vom Lichthof wieder aufgegriffen. Im Februar dieses Jahres haben sie dann den ersten Trödelmarkt vor den Türen ihrer Räumlichkeiten organisiert. Inzwischen wurde bereits „getrödelt“ z.B. für die Selbsthilfegruppe für Frauen nach Brustkrebs, für die Grundschule, für ein grünes Klassenzimmer oder jetzt im Oktober für die Notfallseelsorge.

    Das Team hat schon weitere schöne Ideen, wem sie mit dem Trödeln eine kleine Freude machen können. Am Nikolaustag, dem 6. Dezember sind sie mit dabei, den lebendigen Adventskalender für unsere Stadt mit Leben zu füllen. Im Flur des Lichthofes wird auch ein “geben und nehmen Tisch“ für die Besucher angeboten. Wie uns die Leiterin, Frau Stephanie Langner, berichtete, wird hiervon auch reger Gebrauch gemacht.

    Im kommenden Jahr 2023 feiert der Lichthof 25-jähriges Jubiläum. Schöne und interessante Ideen gibt es bereits für die Ausgestaltung der Festwoche. So möchten sie diese Zeit als „Woche der Begegnung“ für andere Gruppen und viele Bürger nutzen.

    Wir Mitglieder der Fibromyalgie Selbsthilfegruppe freuen uns auch auf weitere gemeinsame Aktionen mit diesem Team und wünschen für alle Vorhaben gutes Gelingen sowie viel Spaß dabei.

    Heidrun Jordan
    Mitglied der SHG Bad Belzig

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 20.10.2022 trafen sich um 14.30 Uhr zehn Mitglieder der SHG Eider zum Gruppentreffen im Restaurant „Brückenterrassen“ in Rendsburg. Wie immer hatten wir viel Spaß und mein Labrador „Finn“ wurde mit Leckerlies verwöhnt. Finn kommt auch mit zur Gruppensprecherschulung nach Hildesheim.

    Das Restaurant „Brückenterrassen“ befindet sich direkt am Nord-Ost-Kanal (NOK) und der Schiffbegrüßungsanlage, von wo die größeren Schiffe täglich von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit durch das kurze Hissen der jeweiligen Nationalflagge und das Anspielen der Nationalhymne begrüßt werden, sowie der Eisenbahnhochbrücke über dem NOK, genannt „Eiserne Lady“. Die „Eiserne Lady“ ist ein Wahrzeichen der Stadt Rendsburg mit der darunter verkehrenden Schwebefähre. Es gibt weltweit nur sehr wenige Schwebefähren. Die Schwebefähre in Rendsburg wird hauptsächlich von Berufstätigen und Schülern zu Fuß oder per Fahrrad und vielen Touristen benutzt.

    Vor sechs Jahren kollidierte die Schwebefähre mit einem Schiff und war nicht mehr zu reparieren. 2022 wurde ein Neubau in Betrieb genommen, der jedoch immer wieder aufgrund technischer Probleme stillsteht.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 04/2022

    Am 9. November freuten wir uns riesig über den Besuch von Herrn Dr. Trunzer und seiner Frau. Als ehemaliger Chefarzt der Mediclin Kraichgau Klinik, Spezialgebiet Schmerztherapie bei Fibromyalgie und Onkologie, ist er noch vielen Mitgliedern vom Fibromyalgie Tag in Berlin auch als „singender Arzt“ bekannt.

    In zwangloser Runde erzählte er über das Krankheitsbild Fibromyalgie und hat auch sehr anschaulich erklärt, wie wir als Patienten oft aus der Sicht des Arztes wahrgenommen und von manchen Ärzten „behandelt“ werden. Er gab uns Ratschläge, wie man eine negative Reaktion des Arztes vermeiden kann (z. B. die Aussage „Ich war schon bei allen Ärzten – Sie sind meine letzte Rettung“ versetzt den Arzt zunächst unter Druck und macht ihn oft ratlos).

    Die medikamentöse Therapie kennen wir ja alle, als er aber über homöopathische Mittel sprach, horchten wir alle auf. Dies war ein sehr interessantes Gebiet für uns, das viele noch nicht kannten.

    Dr. Trunzer nahm sich Zeit und beantwortete in seiner lockeren Art alle unsere Fragen, und das waren nicht wenige.

    Zum krönenden Abschluss führte er uns durch eine kurze Hypnose, die wir alle als sehr angenehm empfanden und genießen konnten. Es war ein sehr gelungener Abend, an dem auch einige Gäste unsere Selbsthilfegruppe kennenlernen konnten.

    Auf diesem Weg möchte sich die Selbsthilfegruppe Möckmühl noch einmal herzlich bei Herrn Dr. Trunzer für den informationsreichen und kurzweiligen Abend bedanken.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2022

    Einen sehr schönen, informativen und vor allem schmackhaften Abend verbrachte unsere SHG mit Dora Jägle, die sich schon jahrelang sehr intensiv mit den „Wundern“ der Pflanzen- und Kräuterwelt beschäftigt.

    Dass die Brennnessel gesund ist, weiß wohl jeder. Aber wieviel Kraft in ihr steckt, wieviel Vitamin C, E und Polyphenole sie enthält, dass die Brennnesselsamen einen hohen gesundheitlichen Wert besitzen, dass diese z.B. bei Konzentrationsstörungen helfen und ein wahres Anti-Stess-Mittel sind und sogar Osteoporose vorbeugen können, wussten die wenigsten von uns.

    Auch Pflanzen wie Barbarakraut oder Ashwagandha sagten uns wenig. Mit leicht verständlichen Worten erklärte Frau Jägle uns sehr viel über verschiedene Pflanzen und Kräuter. Von den Tees, die man daraus machen kann, sind uns ja sehr viele bekannt. Aber die „Versucherle“, die sie uns mitgebracht hatte, eröffneten uns eine neue Welt, angefangen von ihrem Kräuterschnaps mit 19 verschiedenen Pflanzen über mehrere Sirup-Sorten aus diversen Blüten bis hin zu äußerst leckeren Keksen.

    Lavendel-Haferflocken-Plätzchen, Kekse zur Nervenstärkung nach Hildegard von Bingen, Potenzkekse zur Steigerung und Anregung der Körperfunktionen und 6-Körner-Knäckebrot vom Blech durften wir probieren und wir waren begeistert von den Geschmack.

    Es war ein gelungener Abend für uns alle und Frau Jägle hat sich bei uns so wohl gefühlt, dass sie gerne wieder kommt. Wir freuen uns auch jetzt schon auf die Kräuterführung mit ihr im Frühjahr.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

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  • Vom 10. bis 11.12.2022 in Hoppegarten. Diese Fortbildung wird von der DFV zur Durchführung von Funktionstraining anerkannt.

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  • Am 09.12.2022 in Hoppegarten. Diese Fortbildung wird von der DFV zur Durchführung von Funktionstraining anerkannt.

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  • Am 22.11.2022 in Würzburg. Diese Fortbildung wird von der DFV zur Durchführung von Funktionstraining anerkannt.

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  • Vom 22. bis 23.10.2022 in Würzburg. Diese Fortbildung wird von der DFV zur Durchführung von Funktionstraining anerkannt.

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  • | Termin

    Schulung für jüngst gewählte Gruppensprecher
    21.-23.10.2022 in Erfurt, Intercity Hotel

    Schulung für erfahrene Gruppensprecher
    04.-06.11.2022 in Hildesheim, Intercity Hotel

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  • | Optimisten 03/2022

    Am „Tag der Begegnung“ auf der Landesgartenschau Eppingen trafen sich die vier Selbsthilfegruppen des Stadt- und Landkreises Heilbronn, das heißt die Gruppen aus Eppingen, Heilbronn, Kraichgau und Möckmühl.

    Gemeinsam wurde ein gut besuchter Informationsstand betreut, bei dem interessante Gespräche geführt wurden.15 Mitglieder davon waren Akteure im Tagesprogramm der LAGA Eppingen. Zum Lied „Der Sommer, die Stadt und Du“ von Christian Engel hatten die Gruppen eine Line Dance-Choreografie einstudiert, die sie auf der großen Bühne präsentiert haben.

    Annerose Hilbert, ein Mitglied der Kraichgau-Gruppe, hat dafür die Choreografie geschrieben. Jeder hat alleine geübt - Jede Gruppe hat für sich geübt, um an diesem Tag gemeinsam aufzutreten. Jede Gruppe hatte zusammen mit Annerose einen Übungstermin, damit die einzelnen Schritte „abgeschaut“ werden konnten.

    Alle Akteure gingen mit ein wenig Lampenfieber auf die Bühne und das, wie bei Künstlern üblich, über den Backstage Bereich. Auch wenn der ein oder andere Schritt nicht ganz perfekt war, hatten doch alle ihren Spaß dabei. Die Zuschauer waren begeistert und haben im anschließenden Mitmach-Tanz auch voller Elan mitgetanzt.

    Nach der BUGA 2019 in Heilbronn und der Landesgartenschau in Eppingen planen wir nun für die BUGA 2023 in Mannheim den nächsten Auftritt. Vielleicht mit noch mehr Tänzern?
    Ich bedanke mich ganz herzlich bei Annerose für die Choreografien und bei allen Tänzerinnen, die bisher mitgetanzt haben.

    Regina Schacke
    Gruppensprecherin SHG Heilbronn
    LAP Baden-Württemberg

    Die Entstehung des Line Dance wird meist mit der Besiedelung des Westens und des Südens der USA in Verbindung gebracht. Tagsüber zogen die Trecks mit ihren Planwagen Richtung Westen – abends wurde am Lagerfeuer gemeinsam getanzt. Auch bei den Cowboys wurde abends oft am Lagerfeuer der Line Dance getanzt. Bei diesem Tanz können alle gleichermaßen miteinander tanzen – was wiederum das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Zur besseren Unterscheidung tragen Line Dance-Choreographien eigenständige Namen. Line Dance ist als offizielle Sportart anerkannt. Mit dem Ablegen einer speziellen Prüfung können sich Tänzer das offizielle Deutsche Tanzsportabzeichen ertanzen.

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  • | Optimisten 03/2022

    Moin. Bei unserem Gruppentreffen am 07.06.2022 übten sich einige Mitglieder im Line Dance.

    Brigitte Joswig verfügt über viel Erfahrung mit Line Dance und konnte fünf andere Mitglieder zum Mitmachen bewegen. Nach einigen Trockenübungen mit zunächst unsicheren Schritten ging es dann mit passender Musik los. Beim Tanzen wurde den Beteiligten schnell sehr warm.

    Nach und nach haben die Mitglieder aufgegeben, nur Monika Bauer hielt bis zuletzt durch. Brigitte bezeichnete Monika als Naturtalent. Es war eine lustige Abwechslung und alle hatten ihren Spaß. Wie immer hätten wir am Ende noch viel Zeit miteinander bei dem interessanten Thema verbringen können.

    Wir konnten beim Gruppentreffen eine Frau aus Kiel als „Schnuppergast“ begrüßen und ein „Schnuppergast“ hat die Beitrittserklärung zur DFV ausgefüllt. Jetzt hat die SHG Eider 19 Mitglieder.
    Nach dem Gruppentreffen sind sieben Mitglieder noch gemeinsam zum Essen gegangen, wobei auch dabei wieder viel gelacht wurde.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher
     

    Line Dance ist eine Tanzart, bei der die einzelnen Tänzerinnen und Tänzer in Reihen und Linien vor- und nebeneinander tanzen. Ein spezieller Partner ist dabei nicht notwendig, vielmehr wird die gesamte Gruppe als Partner gesehen. Die SHG Eider hat nach Country und Western Musik getanzt, der Tanz heißt „lindi shuffle“ und ist ein beliebter Anfänger Tanz mit nur 16 Schrittfolgen und 2 Wänden. Line Dance fördert die Muskulatur, ist gut für das Gleichgewicht, die Koordination, für Herz und Kreislauf und die auswendig gelernten Schrittabfolgen trainieren zudem das Gedächtnis.

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  • | Optimisten 03/2022

    Dieses Jahr liegt der Fokus unserer Gruppe auf dem Thema Achtsamkeit. Aus diesem Grund starteten wir mit unserer ersten Aktion mit einem Yoga Kurs, extra für uns Fibromyalgie Betroffene, zugeschnitten durch die Schmerztherapeutin, Physiotherapeutin und Yogalehrerin Andrea Gläß, der Physiobalancepraxis Magdeburg im Hundertwasserhaus.

    Bedeutet Yoga nichtschweißtreibende Verrenkungen zu machen und Om zu shanten? Nein, natürlich nicht! Ohne zu wissen, was uns genau erwartet, nahmen wir in einem schon erholsamen Ambiente Platz und kamen erst einmal ins Gespräch. Nachdem bekannt war, wie es jedem geht und wie hoch die individuelle Schmerzstärke von eins bis zehn war, ging es, eingekuschelt in eine Decke, los mit einer Entspannungsübung zur Eröffnung des Yoga Kurses. Wer glaubt, dass wir anschließend anfingen uns zu verrenken, liegt auch hier falsch. Da Andrea Gläß wusste, wo bei uns die häufigsten Probleme sind, machte sie mit uns sachte, auf uns angepasste, kleine Bewegungen, unterstützt durch Atemübungen.

    Dabei wurden die Faszien „entfilzt“, die verkürzte Muskulatur gedehnt und der Körper ordentlich mit Sauerstoff versorgt. Wir beendeten den Yoga Kurs, wieder eingekuschelt in eine Decke, mit einer Entspannungsübung. Anschließend kamen wir wieder ins Gespräch. Bei einigen hatte sich die Stimmung und sogar die Schmerzstärke positiv verändert. Abends teilten einige Mitglieder mit, dass sie noch einmal einen richtigen Energieschub danach hatten.

    Andrea Gläß ging abschließend noch auf Fragen ein. Eine Empfehlung war der „unterstützte Fisch“. Da einige Betroffene immer wieder Schmerzen im Brustkorb und zwischen den Schulterblättern haben, weil die Muskeln verkürzt und angespannt sind und sich wie ein Gurt zusammenziehen, ist es empfehlenswert, den „Fisch“ regelmäßig anzuwenden.

    Beim „Fisch“, eine Asana aus dem Hatayoga, legt man sich ein zusammengerolltes Handtuch oder ein kleines Yogakissen dahin, wo der BH-Verschluss sitzt und legt sich langsam darüber. Arme am besten nach oben, aber eher seitlich geöffnet, oder Arme neben den Körper ablegen, wer mag mit Handtuch. Den Kopf ein bisschen nach hinten strecken und dabei regelmäßig tief in den Brustraum einatmen. In dieser Position sollte man regelmäßig ein bis fünf Minuten liegen bleiben.

    Der „Fisch“ hat eine positive Wirkung auf: die Schilddrüse, verspannte Schulter-, Brust- und Rückenmuskulatur, Entgegenwirken der Steifheit in Lenden- und Halswirbel, gegen Rundrücken (PC, Handy, Couchpotato, usw.), aber auch gegen emotionale Verspannungen, die sich oft um Herz und Solarplexus legen. Der „Fisch“ wirkt aktivierend und befreiend. Das war unser Exkurs ins sanfte Yoga, welchen wir gern mit Euch teilen wollten.

    Wir bleiben auf der Spur der Achtsamkeit und beschäftigen uns demnächst mit dem Thema: “Ernährung und Fibromyalgie“, angeleitet durch eine professionelle Ernährungsberaterin. Natürlich ist das achtsame Essen auch ein Teil davon. Wir werden von unseren Erkenntnissen berichten.

    Wiebke Weinhauer
    Gruppenmitglied

    Magdeburg mit seinen vielen Parks und Gartenanlagen ist ein beliebtes Reiseziel für viele Radwanderer, denn wir liegen am Elberadweg und somit natürlich an der Elbe. Unser Magdeburger Dom und seine Geschichte lockt viele Menschen an, aber natürlich auch unsere grüne Zitadelle, ein von Friedensreich Hundertwasser entworfenes Gebäude in Magdeburg. Wer Theater, Musical und Oper mag, kommt in Magdeburg nicht zu kurz. Aber auch sportlich haben wir etwas zu bieten. Bekannt sind wir durch Handball, Fußball, Schwimmen und Rudern. Wir zeichnen uns durch unsere Offenheit, Hilfsbereitschaft und durch unseren „machdeburjer“ Dialekt aus.

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  • | Optimisten 03/2022

    Und schwupp… sind fünf Jahre vorbei! Nach einem etwas ruckeligen Start und dreimaligem Tauschen der Örtlichkeiten, haben wir jetzt einen schönen Raum in Kaarst-Büttgen gefunden, der genügend Platz bietet für uns und sogar barrierefreien Zutritt ermöglicht.

    Die gemeinsamen Treffen nutzen wir nicht nur zum Austausch, sondern unser Fokus liegt auf einer fröhlichen und entspannten Zeit, in der man sich nicht groß erklären muss, wenn es mal nicht so gut läuft. Es macht einfach viel Spaß, Dinge zusammen auszuprobieren, die man vielleicht allein nicht geplant hätte.

    Die letzten zwei Jahre waren auch für uns nicht so einfach. Aber WhatsApp, E-Mail, Telefon und dergleichen sowie Treffen in kleinerer Runde haben unsere Gruppe zusammengehalten und uns gut durch die Zeit gebracht. Insgesamt 19 Mitglieder umfasst unsere Gruppe.

    Wir freuen uns sehr, dass wir unser Jubiläum gemeinsam mit einem kleinen Gartenfest feiern konnten und haben dies bei tollem Wetter und super leckerem Essen genossen.

    Bei unserem Bundesverband möchten wir uns herzlich für die Urkunde, die Blumen und das Geschenk zum Jubiläum bedanken.

    Da wir zurzeit stetig wachsen, sehen wir unserer Zukunft gelassen entgegen. Das nächste Jubiläum werden wir auch schaffen.
     

    Petra Plum
    Gruppensprecherin
     

    Neuss-Kaarst
    Damit Ihr uns geografisch einordnen könnt: wir liegen am Niederrhein, zwischen Düsseldorf – Mönchengladbach – Krefeld.
    Kaarst ist eine kleine und junge Stadt mit einem großen kulturellen Angebot. Direkt neben Kaarst liegt die Stadt Neuss, vielen bekannt als die Stadt mit dem größten Schützenfest am letzten Wochenende im August.
    Außerdem sind hier in der Nähe noch einige Kleinstädte wie Korschenbroich, Willich oder Tönisvorst. In unserer Ecke kann man gut Fahrrad fahren oder kleine Schlösser besichtigen oder man fährt mal auf die Kö (Königsallee), eine der führenden Luxuseinkaufsstraßen Europas.

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  • | Optimisten 03/2022

    Endlich war es soweit. Mit dem Ziel, die Schmerzen und Sorgen für einige Zeit zu vergessen, besuchten wir die Alpakas! Der Wettergott war uns hold gestimmt und wir fuhren bei strahlend blauem Himmel an grünen Wiesen und Feldern vorbei nach Kierspe.

    Wir wurden freudig und laut von einem kleinen drahtigen Hofhund begrüßt. Durch das Bellen informiert, erschienen auch unsere beiden Gastgeberinnen, die uns freundlich begrüßten und in das Haus führten.

    Nach kurzer Einführung über die örtlichen Begebenheiten ging es gleich in die große Scheune. In einer kleinen Schale bekamen wir Leckerlis für die Tiere in die Hand gedrückt, dann wurde das Scheunentor geöffnet und wir standen den Alpakas gegenüber. Die Alpakas taxierten uns: Wer hat das beste Leckerli? Wer ist mir sympathisch? Wer riecht besonders gut?

    Sie suchten sich ihre Personen aus und stürzten sich auf die Leckerlis. Alle Schälchen wurden leer! Der erste Kontakt war geschaffen, und wenn man in die Runde sah, sah man nur strahlende, lächelnde Gesichter.

    Uns wurde erklärt, dass die Tiere auf ihren Namen hören und möglichst nur am Hals und am Rücken, aber nicht am Hinterteil gestreichelt werden sollten. Die Alpakas waren im Mai geschoren worden und ihr Fell fühlte sich weich, flauschig, wie ein kuschliger Wollteppich an. In der Gruppe waren nur männliche Tiere unterschiedlichen Alters, und jedes Tier hatte einen außergewöhnlichen Namen.

    Dann ging es los! Für die Wanderung wurde den Tieren ein Halfter umgelegt, das mit einer Führungsleine versehen war. So wanderten wir mit den Alpakas gemütlich Richtung Wald. Die Leine sollten wir locker halten, denn Alpakas „schaukeln“ hin und her. Die Strecke war für uns angepasst, so dass jede, die es sich körperlich zutraute, mitgehen konnte. Das Tempo bestimmten die Tiere. Wenn sie stehen bleiben wollten, blieben sie stehen und grasten. Oft suchten sie den Schatten, der auch für uns sehr angenehm war. Nina erzähle dabei viel von den Tieren und der Alpakafarm.

    Die Fußkranken konnten in der Scheune bleiben oder sich auf der Auslaufwiese der Alpakas aufhalten. Sitzmöglichkeiten für Innen und Außen waren reichlich vorhanden und wir konnten das Verhalten der Tiere beobachten, mit ihnen sprechen, uns ab und zu eine Streicheleinheit holen und den Alpaka-Geschichten von Christiane lauschen. Wir genossen den sonnigen Tag, sahen auf den blauen Himmel mit weißen Wölkchen und die grüne, hügelige Landschaft. Hier kam man zur Ruhe und konnte den Gedanken freien Lauf lassen und entspannen.

     

    Die Wandergruppe kam glücklich und vergnügt zurück. Zuerst wurden die Tiere versorgt und neues Heu nachgelegt. Danach durften wir in der Scheune unser mitgebrachtes Essen auf den Tisch stellen, der bald – jeder sollte nur so viel mitbringen wie er essen konnte – vollkommen überladen war

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  • | Optimisten 03/2022

    In der neuen Oberlin-Kita in Bad Belzig gab es einen weiteren Höhepunkt. Es wurde natürlich auch der Internationale Kindertag gefeiert. Vom Team wurde alles liebevoll für die Kinder vorbereitet und Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe durften sie besuchen.

    Nach dem Frühstück ging es raus auf den geschmückten Spielplatz. Wir Gäste wurden von den Jungs und Mädels und vom ganzen Team herzlich begrüßt.

    Die mitgebrachten Luftballons und das neue Sandspielzeug fanden schnell ihre fröhlichen Abnehmer. Im großen Sandkasten begannen gleich fleißige Kinderhände die Sandförmchen und neuen Eimer zu füllen. Verschiedene Stationen boten Möglichkeiten zum Spielen, Balancieren und Hindernislaufen, Malen und Schneiden, große Seifenblasen zaubern oder Tanzen nach toller Musik.

    Am Stand zum Dosenwerfen wurden wir gern mit eingebunden. Unterstützt wurden wir von Frau Elisabeth Skrabe. Sie hat aus der Stadtchronik Beiträge über den damaligen Kindergarten in der Martin-Luther-Str. in Belzig mitgebracht. Die ehemalige Mitarbeiterin, Frau Bielefeldt, steuerte ebenfalls ein Foto bei und ließ herzliche Grüße ausrichten.

    Alle Aktiven hatten viel Spaß und wir nahmen gerne die Grüße für unsere Gruppe mit. Es soll in Zukunft noch weitere Möglichkeiten eines Besuches geben.

    Schnell verging der Vormittag bei fröhlichen Kindern, die herzlich vom Team umsorgt werden. Als wir uns verabschiedeten, roch es schon nach frisch gebackenen Waffeln. Ein gemeinsames Mittagessen rundete das schöne Fest ab.

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig


    Ergänzung von Frau Jordan:
    Die Jungs und Mädels auch mit ihren Eltern sowie das ganze Team fühlen sich in der Gemeinschaft von Bad Belzig aufgenommen und anerkannt. Deshalb freuen sie sich immer über unseren Besuch und wir Mitglieder unserer SHG haben große Freude bei der Vorbereitung dieser Treffen und beim Spielen und Toben mit den Kindern. Wir selbst fühlen uns so wohl, können mit lachen und tanzen. Die Schmerzen können wir für eine kleine Weile vergessen. Durch die Gespräche mit den Kindern und dem Team fühlen wir uns bestätigt und entwickeln neue Ideen für weitere Treffen.

     

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  • | Optimisten 03/2022

    Im Herbst des vergangenen Jahres riefen wir Mitglieder der Selbsthilfegruppe Bad Belzig dazu auf, uns zu helfen, Sterne für die Betroffenen vom Hochwasser im Ahrtal zu basteln. Wir wollten mit unserem Projekt ein kleines Lächeln in die Gesichter aller Generationen in der Vorweihnachtszeit zaubern.

    Wie bereits berichtet, hatten viele fleißige Hände von Kindern und Erwachsenen hier aus Bad Belzig mit dazu beigetragen, dass wir 1542 Sterne und 50 Engel an Kindereinrichtungen verschiedener Träger, Altenpflegeheime, Kirchen und Gemeinden schicken konnten.

    Als Dank bekamen wir nette Briefe und E-Mails oder Anrufe. Unsere Bemühungen waren also erfolgreich und wir danken allen nochmals für die doch so liebevolle Unterstützung.

    Nun erreichte uns aber ein großes Paket von der Bürgermeisterin aus Bad Münstereifel, Frau Sabine Preiser-Marian. Im Brief berichtet sie von der Freude, die unsere kleinen Geschenke ausgelöst haben und bedankt sich herzlich bei allen, die unsere Aktion nach dem Motto „1000 Sterne sind ein Dom“ unterstützt haben.

    Als große Überraschung schickte sie uns 3 Puzzle, bestehend aus 1000 Teilen mit Motiven von dem schönen Bad Münstereifel, bevor das Wasser vieles zerstört hat.

    Nach gemeinsamer Beratung haben wir diese Puzzles nun weitergegeben an die Bastelfreunde der Fliedner Lafin-Diakonie, Kontakt @Begegnungsstelle Lichthof in Bad Belzig und auch an die dazugehörige Betreute Wohngemeinschaft sowie an das AWO Familienzentrum in Bad Belzig. Bei schlechtem Wetter und bis in den Herbst wollen nun alle emsig puzzeln und das Bild aufkleben. Dies kann dann ihre eigenen Räume schmücken und so eine Erinnerung an das Ahrtal herstellen.

    Wir werden uns dann zum Fototermin treffen und diese Bilder an die Bürgermeisterin in Bad Münstereifel schicken.

    So eine kleine Verbindung hält die Erinnerung wach und zeigt uns, wie schnell ein Unwetter alles verändern kann. Gerade jetzt in der Zeit des Klimawandels ist Vorsicht und Achtsamkeit diesbezüglich sehr wichtig, wie auch gegenseitige Hilfe und Unterstützung.

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig

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  • 26. Deutscher Fibromyalgie Tag der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. 
    in der Aula der Universität im Barockschloss Mannheim.

    Einladung und Programm >

    Hotel-Anmeldeformular und Anfahrtsskizze s. Optimisten 02/22 S.16/17

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  • | Optimisten 02/2022

    Stille um uns herum. Im Moment spricht niemand, alle genießen. Nur ab und zu wird die Stille um uns herum unterbrochen, wenn der Pilot nachheizen muss. Nachheizen? Warum?

    Wir fahren mit einem Heißluftballon. Deshalb die Stille, deshalb das Nachheizen mit Gas. Der Ballon bewegt sich mit der Kraft des Windes und der mit Gas erhitzten Luft vorwärts. Lenken kann man einen Ballon nicht, nur durch die Nutzung der unterschiedlichen Luftschichten ein wenig in verschiedene Richtungen justieren.

    Feuer und Wind sind die beiden Elemente, die beim Ballonfahren die Führung übernehmen. Mit dem Feuer kann der Pilot die Höhe bestimmen, aber seine einzige Möglichkeit zu lenken ist der Wind, und dieser lässt wenig Möglichkeiten zu.

    Hier oben gibt es nur die Geschwindigkeit des Windes. Im Korb ist es windstill, da wir eins mit dem Wind sind. Man kann loslassen ….

    Weite, soweit das Auge reicht. Wir gleiten über Häuser, Bauernhöfe mit Pferde-, Kuh- oder Schafweiden-Feldern, Wälder und Seen. Hasen rennen durch die Felder, Rehe äsen am Waldrand, Enten schwimmen auf dem See.

    Am Horizont funkelt die Sonne mit Ihren Strahlen. Ein Gefühl von Freiheit macht sich breit. Alltagssorgen und Gedanken verschwinden und wirken wie die Landschaft winzig klein.

    Wir lauschen in die Stille hinein. Geräusche werden anders wahrgenommen, Autogeräusche, Kinderlachen, bellende Hunde. Menschen winken uns freudig entgegen. Wir werden zum Grillen eingeladen. „Kommt doch herunter, hier warten Würstchen“, rufen sie.

    Wir freuen uns, aber spontan landen geht nicht. Der Wind treibt uns voran. Es ist angenehm warm, besonders jedes Mal wenn der Pilot nachheizt. Der Korb hat 4 Ecken, für jede Person eine. Jeder hat weite Sicht, und kann seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die Stille ist sehr angenehm. Die Tiefe, die Weite sind eine Wohltat für das Auge.

    Die Aussichten, jetzt auch zum Sonnenuntergang, sind emotional. Das lautlose Schweben, das Gefühl von Freiheit und Abenteuer machen eine Ballonfahrt zu einem einzigartigen Erlebnis. Einsteigen, abheben, schweben ….

    Vielleicht macht ihr es mir nach, denn eine Fahrt mit dem Heißluftballon war für mich nicht nur eine kleine Auszeit, sondern auch die Erfüllung eines sehr großen Traumes. „Das Leben ist wie eine Ballonfahrt. Manchmal musst du erst einmal Ballast abwerfen, um wieder steigen, fliegen, träumen und lachen zu können.“

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin SHG Hilden-Haan

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  • | Optimisten 02/2022

    Kürzlich besuchten einige Mitglieder der Selbsthilfegruppe Bad Belzig die neueröffnete Kindertagesstätte des Oberlinhauses Potsdam in Bad Belzig. Wir Gruppenmitglieder sind alle Groß- oder auch Urgroßeltern und freuen uns über diese Einrichtung.

    Mit einer Überraschungskiste und Studentenblumensamen im Gepäck, machten wir uns auf den Weg in die Martin-Luther-Straße. Dort wurden wir vom Kitaleiter, von den Mitarbeitern und natürlich von den Kindern sehr herzlich begrüßt. Wir durften in die hellen freundlichen Gruppenräume sehen und gleich wurde unsere Maria Cizmarik (wird bald 90 Jahre alt) von den kleinen fröhlichen „Geistern“ herzlich umringt. Es war schön zu sehen, dass es egal ist, aus welchem Land man kommt oder welche Hautfarbe die Kinder haben. Alle hatten viel Freude daran, unsere Mitbingsel auszupacken.

    Dort gab es Kuschelkissen für die Entspannung, Kreide zum Malen im Freien für die Bewegung und Kreativität, Puzzle für die Konzentration und Spielzeugautos für ein freies Spiel. Viele kleine Herzen und Windmühlen sollen Freude und Spaß bringen. Den hatten die Kinder unseres Gruppenmitglieds Simone Fröhlich auch in den 1980er Jahren, als ihre Söhne auf diesem Gelände in den damaligen Kindergarten gingen. Der grüne Barackenbau wurde später abgerissen.

    Rosel Friedrich ist begeistert, dass es für die Kinder einen direkten Zugang zum Freibad gibt, um dort die Möglichkeiten des Wassers und Spielplatzes zu nutzen. Als Krippenpädagogin und ehemalige Krippenleiterin freue ich mich über das Konzept der Einrichtung. Der Leiter, Steven Baltot, hat uns erzählt, die Schwerpunkte liegen darin, dass die Jungen und Mädchen hier gut ankommen, sich Wohlfühlen, viel Bewegung im Raum, im Freien und in der Natur, wie auch im Wasser haben. Dazu gehört ebenfalls eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

    Die Religionspädagogik ist Bestandteil der Arbeit. Die Kita ist aber offen für alle Kinder und Religionen. Bisher gibt es Anmeldungen von 11 Nationen. Für all die anspruchsvollen Vorhaben wünschen wir dem Team viel Erfolg. Uns freut es natürlich, dass wir mit dem Versprechen auseinander gegangen sind, weiter in Kontakt zu bleiben. Vielleicht blühen dann die Studentenblumen. Diese möchte das Team mit den Kindern aussäen.

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig

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  • | Optimisten 02/2022

    Die Corona-Zeit hat dazu geführt, dass wir zwei Jahre nicht in unserer schönen Steintherme in Bad Belzig zu Gast waren. Vor wenigen Tagen trafen wir uns nun gleich morgens zur Eröffnung um 10:00 Uhr, um für zwei Stunden das herrliche Wasser in den verschiedenen Wasserbecken zu genießen.

    Leider ist die sonst morgendliche Wassergymnastik ausgefallen, aber wir waren ja alle schon des Öftern dort und so hat jeder mit dazu beigetragen, selbst diese Gymnastik zu organisieren. Es hat allen viel Freude bei den verschiedenen Übungen gemacht. Im Wasser ist es für uns Fibromyalgie-Patienten leichter, alles durchzubewegen und zu mobilisieren als im Trockenen.

    Nach dieser gründlichen Erwärmung wurden einige Bahnen geschwommen, das Außenbecken ausprobiert und der Klangraum zur Entspannung genutzt. Zur Erwärmung dienten auch die Sprudelbank und das Wärmebecken.

    Gut erholt tauschten wir uns anschließend über unser weiteres Gruppenleben aus und entwickelten neue Pläne. Endlich konnten wir so unser geplantes Weihnachtsessen in geselliger Runde nachholen.

    Einige Gruppenmitglieder hatten zuvor noch eine neueröffnete Kita in Bad Belzig besucht und überbrachten die Grüße dieser Einrichtung an die Gruppe.

    Heidrun Jordan
    SHG Bad Belzig

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  • | Optimisten 02/2022

    Der Mai startete mit einem super Projekt für unsere Selbsthilfegruppe Bockenem! Nachdem wir am 21. April einen zusätzlichen Gruppenabend eingelegt haben damit die Gespräche und der Austausch nicht zu kurz kommen, hat unser Gruppenabend am 04. Mai ganz unter dem Zeichen von Yoga gestanden.

    Mit Hilfe der AOK, die unser Projekt „Entspannung und Körperwahrnehmung mit Yoga“ freundlicherweise großzügig unterstützt hat, haben wir eine Trainerin eingeladen, die viel Wissen vermittelte, Übungen angeleitet und einen Vorgeschmack auf Klangschalen gegeben hat. Diese werden im zweiten Teil des Projektes eine tragende Rolle spielen.

    Alle Teilnehmer waren begeistert von der empathischen und einfühlsamen Art, mit der Anja Dittrich vom Yoga-Studio Hildesheim auf jeden einzelnen eingegangen ist.

    Als Grundlage für die Gestaltung des Abends diente die DVD „Entspannungstechniken für Menschen mit Fibromyalgie“ der DFV e.V., die die Teilnehmer als Überraschung überreicht bekamen, um in Eigenregie das Erlernte weiter umsetzen zu können. Die Vorfreude auf den zweiten Teil des Projekts ist immens groß! Am 19. Mai findet ein weiterer Gruppenabend für den Austausch und weitere Gespräche statt, dieser wird bestimmt noch im Zeichen des Erlebten stehen.

    Detlef Böhm
    Gruppensprecher

    Bockenem ist eine Kleinstadt im südlichen Landkreis Hildesheim, direkt an der A7 zwischen Hannover und Kassel gelegen, und liegt mitten im Ambergau, einer Naturlandschaft die das nördliche Harz-Vorland bildet. Mit rund 10.000 Einwohnern auf 17 Ortschaften verteilt, eine idyllische Gemeinde mit guter Anbindung nach Hildesheim, Hannover und Braunschweig. Der Harz, als nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands, ist in wenigen Autominuten erreichbar.

     

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  • | Optimisten 02/2022

    Unter dem Dach der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. wurde im Mai dieses Jahres im evangelischen Gemeindehaus in Haigerloch eine Selbsthilfegruppe gegründet, die sich vor allem an Betroffene der Krankheit Fibromyalgie wendet.

    Ins Leben gerufen wurde die neue Gruppe von Gabi Guth aus Haigerloch, die in Christienn Hammer aus Starzach eine Mitstreiterin gefunden hat. Beide sind von der Krankheit schon länger betroffen und haben sich in einer bereits bestehenden Gruppe kennengelernt.

    Bei Pfarrer Oliver Saia von der evangelischen Kirchengemeinde in Haigerloch sind sie auf der Suche nach einem geeigneten Raum für die neue Gruppe auf offene Ohren gestoßen. Die neue Selbsthilfegruppe darf sich jetzt jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr dort treffen.

    Die Auftaktveranstaltung war sehr vielversprechend und gut besucht. Schon die Vorstellungsrunde hat deutlich gemacht, dass ein großer Bedarf besteht. Im Mittelpunkt der Gruppenarbeit soll vor allem der Austausch über die Krankheit stehen, aber auch gesellige Aktivitäten, um die chronischen Schmerzen mal in den Hintergrund treten zu lassen.

    Von der DFV war Jürgen Eckstein gekommen. Er ist Mitglied im DFV-Bundesvorstand und selbst erfahrener Leiter einer Selbsthilfegruppe. Für den Verband betreut er die Selbsthilfegruppen in Baden-Württemberg als Landesansprechpartner. Herr Eckstein stellte die Vereinigung und deren Arbeit vor und gab wertvolle Tipps für die Gruppenarbeit. Er wird der neuen Gruppe auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Wer selbst betroffen ist und Interesse hat, bei der Gruppe mitzumachen, kann sich jederzeit gerne an die beiden Gruppensprecherinnen Gabi Guth (Telefon 0151 - 41 27 86 19) und Christienn Hammer (Telefon 0176 -31 39 86 15) wenden.

    Wilfried Hammer

    Haigerloch liegt im Bundesland Baden-Württemberg im Zollernalbkreis. Besondere Sehenswürdigkeiten sind das Atomkellermuseum, die Schlosskirche und der Römerturm.

    Im Atomkellermuseum wird auf Schautafeln und anhand von Modellen und Filmausschnitten auch die Funktionsweise eines Atomkraftwerks anschaulich erklärt. Die Haigerlocher Schlosskirche wurde um 1600 unter dem Fürstenpaar Christoph und Katharina von Hohenzollern erbaut. Als 150 Jahre später Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern seine Residenz nach Haigerloch verlegte, baute er die Schlosskirche im barocken Zeitgeschmack. Der Römerturm wurde um 1150 erbaut als Bergfried der 1095 erstmals erwähnten Burg Haigerloch. Er ist von April - Oktober täglich geöffnet.

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  • Unser Geschäftsführer und Medizinredakteur kommentiert im Interview der Sendung „Die Ratgeber“ die Studie von Frau Prof. Dr. Kati Thieme (Phillips-Universität Marburg) zur Behandlung von Fibromyalgie-Schmerzen.

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  • | Förderung

    Mit 129.000,00 € unterstützt die GKV Gemeinschaftsförderung auf Bundesebene unsere Selbsthilfearbeit. Die DFV e.V. bedankt sich für die Unterstützung.

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  • | Termin

    Im Rahmenprogramm ist die Gruppe Heilbronn mit einem INFO-Stand dabei.

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  • | Termin

    der Gruppen aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn

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  • Aufruf zur Unterzeichnung einer Online-Petition an den Deutschen Bundestag zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Mehrfacherkrankungen oder mehreren Parallelerkrankungen (Multimorbidität) - wie es auch für viele Menschen mit Fibromyalgie zutrifft.

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  • | Termin

    Online-Mitgliederversammlung der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. 

    Die Zugangsdaten sind auf Seite 9 im OPTIMISTEN 01/22 zu finden oder einfach folgenden Link anklicken:

    hake.live./dfv-Mitgliederversammlung2022/

    Kandidaten für die Ämter im Vorstand unserer DFV bei der Online-Mitgliederversammlung am 21. Mai 2022 >

     

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  • | Termin

    Online-Vortrag am Internationalen Fibromyalgie Tag der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. 

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  • Ziel dieses Projekts ist es, den Einfluss von Stimmungen und Erwartungen auf das Lernen von schmerzbezogenen Zusammenhängen bei Fibromyalgiepatienten besser zu verstehen. Konkret geht es darum, grundlegende Mechanismen zu untersuchen, die zu einer geringeren Schmerzbeeinträchtigung beitragen könnten.

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  • | Termin

    22.04.-24.04.2022 in Nürnberg
    29.04.-01.05.2022 in Essen

    Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 30 Personen begrenzt. 

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  • Für die PerPAIN Studie werden im Rhein-Neckar-Raum (Mannheim/Heidelberg) Menschen mit chronischen Schmerzen, ausdrücklich auch mit Fibromyalgie, gesucht. Die Forscher wollen mehrere bereits bewährte schmerzpsychotherapeutischen Behandlungen vergleichen und mit Hilfe von personalisierten Therapieansätzen verbessern. Teilnehmer erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung von 60 bis 200 Euro.

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  • Gesundheitsinformation ist online und klassisch auf Papier (Bücher, Broschüren, bunte Zeitschriften) ständig und allerorten verfügbar - an mahnenden Ratschlägen mangelt es nie. Doch selbst wenn man diese Informationen für sinnvoll und hilfreich hält, fällt es schwer sich danach zu richten*. Stress, Erschöpfung, Schmerz oder Termindruck gelten als Hemmnisse des Alltags, insbesondere für chronisch kranke Menschen.

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  • | Förderung

    Für die Unterstützung in Höhe von 14.500,00 € bei unserem Projekt „Digitalisierung der Broschüren und Informationsblätter“ bedanken wir uns, die DFV e.V., bei der DAK-Gesundheit.

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  • | Optimisten 01/2022

    Ich bin Christiane, 54 Jahre alt und wohne in Biebergemünd. Zu mir gehören Michael, mein Partner, zwei Hunde, ein Rottweiler Opa, eine quirlige junge Dame aus Rumänien und ein Kater.

    Ich muss gestehen, ich bin froh, meinen Partner und meine Tiere zu haben. Wenn die Fibromyalgie mich wieder mal fest im Griff hat, mich Depressionen quälen und ich mich am liebsten in mein Bett verziehen würde, sind sie da, „meine Engel“. Sie merken sofort, wenn was nicht stimmt und weichen mir nicht von der Seite. Sie halten mich fit, was man so fit nennt, doch halten sie mich beweglich.

    Die Spaziergänge mit ihnen entspannen mich und lassen mich auf andere Gedanken kommen. Wenn Trulla so vor mir steht und spielen möchte, ist jede Trübsal verschwunden. Die Spaziergänge mit den beiden durch den Wald, geben mir meine innere Ruhe zurück. Manchmal bin ich erstaunt, wie lange wir unterwegs waren. Wenn wir dann nach Hause kommen, wird erstmal geschmust. Dann kommt mein privater Masseur ins Spiel. Unser Kater kommt und wärmt mir die schmerzenden Knie und massiert mich dabei. Was kann es Schöneres geben.

    Ich bin mir sicher, hätte ich meine Tiere nicht, wäre ich nicht mehr so beweglich wie heute. Auch wenn man Schmerzen hat, was ja bei Fibromyalgie nun mal auf der Tagesordnung steht, bekommt man die Entscheidung abgenommen, ob man sich bewegt oder nicht. Bewegung ist so wichtig für uns, um nicht komplett zu versteifen und gar nicht mehr zu können.

    Nicht die Länge des Spaziergangs ist wichtig, sondern wie ich ihn gestalte. Auch für die Hunde ist es nicht wichtig wie weit wir gehen, nein es ist wichtig, was wir gemeinsam machen. So haben wir unser Fitnessstudio in der Natur. Wir gehen über verschiedene Böden, durch verschiedene Gerüche. Sehen verschiedene Waldtiere und treffen andere Leute.

    Es gibt tolle Gespräche und die Hunde spielen in der Zwischenzeit ein bisschen. So ist das soziale Umfeld immer da. Du stellst fest, dass die Krankheit plötzlich nicht mehr so präsent ist. Es sind aus diesen Spaziergängen schon richtig tolle Freundschaften entstanden, natürlich bei Mensch und bei Tier.

    Tiere sind eben die besten Therapeuten. Ich kann euch nur empfehlen: Geht raus in die Natur, habt ihr keinen Hund, so nehmt einen Fotoapparat mit und fotografiert. Denn man fotografiert nur schöne Dinge und das hebt die Stimmung

    In diesem Sinne - bleibt soweit gesund und habt Spaß in der Natur, denn es gibt viel zu entdecken. Und denkt immer daran: Ihr lebt mit der Krankheit, nicht die Krankheit mit Euch.

    Christiane Kaiser
    Stellv. Gruppensprecherin SHG Bad Soden Salmünster

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  • | Optimisten 01/2022

    Mein Name ist Christa Weidmann und ich habe Fibromyalgie. 2011 kam noch eine schwere Depression dazu. Schon allein mit der Fibromyalgie fiel es mir nicht leicht, mich immer wieder aufs Neue zu motivieren, Sport zu treiben und mich viel zu bewegen. Mit der Depression war daran gar nicht mehr zu denken. Ich kam morgens nicht mehr aus dem Bett, erledigte bei meiner täglichen Hausarbeit nur das, was unbedingt sein musste. Ich war immer kraftlos, müde und traurig. Mein Mann arbeitete damals in Karlsruhe und kam nur am Wochenende nach Hause. Ich war mit allem auf mich alleine gestellt.

    So wollte ich nicht mehr weiter machen. Mein Mann und ich überlegten uns, ob wir uns nicht wieder einen Hund anschaffen sollten. Natürlich musste das gut überlegt sein, denn ein Hund macht nicht nur Freude und Spaß. Da wir schon mehrere Hunde hatten war uns klar, wenn wir uns einen anschaffen, dann sollte es ein Welpe sein. So ein kleiner Kerl braucht sehr viel Wärme, Zuneigung, Konsequenz, Geduld und viel, viel Zeit. Wir hätten zusätzliche Kosten für Futter, Versicherung, Tierarzt und Hundeschule. Auch die Urlaube müssten wieder auf den Hund abgestimmt werden, denn eines ist für uns klar - ein Hund fährt mit uns in Urlaub.

    Schaffe ich das? Das war die Frage in meiner damaligen Situation. Ich entschied mich für einen Hund.

    Ich fragte eine Hundetrainerin ob sie wüsste, wer zurzeit Welpen hätte, die mittelgroß würden. Sie gab uns eine Adresse und die Chemie zwischen dem Kleinen und uns stimmte gleich. Er ist ein Labrador-Pointer-Hovawart-mix, schwarz-weiß gefleckt und er war sehr tollpatschig und gemütlich. Sein Name ist Pino. Wir gingen von Anfang an zweimal wöchentlich in die Hundeschule und auf unseren täglichen Spaziergängen trainierten wir die gelernten Übungen. Für mich war es oft nicht leicht und es kostete viel Kraft, regelmäßig mit Pino spazieren zu gehen. Aber es wurde von Mal zu Mal leichter.

    Ich begann wieder die Natur zu genießen, egal ob im Wald, am Fluss oder in den Weinbergen. Ich erfreue mich wieder am Vogelgezwitscher, an Pflanzen am Wegesrand, an den Sonnenstrahlen und dem blauen Himmel. Auch bei Regen und Schnee fällt unser täglicher Spaziergang nicht aus. Darauf bin ich besonders stolz. Langsam lernte ich auch das Lachen wieder.

    Pino und ich wurden zu einem untrennbaren Team, das die Höhen und Tiefen eines Lebens gemeinsam durchschreiten und sich ohne Worte verstehen. Auf unseren gemeinsamen Spaziergängen lernen wir auch viele Menschen mit Hunden kennen. Oft ergibt es sich, dass wir dann gemeinsam spazieren gehen und nette Gespräche führen und die Hunde gemeinsam herumtollen. Pino wird nun schon bald elf Jahre alt und ich hoffe, dass wir noch viel Zeit miteinander verbringen können.

    Vor zwei Jahren gesellte sich noch ein kleiner Kater zu unserer Familie. Pino und Carlos sind unzertrennlich. Sie spielen viel miteinander, teilen Tisch und Bett und Pino achtet darauf, dass andere Katzen unserem Kater nicht zu nahe kommen.

    Ihr seht, Fibromyalgie und Tiere passen gut zusammen. Durch sie werde ich oftmals von meinen Schmerzen abgelenkt, ich kann meinen Beiden alle Sorgen und Nöte erzählen. Sie hören zu und trösten, sie sind ehrlich und zeigen ganz klar, wenn sie etwas nicht mögen. Für mich sind sie die wahren Freunde.

    Christa Weidmann
    Vorstandsmitglied
    Gruppensprecherin SHG Marktheidenfeld

     

     

     

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  • | Optimisten 01/2022

    Thema: „Außenseiter, wie gehen wir damit um?“
    Teilnehmer der SHG Eider: Monika Bauer und Willi Hohnsbehn

    Es ist irgendwie eine Wiederholung von dem, was wir schon kennen und doch bekommen wir andere Sichtweisen, die dazu führen, dass wir eventuell besser mit uns und dem anderen umgehen können.

    Am Anfang steht der Wille sich weiterzubilden, es folgt die Planung und dann die Reise. Mit leichtem Kribbeln in der Magengegend trifft nun eine Gruppe Menschen aufeinander. Hier ist es faszinierend, wie schnell so ein Tag vergeht, bei dem so viele Informationen des Kennenlernens, der Thematik und der Abläufe uns erreichen.

    Nach dem Ankommen haben wir die Umgebung sondiert, um abzuklären wo was zu finden ist. Die Zimmer konnten nachmittags bezogen werden. Die Gruppenarbeit fand in einem gut klimatisierten Raum statt. Zuerst haben wir uns vorgestellt und dann wurden die Themen erarbeitet: „Wer zählt zu den Außenseitern? Wie gehen wir mit dem Thema um? Was möchten wir erreichen?“ Wir haben auf Karten geschrieben, diese wurden an eine Wand geheftet und besprochen. So konnte sich der Dozent und wir uns am Tagesende ein Bild machen.

    Am zweiten Tag wurde nach einem Konzept des Dozenten, oft in kleinen Gruppen, gearbeitet. Wir hatten das Vergnügen, bei schönem Sonnenschein in den Sitzbereichen der Außenanlage und Kaffee oder anderen Getränken eine gute Atmosphäre zu genießen. Die Zusammenarbeit fiel uns leicht, so wurde die Zeit auch genutzt, um sich näher kennenzulernen, was abends einige in der Kellerbar und andere draußen weiter vertieften.

    Wir haben herausgearbeitet, welche Rollen in der Gruppe vorhanden sind, z. B. Vielredner, Mitläufer, Opponent, Schweigsamer, Tüchtiger, Schuldiger usw. Danach hat uns der Dozent in Kleingruppen aufgeteilt und wir durften je ein Thema/eine Situation wählen, die wir kennen, und haben Lösungsvorschläge erarbeitet. Dies wurde vor der Gruppe kurz zusammengefasst, danach mit Fragen aus der Gruppe beantwortet. Nach einer Pause ging es weiter mit einer kleinen Gruppenarbeit. Das Thema hieß: „Als ich Außenseiter war, wie ging es mir, welche Strategien entwickelte ich?“

    Nach der Mittagspause wurden neue Gruppen gebildet und das Thema „Wie sieht die ideale Gruppe aus?“ erarbeitet. Auch hier eine Übersicht vor der gesamten Gruppe und dann haben wir Lösungsansätze erarbeitet.

    Am dritten Tag haben wir zusammengefasst, warum es Außenseiter gibt, wie wir damit umgehen können und was Sichtweisen verändern können. Es war bereichernd.

    Wir sind die Themen noch einmal kurz durchgegangen und hatten noch Zeit zwei Themen zu besprechen, die bei der Bestandsaufnahme vorkamen, aber nicht gleich beantwortet werden konnten.

    Nach der Zusammenfassung, der Abschlussrunde und dem Mittagessen haben wir uns verabschiedet.

    Fazit:
    Wir alle kennen das Gefühl eines Außenseiters, oft wird es in Kindertagen zuerst erlebt, manche erleben es öfters. Wir können Menschen, die sich anders verhalten entweder akzeptieren oder ausgrenzen. Doch es gibt auch die Möglichkeit, warum ein "Anders" für die Gruppe gut sein kann.

    Ich wünsche euch und uns den regen Austausch in der Gruppe mit diesem Thema. Dankeschön.

    Monika Bauer
    stellv. Gruppensprecherin
    Landesansprechpartnerin für Schleswig-Holstein

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  • | Optimisten 01/2022

    Wie schnell doch die Zeit vergangen ist ……! In den fünf Jahren ist unsere Gruppe stetig gewachsen, so hatten wir bis Juli 2021  22 Gruppenmitglieder.

    Leider ist im Juli ein sehr geschätztes und lebenslustiges Mitglied, Kerstin Hasberg, ganz plötzlich und unerwartet aus unserer Mitte gerissen worden. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Familie für die liebevoll gedachte Spende an die DFV.e.V.

    Dies hat die Stimmung bei unserer Jubiläumsfeier im August um einiges getrübt. Aber Absagen wäre definitiv nicht in Kerstins Sinn gewesen.
    Darum haben wir uns zusammengesetzt und haben gegrillt. Dabei haben wir die letzten 5 Jahre Revue passieren lassen. Wir wurden beim Grillen von zwei fleißigen Helfern unterstützt. Danke an Dirk und Jens für die tollen Grillspezialitäten, die Ihr uns serviert habt.

    Alles in allem war es ein schöner Abend, so wie unsere regelmäßigen Treffen immer sind, wenn sich sehr liebe LeidensgenossInnen treffen und austauschen können.

    Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken bei Bärbel Wolf, die mir in den fünf Jahren mit Rat und Tat zur Seite stand. Ebenso bei den Mädels aus Seckach, die immer lieb und auf Zack sind, um den Gruppen immer schnellstmöglich zu helfen. IHR SEID TOLL.

    Herzlichen Dank für den traumhaft schönen Blumenstrauß, die Ehrenurkunde und die Geldspende für unsere Gruppe, darüber habe ich mich/wir uns riesig gefreut.

    Mein besonderer Dank, auch im Namen von meiner Stellvertreterin Regina Tepperwien, geht an die Gruppe, die so herzlich ist und trotz Corona noch immer sooooo zusammenhält. Die auch mir sehr viel Unterstützung gibt!!!!

    Ich freue mich und bin sehr gespannt auf die nächsten fünf Jahre.

    Eure

    Sabine Barthold
    Gruppensprecherin

     

    Peine liegt in der Geestlandschaft zwischen Hannover und Braunschweig - eine Stadt und selbständige Gemeinde in Niedersachsen, die vor allem durch ihre Stahlindustrie bekannt ist.

    Eddesse, wo sich unsere Selbsthilfegruppe trifft, ist ein kleines beschauliches Dorf in der Gemeinde Edemissen im Landkreis Peine. Charakteristisch ist die abwechslungsreiche Naturlandschaft mit Feldern, Weiden, Wiesen und Wäldern, die durchzogen von den Niederungen der Fuhse und des Schwarzwassers die Ortschaft prägen. Eine Besonderheit stellt das ausgewiesene Naturschutzgebiet "Eddesser Seewiesen", ein ca. 75 Hektar großes Flachmoorgebiet, in dem seit über 100 Jahren Störche ihre Nahrung finden, dar.

    Hauptsächlich werden hier Kartoffeln und Getreide angebaut. Im Nachbardorf befinden sich zwei große Kartoffel- und Geteide-Vertriebe, die europaweit liefern.

     

     

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  • | Optimisten 01/2022

    Ausgehend von dem schönen Weihnachtslied „1000 Sterne sind ein Dom“ hat die Selbsthilfegruppe Bad Belzig dazu aufgerufen, Sterne für die Hochwasseropfer und Helfer zu basteln. Wir wollten für die Advents- und Weihnachtszeit ein klein wenig Freude, trotz der besonderen Situation durch das Hochwasser, bringen.

    Viele fleißige Helfer aus Bad Belzig (Kita Tausendfüßler, Kindergarten des WIR e.V., Lichthof-Kontakt- und Beratungsstelle, Fliedners Werkstätten, Bewohner vom Betreuten Wohnen, Tagespflege DRK, SWG DRK, AWO Familienbegegnungsstätte, Sr. Monika, Sr. Christiane und Frau Bärbel Krämer) hatten tolle Ideen, aus Wolle, Häkelgarn, Salzteig, Papier oder Stoff, Holzspatel mit Farbe, Perlen oder auch Glitzer liebevoll Sterne und Engel zu gestalten. Einige griffen selbst zu Papier und Stift, um schöne Sterne zu malen.

    Die Stadtwerke der Stadt Bald Belzig übernahmen freundlicherweise die Transportkosten und Bürgermeister Roland Leisegang nahm sich Zeit, um die Bastelarbeiten mit entgegenzunehmen und allen für ihre Solidarität zu danken.

    Zu unserer großen Überraschung kamen sogar Sterne aus Brandenburg von den Frauen der „Wollmäuse“ der Sankt Bernhard Gemeinde und Frau Monika Haferkamp, Frau Kathrin Große und Frau Helgard Swierkowski.

    Insgesamt konnten wir 1542 Sterne und 50 Engel in 13 Pakete auf die Reise ins Bundesland Rheinland-Pfalz, NRW und Bayern schicken.

    Wir freuen uns, dass sich die Kita Rappelkiste aus dem Ahrtal und Kita Tausendfüßler aus Erftstadt schon gemeldet haben. Das Paket mit den vielen verschiedenen bunten Sternen und Engeln ist in jeder Einrichtung gut angekommen. Sie brachten eine große Freude zum Ausdruck.

    Wir Mitglieder der SHG Bad Belzig danken allen fleißigen Helfern sowie Unterstützern dieser Aktion. Vielleicht können wir so ein kleines Lächeln in die Augen der Jungen und Mädchen sowie der Erwachsenen zaubern.

    Heidrun Jordan
    Mitglied der SHG Bad Belzig

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  • | Optimisten 01/2022

    Schon bevor im Optimisten 3/2021 ein Artikel über das Waldbaden erschien, hatten sich neun Frauen der SHG Hilden-Haan zum Waldbaden angemeldet. Drei Stunden lang schlenderten wir durch den Wald, denn es geht um Entschleunigung und Achtsamkeit.

    „Shinrin Yoku“ kommt aus Japan. Es bedeutet so viel wie „Ein Bad in der Waldluft nehmen“ oder, kurz gesagt, Waldbaden. In Japan ist Shinrin Yoku eine anerkannte Therapieform gegen Stress und zur Stärkung des Immunsystems.
    Das Schlendern im Wald soll entschleunigen und damit auch den Stress reduzieren. Waldbaden soll helfen, den Blutdruck zu senken und Stresshormone zu reduzieren. Im Neandertal ist man sofort mit der Natur im Einklang.

    Wir schlenderten also durch den Wald, staunten über die verschiedenen Pilz-, Flechten- und Moosarten, auf die uns die Wald-Therapeutin aufmerksam machte, rochen an der Rinde der Bäume (sie enthält Terpene, bioaktive Stoffe, die Pflanzen – nicht nur Bäume und Sträucher – abgeben. Diese können vom Menschen über Haut und Lunge aufgenommen werden und wirken auf das vegetative Nervensystem) und genossen die Stille des Waldes.

    Es regnete, man konnte die Gerüche besonders intensiv wahrnehmen. Achtsamkeits-Übungen gehörten auch dazu. Alle sollten einmal mit geschlossenen Augen einfach nur die Geräusche des Waldes wahrnehmen.

    Wir betrachteten die Baumkronen und den Himmel, ohne uns den Hals zu verrenken, ganz einfach indem man in den Spiegel schaut.

    Wir rochen zuerst mit geschlossenen, danach mit geöffneten Augen an einem Stück Rinde und waren erstaunt, wie unterschiedlich intensiv man den Geruch wahrnimmt. Und mit einer Lupe konnten wir die Blätter, Pilze, Rinde und alles was wir wollten, genau betrachten.

    Es war wirklich schön, einmal so langsam unterwegs zu sein, sich einfach die Zeit zu nehmen.

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin SHG Hilden-Haan


    Das Neandertal gehört wohl zu den bekanntesten Orten der Welt und ist damit ein Ziel für zahlreiche Besucher. Neben dem Fund des Neandertalers vor 160 Jahren und der damit einhergehenden menschheitsgeschichtlichen Bedeutung ist es heute ebenfalls ein Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wanderer. Das Neandertal-Museum, die Fundstelle des Neandertalers sowie das Eiszeitliche Wildgehege nahe der Düssel (bei Düsseldorf) eignen sich bestens für einen Tagesausflug.

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  • | Optimisten 01/2022

    Am 11. November 2021 konnten wir mit unserer Selbsthilfegruppe den Jahresabschluss mit einem gemeinsamen Essen und anschließenden guten Gesprächen und Informationen begehen.

    Es war schön, sich unter den derzeit gelockerten Pandemiebedingungen zu treffen und ein paar Stunden miteinander zu verbringen.

    Ein Mitglied der Gruppe hatte kleine Präsente in Form von Fröbelsternen und Kräutersalz angefertigt, was mit sehr viel Begeisterung und Freude über die Überraschung angenommen wurde.

    Am Schluss des Abends teilte uns ein langjähriges Mitglied, Martha Schmidt, mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den Gruppentreffen teilnehmen kann. Es tue ihr sehr leid, die Gruppe habe ihr viel gegeben und sie habe sich gut aufgehoben gefühlt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Spontan haben wir, die beiden Gruppensprecherinnen, einen Termin mit Martha ausgemacht und ihr einen schönen weihnachtlichen Strauß überreicht. Wir hoffen, sie bleibt uns verbunden und hat weiterhin Interesse an unseren Aktionen.

    Gabriele Neuser
    Stellv. Gruppensprecherin

    Das Wahrzeichen der westfälischen Großstadt Siegen ist das „Krönchen“. Es befindet sich auf der evangelischen Nikolaikirche, anstelle eines Wetterhahns, als mehrere Meter hohe Plastik – eine Kunstschmiedearbeit aus vergoldetem Eisen.

    Das Krönchen war ein Geschenk des Fürsten Johann Moritz zu Nassau-Siegen an die Stadt und ihre Bürger anlässlich seiner Erhebung in den Fürstenstand.

    Seit einigen Jahren nennt sich Siegen Universitätsstadt mit einer großen Universität mit vielen Studienmöglichkeiten.

    Ebenso ist Siegen die Geburtsstadt des Barockmalers Peter Paul Rubens, weshalb sich Siegen auch als Rubensstadt bezeichnet.

    Im umgebenden Siegerland befinden sich mehrere große Talsperren, wie die Obenau-Talsperre und die Breitenbachtalsperre (Trinkwasserversorgung).

     

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  • | Optimisten 01/2022

    Am 12. Januar 2022 konnte sich die Selbsthilfegruppe Siegen nach langer Zeit unter strengen Hygieneregeln zu einem Gruppentreffen zusammenfinden.

    Gruppensprecherin Anni Klinkert hatte bekundet, dass sie für das Amt der Gruppensprecherin nicht mehr zur Verfügung steht.

    Aus diesem Grund wurden die Wahlen, die eigentlich 2020 hätten stattfinden sollen, durchgeführt.

    Die Gruppenmitglieder wählten die bisherige stellv. Gruppensprecherin Gabi Neuser zur Gruppensprecherin, Claudia Lang zur stellv. Gruppensprecherin und Ingrid Jurisch zur Kassenführerin. Ingrid Jurisch bekleidet das Amt schon seit acht Jahren und stellte sich erneut zur Verfügung.

    Als Dankeschön überreichte Gabi Neuser Anni Klinkert einen Blumenstrauß.

    Wir hoffen und wünschen uns, dass sich die Lage bald wieder bessert und das Gruppenleben wieder intensiver gestaltet werden kann.

    Claudia Lang
    stellv. Gruppensprecherin

     

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  • Fibromyalgie wird im ICD11 als chronisches primäres Schmerzsyndrom klassifiziert und zählt damit auch zu den neurologischen Erkrankungen. Daher ist unsere Mitarbeit bei diesem Forschungsprojekt erwünscht und sinnvoll. Wir können unsere Erfahrungen einbringen und uns so für die Interessen aller Menschen mit Fibromyalgie engagieren.

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  • Aktuell auf der Webseite "Fitbook" erschienen: Rätselhafte Krankheit Fibromyalgie - mögliche Symptome, Ursachen und Behandlung"

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  • | Förderung

    Unser Projekt „Barrierefreie Webseite“ wird mit 22.000,00 € von BKK-Dachverband e.V. unterstützt. Die DFV e.V. bedankt sich bei dem Fördermittelgeber.

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  • | Förderung

    Der BKK-Dachverband e.V. unterstützt unser Projekt „Aufbau von Online-Selbsthilfegruppen zu Themenschwerpunkten mit einem Zuschuss von 36.000,00 €. Vielen Dank.

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  • | Optimisten 04/2021

    Nach der letzten Gruppensprecherschulung, die 2019 stattfand, habe ich als Beobachterin im Optimisten über die anstrengende Arbeit der Vorstandsmitglieder berichtet. Nachdem die Schulung in 2020 coronabedingt ausfallen musste, fand im September die diesjährige Gruppensprecherschulung statt.

    Bärbel Wolf und Carmen Redel gehören leider dem Vorstand nicht mehr an, haben sich aber bereit erklärt, die Schulung durchzuführen und ich war dieses Mal als neue Gruppenbeauftragte mit im Team.

    Das Vorstands- und Organisationsteam reiste schon donnerstags im „Trans World Hotel Auefeld“ in Hann. Münden an, denn ab Freitagmorgen gab es viel zu tun.

    Die Weserberglandhalle wurde vorbereitet: Pinnwände wurden aufgestellt, Blöcke und Stifte verteilt, der Tisch für die Anmeldeformalitäten bestückt, Infomaterial ausgelegt, eine Fotobox installiert, lustiges Verkleidungsmaterial ausgepackt und sortiert und vieles andere mehr.

    Nach einer kurzen Besprechung mit Kaffeepause waren wir ab 15 Uhr bereit für den Einlass. Die ersten Schritte der Anmeldung waren schnell erledigt. Die Damen an der Rezeption hatten die Impfdokumente/Tests beim Check-In bereits überprüft. In Schritt 2 wurde die Fotobox ausprobiert. Ich hatte dabei die Möglichkeit, die Box zu erklären und mich vielen von Euch persönlich vorzustellen.

    Jeder Teilnehmer hatte per E-Mail einen Steckbriefvordruck zugesendet bekommen mit der Bitte, ihn ausgefüllt mitzubringen.

    Ein Foto sollte für diesen ohne die angebotene Verkleidung geschossen werden, bei drei weiteren war Einfall und Fantasie gefragt. Die Auswahl an Hüten, Brillen, Schals war groß, der Spaß und das Lachen ebenso. Die Zeit verging wie im Flug, schnell war es 17 Uhr, die Schulung begann.

    Eva Westermann, unsere neue 1.Vorsitzende, begrüßte uns herzlich und stellte sich kurz vor. Holger Westermann, seit Ende 2020 Geschäftsführer der DFV e.V., gab uns eine Übersicht seines Aufgabengebietes.

    Nach meiner Vorstellung und einer Erklärung, warum Bärbel, Carmen und ich hier gemeinsam stehen, gab es eine Einführung über den Ablauf und die Thematik der Schulung.

    Corona, das Virus, und die Erkrankung Covid, die uns schon 1½ Jahre beschäftigen, waren das diesjährige Thema, was es mit uns gemacht hat, mit den Gruppen, welche Maßnahmen wir schon ergriffen haben und wie die Lösungen für unsere weiteren Maßnahmen aussehen können.

    Nach dem Abendessen begann das Kennenlernspiel. Anhand des Steckbriefes wurden Fragen gestellt, bis der zu Erratende feststand. Es wurde viel gelacht. Mit der Aufgabe “Merke Dir, wer vor und wer hinter Dir sitzt“ endete der Abend in der Weserberglandhalle und klang gemütlich in der Hotelbar aus.

    Am Samstagmorgen erfolgte stichprobenartig die Abfrage der Aufgabe. Fast alle konnten die Namen nennen ;-)

    Der Einstieg in das Thema Corona begann mit der Frage, wie es jedem Einzelnen während Corona ergangen ist, welche Schwierigkeiten und Sorgen uns begleitet haben, was wir erlebt und gemacht haben, was für Probleme/ Herausforderungen es in den Gruppen gab und noch gibt, was sich ändern soll oder muss.

    Die vorliegenden Karteikarten waren schnell beschrieben, wurden eingesammelt, vorgelesen, besprochen und an der Pinnwand sortiert.

    Nach der Zuordnung gab es eine Kaffeepause, während der weiter diskutiert wurde.

    Im zweiten Teil des Vormittags wurden Maßnahmen/Aktivitäten, die wir ergreifen können oder schon ergriffen haben erarbeitet, notiert und an die Pinnwand geheftet.

    Die Frage, „Warum bist Du Gruppensprecherin geworden?“ ergab interessante Antworten und Diskussionen.

    Vor der Mittagspause wurden Zahlen gezogen und zum Mittagessen der Platz mit der Zahl am Tisch im Speisesaal eingenommen. So sollten sich alle besser kennenlernen, da meist alle, die sich schon kennen, zusammensitzen und essen.

    Der Nachmittag startete nach der Mittagspause mit einer Körperübung zum Thema „Meridiane klopfen“.

    Aufgelockert begann die Erarbeitung der Lösungsmöglichkeiten, die ebenfalls auf Karteikarten geschrieben an der Pinnwand landeten.

    Eva machte den Tag über Notizen, die den Gruppensprechern schon zur Arbeit an den monatlichen Infobrief angehängt wurden.

    Eine kleine Auswahl des erarbeitenden Fazits:

    • die Gruppensprecher sollten keine Erwartungen an die Mitglieder haben, aber die DFV „erlebbar“ machen
    • die Gruppenstruktur sollte gestärkt werden
    • alle Mitglieder sollten sich gut untereinander kennen
    • alle sollten weiterhin in Kontakt bleiben und eine starke Gemeinschaft bleiben
    • die Gruppensprecher sollten Aufgaben abgeben, die Mitglieder mit einbeziehen
    • die DFV e.V. sollte bekannter gemacht werden
    • wir sollten für die Krankheit einstehen
    • Wir müssen anderen Betroffenen helfen
    • u.v.m.

    Nachdem alle durch eine Kaffeepause gestärkt waren, stellten Bärbel und Carmen die Broschüre „Hilfe zur Selbsthilfe“ vor (siehe Optimisten 3/2021) und berichteten, wieso und warum sie erstanden ist, was sie dazu bewegte diese zu schreiben und was Corona mit ihnen gemacht hat.

    Die Broschüre fand großen Anklang, sie ist wunderbar über 52 Wochen aufgebaut und eignet sich bestens für die Gruppenarbeit.

    Carmen las eine weitere Anregung aus der Broschüre vor, die uns - wie die Meridiane-Übung – Lust auf mehr machen soll. Mit dieser Übung wurden wir in den Abend entlassen.

    Der Sonntagmorgen startete mit einer Achtsamkeitsübung. Auf jedem Platz lag ein Stück Schokolade. In diesem Genusstraining sollten die Sinne gestärkt werden, Körper, Geist und Seele mit dem Stück Schokolade verschmelzen.

    Auf sich zu achten, sich selbst zu lieben, die Krankheit zu akzeptieren sind wichtige Dinge, die wir lernen sollten.

    Im anschließenden Vortrag von Holger Westermann zum Thema „Fibromyalgie und Partnerschaft“ sprach er über Kommunikation, Rechtfertigung, Missverständnisse, Rollenmuster, Loyalität, Harmonie und auch Sexualität, alles, was wir als Fibromyalgieerkrankte täglich mit unseren Liebsten neu angehen müssen. Unsere Partner sind Mitbetroffene, deren Lebensgestaltung sich oft drastisch verändert. (Die Broschüre kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.)

    Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen berichtete Eva noch über Neuigkeiten, dann verabschiedeten sich alle herzlich voneinander. Wir freuen uns jetzt schon auf die Schulung 2022.

    Ein großes Dankeschön geht an Carmen und Bärbel für ihren unermüdlichen Einsatz!

    Susanne Stump
    Beisitzerin im Vorstand

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  • | Optimisten 04/2021

    Erkrankt ein Mensch an Fibromyalgie, bleibt dies auch für die Familie, den Ehepartner und die Freunde nicht ohne Folgen. Empfindungen, Lebenseinstellungen und Tagesabläufe können sich verändern. Betroffene und Angehörige werden herausgefordert, mit den Höhen und Tiefen der chronischen Erkrankung umzugehen. Gelingt es ihnen, die kräftezehrende Situation zu meistern, sind liebevolle Angehörige für Menschen mit chronischen Erkrankungen jedoch eine durch nichts zu ersetzende Hilfe.

    Die Unsicherheiten bei Familie, Partner und Freunden sind häufig groß – zumal das Krankheitsbild nicht allgemein bekannt ist. Familienangehörige und Freunde stehen daher häufig vor der Frage, wie sie ihre Liebsten bestmöglich unterstützen können. Experten raten daher allen Angehörigen, mit den Betroffenen über die eigenen Fragen, Ängste und Sorgen zu sprechen. So kann man gemeinsam den Alltag entsprechend neu organisieren und keiner muss sich mit der neuen Situation allein gelassen fühlen.

    Gut gemeinte Ratschläge und Tipps sowie Vergleiche können die erkrankte Person unter Umständen unter Druck setzen. Dagegen wird praktische Hilfe von dem erkrankten Familienmitglied, wie z. B. Staubsaugen, Einkaufen, oft dankbar angenommen – vor allem, wenn die an Fibromyalgie Betroffenen allein leben.

    Mit einer chronischen Erkrankung leben zu lernen, ist nicht immer einfach – insbesondere auch weil die Symptome stark schwanken. Wie sich Betroffene heute, morgen oder in den nächsten Tagen gesundheitlich fühlen, ist schwer einzuschätzen. Dennoch können Betroffene wie Angehörige versuchen, Defizite und Einschränkungen, die die chronische Erkrankung mit sich bringen, in den Hintergrund rücken zu lassen und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die trotz allem möglich sind. Dabei können Partner und Angehörige den Betroffenen immer wieder zu viel Selbstständigkeit im Alltag ermutigen.

    Zusammen etwas zu unternehmen, Spaß zu haben und zu lachen – all dies verbindet, schenkt Lebensfreude und Lebensmut. Doch damit nicht genug: Bei Betroffenen, die sich bei ihren Angehörigen besonders liebevoll angenommen und gut aufgehoben fühlen, kann sich der Krankheitsverlauf positiv entwickeln. Nicht wenige Betroffene und ihre Liebsten berichten zudem, dass sie einander durch das gemeinsam Erlebte und Erlittene als Familie, Partner oder Freunde spürbar nähergekommen sind und sich ein gänzlich neues Wir-Gefühl eingestellt hat.

    Für Patienten mit Fibromyalgie ist die Unterstützung durch ihr soziales und familiäres Umfeld sehr wichtig. Diese gibt ihnen Halt und zeigt, dass ihre Beschwerden ernst genommen werden. Viele Familienangehörige und Partner schwer erkrankter Menschen stellen aber oft ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Dabei können Information über die Erkrankung, gezielte Auszeiten für Treffen mit Freunden, eigene Hobbys oder Hilfe von außen – z. B. durch Pflegedienste - neue Kräfte mobilisieren und chronischer Erschöpfung vorbeugen.

    Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung spielen eine große Rolle im Alltag mit Fibromyalgie, fallen aber nicht jedem Erkrankten leicht. Hier können Partner und Angehörige die Betroffenen gut motivieren und unterstützen. Eine Ernährungsumstellung oder Sport machen viel mehr Spaß in einer Gruppe und/oder gemeinsam mit der Familie, z.B. indem man zusammen in der Küche neue Rezepte ausprobiert oder sich gemeinsam überwindet und regelmäßig Sport treibt.

    Eine große Hilfe und Unterstützung können auch Selbsthilfegruppen und Beratungsgespräche bieten, wie sie von der DFV angeboten werden. In den Selbsthilfegruppen geht es um persönliche Situationen, über die mit anderen Betroffenen gesprochen werden kann. Vielleicht hat der eine oder andere das gleiche Problem gehabt und kann Rat geben oder Ansprechpartner nennen. Die Gruppe kann durch Zuhören, Verstehen und gemeinsame Aktivitäten Halt, Selbstvertrauen und Unterstützung geben.

    Wenn die Erkrankung langfristig auf die Stimmung drückt, können Angehörige die Patienten dazu ermuntern, Entspannungs- und Selbsthilfetechniken zu erlernen oder psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dies kann bei der Krankheits- und Schmerzbewältigung sehr helfen.

    Aber auch wenn die krankheitsbedingten Beschwerden nicht geteilt werden können, können die Betroffenen doch ihre Wünsche, Hoffnungen oder Ängste mit anderen teilen. Hier hilft das offene Gespräch – auch wenn es manchmal schwerfallen mag. Teilen Sie sich gegenseitig Ihre Bedürfnisse und Wünsche mit, formulieren Sie als Betroffener, wo Sie konkret Unterstützung und Hilfe benötigen. Und nehmen Sie diese Hilfsangebote an. Denken Sie immer daran: Würden Sie nicht für den anderen das Gleiche tun? Aus dieser Perspektive gesehen, lässt sich Hilfe oft besser annehmen.

    Christa Weidmann
    Vorstandsmitglied

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  • | Optimisten 04/2021

    Die Selbsthilfegruppe Gardelegen hat sich am 12.7.2021 das erste Mal nach etlichen Monaten wieder im Rosen-Gesundheits-Center Gardelegen getroffen. Beim gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen wurden viele Gespräche ausgetauscht. Nach so vielen Monaten gab es viel zu bereden und alle waren froh, sich endlich wieder sehen zu können.

    Dieser Nachmittag hatte aber auch noch einen sehr schönen Anlass mit ein paar Gästen. Dank einer Förderung von der DAK in Salzwedel gab es einen symbolischen Scheck von Diana Sode. Frau Sode ist die Leiterin vom DAK Servicecenter in Salzwedel und es war ihr sehr wichtig, nicht nur das Geld zu überweisen, sondern unsere Gruppe persönlich kennenzulernen.

    Leider konnten nicht alle Mitglieder beim ersten Treffen dabei sein, da sich nur zehn Personen treffen durften. Und so waren sieben Mitglieder, Diana Sode vom DAK, Gesine Biermann von der Gardelegener Volksstimme und Helmut Friedrich vom Gardelegener Stadtspiegel dabei.

    Die Fördersumme wird für die beliebte Klangschalen Therapie verwendet. Da die Klangschalen Therapie bei den Gästen nicht so bekannt war, möchten sie gerne bei einer unserer nächsten Sitzungen dabei sein.

    Die Klangschalen Therapie wird ab August beginnen. Es ist unsere erste Aktivität seit der Pandemie. Weiteres soll unter den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen stattfinden, wie zum Beispiel eine Fahrt zur Therme nach Bad Wilsnack.

    Wir wünschen allen Mitgliedern und deren Familien alles Gute, vor allem Gesundheit.

    Passt gut auf euch auf.

    Rahel Majewski
    Gruppensprecherin
     

    Gardelegen liegt in der südwestlichen Altmark zwischen Berlin und Hannover, nördlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Die Kernstadt Gardelegen weist städtische Strukturen auf, während die übrigen 48 Ortsteile eher ländlich geprägt sind. Seit dem 14. Jahrhundert nennt sich Gardelegen Hansestadt, wobei dieser Name nicht auf das Meer fixiert ist wie allgemein angenommen wird. Markantes Wahrzeichen der Stadt sind die drei Türme von Nikolaikirche, Rathaus und Marienkirche.

     

    Eine Klangschalentherapie ist eine Methode der Esoterik, bei der spezielle Klangschalen in unterschiedlichen Größen auf den Körper gesetzt und zum Klingen gebracht werden. Der Schall soll sich auf den Körper übertragen und ihn „zum Schwingen“ bringen.
    Wenn man sich mit Klangschalen und Gong entspannt, erhöht sich die Konzentration und emotionale Blockaden und Verspannungen können gelöst werden. Der Klang kann mit seiner Vibration geistliche oder emotionale Schmerzen beseitig

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  • | Optimisten 04/2021

    Am Montag, 14.06.2021, trafen sich um 17.00 Uhr sieben Mitglieder der SHG Eider zum ersten Gruppentreffen 2021 in der „Begegnungsstätte der Brücke“ in der Ahlmannstraße 2a in 24768 Rendsburg. Natürlich unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln.

    Alle waren froh sich wieder mit den anderen austauschen zu können. Bis 19.00 Uhr gab es Infos und lebhafte Gespräche. Da wir uns dann noch nicht trennen wollten sind wir gemeinsam zum Essen in den Außenbereich eines griechischen Restaurants in Rendsburg gegangen.

    Gegen 21.30 Uhr waren wir aber alle sehr müde und es wurde auch kalt, so dass wir glücklich den Heimweg angetreten haben.
    In Zukunft treffen wir uns an jedem 1. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr in der „Begegnungsstätte der Brücke“ in der Ahlmannstraße 2a in 24768 Rendsburg.

    Am 14.08.2021 hatte die SHG Eider ihr 3-jähriges Bestehen.
    Aus diesem Grund trafen sich am 15.08.2021 acht Mitglieder, ein Ehemann und ein „Schnuppergast“ in einem asiatischen Restaurant in Rendsburg zum Abendessen.
    Wie immer bei uns verlief der Abend sehr harmonisch und es wurde viel gelacht.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 04/2021

    In diesem Jahr feierten wir das 5-jährige Bestehen unserer Selbsthilfegruppe Laubach. Unsere Gruppe wurde 2016 gegründet und besteht aktuell aus 25 Mitgliedern.

    Wir haben in den fünf Jahren immer mehr Zuwachs bekommen und viel erreicht, wie z.B. regelmäßige Gruppentreffen, Veranstaltungen, Ausflüge und die Einführung von einem Funktionstraining im Jahr 2019. Mittlerweile haben wir zwei Gruppen, in denen wir regelmäßig Funktionstraining anbieten. Dafür haben wir zwei Physiotherapeutinnen gewinnen können, die das Training bei uns sehr abwechslungs- und erfolgreich leiten.

    So kann Trocken- und Wassergymnastik angeboten werden, was uns allen sehr guttut. Leider war Corona bedingt nicht immer alles möglich. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass es bald besser wird und die Regelmäßigkeit wieder zurückkommt.

    Die Gruppe ist uns sehr wichtig geworden, weil wir uns gegenseitig helfen, Erfahrungen austauschen und viel Spaß zusammen haben können. So hat man nicht das Gefühl, mit seinen gesundheitlichen Problemen alleine dazustehen.

    Am 21.08.2021 feierten wir unseren 5. Geburtstag. Zur Feier des Tages haben wir eine Bootsfahrt auf der Lahn gemacht. Bei schönstem Wetter waren wir unterwegs und hatten viel Spaß. Nach der Bootsfahrt haben wir in gemütlicher Runde zusammen gegessen, viel gelacht und danach den Tag ausklingen lassen.

    Leider konnten nicht alle Mitglieder teilnehmen, aber zur Erinnerung wurden viele Fotos gemacht. Diese werden wir bei unserem nächsten Treffen alle bewundern können.

    Beim Bundesverband möchten wir uns anlässlich unseres Jubiläums für die Urkunde, den Blumenstrauß, die Geldzuwendung sowie für die Unterstützung in den letzten fünf Jahren ganz herzlich bedanken.

    Michael Kindermann
    Mitglied

     

    Laubach ist ein Luftkurort in Mittelhessen am Rande des Vogelsberges und gehört zum Landkreis Gießen. Prunkstück der Kleinstadt ist das Schloss Laubach des Grafen Solms-Laubach mit einem sehr schönen Schlosspark. Das Schloss und die historische Altstadt sind durch die zahlreichen regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen regional und auch überregional bekannt.

     

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  • | Optimisten 04/2021

    Mit Eigeninitiative fing alles an und Veränderungen begleiten uns nun mal ein Leben lang. Seit 2001 stand die Diagnose Fibromyalgie bei mir fest. Doch es gab nichts und niemanden als Hilfe. Nach einer wieder sehr langen Schmerz-Phase habe ich mich ein zweites Mal mit der Internetseite der DFV beschäftigt. Das 5. Fibromyalgie Symposium in Würzburg 2016 stand bevor. Kurz entschlossen habe ich mich angemeldet und bin losgefahren.

    Ich habe es nicht bereut, habe ich doch wunderbare Menschen wie Bärbel Wolf und Carmen Redel kennengelernt. Die Beiträge der Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler und Anwälte habe ich wie einen Schwamm aufgesaugt. Zu Hause habe ich sofort mit wichtigen Veränderungen begonnen, in allen Bereichen des Lebens. So habe ich es auch geschafft, im Sommer 2016 in eine Berliner Schmerzklinik zu fahren.

    Es gab viel Zeit zum Nachdenken, auch ob ich eine SHG in Arnstadt gründen könnte. Kurz verabredet, hat mich Bärbel besucht. Ein herzliches Gespräch über „Wenn und Aber“ an einem sonnigen Nachmittag ließ mich den Entschluss fassen, wir brauchen in Arnstadt eine aktive SHG. Genügend Motivation, Informationen zur Erkrankung und Wissen aus meiner Tätigkeit als Ernährungs- und Bewegungstrainerin hatte ich. Was ganz wichtig war, Bärbel versicherte mir uneingeschränkte Hilfe ihrerseits und vom Verein. Ich konnte ihr vertrauen. DANKE nochmals dafür, sie hat so viel getan für uns alle!

    Am 18.Oktober 2016 war es dann soweit. In kleinem Kreis fand das erste (Gründungs-) Treffen statt. In der WSI des Gothe-Schiller-Wohnparks haben wir für unsere Treffen einen guten Partner gefunden, ein Saal mit viel Platz (besonders jetzt wertvoll). Allmählich fing unsere Gruppe an zu wachsen. Von Anfang an hatten wir immer ein Jahresprogramm, wollten wir doch den Austausch von Informationen über Ärzte, Therapien, rechtliche Möglichkeiten und neue wissenschaftliche Erkenntnisse.

    Vorträge und Workshops zum Thema (auch Kreativität und Entspannung) gehören ebenso dazu. Und wenn es die Finanzierung der Krankenkassen erlaubt, bekommen wir auch mehrtägige Projekte gefördert. Da gehört viel Vorbereitung dazu, die oft nicht leichtfällt. Doch die DFV hat uns immer dabei unterstützt und so ist unsere Gruppe gern immer wieder zusammen. Die jährlichen Gruppensprecherschulungen können wir nutzen, uns für die Gruppe stark zu machen, was natürlich mit besonderen Aktionen gekrönt wird.

    Seit zwei Jahren begleitet uns nun „unsere“ eigene Frau Fröhlich, sie ist immer und überall dabei. Sie hilft, die allgemeine Stimmung zu heben und uns ausgelassen mit ihr z.B. in unserem Projekt Lehnin 2020 zu bewegen.

    Und was macht sie außerhalb der Treffen? Sie gammelt nicht irgendwo 'rum, sie wandert von Haushalt zu Haushalt und hilft dort unterstützend, den Alltag ein bisschen fröhlicher zu machen! Sich gegenseitig verstehen, Mut zusprechen und untereinander helfen - auch außerhalb der offiziellen Termine – das ist echte Selbsthilfe!

    Wir danken dem Vorstand der DFV e.V. für die finanzielle und blumige Zuwendung anlässlich des 5-jährigen Bestehens unserer SHG Arnstadt; wissend, dass wir uns weiter auf den Verein verlassen können und dass wir nur durch unser eigenes Engagement weiter bestehen können.

    Mit optimistischen Grüßen im Namen der Gruppenmitglieder

    Christina Petzold
    Gruppensprecherin

    Arnstadt ist eine Kreisstadt in der Mitte Thüringens und liegt etwa 25 km südlich von Erfurt. Sie ist die älteste Stadt Thüringens mit 1300 Jahren Geschichte und eine der ältesten Städte Deutschlands außerhalb römischer Siedlungen. Als ehemalige Residenzstadt hat sie viel zu erzählen: u.a. über Schloss Neideck, Oberkirche, barockes Puppenmuseum Mon plaisir. Arnstadt ist auch Bachstadt, hier hatte J.S. Bach seine erste Anstellung als Organist (Bachkirche). Nicht zu vergessen die Thüringer Landschaft, eingebettet und umrahmt von den „Gleichen“ - 3 Ritterburgen.

     

     

     

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  • | Optimisten 04/2021

    Eine sehr schöne Überraschung erlebten die Mitglieder, als während der Gruppenstunde die „Bayernfreunde Jagsttal“, ein Fanclub des FC Bayern München, an die Türe klopften. Der Vorsitzende Kim Schultes sowie seine Begleiter Michael und Monika Schultes überreichten der Gruppensprecherin Gaby Schultes einen Spendenscheck in Höhe von 200 Euro.

    Da war die Freude groß, vor allem weil so junge Menschen an uns gedacht haben. Als Fanclub erhalten sie Geschenke vom FC Bayern gesponsert, die verlost werden. Der Erlös der Tombola wird von den Mitgliedern noch aufgestockt und gespendet, am liebsten an ortsansässige Vereine.

    Wir bedanken uns recht herzlich.

    Albert Schultes
    Mitglied

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  • | Optimisten 04/2021

    Die berührenden Töne der Klangschalen bringen Körper und Geist in Einklang. Fühlen, wie man getragen wird, eine Leichtigkeit des bewussten Seins.

    Diese Erfahrung durften einige Mitglieder der Selbsthilfegruppe Möckmühl machen. Die Klangmassagepraktikerin Natalia Altergott führte uns mit den sanften Tönen der Klangschalen in die Traumwelt der Stille. Auf dem Waldboden liegend, umgeben von den „Wüstenroter Wäldern“ mit gigantischen Mammutbäumen, wurde dieser Nachmittag zu einem einzigartigen Erlebnis.

    Es hat uns allen so gutgetan und alle waren sich einig, es war „magisch“ und muss unbedingt wiederholt werden.

    Albert Schultes
    Mitglied

     

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  • | Optimisten 04/2021

    Am 03.11.2021 war die SHG Eider mit sechs Mitgliedern zu einem Vortrag über „Chronische Schmerzen, was kann man tun?“ von der Leitenden Ärztin Dr. Claudia Pirch in der Schmerzklinik der imland Klinik in Eckernförde.

    Ich kenne Frau Pirch durch meine „Multimodale Schmerztherapie“ in der Klinik in Schleswig 2020. Vorweg hat Frau Pirch uns die Genehmigung erteilt, dass die SHG Eider während der Veranstaltung einen Informationstisch errichten darf, um für die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. und die SHG Eider zu werben.

    In ihrem Vortrag ging die Schmerzmedizinerin auf die verschiedenen Auswirkungen von chronischen Schmerzen auf Körper, Seele und Geist ein. Danach stellte sich das multiprofessionelle Team aus Physio- und Ergotherapeuten, Psychologischen Psychotherapeuten, Painnurse und Kreativtherapeuten vor. Sie erläuterten die individuellen therapeutischen Aspekte im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie. Im Anschluss hatten die Zuhörer die Möglichkeit, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

    Frau Pirch war sehr interessiert und möchte die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe für an Fibromyalgie Erkrankte in Eckernförde unterstützen. Sie erhielt von mir umfangreiches Informationsmaterial der DFV. In ihrem Vortrag wies Frau Pirch darauf hin, dass sich Interessierte am Info-Tisch der SHG Eider gerne Informationen holen können.

    Zahlreiche Interessierte kamen an unseren Stand, ließen sich bei Gesprächen gerne informieren und nahmen auch gerne Infomaterial mit. Vielleicht konnten wir Interesse an der DFV wecken.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

    Die imland Klinik Eckernförde ist ein Zentrum für Multimodale Schmerztherapie in der Umgebung von Kiel. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten sowie spezialisierten Pain Nurses kümmert sich um die individuelle Therapie.

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  • | Optimisten 04/2021

    In den allerersten Anfängen von 2020 – als wir noch nichts von Corona wussten – berichtete unsere stellv. Gruppensprecherin Helga von einem Seminar auf Sylt mit dem Namen „Eutonie am Meer“. Schon „am Meer“ hat unsere Herzen höherschlagen lassen, doch was genau ist Eutonie? Und genau diese Frage hat mir jeder gestellt, dem ich von unserem Eutonie-Workshop erzählte.

    Eine ausführliche Definition gibt es auf der offiziellen Homepage www.eutonie.de, ich versuche, es Euch mit meinen Worten zu erklären.
    In der Eutonie geht es darum, mit speziellen Übungen Verspannungen aufzuspüren, um sie zu lösen oder zu lindern. Damit kann man seine Beweglichkeit erhalten und verbessern.

    Dies geschieht zum Teil mit ganz kleinen Bewegungen. Achtsame Übungen werden an den jeweiligen körperlichen Zustand angepasst. Und durch diese Übungen kommen wir wieder in Bewegung, was unserem gesamten Körper und auch der Psyche guttut. Es wird also eine Balance zwischen Körper und Seele hergestellt.

    Jedoch wurde schnell klar, dass der Standort Sylt unser Budget bei weitem übersteigt. So suchte Helga nach Alternativen. Gibt es auch Eutonie-Workshops in der näheren Umgebung?

    Sie wurde fündig und hat eine Kursleiterin gefunden, die im Biohotel „Forellenhof“ in Bad Endbach diesen Kurs anbietet. Und hier stimmte das Budget. Die Reise wurde für den Herbst 2020 geplant.
    Ihr erahnt sicher, wer uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aufgrund der Corona Beschränkungen war die Reise nicht möglich. Doch unsere Gruppenleitung blieb am Ball, und dann kam im April ein erneuter Termin für den 22.-25.Juli 2021.

    Dieses Mal konnten wir starten. Wir fuhren mit unseren Autos die gut 80 km. Ich konnte auf der Hinfahrt z.B. eine Straße in der Nähe meines Wohnorts befahren, die ich noch nie zuvor befuhr. Für mich wurde das schon zu so etwas wie einer Abenteuerreise.

    Wir kamen früh in Bad Endbach an und stärkten uns erst einmal mit einem Mittagessen im Restaurant der Lahn-Dill-Therme. Eigentlich wollten einige von uns auch vor Kursbeginn noch schwimmen gehen, doch strichen wir diese Idee, um gemütlich miteinander zu sitzen, zu essen und uns auszutauschen. Das gab es ja lange nicht mehr.

    Jede von uns war gespannt darauf, was uns erwartet. Und schon bei diesem Mittagessen wurde klar, wir werden Spaß haben und unsere Reise genießen.

    Am Nachmittag lernten wir dann bei Kaffee und Kuchen unsere Kursleiterin Frau Heigl kennen. Gespannt gingen wir in den Kursraum und wurden dort von Matten aus Schaffell überrascht. Auch lagen auf jeder Matte zwei Bälle und ein Gymnastikhocker vervollständigte das Bild.

    Interessant - Frau Heigl nahm mir dann auch gleich die Angst, dass ich Übungen auf dem Boden machen muss. Eutonie Übungen können auch im Sitzen oder in Gedanken gemacht werden. Und dann ging es los.

    Viel zu schnell verging die erste „Einheit“ und wir durften zum Abendessen. Und auch hier wurden wir positiv überrascht. Ein wirklich ausgezeichnetes Bio-Essen wartete auf uns. Wir konnten entspannt genießen und den Tag mit interessanten und produktiven Gesprächen ausklingen lassen.

    Der nächste Morgen begann um 8 Uhr mit einer Meditation. Danach das Frühstück in lockerer Atmosphäre, mit viel Vorfreude konnten wir in den neuen Kurstag starten.

    Wir waren für Frau Heigl die erste Fibromyalgie Gruppe, und daher wollte sie ihr Programm an unsere Bedürfnisse anpassen. Sie hatte sich im Vorfeld über unser Krankheitsbild informiert und so auch die verschiedensten „Hilfs-Materialien“ mitgebracht.

    Es gab Kirschkernkissen, die je nach Bedarf warm oder kalt verwendet werden konnten. Es gab auch einen mit Bio-Wolle „umfilzten“ Bambusstab, der neben die Wirbelsäule platziert wurde. Dann darauflegen und „spüren“. Und entspannen. In einigen Gesichtern nahm ich bald ein glückliches, gelöstes Lächeln wahr.

    Weiterhin wurden Tennisbälle verwendet. Einzeln verwendet konnte er mit dem Fuß gerollt werden wobei der Druck je nach Befinden variiert wurde.

    Zu Zweien - auch mit Biowolle umhäkelt - dienten die Tennisbälle zum Rollen bzw. um den Rücken darauf abzulegen. Und dann noch der Trick mit dem Socken; hier kommen mehrere Tennisbälle hinein und werden auch als eine Art Faszienrolle genutzt. Wir waren begeistert, wie man mit wenig Geld solch effektive Hilfsmittel herstellt!

    Und wieder verging die Einheit viel zu schnell. Diesmal wurden wir mit einem erstklassigen Mittagessen belohnt. Im Anschluss gab es genügend Zeit, um entweder auszuruhen, spazieren zu gehen oder im Städtchen ein Eis zu essen.

     

    Bad Endbach ist ein Kneipp Kurort und zeigt jedem Besucher ein altes Viadukt, über das immer noch die Bahn fährt. Desweiteren findet man in der Umgebung von Bad Endbach einige Kneipp Tretbecken. So gab auch eines in unserem Hotel. Ab Samstagmorgen lautete die Parole von Frau Heigl dann für die Mutigen: „7:50 Uhr am Tretbecken“. Danach begann wie immer um 8 Uhr die Meditation.

    So verbrachten wir mit Frau Heigl vier Tage, an denen wir sehr viel über uns selbst lernten. Und darüber, wie wir unsere körperlichen Befindlichkeiten wahrnehmen, annehmen und uns viel Gutes tun können.
    Dazu trugen Übungen mit kleinen Bewegungen bei, das Einsetzen von Hilfs-Materialien, wie dem beliebten Kirschkernkissen und auch Selbstmassagen oder das (sanfte) Drücken von Tenderpoints. Einige von uns konnten auch noch weitere positive Wirkungsweisen der alt bekannten Materialien entdecken und Anregungen mit nach Hause nehmen, um dort dann vielleicht die Häkelnadel auszupacken .....

    Ich denke immer noch gerne an Frau Heigl zurück, die uns mit viel Empathie und Leidenschaft die Eutonie nahegebracht, uns inspiriert und motiviert hat.

    Ich mache jedenfalls immer noch die Hüftübungen. Und vielleicht habt Ihr ja auch Lust, Euch aus Tennisbällen ein eigenes Hilfsmittel herzustellen und eine kleine effektive Hüftübung zu machen. Daher habe ich Euch eine aufgemalt.

    Wir legen uns auf den Boden bzw. auf eine Unterlage. Beide Beine sind aufgestellt.

    Jetzt im Zeitlupentempo das rechte Bein nach unten schieben bis es ganz gestreckt ist. Ein wenig verweilen und nachspüren. Anschließend wieder langsam das Bein aufstellen und nachspüren. Dann das gleiche mit dem linken Bein durchführen. Die Übung kann mehrmals wiederholt werden.

    So vergingen die Tage viel zu schnell.

    Jedenfalls waren es wunderbare Tage. Wir hatten viel Spaß zusammen, konnten aus dem täglichen Alltagstrott aussteigen.

    Und es steht fest – wir planen bald wieder ein neues Projekt.

    Vielleicht ist bis dahin auch die Pandemie nicht mehr vorherrschend und wir können wieder unbeschwert zusammenkommen und reisen.

    Auf jeden Fall ist eine Reise, die wir in der Gruppe machen, ein Stück Lebensfreude. Und wir erleben und erfahren immer wieder Neues, was unser Krankheitsbild betrifft. Bei vielen von uns treten während der Reise die Schmerzen in den Hintergrund und die Wahrnehmung auf sich selbst und das Positive, das wir erleben, in den Vordergrund.

    Susanne Fiur
    Mitglied

     

    Eutonie-Übungen verändern und harmonisieren z.B. die Atmung, den Blut- und Lymphkreislauf, den Stoffwechsel sowie den Tonus von Muskel- und Bindegewebe. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche wird dabei positiv beeinflusst.

    Unterschiedliche Eutonie-Prinzipien sprechen tief in uns verankertes Körperwissen an. Sie haben wichtige Funktionen für unseren Organismus und sind ein besonderes Achtsamkeitstraining.

    Vielfältige Anregungen des Tastsinns verfeinern und vertiefen die Wahrnehmungen. Durch die Sensibilisierung der Haut erleben wir unseren Körper in seiner Begrenzung und Form. Die Stimulierung tiefer Schichten lässt Strukturen und Funktionen spürbar werden. Dies stärkt das Gefühl für die eigene Identität, gibt Sicherheit und baut Stress ab.

    Die Räumlichkeit des eigenen Körpers mit seinen inneren Strukturen wird durch Tasten und Erspüren bewusster. Dies wirkt befreiend auf die Organe, fördert die Durchblutung und den natürlichen Atemfluss.

    Eutonie erfreut sich großer Beliebtheit, weil sie ohne Medikamente auskommt und auch zu Hause fortgeführt werden kann, wird aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. Oft wird Eutonie im Rahmen allgemeiner Physiotherapie angeboten.

    Usingen ist eine Kleinstadt im Taunus ca. 15 km nördlich von Bad Homburg und ca. 35 km nördlich von Frankfurt gelegen und wird auch als Buchfinkenstadt bezeichnet. Usingen war ehemals Residenzstadt der Fürsten zu Nassau-Usingen. Ein Wahrzeichen Usingens sind die Eschbacher Klippen, ein 12 m hoher Quarzitfelsen, der auch vom Alpenverein als Kletterfelsen genutzt wird und von dem man einen herrlichen Blick über das „Usinger Becken“ hat. In ca. 10 km Entfernung befinden sich das Freilichtmuseum Hessenpark, das Römerkastell Saalburg und der Freizeitpark Lochmühle.

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  • Danke für die Glückwünsche – wir sind weiter aktiv

    Wir, die Mitglieder der SHG Bad Belzig, bedanken uns ganz herzlich für die Glückwünsche und Geschenke anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums. Wir haben uns sehr gefreut und versprechen weiterhin aktiv zu bleiben.

    Das Jubiläum feierten wir bei Kaffee und Kuchen und einer Kutschfahrt. Wir fuhren durch unseren „Fläming“ über Feldwege, vorbei an Wiesen mit grasenden Kühen und auch Pferden. Im Wald genossen wir die Ruhe und konnten Vögel zwitschern hören und Rehe vorbei springen sehen. Zahlreiche kleine Felder mit blühendem Mohn gab es zu bestaunen. Sie luden zum Fototermin ein. Es gab auch viel zu erzählen, denn 20 Jahre Rückblick machten uns klar, wie sehr sich die Gruppensprecher bisher immer für uns eingesetzt haben.

    Nun gab es wieder neue Projekte und Karin Thiele, die jetzige Gruppensprecherin, hat wieder alle Hände voll zu tun, um unsere Ideen mit umsetzen zu helfen. Eine große Unterstützung in den finanziellen Angelegenheiten ist dabei nach wie vor Christa Polster.

    Als wir im Juli von der Hochwasserkatastrophe hörten und die schlimmen Bilder in den Medien sahen, überlegten wir schnell, wie wir von Bad Belzig aus ein klein wenig Trost spenden können.

    Sogleich wurden Pakete mit je 100 kleinen Herzen gepackt und auf die Reise geschickt.

    Die Empfänger in Ahrweiler, Heinsberg und Erftstadt freuten sich sehr über unseren Gruß als ein Dankeschön für den Einsatz aller Helfer, aber auch als Seelentröster und Mutmacher für zahlreiche Betroffene. Dies haben sie uns sehr emotional in Telefonaten und E-Mails bestätigt.

    Im Sommer besuchten wir die Kita hier in unserer Stadt. Die Erzieherin einer Kindergruppe hatte sich ein Gedicht über ihre Gruppe gewünscht. Dies entstand im Zusammenwirken mit Lukas, einem neunjährigen Schüler aus Bad Belzig, und Heidrun Jordan. Zusammen mit unserem SHG Mitglied Rosel Friedrich übergaben wir auch Studentenblumen für den neugebauten Spielplatz.

    Das Gedicht „Tausendfüßler – Raupenkinder“ hängt nun in dem Gruppenraum neben bunten Schmetterlingen.

    Unsere Aktion „Unser Fläming blüht“ trägt weiter Früchte. Wir erhalten immer wieder Nachrichten und Bilder über die Blüherfolge. So haben wir auch die Mädchen und Jungen im Hort der Grundschule „Geschwister-Scholl“ im Frühjahr mit reichlich Studentenblumensamen versorgt. Die Schüler legten Blumenkästen an, säten, hegten und pflegten die Blumen. Nun können sich die kleinen Hobbygärtner samt Lehrer, Erzieher und Eltern über ihre erfolgreiche Arbeit freuen. Es blüht in allen Blumenkästen üppig.

    Im August ging unsere Gruppe auf große Fahrt von Bad Belzig aus bis in den Spreewald nach Burg. Ein Höhepunkt neben der Kahnfahrt war die Besichtigung der Leinölmühle. Wir konnten sehen, wie das wertvolle und gesunde Leinöl gewonnen wird und es selbst verkosten. So konnten wir gleich unser Wissen in Punkto gesunder Ernährung erweitern.

    Im September haben wir einen Kurs für Erste Hilfe besucht, denn in gesundheitlichen Fragen gibt es auch immer wieder Neuerungen.

    Wenn es die Coronabedingungen erlauben, geht auch unser Gruppensport unter Anleitung einer für Fibromyalgie ausgebildeten Physiotherapeutin weiter.

    Bis Jahresende soll uns unser Weg auch wieder in die Stein-Therme führen zur Wassergymnastik. Eine Wanderung mit einer Kräuterpädagogin ist ebenfalls geplant sowie eine Zusammenkunft zum Jahresabschluss.

    Heidrun Jordan
    Mitglied

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  • | Optimisten 03/2021

    Jeder Mensch kann aktiv etwas tun, um seine psychische Gesundheit zu stärken und ständiger Überbelastung entgegenzuwirken – Entspannungsübungen sind bei Stress besonders effektiv. Denn Sie sorgen für Ruhe und innere Ausgeglichenheit. Wir stellen Ihnen die besten Entspannungstechniken vor.

    Warum Entspannungsübungen bei Stress helfen
    Zwar kann es ganz schön sein, nach einem langen Tag die Füße hochzulegen und sich vom Fernseher berieseln zu lassen. Aber seien wir mal ehrlich: So richtig entspannt fühlen Sie sich nach einer solchen Feierabendbeschäftigung nicht. Innere Spannung baut sich nicht von selbst ab. Aktivität ist hier das Zauberwort.

    Es muss nicht gleich der Crosstrainer sein – Entspannungsübungen tun es auch. Bei Stress sind sie eine sanfte Methode, um zur Ruhe zu kommen, Stresshormone abzubauen und die Energiereserven zu füllen. Bei leichten Bewegungsabfolgen, Meditations- und Atemübungen fährt das vegetative Nervensystem herunter. Anspannungen lösen sich, weil Körper und Geist im Moment verweilen und auf eine Sache fokussiert sind.

    Ein weiterer Grund, um nach einem stressigen Tag die Yoga-Matte ausrollen, anstatt es sich auf der Couch gemütlich zu machen: Entspannungsübungen haben in Sachen Stressabbau nicht nur einen kurzzeitigen Effekt. Regelmäßig angewendet, stärken Entspannungstechniken die Widerstandsfähigkeit und helfen dabei, langfristig besser mit Stress umzugehen.

    Von Tai-Chi bis zur Atemtherapie: Die besten Entspannungstechniken bei Stress

    Es gibt zahlreiche Methoden, die Ihnen helfen, zu entspannen und Ihre psychischen sowie körperlichen Ressourcen zu stärken. Probieren Sie aus, welche Entspannungstechniken Ihnen liegen:

    Yoga
    Die unterschiedlichen Übungen kombinieren Körperstellungen („Asanas“), Dehnungen mit Atemübungen. Dadurch werden Körper und Geist gleichermaßen trainiert. Während die Asanas und die tiefen Dehnungen Muskeln, Bindegewebe und Bänder entspannen, schult das kontrollierte Atmen Ihre Achtsamkeit und versetzt Sie in einen Zustand der inneren Ruhe.

    Was ist Yoga?
    Vor rund 2000 Jahren wurde Yoga als Teil der traditionsreichen indischen Gesundheitslehre Ayurveda entwickelt. Das Ziel von Yoga: Seele, Körper und Geist bilden eine harmonische Einheit. Eine Kombination aus speziellen Körperpositionen (Asanas), tiefen Dehnungen und Atemübungen (Pranayamas) soll dabei helfen. Eine kontrollierte Atmung ist dabei ebenso wichtig wie die körperliche Arbeit, um Stress abzubauen und sich zu entspannen.

    Die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper war den Erfindern der fernöstlichen Lehre bekannt. Übersetzt bedeutet Yoga passend „Verbindung“: Wenn die Psyche leidet, kann sich das körperlich bemerkbar machen. Wohlbefinden und die Stimmung leiden dabei. Übungen im Yoga stärken Körper und Geist daher gleichermaßen.

    Yoga und seine positive Wirkung auf die Gesundheit
    Als spirituell-religiöse Praxis ins Leben gerufen, ist Yoga heute in der westlichen Welt eine der beliebtesten Methoden zum Stressabbau und zur Stärkung des Körpers. Das hat gute Gründe: Yoga sorgt gleichzeitig für Entspannung, innere Ausgeglichenheit, einen straffen Körper und eine aufrechte Haltung.

    Yoga kann aber noch viel mehr, denn es …

    ... bringt Gelassenheit und Ruhe im Alltag.

    ... stärkt die Körperwahrnehmung und die Achtsamkeit.

    ... wirkt sich positiv auf die Schlafqualität aus.

    ... löst Verspannungen und Blockaden im Körper.

    ... steigert die seelische Ausgeglichenheit.

    ... verbessert die Konzentrationsfähigkeit.

    ... fördert die Beweglichkeit und Spannkraft des Körpers.

    ... dehnt und kräftigt die Muskeln, Sehnen und Bänder.

    ... wirkt antioxidativ und stärkt die Immunabwehr.
     

    Tai-Chi
    Beim Tai-Chi führen Sie bestimmte Bewegungen der Kampf- und Bewegungskunst ganz bewusst und konzentriert aus. Das steigert die Lebensenergie und stärkt die Selbstwahrnehmung. Das sensibilisiert Sie für die körperlichen Frühwarnsignale von Stress. 

    Tai Chi basiert auf Bewegungsabläufen, die langsam und konzentriert, fast meditativ ausgeführt werden.

    Was ist Tai-Chi
    Tai Chi – auch Tai-Chi-Chuan oder „Schattenboxen“ genannt – ist ursprünglich eine Kampfsportart aus China und gehört – genau wie Qigong – der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) an. Beim Tai Chi wird die sogenannte Lebensenergie (chinesisch „Qi“ oder „Chi“) gestärkt, was sich positiv auf die Gesundheit auswirken soll. Ein ganz besonders wichtiger Aspekt ist die eigene Körperwahrnehmung. Durch die richtige Atmung und bewusst geführte Bewegungen kann die Lebensenergie laut der Tai-Chi-Lehre nämlich erst richtig fließen.

    Tai-Chi-Übungen steigern die Lebensenergie, harmonisieren die Körperkräfte, stärken die Körperbeherrschung und bewirken eine mentale Entspannung. Das glauben Sie nicht? Vielleicht sollten Sie es ganz einfach einmal selbst ausprobieren!

    Vorteile von Tai Chi
    Es gibt verschiedene, positive Auswirkungen, die Tai Chi auf den Körper und auch den Geist haben soll. Schließlich ist es in China nicht umsonst ein anerkannter Volkssport. Tai Chi bewirkt unter anderem:

    • Erhöhung der Körperwahrnehmung und Korrektur von Haltungsfehlern
    • Entspannung der Muskulatur durch die weiche und geschmeidige Durchführung der Tai Chi Übungen
    • Stärkung der Rückenmuskulatur und Entlastung der Wirbelsäule
    • Positive Auswirkung auf den Kreislauf dank der geübten tiefen Bauchatmung
    • Beruhigung des Nervensystems
    • Mentale Entspannung
       

    Qigong
    Diese asiatische Entspannungsmethode basiert darauf, die Lebensenergien (das „Qi“) zurück in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Ergebnis: Spannungen werden abgebaut und das Körperbewusstsein gesteigert.

    Was ist Qigong?
    Qigong vereint Elemente des Kampfsports, wird allerdings mit langsamen, fließenden Bewegungen ausgeführt. Manche verstehen Qigong daher als eine Art meditative Bewegungsform.

    Übersetzt bedeutet Qigong so viel wie „Arbeit am Qi“ (auch „Chi“ genannt, „tschi“ ausgesprochen). Dabei bezeichnet „Qi“ die universelle Lebenskraft, die nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) durch die Meridiane, die Leitbahnen des Körpers, fließt. Krankheiten entstehen nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin durch eine Störung des Energieflusses. Eine Harmonisierung des Flusses (Qis) – etwa durch Sportarten wie Qigong oder Tai Chi – hat daher eine heilende Wirkung. Mithilfe spezieller Übungen soll hier das Qi in die richtigen Bahnen geleitet werden.

    Vorteile von Qigong: Auswirkungen auf Körper und Geist
    Qigong eignet sich sehr gut, um die eigene innere Ruhe wiederzufinden, die Gesundheit zu stärken, sich zu konzentrieren und die Körpermitte zu stabilisieren. Folgende positive Aspekte sind bei regelmäßiger Ausübung zu erwarten:

    • Verbesserung der Lebensqualität
    • Abbau von inneren Spannungen und Muskelverspannungen
    • Verbesserte Wahrnehmung des Körpers und seiner Empfindungen (Beschwerden)
    • Beruhigung des Geistes und mentale Entspannung
    • Abbau von Ängsten und psychischen Belastungen
    • Bessere Beweglichkeit der Gelenke
    • Stärkung der Rückenmuskulatur und Entlastung der Wirbelsäule
    • Positive Auswirkung auf den Kreislauf dank der geübten tiefen Bauchatmung

     

    Progressive Muskelentspannung
    Stress und Verspannungen können sich gegenseitig verstärken. Die Progressive Muskelentspannung setzt genau hier an: Im Liegen oder Sitzen spannen Sie nacheinander die Muskeln verschiedener Körperregionen an, um sie kurz darauf wieder zu entspannen. Mit dieser Entspannungsmethode lassen sich innere Unruhe, Erregungszustände und Verspannungen lindern.

    Stress und Muskelverspannungen können sich gegenseitig verstärken. Die progressive Muskelentspannung, auch progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt, setzt genau hier an: Lockere Muskeln entspannen die Nerven und erleichtern dadurch die Stressbewältigung.

    Was ist Progressive Muskelentspannung?
    Muskeln entspannen und anspannen, das ist die Grundlage der Progressiven Muskelentspannung. Die Methode wurde von Edmund Jacobson, einem amerikanischen Arzt, entwickelt. Er fand heraus, dass seelische Erkrankungen mit einer Anspannung der Muskeln in Verbindung stehen können. Die gezielte Entspannung der Muskeln wiederum verringerte bei seiner Entdeckung die Aktivität von Nerven, zugleich nahm auch die psychische Anspannung ab.

    Wann ist Progressive Muskelanspannung anzuwenden?
    Regelmäßig durchgeführt lernt der Patient, seinen Körper besser zu kontrollieren. Er wird zunehmend fähig sein, die auf natürliche Weise vorhandene Muskelanspannung bewusst zu reduzieren und psychische Entspannung herbeizuführen.

    Das Verfahren hilft deshalb unter anderem bei Angststörungen, Stress, aber auch bei Kopf- oder Rückenschmerzen. Darüber hinaus kann die Progressive Muskelentspannung bei diesen Beschwerden geeignet sein:

    • Psychische Belastung, Stress und/oder Burn-out-Syndrom
    • Stressbedingter Bluthochdruck und Herzbeschwerden
    • Schlafstörungen
    • Neurodermitis und Schuppenflechte
    • Muskelverspannungen und Haltungsschäden
    • Magen- und Darmstörung
    • Spannungskopfschmerz und Migräne
    • Ängste und depressive Stimmung

     

    Autogenes Training
    Auch das autogene Training basiert auf der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist und wirkt wie eine Selbsthypnose. Indem Sie sich auf den Körper konzentrieren, suggerieren Sie sich selbst (autogen) eine tiefe Entspannung. Das vegetative Nervensystem, das für Atmung, Blutdruck und Kreislauf zuständig ist, wird dadurch positiv beeinflusst.

    Was ist autogenes Training?
    Das autogene Training wurde ursprünglich bekannt durch den Psychiater Johannes Heinrich Schultz, der sich in den 1930er-Jahren erstmals mit der besonderen Form der Selbsthypnose beschäftigte. Bei seiner Arbeit mit bestimmten Hypnose-Techniken fand er heraus, dass einige Patienten in der Lage waren, sich durch Selbstbeeinflussung in einen entspannten, tranceähnlichen Zustand zu versetzen. Diesen Vorgang nannte er „autogenes Training“.

    Auswirkung von autogenem Training auf Körper und Psyche
    Wer das autogene Training richtig durchführt, kann dadurch Körperfunktionen wie Pulsschlag, Durchblutung und Atmung…

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  • | Optimisten 03/2021

    Zum Waldbaden braucht es nicht viel. Für das Wellnessvergnügen reichen Bäume und der Wunsch, die Schönheit der Natur wahrzunehmen.

    Ich bade im Wald? Ich bade im Wald! Mittendrin. Die Vögel zwitschern, die Äste knacken und die Sonne blitzt durch die Zweige. Ich rieche das Moos, spüre die frische Luft und sauge die ätherischen Öle der Bäume ein, Wohlgefühle breiten sich aus. Ich könnte schreien vor Glück. „Na, schrei doch“, ruft mir Heidi Heigl zu und lacht. „Hier hört dich keiner. Nur die Tiere und Pflanzen.“

    Die 52-Jährige ist Naturcoach und begleitet mich beim Waldbaden im Bayerischen Wald. „In der Natur kommen die großartigsten Gedanken und Ideen.“ Heidi Heigl weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist sie im Bayerischen Wald aufgewachsen und kennt die besonderen Kräfte der Natur. „Die totale Freiheit im Wald, ohne Begrenzung von Wänden, regt die Kreativität an.“ Und Kreativität ist das, was ich gerade brauche, um in einem neuen Lebensabschnitt durchzustarten. Nach mehr als 15 Jahren habe ich meinen Job im öffentlichen Dienst gekündigt. Diese grundlegende Veränderung in meinem Leben hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen.

    Heidi Heigl läuft in gleichmäßigen Schritten neben mir her. „In der Natur kommt der Geist zur Ruhe. Der Kopf wird klar, sobald wir in Bewegung sind.“ Aber bloß nicht Hetzen. Beim Waldbaden gibt es kein Ziel, man entschleunigt en passant. Gemeinsam staunen wir über eine Schnecke, die sich gemächlich ihren Weg bahnt. „Wir können von der Natur so viel lernen und auf unser Leben übertragen.“ Man muss nur mit offenen Augen durch den Wald gehen.

    Nach drei Stunden Weg zeigt das Bad im Wald erste Wirkungen. Mein Gehirn beginnt anders zu arbeiten. Die Sinnesorgane laufen auf Hochtouren. Ich sehe, fühle, höre anders im Wald. Oder bilde ich es mir nur ein? Der Autor und Wirtschafts-Coach Jörg Romstötter kann meine Erfahrung bestätigen. „Es ist schwer, im Alltag zu bestehen und uns aus dem quirligen Strom herauszunehmen und es zuzulassen, da draußen in der hastenden Welt einfach mal nicht dabei zu sein. Nur ist das die einzige Möglichkeit, seinen eigenen, gesunden, kreativen und kraftvollen Tritt zu finden“, schreibt er in seinem Buch „Das vergessene Wunder“ über das kreative Potenzial der Natur.

    Die Japaner haben dieses Wunder schon länger wiederentdeckt. Waldtherapie ist dort seit den 80er-Jahren en vogue und fester Bestandteil des dortigen Gesundheitssystems. An Hochschulen des Landes wird erforscht, welche Lösungen der Wald für stressbedingte Krankheiten parat hat.

    Im Wald ist Stress für uns kein Thema und wir machen erstmal eine Pause. Heidi Heigl breitet eine Decke aus. Es gibt Pfefferbrezen, Radieschen, Tomaten und Käse. Eine richtige Brotzeit auf einer Waldlichtung. Es schmeckt herrlich. Ich lehne mich zurück und dann schlafe ich ein. Einfach so. Auf dem Rückweg erklärt mir Heidi Heigl, wie ich die positiven Effekte des Waldbadens mit in meinen Alltag nehmen kann. Wichtig ist es, sich Ruheoasen zu schaffen. Einfach mal eine Tasse Tee trinken, ein paar Seiten in einem guten Buch lesen oder Musik hören. Das kann schon helfen, wenn gerade mal keine Gelegenheit ist, um im Wald zu baden.

    Autorin:
    Stefanie Opitz
     

     

    Interview mit Herrn Prof. Dr. Andreas Michalsen:Herr Prof. Dr. Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für Naturheilkunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

     

    Was bewirkt Waldbaden?
    Das Grün der Bäume, die Geräusche des Waldes, die aromatischen Öle in der Luft und die Bewegung haben eine entspannende Wirkung. Beim Waldbaden sinkt der Blutdruck und der Puls wird langsamer. Gleichzeitig atmet der Mensch tiefer, seine Verdauungsorgane arbeiten besser und die Waldluft regt das Immunsystem an. Im Gehirn werden Zentren aktiviert, die für Glücksgefühle und Stressreduktion zuständig sind.

    Was ist der Unterschied zu einem Waldspaziergang?
    Der Unterschied ist nicht so groß. Beim Waldbaden kommt es darauf an, sich ganz auf den Wald einzulassen. Also keine Probleme wälzen oder die Leistung auf dem Schrittzähler kontrollieren. Am besten ist es, mindestens zwei- bis dreimal pro Woche für jeweils mindestens eine halbe Stunde in den Wald zu gehen.

    Tut es auch der Stadtpark?
    Untersuchungen haben gezeigt, dass kleine Sträucher nicht die gleiche Wirkung haben wie Wälder. Aber allein der Anblick von Baumgrün hat eine gute Wirkung. Patienten, die nach einer OP ins Grüne schauen, genesen schneller als andere, die nur eine Steinwand sehen. Das Schauen auf Grün scheint eine archaische Programmierung zu sein, es tut uns gut.

     

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  • | Optimisten 03/2021

    ROTE NASEN ist eine internationale künstlerische Organisation, in 11 Ländern vertreten, die Menschen Lebensfreude und ein Lachen schenkt, wenn sie es am meisten brauchen.

    „Wir bringen Lebensfreude, Hoffnung und Zuversicht. Wir glauben an die Kraft menschlicher Gefühle und richten unseren Fokus auf das, was uns als Menschen verbindet, nicht auf das, was uns trennt. Wir können über uns selbst lachen und greifen nach den magischen Momenten, die unsere Fröhlichkeit und Zuversicht stärken“ so ROTE NASEN Deutschland e.V.

    Liebe Mitglieder der DFV,

    vor längerer Zeit haben wir zu dieser Veranstaltung eingeladen. Das Thema ist immer noch sehr aktuell. Es handelte sich um ein „besonderes“ Gruppentreffen. Denn hier waren die Mitglieder aus Schönwalde/Glien dabei und wir haben Bärbel besonders lustig kennen gelernt. Lachen macht nicht nur Spaß, sondern nimmt auch Ängste und regt die Selbstheilungskräfte an.

    ROTE NASEN Clowns nehmen die Angst, bringen Mut und schenken während ihrer einfühlsamen Clown-Visite Freude und Zuversicht. Ihre Medizin ist der Humor!

    Lachen stärkt das Immunsystem, Lachen wirkt gegen Stress

    Ärzte und Psychologen haben längst erkannt: Durch Clown Visiten werden erfolgreich die Heilkräfte auch chronisch kranker Patienten unterstützt. Außerdem trägt Lachen zu einer Steigerung der Lebensqualität bei – damit die Freude am Leben nicht verloren geht.

    Bri-sch-itt…, Bri-sch-itt… wie Bardoooot!
    Mit diesem großen Vorbild vor der Nase empfing uns das Energiebündel Brischitt, wirbelte viel Staub auf und war ganz SCHÖN frech. Seit 2001 ist diese “Dame” Wahlberlinerin, aber im Herzen immer noch mit ihrer Heimat Österreich verbunden. Nicht im Clown Kostüm oder bunt bemalt, sondern ziemlich bieder mit Jeans und T-Shirt wollte …Bri-sch-itt… uns das Lachen bringen.

    Ihr richtiger Name ist Maria Gundolf. Sie ist Schauspielerin, Comedian und Theaterpädagogin. Durch Improvisationskunst bringt sie auf einfühlsame Art Humor und Lachen in Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und zu uns. 

    Bri-sch-itt… möchte Lebensfreude schenken
    Ihr Ziel ist es, Menschen mit der Kraft des Humors zu stärken und ihnen in schweren Zeiten neuen Mut und Lebensfreude zu schenken.

    Bri-sch-itt… möchte, dass wir neue Kraft sammeln
    Humor und Lachen öffnen die Tür zu innerer Lebenskraft. Kranke und leidende Menschen brauchen überall solche stärkenden und befreienden Momente, um wieder neue Zuversicht und neuen Mut zu sammeln.

    Bri-sch-itt… lehrt uns lächeln
    60 Sekunden mit dem Mund Smiley machen lenkt von Grübeln und Ärger ab. Nicht kürzer! Nicht länger! 
    Mehrmals täglich angewandt macht es gesund, entspannt und steigert das Immunsystem. Gleichzeitig senkt es das Schmerzempfinden und erhöht die Selbstheilungskräfte. Lächeln baut Stress ab und schüttet wertvolle Glückshormone aus. Durch das Lächeln bekommt unser Gehirn ein positives Signal und ist leistungsfähiger. Auch mal ein Lob annehmen ohne Gegenkommentar, kann man lernen.

    Bri-sch-itt… beginnt
    Mit viel Husch und Hui, auch mit Wusch und Wau ging es darum, im Kreis stehend, zu Lachen und seinem Gegenüber mal in die Augen schauen. Bei vielen ging das nicht so leicht aus dem Mund und mancher hat sich auch versprochen. Derjenige bekam als erster die Lacher auf seine Seite. Wir lachten über unsere kleinen Fehler und die der anderen. Letztlich steckt Lachen immer wieder alle an.

    Lachen kann auch brenzlige Situationen entkrampfen. So gab Bri-sch-itt kleine Anekdoten ihrer Clown Visiten aus Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen zum Besten, einfach mal ganz anders reagieren, z.B. Rote Nase aufsetzen, tanzen, den anderen den Spiegel vorhalten.

    Bri-sch-itt… arbeitet für die Organisation Rote Nasen,
    damit die Freude am Leben nicht verloren geht.

    Wir dankten Bri-sch-itt für einen wundervollen Nachmittag. Es haben 21 Personen teilgenommen.

    Danke für die Finanzierung durch die Schwenninger Betriebskrankenkasse!

    Monika Richter
    SHG Berlin I

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  • | Optimisten 03/2021

    Die 24.Challenge war da. Ich schickte sie, mit einem Schreiben von mir, an unsere Gruppenmitglieder.

    Ich habe unsere Gruppenmitglieder gebeten, mir doch bitte mal ein Feedback über die Challenges zu geben. Aber es kamen wie immer KEINE Rückmeldungen.

    Dann jedoch meldete sich Katrin. Sie wollte vor Öffnen meiner letzten Mail die Bestätigung, dass die Mail von mir kam. Ich hatte ausnahmsweise von einer anderen Adresse geschrieben.
    Nachdem sie im Anschluss meine Zeilen gelesen hatte, nahm Sie nun auch einen Stift zur Hand und schrieb. Es dauerte nicht lange, als nun diese eine Mail mit dem gefragten Feedback von Katrin kam. Ich war sehr gerührt über dieses, dieses einzige Schreiben. Und dieses Schreiben möchte ich hier zum Lesen geben:

    Hallo Mechthild,

    heute mal ein kleines Feedback von mir. Auch ich habe an der Vorstandswahl teilgenommen und das, obwohl ich mein Enkelkind zur Betreuung hier hatte. Ich weiß, dass ich öfter mal Termine sausen lassen muss, weil es mir nicht so gut geht.

    Aber es war mir wichtig an diesem Tag dabei zu sein. Es war sehr interessant und vor allem sehr emotional. Die ganzen Kommentare aus gesamt Deutschland haben mir gezeigt, wie wichtig die DFV für uns Betroffenen alle ist. Die „kleine Bärbel“ war echt der Hammer.

    Vor der Arbeit des Vorstandes und der aller helfender Hände der DFV habe ich Hochachtung. Ich weiß nicht, wie Ihr alle immer wieder diese Kraft aufbringt, trotz der Krankheit.

    Mir fehlt oft die Kraft oder auch der Elan überhaupt etwas zu tun. Selbst das Schreiben in der Gruppe ist nicht wirklich was für mich. Aber so geht es mir auch im privaten Bereich.

    Von den Challenges habe ich anfangs nicht so viel mitbekommen, da ich zu sehr mit mir selbst und damit, mein Leben irgendwie am Laufen zu halten, beschäftigt war. Ich habe diese zwar gelesen, mir auch Gedanken dazu gemacht, aber dazu etwas zu schreiben, das ist dann leider wieder ein Problem für mich. Es tut mir leid und ich werde daran arbeiten.

    Rückblickend kann ich folgendes über die Challenges berichten:

    Das mit dem Brot backen war sehr interessant, ist für mich aber nichts, da ich sehr selten Brot esse. Und die Zuckerfrei-Challenge ist für mich Alltag. Leberwickel kenne ich von den Fastenkuren und die mache ich tatsächlich auch ab und an. Obwohl ich sehr trockene Schleimhäute habe, hat es mich beim Lesen dieser Challenge doch sehr geschüttelt. Das konnte ich einfach nicht mitmachen. Wir haben so ein Nasenspülgerät, und mein Mann benutzt das auch regelmäßig, aber ich habe nach dem ersten Versuch noch mehr Probleme mit der Nase gehabt als vorher. Und schon der Gedanke, reines Öl in den Mund zu nehmen, sorgt bei mir für einen Würgreflex. Also auch das war leider nichts für mich.

    Auch die aktuelle Challenge kann ich leider nicht ausprobieren. Alles was kalt ist bereitet mir Schmerzen. Ach ja, dann war da noch das Tanzen. Tolle Sache, aber meine Füße machen da momentan nicht mit.

    Der Gedanke daran macht mich total traurig. In der Reha bin ich bei einer Tanztherapiestunde weinend zusammengebrochen, als mir klar wurde, wie wichtig tanzen mal in meinem Leben war und dass es jetzt gar nicht mehr geht. Auch jetzt beim Schreiben laufen mir dir Tränen und deshalb werde ich jetzt aufhören Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich so selten schreibe, weil mir dabei immer wieder bewusst wird, wie sehr sich mein Leben in den letzten Jahren verändert hat.

    Liebe Grüße

    Katrin
     

    Nachdem ich diese Zeilen gelesen hab, bedankte ich mich bei ihr. Ich hatte aber noch eine Frage an Katrin auf dem Herzen:
    „Verlang ich zu viel? Ich möchte doch nur nicht, dass wir uns immer weiter von uns als Gruppe entfernen.“

    Katrin antwortete noch einmal:

    „Hallo Mechthild, ich fand es eigentlich erschreckend, dass nur so wenig zur Wahl waren. Sonst wollten auch so viele dabei sein. Und so eine Fahrt finde ich viel anstrengender. Meine Enkelin hat sich auf jeden Fall gefreut. Sie durfte in der Zeit ihren Disney Film schauen.“

    Und NEIN, Du verlangst NICHT zu viel. Ich kommentiere auch nicht alles, aber ab und an kann sich jeder mal melden. Corona hat schon so vieles kaputt gemacht und Kontakt halten ist nicht so einfach.“

    Mechthild Döcke
    Stellv. Gruppensprecherin
     

    Wissenswertes über Schönwalde-Glien:

     

    Die Kleinstadt Schönwalde-Glien liegt im Bundesland Brandenburg und gehört zum Landkreis Havelland. Die Gemeinde mit rund 9800 Einwohnern besteht seit 2003 und umfasst sieben Ortsteile. Der größte Ortsteil Schönwalde-Siedlung liegt südlich des Havelkanals und grenzt unmittelbar an Berlin-Spandau.

    Zu den Sehenswürdigkeiten gehört neben mehreren barocken Kirchen und Gutshäusern der 135 Meter hohe Perwenitzer Fernsehturm. Er ist das höchste Gebäude des Landkreises Havelland.

     

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  • | Optimisten 03/2021

    Das erste Gruppentreffen nach Corona war ein geteiltes Treffen. Wir durften nur mit zehn Personen in den Raum, diesen dafür aber vier Stunden nutzen. So fand in zwei Gruppen ein reger Austausch statt.

    Die Hoffnung, vier Wochen später mit mehr als zehn Personen ein Treffen durchzuführen, zerschlug sich leider schnell. Also wurde die Gruppe wieder geteilt.

    Diesmal hatten wir Überraschungsgäste. Frau Fröhlich stattete uns mit Felix Fröhlich einen Besuch ab. Sie leben seit Beginn der Coronapandemie bei einem Mitglied unserer Gruppe. Herzlich wurden sie aufgenommen.

    Lächeln breitete sich in den Gesichtern der Gruppenteilnehmerinnen aus. Die beiden wanderten von Schoß zu Schoß. Frau Fröhlich durfte beim Schreiben helfen. Es war eine lustige, aufgelockerte Stimmung.

    Zum Ende der Gruppenstunde half Felix Fröhlich noch, einen Wunsch aus der „Box der guten Wünsche“ zu nehmen.

    Alle freuen sich schon auf den Besuch der beiden bei zur nächsten Gruppenstunde.

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin
    Beauftragte für Selbsthilfegruppen
    Beisitzerin im Vorstand

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  • | Optimisten 03/2021

    Mit dieser Situation galt es auch bei uns in der Gruppe nach Alternativen zu suchen, um unser monatliches Treffen trotzdem durchführen zu können. 2020 waren die Bedingungen einfacher als 2021, sodass wir heute rückwirkend von einem Gruppentreffen berichten möchten.

    So ergab sich ein Treffen im Arial des Wasserschlosses Klaffenbach bei Chemnitz am 09.06.2020. Das Wetter war an diesem Tag mittelprächtig um den geplanten Nordic-Walking-Lauf in Angriff zu nehmen. Da aber eine Teilnehmerin unserer Gruppe zu Fuß sehr eingeschränkt war, wir sie aber gern bei uns mit einbeziehen wollten, probierten wir es mal als Alternative mit medizinischem Qi Gong (Duftübung). Die angrenzende Park- und Grünanlage gab uns die vorgesehene kurze Sauerstoffdusche durch einen Spaziergang und dann die Möglichkeit, ein neues Schmerzbewältigungs- und Entspannungsverfahren kennenzulernen. Aus einem Klinikaufenthalt brachte diese Idee unsere Gruppensprecherin mit, aber auch im Internet kann man sich informieren und Übungen dazu finden.

    In der Theorie werden, bei den Duftübungen, 36 Organe zum Ausscheiden von verbrauchtem Qi benutzt; daher werden fast alle Übungen bis zu 36-mal wiederholt. Der Körper wird, in Verbindung mit einem entspannten Körper und ruhigem Geist, über die Bewegungen in Schwingung versetzt. In der ersten Stufe soll der Körper zur Entgiftung und zur Verbesserung des Energieflusses angeregt werden.

    Wir stellten uns im Halbkreis mit dem erlaubten Abstand auf und unsere Gruppenleiterin begann mit den Erläuterungen und „seltsamen Begriffen“. Beginnend über ein leichtes Klopfen an Arm, Rumpf, Kopf, werden zunächst am Anfang bestimmte Meridiane aktiviert. Um die Bewegungen besser zu verinnerlichen, wurden zu jeder einzelnen Bewegung eine Assoziation hergestellt. Es stellte sich heraus, dass unsere Vorstellungen vom Qi Gong sich in keinster Weise bestätigte, denn die Bewegungen im „Duft Qi Gong“ sind einfach zu erlernen. Durch ihre „lustigen Benennungen“ ist die Reihenfolge einprägsam und es macht sogar Spaß. Die Konzentration, der Atemrhythmus als auch die Übungen werden locker, entspannt und gleichmäßig ausgeführt. Die Reihenfolge der Bewegungen war ohne groß darüber nachzudenken möglich, nur mit leichter Anstrengung verbunden, was jeder für sich selbst wahrnehmen konnte.

    Sogar ein Schmunzeln war auf jedem Gesicht zu sehen. Mit einem Ausstreichen an den Meridianen wurde das Duft Qi Gong beendet. Und somit ist unsere illustre Runde auch den anderen Spaziergängern aufgefallen. Nun liegt es an uns, wie intensiv wir dies selbst betreiben. Vorteilhaft wäre, morgens und abends diese Übungen durchzuführen. Ergebnisse zur Wirkungsweise werden wir im Gruppen-Chat austauschen.

    Nach sportlicher Betätigung gab es auch einen Abschluss unseres Gruppentreffens. Dies war möglich im Hotel „Almenrausch“ in Neukirchen. Trotz Corona bedingter Auflagen, die für den Wirt Pflicht und nicht einfach waren, konnten wir es auch noch zu einem kulinarischen Abschluss dieses gelungenen Treffens bringen. Auch hier stellten wir wieder fest, wie wichtig es doch ist, dass Zusammensein zu pflegen, um Ruhe, Kraft, Gelassenheit und Zuversicht für unseren Alltag tanken zu können.

    Heike Reinhardt
    Mitglied der SHG Chemnitz

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  • | Schulung / Fortbildung

    vom 17. bis 19.09.2021 in Hann. Münden

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  • | Schulung / Fortbildung

    am 1. September in Bockenem

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  • In einem Mensch-Tier-Versuch konnte ein schwedisch-britisches Wissenschaftlerteam zeigen, dass Fibromyalgie-Antikörper bei Mäusen die Schmerzempfindlichkeit für Druck- und Kältereize stark erhöhten und gleichzeitig die Muskelkraft schwächten. Nachdem die Antikörper abgebaut waren, verschwanden auch die typischen Fibromyalgie-Symptome wieder.

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  • Dr. Karen Zoufal | 17.03.2021
    Wer besser mit stressigen Situationen umgehen kann, greift offenbar auch seltener zu Burger, Pommes, Chips und anderen ungesunden Lebensmitteln. Darauf deutet eine Studie mit übergewichtigen Müttern hin, die an einem 16-wöchigen Programm zur Stressbewältigung teilnahmen. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin „Nutrients“ veröffentlicht.

    Ein stressiger Alltag führt offenbar auch dazu, dass wir uns ungesünder ernähren.
    Das Programm hatte zum Ziel, eine weitere Gewichtszunahme bei übergewichtigen Müttern mit geringem Einkommen zu verhindern. Dies wurde in einfachen Schritten mit Telefonaten und zehn Videos zu gesunder Ernährung, körperlicher Aktivität und Stressbewältigung umgesetzt, die beispielsweise auch Tipps zur Tagesorganisation umfassten. Im Vergleich zu Müttern, die nur gedruckte Informationen zu Lebensstiländerungen bekommen hatten, hatten die Frauen der Videogruppe ihren Fettkonsum stärker reduziert.

    Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass es vor allem Stressbewältigung war, die zu einem geringeren Verzehr von fettreichen Lebensmitteln und Fastfood geführt hatte. „Wir haben die Aussagen der Frauen verwendet, um auf Stressfaktoren aufmerksam zu machen. Nach dem Anschauen der Videos sagten viele Teilnehmerinnen: ‚Dies ist das erste Mal, dass ich merke, dass ich so gestresst bin.‘“, sagte Prof. Mei-Wei Chang von der Ohio State University. „Viele der Frauen waren ungeduldig, hatten Schlafstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen – aber sie wussten nicht, dass dies Anzeichen von Stress sind.“

    Es waren vor allem praktische und auf das tägliche Leben zugeschnittene Tipps für einen gesünderen und weniger stressigen Lebensstil, die zum Erfolg führten, zum Beispiel:

    • Der Vergleich einer Tüte Chips mit einer Tüte Äpfel – Chips sind zwar billiger, liefern aber weniger Zwischenmahlzeiten.
    • Eine Tabelle, um Kinder an Aufgaben im Haushalt zu beteiligen, und die Belohnung mit besonderer Aufmerksamkeit oder einer Umarmung, wenn sie sie erledigt haben.
    • Die Sichtweise zu ändern und sich nicht selbst die Schuld zu geben, wenn etwas schief geht. Stattdessen lieber die Stressauslöser aufspüren und beseitigen.
    • Und in schwierigen Situationen: Tief durchatmen und die Ruhe bewahren.

    Mit freundlicher Genehmigung von:
    Neue Apotheken Illustrierte
    www.aponet.de

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  • Eine der schönsten Formen von Geselligkeit ist es, gemeinsam mit Familie und Freunden zu essen und sich dabei zu unterhalten. Doch für den Gastgeber bedeutet so ein „gelungener Abend“ oftmals Stress. Während des „herzlich Willkommen“ beim Aperitif brutzelt in der Küche der Braten dem idealen Garpunkt entgegen. Wer sich nun verplaudert, verpasst den rechtzeitigen Moment fürs kulinarische Optimum - oder lässt seine Gäste ungebührlich lange hungrig.

    Dieser organisatorische Konflikt trübt oftmals den eigenen Spaß an der Veranstaltung; entweder kümmert man sich um die Küche oder um die Gäste. Abhilfe gelingt durch gute Vorbereitung und moderne Küchentechnik mit der Sous vide-Garmethode (ohne Luft). Das Fleisch wird gewürzt und in einem Vakuumbeutel eingeschweißt, um es anschließend im kontrolliert temperierten Wasserbad bis zur gewünschten Kerntemperatur zu erwärmen. Für jede Fleischsorte kann so der optimale Garpunkt gewählt werden, für Forellenfilet 47°C, für rosa Rinderfilet 58°C, für Schweineschinkenbraten 65°C, für Gänsekeule 78°C.

    Dazu benötigt man lediglich ein Vakuumiergerät (ca. € 50), wie es in vielen Haushalten bereits für die Vorbereitung von Gefriergut benutzt wird, sowie eine Art übergroßen Tauchsieder mit präziser Temperatursteuerung - das eigentliche Sous vide-Gerät (ca. € 75). Selbst große Braten können so vorbereitet werden. Dann ist lediglich mehr Zeit im Wasserbad nötig, um die gewünschte Kerntemperatur zu erreichen. Diese „Garzeit“ hat noch einen weiteren Effekt: Über 50°C verändert das Kollagen im Fleisch seine Struktur, der Braten wird zarter. Damit auch zähe Stücke weich werden, muss man sie einige Stunden länger sous vide garen. Bleibt man dabei unter 67°C, löst sich das Kollagen nicht auf, das Wasser bleibt gebunden und das Fleisch wird trotz langer Garzeit nicht „trocken“.

    Ein so vorbereiteter Braten kann nach dem Abkühlen (am besten rasch in kaltem Wasser) im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahrt oder sogar eingefroren werden. Am Tag der Einladung zum Essen gibt man den Vakuumbeutel zum Anwärmen in einen Topf mit heißem Wasser, befreit das Fleisch aus dem Beutel und fängt den ausgetretenen Fleischsaft als bereits gewürzte Saucengrundlage auf. Man kann die Sauce bereits vor dem Aperitif montieren und beiseitestellen. Das Fleisch wird erst kurz vor dem Servieren angebraten; gern mit etwas Zucker aufgestreut, um durchs Karamellisieren die Bildung von Röstaromen zu unterstützen.

    Niemand muss mehr in der Küche den richtigen Zeitpunkt abpassen. Einzelne Gäste haben sich verspätet, die Begrüßungsrunde dauert etwas länger, während der Vorspeise entwickeln sich interessante Gespräche, an denen man sich gern engagiert beteiligt - kein Problem, kein Stress, der Braten wird perfekt gelingen.

    Ein einfaches Beispiel:
    Schweinelendchen am Stück gebraten mit Rosmarin, Lorbeer, Salz (hier Zitronensalz mit abgeriebener Zitronenschale), Pfeffer und ein wenig Zucker

    (Bild 1)

    Mit den Gewürzen dekorieren und vakuumieren

    Zwei Stunden bei 58°C im Wasserbad garen, denn dieses Fleischstück ist ohnehin schon zart

    Aus dem Vakuumbeutel nehmen und den Fleischsaft auffangen

    (Bild 2)

    Anbraten, aufschneiden und gemeinsam mit den Gästen genießen

    Holger Westermann
    Geschäftsführer

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  • Die SHG Hilden-Haan hat aktuell 28 Mitglieder. Fast alle davon beteiligen sich aktiv an unserer WhatsApp Gruppe und das nicht erst seit Corona-Zeiten. Es kann dort alles angesprochen werden, Lustiges und Trauriges, Erfahrungen, Fragen, Ängste, einfach alles. Aber in einer WhatsApp-Gruppe kann man sich nicht sehen und hören…

    Deshalb haben wir im Februar entschieden, uns an ein Zoom Meeting zu wagen.
    Im Vorfeld habe ich Olaf Thürnagel, unseren EDV-Experten, mit vielen Fragen „gelöchert“ und dann ein kostenfreies, zeitlich begrenztes Zoom-Meeting geplant. Mit einigen Wenigen sollte erst einmal geübt werden. Die Einladungen wurden verschickt und die Aufregung, ob alles klappt am ersten Abend, war riesengroß. Alles ging schief!

    Die Eine konnte sich nicht einwählen, die Andere hatte keinen Ton, die Dritte sah ein falsches Hintergrundbild, aber keine Teilnehmerinnen …Pannen über Pannen. Olaf hatte am Telefon viele Tipps gegeben, irgendwie klappte es irgendwann. Am nächsten Morgen hatte ich bei ihm noch eine Privatstunde, wir haben es mehrmals geübt, bis alle Fragen geklärt und alle Fehler behoben waren. Ja, Technik ist nicht so meins ;-)

    Drei Tage später hatten wir unser erstes Gruppenmeeting geplant, um 19 Uhr. Die Einladungen wurden verschickt, Mut, online zu kommen, hatten noch nicht sooooo viele. Wieder gab es Pannen, aber wir haben alle bewältigt. Wie schön war es, alle zu sehen und zu hören, das Meeting von 45 Minuten ging viel zu schnell vorbei. Die kostenfreie Version wurde von Zoom beendet, nach circa drei Minuten hatten sich aber alle für weitere 45 Minuten eingewählt.

    Wir haben entschieden, dass wir uns nun regelmäßig treffen und einen Zoom Account für die Gruppe kaufen wollen. Das nächste Treffen fand allerdings zu einer anderen Uhrzeit, um 18 Uhr, statt. Die Einladungen gingen per Mail raus, alle waren da. A., die sich angemeldet hatte, fehlte allerdings.

    Nach einer Stunde kam eine WhatsApp Nachricht, ob wir sie in die Gruppe lassen könnten, sie würde im virtuellen Warteraum sitzen und auf Einlass warten. Als sie erfuhr, dass wir schon eine Stunde online waren, war die Überraschung ihrerseits groß. Sie erzählte uns, dass sie ihr Postfach aufgeräumt und anscheinend die falsche Einladung gelöscht hatte. Die Zeit bis 19 Uhr hatte sie mit verschieden Tätigkeiten zu überbrücken versucht. Ihre Erklärungen waren sehr lustig, wir haben viel gelacht.

    Wir treffen uns nun immer zu den Zeiten unserer Gruppenstunde, allerdings alle 14 Tage und die Freude darauf ist groß. An Alle, die noch zweifeln, ein Zoom Meeting mit ihrer Gruppe zu planen – mehr als bei uns kann gar nicht schief gehen. Versucht es, es ist toll, lustig und so bereichernd!

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin

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  • Dank der Unterstützung durch die Krankenkasse konnten wir in einer kleinen Runde an einem „Malen für Menschen mit Fibromyalgie“ teilnehmen. Die kleine Runde war der Corona-Situation geschuldet.

    Wir trafen uns bei der Maltherapeutin Gabriele Urban in Heilbronn, um das Malen als ganz neuen Ansatz kennenzulernen. Anfangs waren wir noch sehr unsicher. Was kommt auf uns zu? Gabriele Urban führte uns in das „Begleitete“ Malen ein und ermutigte uns zum Ausprobieren und Entstehen lassen, frei von künstlerischen Gesichtspunkten und Bewertungen. Beim Malen mit den Händen auf den großen Blättern wurden unsere Sinne angeregt. Das Fühlen der Farben, mit den Händen beim Auftragen, war für uns ganz neu. Die leuchtenden Gouache-Farben regten in einem besonderen Maße unsere Kreativität an.

    Durch das Malen und die Arbeit mit Ressourcen konnten wir das Belastende ganz in den Hintergrund stellen. Dabei wurde das seelische Gleichgewicht aller, in einem besonderen Maße gestärkt. Das konnten wir auch in der Entwicklung unserer persönlichen Bilder erkennen.

    Auch wenn wir anfangs dem Projekt teilweise skeptisch gegenüberstanden, so waren wir doch mutig und haben uns dem Thema vorsichtig geöffnet. Zum Schluss waren wir uns alle einig, dass wir beim Malen neue Erfahrungen gemacht haben, die uns beim Umgang mit der Krankheit Fibromyalgie unterstützen.

    Regina Schacke
    Gruppensprecherin SHG Heilbronn

     

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  • Dienstag, 34 Grad im Schatten und heute ist unser Besuch auf der Alpaka-Weide.

    Wir „Fibros“ mögen es ja gerne wärmer, aber so heiß muss es ja wirklich nicht sein. Nichtsdestotrotz war es ein sehr informativer und wunderbarer Tag. Wir gingen auf die Weide zu den Tieren. Die Tierpflegerin erzählte uns viel Interessantes über Alpakas und stellte uns die Tiere mit Namen vor. Nach kurzer Zeit wurden einige Tiere aufmerksam und neugierig auf uns und kamen in unserer Nähe. Das ruhige und entspannte Verhalten der Alpakas ging auf uns über und tat sehr gut. Dadurch entspannte sich auch unser Körper. Für mich führte die ausstrahlende Ruhe der Tiere zu einer Muskelentspannung und dadurch zu weniger Schmerzen. Dieser Zustand hielt bei mir mehrere Stunden an.

    Heike B.:
    Von diesen Tieren geht eine derartige Ruhe und Faszination aus, da geraten Schmerzen in Vergessenheit. Ersetzt sogar die eine oder andere Schmerztablette.

    Claudia B.:
    Der Besuch bei den Alpakas hat mir sehr gutgetan. Ich war begeistert von dem niedlichen Aussehen der Tiere, die friedliche Ruhe sprang sofort über und ich konnte mit dem Streicheln nicht mehr aufhören. Durch diese Entspannung traten meine Schmerzen für den Rest des Tages in den Hintergrund.

    Sandra H.:
    Die Alpakas gaben mir ein Gefühl der Ruhe und ich habe nicht mehr an die Schmerzen gedacht. Entspannt habe ich auf der Wiese gesessen und den Tieren zugeschaut.

    Barbara H.:
    Durch die wundervoll sanfte und freundliche Art der Alpakas traten meine Schmerzen in den Hintergrund. Ich konnte dadurch den tollen Nachmittag entspannt und glücklich genießen.

    Claudi J.:
    Bei mir lösen die Alpakas mit ihren „Kugelaugen“ und lieben Gesichtern einfach nur Glücksmomente aus – Seelenfrieden.

    Unser Besuch bei den Alpakas fand unter Corona Schutzbedingungen statt.

    Cornelia Gooßes-Tappert
    Stellv. Gruppensprecherin SHG Duisburg

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  • Am 9. April 2011 wurde die Fibromyalgie- Selbsthilfegruppe Hilden-Haan gegründet.
    Wir blicken auf 10 Jahre zurück, in denen wir immer weiter gewachsen sind.

    Ein Gründungsmitglied ist noch immer dabei, viele andere fast so lange wie sie. Für einige Zeit hatten wir einen Mann in unserer Mitte, im Moment besteht unsere Gruppe nur aus Frauen. Unser Alter ist bunt gemischt, das jüngste Mitglied ist 27 Jahre, die Älteste 88 Jahre alt. Wir sind alle unterschiedlich, aktiv oder stiller, laut oder leise. Jede Einzelne macht die Gruppe aus und durch jede Persönlichkeit sind wir so, wie wir sind, super und einzigartig!

    Aus Erzählungen ist mir bekannt, dass die Gruppe Höhen und Tiefen, Schönes und auch weniger Schönes erlebt hat. Ich bin erst seit dem 24. Juni 2015 dabei. Am Valentinstag 2017 hat mich die Gruppe zu ihrer Sprecherin gewählt. Es macht mich stolz und glücklich, ihr Vertrauen zu besitzen. Seitdem ist viel passiert.

    Wehmütig haben wir uns von einigen lieben Menschen verabschieden müssen.
    Andere haben wir gern gehen lassen, weil sie nicht zum Wohlgefühl der Gruppe beigetragen haben.

    Heute sind wir stark durch ein Wir-Gefühl und haben es geschafft, zu einer tollen, vertrauenswürdigen Gruppe zusammen zu wachsen. Durch Corona mussten wir unser Gruppenleben leider sehr reduzieren. Ein reger WhatsApp Chat und neuerdings unsere Zoom Meetings halten diese tolle Gruppe allerdings fest zusammen.

    Was für wunderschöne Momente haben wir gemeinsam erlebt, Klosteraufenthalte, Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Ausflüge…
    All das werden wir wieder gemeinsam erleben, wenn Corona uns mehr Lebensraum lässt und wir ein großes Fest zu unserem 10-JÄHRIGEN machen! Dann geben wir das Jubiläumsgeld aus, das wir für unsere Gruppenkasse von der DFV e.V. bekommen haben. Ganz herzlichen Dank dafür und auch für die Urkunde und den schönen Blumenstrauß.

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin

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  • Die Selbsthilfegruppe Bad Belzig wurde im November 2000 durch Bärbel Schenk, Leiterin der AWO-KIS, ins Leben gerufen. In verschiedenen Zeitungen wurden Inserate dazu aufgegeben. Allmählich meldeten sich nach und nach mehrere Fibromyalgie Betroffene. Es gründete sich auch eine kleine Gruppe in Belzig. Diese Gruppe trat am 24.04.2001, der DFV e.V. mit Sitz in Seckach, bei. Die erste Gruppensprecherin war damals Christiane Zinke, ihr folgte dann Brigitte Naruhn. Sie ist von der ersten Stunde an Mitglied in unserer Selbsthilfegruppe.

    Leider wurde sie sehr krank und wohnt heute im Pflegeheim. Sie ist aber nach wie vor Gruppenmitglied und auch sehr interessiert am Gruppenleben. Wir halten Kontakt durch Besuche und Anrufe. Sie überrascht uns immer wieder durch selbstgestrickte Geschenke, wie z.B. kleine niedliche Weihnachtsmänner, putzige Osterhasen aus Wolle oder flotte Stirnbänder. Jedes Gruppenmitglied bekommt dann so ein tolles Geschenk von ihr. Wir möchten Brigitte Naruhn hiermit einmal „Dankeschön“ sagen. Es ist immer eine große Freude für uns, von Brigitte zu hören oder auch beschenkt zu werden. Unsere SHG, heute Bad Belzig, wünscht ihr weiterhin alles Gute.

    Ab 2007 übernahm Christa Polster die Aufgabe des Gruppensprechers bis 2015. In dieser Zeit vergrößerte sich die Anzahl der Mitglieder ständig. Die Zusammenarbeit mit Bärbel Schenk von der AWO-KIS gestaltete sich zu einer regelmäßigen Weiterbildung für die Gruppensprecher und Mitglieder. Frau Schenk hatte auch ein Büro in Belzig, so konnten schnell organisatorische Fragen abgeklärt werden. Christa Polster setzte sich immer für die persönlichen Probleme der Gruppenmitglieder ein und half, wo sie nur konnte. Sie organisierte diverse Vorträge über die Problematik der Erkrankung Fibromyalgie und sorgte für ein abwechslungsreiches Gruppenleben. Für die vielen Aktivitäten wurde Christa Polster ausgezeichnet in Kleinmachnow. Mit der Abgabe der Funktion des Gruppensprechers blieb sie aber trotzdem mit ihrer Hilfe unserer Gruppe treu. So sorgt sie noch sehr gewissenhaft für die Finanzen und deren Verwaltung. Für den ganzen Zusammenhalt unserer Gruppe hat sich Christa Polster großen Verdienst erworben und mit ihren kleinen Strickarbeiten ( z. B. Ostereier) verwöhnt sie uns immer wieder. Wir sagen Dankeschön und ein großes Lob an unsere Christa und wünschen ihr vor allem viel Gesundheit und Freude.

    2016 übernahm dann Karin Thiele diese verantwortungsvolle Arbeit, wofür wir ihr sehr dankbar sind. Karin bemüht sich besonders um die kulturelle Ausrichtung der Gruppe, so konnten wir verschiedene themenbezogene Ausflüge unternehmen. Diese haben das ganze Gruppenleben gestärkt. An den verschiedenen Weiterbildungen, organisiert durch den Bundesverband, nahm Karin Thiele regelmäßig teil und knüpfte so neue Kontakte zu anderen Selbsthilfegruppen.

    Bevor die Regelungen wegen Corona in Kraft traten, trafen wir uns auch regelmäßig einmal wöchentlich zum Sport in der Physiotherapie. Wir gehen aber auch gemeinsam wandern oder haben mit dem Bürgermeister von Bad Belzig, Roland Leisegang, gekegelt. Er ist jederzeit bereit unsere Gruppe zu unterstützen und besucht unsere Veranstaltungen gerne. Beim Neujahresempfang 2018 konnte Karin Thiele für die Arbeit unserer SHG eine Ehrenurkunde der Stadt Bad Belzig und Blumen entgegennehmen.

    Im Moment sind wir, wie auch alle anderen Gruppen durch Corona sehr in unseren Aktivitäten eingeschränkt, halten aber regelmäßig durch gegenseitige Telefonate, Kontakt. Beim Einkaufen oder in der Stadt trifft man sich spontan und kann sich austauschen. So unter anderem über die Errichtung von Testzentren in unserer Stadt oder die Organisation der Impfungen gegen Covid 19.

    Als Gruppe haben wir es uns nicht nehmen lassen, die kleinen Herzen weiter zu nähen und zu verschenken, als großes Dankeschön, als Seelentröster und als Mutmacher, gerade in der jetzt so belastenden Zeit für uns alle. Unsere Aktion „Der Fläming blüht“ haben wir ebenfalls fortgesetzt und über 200 kleine Samentütchen verschenkt an z.B. Kindergärten und den Hort der Grundschule, die Seniorenwohngemeinschaft, verschiedene Hausarztpraxen, Geschäfte in der Innenstadt und die Seniorentagesbetreuung, eine Wohngemeinschaft für Erwachsene mit geistiger und oder körperlicher Behinderung, der SHG nach Brustkrebs, Freunde und Nachbarn.

    Mit diesen kleinen Aktivitäten, unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen bei dieser Pandemie, gelingt es uns ein klein wenig Abwechslung und Freude zu bringen. Jetzt hoffen wir alle, dass sich die ganze Situation durch Corona mit dem Fortschreiten der Impfungen etwas entspannt und wir doch mehr Kontakt untereinander haben dürfen.

    Unser 20-jähriges Bestehen wurde durch den Bundesverband mit einem wunderschönen Blumenstrauß, mit einer Urkunde und einer Geldzuweisung gewürdigt. Wir, die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Bad Belzig, bedanken uns dafür ganz herzlich. Gleichzeitig möchten wir uns bei Bärbel Schenk und bei Anke Polkowski, die die Aufgaben von Bärbel Schenk übernahm, herzlich bedanken. Ein herzliches Dankeschön sagen wir den Mitarbeitern der DFV e.V., in Seckach.

    Liebe Bärbel wir bedanken uns bei dir für deine Arbeit als erste Vorsitzende, für die Hilfe und Unterstützung sowie die vielen Anregungen, die wir für unsere Arbeit erhalten haben und so in unser Gruppenleben einbringen konnten. Wir wünschen allen genannten Mitstreitern für die Zukunft viel Gesundheit und Freude.

    Heidrun Jordan
    Mitglied der SHG Bad Belzig

     

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  • | Veranstaltung

    Unsere diesjähre Mitgliederversammlung findet am 12. Juni 2021 als Online-Veranstaltung statt.

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  • | Veranstaltung

    Öffentlicher Online-Vortrag am Freitag 4. Juni 2021 um 18:00 Uhr über ZOOM

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  • | Förderung

    Die GKV-Gemein­schafts­för­derung Selbsthilfe auf Bundesebene unterstützt uns mit 135.000 € für unsere Selbst­hil­fe­arbeit.

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  • | Mitteilungen

    Coronavirus & Impfstoffe  Das sollten Sie über Impfstoffe wissen

    Hier finden Sie einen Beitrag vom Bundesministerium für Bildung und Forschung:
    https://www.bmbf.de/de/das-sollten-sie-ueber-impfstoffe-wissen-12724.html

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  • | Optimisten 01/2021

    Prof. Dr. med. Winfried Häuser

    Aus Sicht der Schmerzmedizin
    Aus schmerzmedizinischer Sicht bestehen folgende soziale Gefahren der Coronakrise für Menschen mit chronischen Schmerzen (Karos et al., 2020):

    • Soziale Isolation und Vereinsamung
    • Vermehrte Nähe (durch Ausgangssperren und Quarantäne)
    • Reduzierter Zugang zu hochwertiger Schmerzbehandlung (z.B. multimodale Schmerztherapie. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 hatten die meisten schmerzmedizinischen Abteilungen geschlossen)
    • Zunahme sozialer Ungleichheiten (Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust im Niedriglohnsektor)

    Einfluss der Infektion
    In einer italienischen Studie mit 897 PatientInnen mit bekannten FMS von Februar bis Mai 2020, gaben FMS-PatientInnen mit Covid-19 stärkere FMS-Symptome an als solche ohne Covid-19 (Salaffi et al. 2020).

    Einfluss des Lockdowns
    An einer Onlinebefragung nahmen 502 SpanierInnen mit chronischen Schmerzen teil. Die meisten berichteten eine Zunahme der Schmerzen. An psychischen Belastungen wurden Jobunsicherheit, Zukunftsängste, Verluste von nahen Angehörigen und Infektionsängste genannt. Mehr als die Hälfte berichtete über die Einnahme höherer Dosen von Schmerzmitteln (Nieto et al., 2020).

    In einer anderen spanischen Onlinebefragung berichteten 362 PatientInnen mit chronischen Schmerzen über die Zunahme von psychischem Stress auf Grund Problemen medizinische Behandlung zu erhalten, Unterbrechung täglicher Routinen und reduzierter sozialer Unterstützung (Serrano-Ibanez, 2020).

    Eine italienische Studie wurde von März bis Mai 2020 in Mailand, einem der am schwersten betroffenen Gebiete in Europa in der ersten Coronawelle, während des Lockdowns bei 32 PatientInnen mit gesicherten FMS durchgeführt. 67% der PatientInnen gaben eine Zunahme und 33% der PatientInnen eine Reduktion der FMS-Symptome an. Die am häufigsten genannten Gründe für eine Verschlechterung waren Infektionsängste (bzgl. der eigenen Person als auch der von Familienangehörigen) und die Einschränkung körperlicher Bewegung. Die am häufigsten genannten Gründe für eine Verbesserung waren Reduktion von Arbeitsstress durch Heimarbeit und mehr Zeit, sich regelmäßig zu bewegen (Cavalli et al., 2021).

    Die Daten aus Italien decken sich auch mit den Berichten von FMS-PatientInnen aus unserem Versorgungszentrum: Viele berichten über Zunahme von innerer Anspannung und Schmerzen auf Grund von Ängsten vor einer Infektion sowie negativen ökonomischen Konsequenzen der Lockdown-Maßnahmen (z. B. Kurzarbeit). Weiterhin wird das Bewegungstraining im Wasser (Schwimmbäder geschlossen) sowie das persönliche Treffen in den Selbsthilfegruppen vermisst. Einige PatientInnen berichten jedoch auch von positiven Effekten des Lockdowns im Sinne einer „Entschleunigung“, d.h. weniger „Stress“ durch Heimarbeit und „mehr Ruhe“ durch Reduktion sozialer Kontakte.

    Positive Auswirkungen der Coronakrise auf die Patientenbehandlung
    Welche positiven Aspekte in der Patientenversorgung hat die Coronakrise für mich? Meine Arbeitgeber im Krankenhaus und medizinischen Versorgungszentrum stellten im April 2020 innerhalb von kurzer Zeit die technischen Möglichkeiten für Videosprechstunden zur Verfügung. Was über mehrere Jahre angeblich technisch nicht möglich bzw. zu aufwendig war, war jetzt in kurzer Zeit möglich. Und die kassenärztliche Vereinigung erlaubte die Abrechnung – auch von größeren Umfängen von Videosprechstunde inklusive Psychotherapie.

    Ich sehe folgende Vorteile in der Videosprechstunde:
    Im Gegensatz zur Telefonsprechstunde sehe ich auch das Gesicht und die Körperhaltung des Gegenübers. Das erleichtert das Verstehen der Bedeutung einer Kommunikation. Im Gegensatz zur Maskenpflicht bei der Sprechstunde in der Praxis sehe ich das ganze Gesicht des Gegenübers, was bei dem Erkennen von Gefühlen hilft. Das Infektionsrisiko ist sowohl für die PatientInnen als auch für mich ausgeschaltet. Die PatientInnen sparen Zeit und Fahrkosten und entlasten so die Umwelt. Trotz dieser Vorteile ziehen die meisten unserer PatientInnen die Sprechstunde in der Praxis vor.
    Das Angebot hochwertiger Angebote für Entspannungsverfahren und Bewegungstraining im Internet hat zugenommen.

    Hoffnungen
    Bleiben wir also miteinander verbunden – sei es im Kontakt unter Beachtung der AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Maske, Lüften) und/oder über das Internet. Trotz aller Ausgangsbeschränkungen war Bewegung außer Haus (z.B. Walking, Spazierengehen, Fahrradfahren) in Deutschland bisher immer möglich. Viele Menschen haben das Wandern und Fahrradfahren für sich neu entdeckt. Nutzen wir den Digitalisierungsschub (Onlinetherapie) auch in Zukunft.
    Hoffen wir, dass die Impfungen bald für alle Interessenten verfügbar sind und der Impfschutz lange anhält.

    Literatur
    Cavalli G, Cariddi A, Ferrari J, Suzzi B, Tomelleri A, Campochiaro C, De Luca G, Baldissera E, Dagna L. Living with fibromyalgia during the COVID-19 pandemic: mixed effects of prolonged lockdown on the well-being of patients. Rheumatology (Oxford). 2021 Jan 5;60(1):465-467.
    Karos K, McParland JL, Bunzli S, Devan H, Hirsh A, Kapos FP, Keogh E, Moore D, Tracy LM, Ashton-James CE. The social threats of COVID-19 for people with chronic pain. Pain. 2020 Oct;161(10):2229-2235
    Nieto R, Pardo R, Sora B, Feliu-Soler A, Luciano JV. Impact of COVID-19 Lockdown Measures on Spanish People with Chronic Pain: An Online Study Survey. J Clin Med. 2020 Nov 5;9(11):3558.
    Salaffi F, Giorgi V, Sirotti S, Bongiovanni S, Farah S, Bazzichi L, Marotto D, Atzeni F, Rizzi M, Batticciotto A, Lombardi G, Galli M, Sarzi-Puttini P. The effect of novel coronavirus disease-2019 (COVID-19) on fibromyalgia syndrome. Clin Exp Rheumatol. 2020 Nov 16.
    Serrano-Ibáñez ER, Esteve R, Ramírez-Maestre C, Ruiz-Párraga GT, López-Martínez AE. Chronic pain in the time of COVID-19: Stress aftermath and central sensitization. Br J Health Psychol. 2020 Oct 25.

    Verfasser:

    Prof. Dr. med. Winfried Häuser
    Medizinisches Versorgungszentrum
    für Schmerzmedizin und seelische Gesundheit
    Saarbrücken-St. Johann, 66119 Saarbrücken

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  • | Optimisten 01/2021

    Seit 2 Jahren planten wir, die SHG Goslar, eine Reise zum Sybillenbad nach Neualbenreuth. Erst war es die Finanzierung, die nicht klappen wollte, dann waren es die Pensionen, die ausgebucht waren und immer wieder andere kleine Stolpersteine. Aber das kennt Ihr ja.

    Nun, letztes Jahr waren wir schnell am Start. Wir hatten ein Workshop-Programm, mit Basischer Ernährung, gemeinsamer Bewegung und natürlich inklusive der empfohlenen Radonbäder, ausgearbeitet. Unsere Anmeldung zur Schmerztherapie-Woche im Sybillenbad war erfolgreich, also war alles super. Im Oktober 2020, sollte es losgehen. Wenn da nicht Corona gewesen wäre. Mit Sorge betrachteten wir die Zahlen, planten aber weiter und weiter. Einen Tag vor bevor es losgehen sollte, wurde dann Neualbenreuth zum Risikogebiet erklärt. Also mussten wir wieder überlegen, uns informieren, abwägen und uns entscheiden. Wir haben uns für den Aufenthalt entscheiden. Es war toll, wir hatten die richtige Entscheidung getroffen.

    Am 18. Oktober 2020 sind wir mit dem Auto angereist und haben unsere vier Ferienwohnungen bezogen. Eine der Wohnungen war mit einer super Küche und einem großen Esstisch ausgestattet, an dem wir jeden Morgen gemeinsam frühstücken konnten und abends gemeinsam gegessen haben. Das Wetter war einfach bombig. Kennt Ihr das Sprichwort „Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel“. Na ob wir Engel sind ???

    Mitte Oktober, es waren 23 Grad, Sonne und dieses herrliche Herbstrot genießen, superschön. Täglich um 9.00 Uhr machten wir uns auf den Weg ins Sybillenbad.

    Dieses Sybillenbad ist einfach nur toll. In der ersten Etage findet man das Badeparadies, mit den unterschiedlichsten Becken. Jedes Becken hat einen anderen Radongehalt und eine andere Temperatur. Es befinden sich unterschiedliche Massagedüsen, Lichtreflexe und total geniale Unterwassermusik, in den Becken. Auf dem Rücken durch das Wasser gleiten und bei der leisen Musik entspannen. Einfach nur super entspannend.

    Dazu kommen die Becken im Außenbereich, ein warmes Becken, eines mit kälterem Wasser und Gegenstromanlage und als Highlight, die Kneippspirale (hui war das kalt, aber schön). Noch dazu, gibt es ein Therapiebecken, indem man jederzeit selbstständig Wassergymnastik über einen Monitor durchführen kann, zweimal täglich unter Anleitung der netten Bademeister. Im Wellnessbereich findet man die verschiedensten Saunen und einen Whirlpool im Außenbereich.

    Einziger Wermutstropfen war, dass die Dampfsaunen und das Hamam außer Betrieb waren. Aber das trübte unsere Stimmung nicht. Urlaub und Genuss pur, kann man denken. Nein, nein, nein, so war es nicht.

    Es war auch eine sehr anstrengende Zeit, denn wir haben uns bewegt, hatten täglich im medizinischen Bereich unsere Radonbäder, haben Vorträge angehört und haben uns in der Zeit viel über unsere Erkrankung ausgetauscht. Zudem bietet das Sybillenbad einen Fitnessbereich. Selbst ohne dieses Gesamtpaket, ist ein Aufenthalt in der Therme sehr anstrengend. Zu den Radonbädern ging jeder einzeln, seinem persönlichen Therapieplan entsprechend. In der mit Radonwasser gefüllten Wanne merkten wir schnell den Unterschied in unseren Empfindungen, der eine mag es heiß, der andere nur warm. Nachdem die Wanne so abgedeckt wurde, dass nur noch der Kopf (in unserem Fall natürlich auch hier mit Maske) rausschaut, verblieben wir 20 Minuten in dem Wasser. Ein geregelter Zu- und Ablauf spült das Wasser um einen herum.

    Danach ging es 20 Minuten lang, eingewickelt in Laken und Decke, auf die Ruheliege. Das klingt alles super entspannend, ja das dachten wir auch, aber wir bemerkten schnell, dass dieses Radonwasser etwas mit unserem Körper machte.

    Manch einer hatte mehr Beschwerden, ein anderer ist bis jetzt beschwerdefrei. Auch hier alles sehr unterschiedlich. Aber auch das ist ganz normal, es kann wie überall auch hier zu einer Erstverschlimmerung kommen. Wir haben die Gespräche am Beckenrand, oder relaxend im warmen Wasser, genossen. Sie waren anders als sonst, sehr vertraut und offen. Der Erfahrungsaustausch darüber, wie die Radonbäder vertragen wurden, zeigten wie unterschiedlich jeder Körper reagiert.

    Abschließend kann man aber sagen, dass der überwiegende Teil der Gruppenmitglieder mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Die allgemeinen Fibromyalgie Beschwerden, die uns im Herbst und Winteranfang begleiten, sind deutlich geringer. Ein Teilnehmer hat bis heute keine Verspannungen und Schmerzen im Rücken mehr. Auch die Vorträge über basische Ernährung, Selbstheilung und die progressive Muskelentspannung, ist bei allen gut angekommen. Das einzige Manko an den acht Tagen, sie sind zu schnell verflogen. Jetzt machen wir das wahr, was wir schon bei unserer Abreise versprochen haben.

    Wir kommen wieder, garantiert.

    Der Antrag ist geschrieben, die Zimmer sind gebucht, bald geht’s los.

    Bei Fragen kontaktiert uns bitte über: goslar@fms.selbsthilfe.de.

    Carmen Redel
    Gruppensprecherin
    Schriftführerin im Vorstand

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  • | Optimisten 01/2021

    Ein Jahr Vorbereitungszeit! Mit einigen Hindernissen, doch optimistisch hatten wir 2019 den Plan geschmiedet, zum 4-jährigen Bestehen unserer Selbsthilfegruppe eine gemeinsame Auszeit mit unseren Angehörigen im Kloster Lehnin zu verbringen – Seele baumeln lassen, Körper entspannen, sich besser kennen- und schätzenlernen, sich verwöhnen lassen und neue Impulse bekommen.

    Rechtzeitig zum Jahresanfang 2020 war das Projekt erarbeitet und bei der AOK eingereicht. Nun darf aber niemand denken, super, wir brauchen nur den Bescheid abzuwarten. Die Förderrichtlinien waren geändert und alle hatten mit der Umsetzung bzw. Verständigung zu tun. Anfang April noch immer keine Aussage. Auch im Kloster sind die Plätze an den Wochenenden beliebt und schnell ausgebucht, da war schon mal vorsorglich reserviert worden.

    Enttäuschung als die Förderbestätigung für 2020 kam:
    Noch nicht mal ein Viertel der beantragten Pauschalförderung genehmigt, geschweige überhaupt Projektförderung. Mit viel Zeiteinsatz wurden von der Gruppenleitung Schriftstücke erarbeitet, Telefonate geführt und mit Engelszungen geredet – endlich der Brief mit voller Fördersumme!

    Nun kam das nächste Dilemma: Corona. Doch wir hatten Glück im Unglück – im September war fast alles wieder möglich. Und los ging's mit viel Vorfreude auf den Klosterort Lehnin, der uns die ganze Zeit mit Sommerwetter verwöhnte, historischen Zimmern zur Nacht und mit einem hellen Seminarraum. Das Klostergelände war die Wucht - viele alte Bäume, Ruinenambiente und Streuobstwiesen inklusive. Unsere Referentinnen sorgten für AHA-Erlebnisse und unsere selbst gestalteten Aktionen mit Schwungtuch, Schweigelauf, Stille auf der Wiese und Vielem mehr hat alle enorm begeistert und entspannt. Nicht einmal haben wir über Fibromyalgie gesprochen!

    Es tat allen gut und für dieses Jahr 2021 ist sicher, ein neues großes Projekt können wir hoffentlich wieder mit Unterstützung der AOK und/oder anderer Kassen angehen. Es lohnt sich, auch Ablehnungen noch mal zu hinterfragen und den Mitarbeitern der fördernden Kassen die besondere Situation für eine Förderung nahezulegen. Besonders nach der langen auferlegten Corona-Ruhezeit ist es besonders wichtig: gemeinsam vorbereiten – gemeinsam erleben, unser nächster Projektantrag ist zur Förderung unterwegs!

    Im Optimisten 4/20 hatten wir schon mal kurz berichtet mit dem „Resümee“ unserer Astrid. Hier noch ein paar Gedanken unserer Teilnehmerinnen für uns alle zur Erbauung:

    Geschichte des Klosters
    Da wir uns an einem geschichtlich interessanten Ort aufhielten, wollten wir auch das Gelände erkunden. Das Zisterzienserkloster wurde 1180 gegründet. Im 15. Jahrhundert war es ein bedeutender Ort der Gelehrsamkeit, mit einer Klosterschule und einer hervorragenden Bibliothek. Mit der Säkularisation 1542 verlor es seine Bedeutung und wurde in einen Gutshof umgewandelt. Im 30-jährigem Krieg wurde die Anlage verwüstet. Danach wurde ein Teil der Anlage zum Jagdschloss umgebaut. Die Rekonstruktion der verfallenen Klosterkirche erfolgte erst im Jahr 1870. Die dreischiffige Pfeilerbasilika weist sowohl spätromanische als auch frühgotische Formen auf. Nach der Rekonstruktion zogen Diakonissen in die ehemalige Klosteranlage. Heute betreibt das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin u.a. ein Krankenhaus, eine Klinik für geriatrische Rehabilitation, ein Hospiz und ein Pflegezentrum.

    Mit dem Ensemble aus Kirche, Klausur, Wirtschaftshof mit Brauhaus und Weinkeller, Kornhaus, Scheunen, sowie Torkapelle und ehemaligem Hospital findet man, wenn auch immer wieder verändert, doch eine recht vollständige Klosteranlage vor. Die Räume werden heute als Bildungs- und Beherbergungsstätte genutzt.

    Wir durften während unserer Auszeit die Annehmlichkeiten und die Ruhe im Kloster genießen. Diesen Platz kann man immer wieder für eine Auszeit nutzen.
    Anke

    Physiotherapeutin Sabine Hühner
    Wir fanden es schön, dass Frau Hübner die Einladung angenommen hat, um uns ein paar Eindrücke zum Thema Schmerzen zu übermitteln. Es war für uns sehr interessant und lehrreich. Begonnen haben wir mit einem Tanz, der uns viel Spaß bereitet hat. Alle wurden ein bisschen lockerer und die frische Luft dazu hat uns sehr gutgetan. Die Physiotherapeutin zeigte uns verschiedene Druck-Punkte, die wir selbst drücken können, um unseren Schmerz etwas zu lindern. Verschiedene Techniken wurden auch an uns ausprobiert. Die Feldenkreis-Übung im Freien auf Stühlen, war auf jeden Fall noch einmal eine Bereicherung für uns.
    Rosi

    Bewegung und Spaß mit dem Schwungtuch
    Im Gepäck für unsere Auszeit hatten wir ein Schwungtuch und ein Sortiment Softbälle, die wir eigens zur Förderung der Bewegung und des Miteinanders in der Gruppe angeschafft hatten. Nach einer Phase des intensiven Arbeitens legten wir eine Bewegungspause mit dem Schwungtuch ein. Wir suchten uns ein Plätzchen auf der Wiese und schon konnte es losgehen:

    Jeder suchte sich zwei Schlaufen zum Festhalten und durch das Auf und Ab der Arme kam das Tuch in Bewegung. Mal wurden die Arme nach oben gestreckt oder in die Tiefe gehalten, mal waren die Bewegungen ganz sachte bzw. heftig und mit Power. Das wechselnde Auf und Ab erzeugte Wellen, die durch gezielte Ansagen zu hohen oder kleinen Wellen wurden. Sehr effektvoll war auch, durch versetzte Bewegungen „La-Ola-Wellen“ zu erzeugen. Ruhiger wurde es dann, als wir das Tuch von Hand zu Hand ohne Loslassen und mit Richtungswechsel gleiten ließen. Gewechselt wurde auch, indem zwei Teilnehmer die Plätze unter dem Tuch hindurch miteinander tauschten. Zum Schluss konnte jeder, der es wollte, ausprobieren, wie es sich anfühlt, den Luftzug zu spüren, den das Tuch durch die Bewegung erzeugte.

    Am nächsten Tag probierten wir dann Übungen mit den Bällen aus. Das Tuch wurde zeitversetzt in Bewegung gebracht und ein Ball sollte so über die Wellen surfen, ohne herunterzurollen. Dann versuchten wir durch gezielte Bewegungen den Ball in der Mitte des Tuches verschwinden zu lassen. Etwas schwieriger wurden die Übungen durch den Einsatz von mehreren Bällen, aber auch durch die Änderung der Bewegungsrichtung. Zum Schluss legten wir alle unsere mitgebrachten Gegenstände auf das Tuch. Diese mussten dann mit mehr oder weniger intensiven Bewegungen nach draußen katapultiert werden. Ein Teilnehmer hatte die Aufgabe, diese immer wieder ins Tuch zurückzuwerfen. Leider hatte der „Aufleser“ keine Chance gegen die Gruppe und somit das Spiel verloren.

    Wir haben festgestellt, dass sich mit dem Schwungtuch, einfache und effektive Übungen zur Förderung der Motorik umsetzen lassen. Dabei steht nicht der Übungscharakter im Vordergrund, sondern mehr die Freude an der gemeinsamen Aktivität – die Bewegung geschieht ganz nebenbei.
    Gudrun

    Hallo, ihr Lieben,
    heute möchte ich euch mal kurz erzählen, wohin es mich im September 2020 verschlagen hat. Ihr werdet es nicht glauben, aber so ein paar nette, liebe Leute haben mich doch zu so einem „Kurztripp“ mit nach Lehnin genommen, um mal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dass mir das so richtig gutgetan hat. Erstens bringe ich wo ich auftauche -immer gute Stimmung in die Runde- denn viele erkundigen sich nach mir. Da freue ich mich immer besonders darüber. Und zweitens war das ein wundervolles Wochenende. Wie z.B. die Stunden mit unserer Therapeutin, die uns viel Wissenswertes über unseren Körper vermittelt hat oder die kleinen Spaziergänge und die Übungen mit dem Schwungtuch (nur das nächste Mal mich bitte nicht ganz so schlimm durchwirbeln!).

    Alles in allem ein gelungenes Wochenende. Ich hoffe nur, dass ihr mich bei eurem nächsten Treffen und einer eventuellen Auszeit nicht vergessen werdet und freue mich schon heute darauf!

    Eure Frau Fröhlich
    Andrea

    Christina Petzold
    Gruppensprecherin

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  • | Förderung

    Die DFV e.V. bedankt sich bei der DAK-Gesundheit für Ihre Unterstützung beim Projekt „Neue Klassifizierung der Fibromyalgie im ICD 11 (ab Januar 2022) Diagnoseschlüssel unter MG30 als chronisches primäres Schmerzsyndrom“ in Höhe von 39.903,46 €.

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  • | Förderung

    Die DFV e.V. bedankt sich bei der TK für den Zuschuss zum Projekt der Jubiläumsbroschüre „25 Jahre DFV e.V.“ in Höhe von 30.000,00 €

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  • | Förderung

    Die TK gewährt uns einen Zuschuss zum Projekt der Broschüre „Männer mit Fibromyalgie in Höhe von 31.007,25 €

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  • Ein direkter Link führt von Bild.de auf den Fitbook-Artikel „Rätselhafte Krankheit Fibromyalgie – mögliche Symptome, Ursachen und Behandlung“. Menschen mit Fibromyalgie und Mitglieder der DFV erfahren darin nicht viel Neues. Es ist aber gut zu wissen, was andere darüber lesen.

     

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  • Die Fachhochschule Bielefeld startet die Webseite „(Gem)einsam durch Corona“ mit einer Ideensammlung gegen Einsamkeitsgefühle. Der Psychologe Prof. Dr. Sebastian Bamberg erklärt die Relevanz mit dem Hinweis, dass Einsamkeit genauso gesundheitsschädlich sei wie die allgemein bekannten Risiken Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel.

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  • | Optimisten 04/2020

    Von unserem Projekt wollen wir in der ersten Ausgabe des Optimisten 2021 berichten. Jedoch gibt es eine Teilnehmerin, die ihren persönlichen Eindruck zu einem Veranstaltungsteil in Versform gefasst hat. Und da es auch ein wunderbares Dankeschön ist, soll ihr Beitrag doch jetzt schon mal erscheinen.

    Bleibt gespannt, was wir im September dieses Jahr als Projekt umsetzen konnten.

    Resümee
    Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.
    Also behandle dich auch so.

    Schaffst du nicht allein, dich selbst zu finden,
    solltest du schnell in den Vortrag von Bärbel Wolf verschwinden.
    Hat uns alle schön aus der Reserve gelockt,
    an Eigenverrat aller Teilnehmer/Innen angedockt.
    Fragen nach Gefühl, wenn man in den Spiegel schaut,
    Antworten wie z.B. dicker Bauch waren auch erlaubt.
    Hat sie schnell herausgefunden,
    dass hier Selbstliebe ist gesunken?
    Auf die Frage, wen man besonders liebe,
    die eigene Person auf der Strecke bliebe.
    Nach Umfrage, was jeder Einzelne am Besten kann,
    bahnten sich zögerlich Antworten an.
    War jedoch zu klären, was ein jeder kann nicht,
    Wurde spärlich so Einiges aufgetischt.
    In gemeinsamer lustiger Runde
    kam nun die Wahrheit der Stunde.
    Sind wir stets für Andere da,
    eine Wertschätzung schon recht rar.
    Wir haben geübt, uns positiv zu formen,
    selbst zu bestimmen eigenen Normen.
    Auch zu bewegen in sich selbst hinein,
    in angenehmer Atmosphäre, ganz allein.
    Wir haben gelernt in professioneller Runde,
    uns nicht selbst zu vergessen zu jeder Sekunde,
    zu nehmen für uns vermehrt Schönes wahr,
    denn Energiefluss wird gestärkt, Gehirn und Seele klar.
    Dank locker und toll vermitteltem Wissen
    möchten wir nun noch mehr von Bärbel Wolf jetzt wissen.
    Kurz und knapp, klein und fein,
    soll dies Gedicht ein kleines Dankeschön für Bärbel hier sein.

    Astrid Hinz
    Mitglied

     

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  • | Optimisten 04/2020

    Unsere Selbsthilfegruppe wurde im Juli 2015 in Frechen (Königsdorf) gegründet. Angefangen haben wir mit einigen wenigen Mitgliedern. Inzwischen ist unsere Gruppe aber gut gewachsen und wir bekommen immer wieder Anfragen von Fibromyalgie-Erkrankten. Diese mussten wir aufgrund der beengten Räumlichkeiten leider auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten.

    Nachdem wir zum Jahresanfang endlich einen größeren Raum für die Treffen anmieten konnten, hat Corona auch bei uns erst einmal für Stillstand gesorgt.

    Unser Jubiläum wollten wir aber auf jeden Fall feiern und waren froh, dass die „coronabedingten“ Auflagen vorher etwas gelockert wurden. So war es uns möglich, für unsere Gruppe einen Tisch in einem netten Restaurant zu reservieren, so dass keiner Arbeit hatte und alle den Abend genießen konnten.

    Wir haben – wie es für unsere Gruppe trotz aller Wehwehchen und Probleme üblich ist – unwahrscheinlich viel gelacht und bei netten Gesprächen und gutem Essen unsere Erkrankung vergessen können. Es war ein sehr schöner Abend.

    Nun hoffen wir, dass wir bald wieder komplett durchstarten dürfen.

    Marie-Therese Scopelliti
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2020

    Moin ihr lieben Mitglieder der DFV!

    Ich, Monika Bauer, möchte von unserer Gruppe berichten. Wir bestehen nun seit zwei Jahren, davon nun ein halbes Jahr mit der Pandemie. Die Zeit ist schnell vergangen, mit sechs Personen haben wir angefangen, von den Gründern sind nur noch zwei da.

    Dennoch sind wir über zwanzig Personen in unserer "Eider" Gruppe. Es ist ein Kommen und Gehen, ich denke, das kennen einige von uns schon. Die Pandemie hat tatsächlich kaum Auswirkungen für den Austausch von Informationen in der Gruppe, doch sich nicht zu treffen, war für einige nur schwer zu ertragen, andere konnten gut damit umgehen. Mittlerweile treffen sich acht bis zehn Personen wieder, mal zum Kaffee und Kuchen/Eis, mal zum Grillen und Gruppentreffen.

    Wir haben zwei neue Mitglieder in den letzten Monaten dazu bekommen. Ich denke, dass in der Gruppe eine gute ausgewogene Mischung aus verschiedenen Ansichten, zusätzlichen Erkrankungen, persönliche Erfahrungen und Berufsleben uns trägt. Ich wünsche uns allen viel Freude, regen Austausch und weniger Schmerzen.

    Monika Bauer
    Mitglied

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  • | Optimisten 04/2020

    Am Samstag, den 05.09.2020 trafen wir uns bei unseren Gruppenmitgliedern Eva und Andreas in ihrem wunderschönen Garten. Es war unser erstes Gruppentreffen seit Mitte März und die Wiedersehensfreude war riesengroß.

    Wir nahmen dies zum Anlass, auch die Familienmitglieder einzuladen. Auf dem Programm stand ein Vortrag zur Verwendung von hochwertigen Ölen zur Aromatherapie. Eine Heilpraktikerin, eine Krankenschwester und eine Emmet-Therapeutin weihten uns die Welt der Aromatherapie ein. Alle unsere Fragen wurden beantwortet und wir schnupperten uns durch die verschiedenen Düfte, welche die drei Damen speziell für Fibromyalgie zusammengestellt hatten. Es war ein sehr interessanter Nachmittag für uns alle. Kaffee und unsere selbstgebackenen Kuchen durften natürlich auch nicht fehlen.

    Gegen Abend wurde dann noch gegrillt. Es war ein sehr gelungener Tag für uns. Alle haben das Zusammensein und „endlich mal wieder lachen“ von Herzen genossen.

    Danke nochmals an Eva und Andreas, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2020

    Unserer Natur und Umwelt gilt immer mehr das Augenmerk und viele Aktivitäten entwickeln sich, um diese zu schützen und zu erhalten. Vielerorts sieht man „Blühstreifen“, dort tummeln sich die Insekten oder in den zahlreichen sogenannten Insektenhotels. Wir Frauen der SHG Bad Belzig haben überlegt, wie wir einen kleinen Beitrag zur Unterstützung der Umwelt leisten können.

    Einige unserer Mitglieder besitzen einen kleinen Garten oder Balkon. Da kam uns die Idee, Blumensamen zu sammeln. Seit 2018 sind wir nun dabei, unserer Aktion „Der Fläming blüht“ Leben zu geben. Zur Weihnachtsfeier 2018 erhielten die Frauen des Netzwerkes „Gesunde Kinder“ in Bad Belzig anstelle von Blumen, ein Tütchen Studentenblumensamen. Dafür sammeln wir Tütchen, in denen Glückwunsch- und Grußkarten eingepackt waren. Da die Rückmeldung im Sommer 2019 so positiv war, es waren viele Samen aufgegangen, haben wir weitergesammelt und weitere Studentensamenblumentütchen verschenkt.

    So überraschten wir, bei dem Vortrag der Mitglieder des Vereins Friedensglocken e.V. (Friedenstrecks von 2018) in der Reha-Klinik und bei der Buchlesung des Bäckers Karl Dietmar Plentz, die Anwesenden. Ebenfalls durfte sich das Mitglied der Band „Keimzeit“ über einen Besuch der SHG Bad Belzig freuen. Unsere Aktion wurde immer bekannter und uns erreichte eine E-Mail mit der Auskunft, dass 90 % des Samens aufgegangen sei und der Balkon ein Blütenmeer wurde.

    Vor und während der Coronazeit haben wir Tütchen, im Krankenhaus, in Arztpraxen, in Kindereinrichtungen und verschiedenen Pflegeeinrichtungen in unserer Stadt, verschenkt. Aber auch die Feuerwehr, die Kirche und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben wir bedacht. Schließlich gab es auch kostenlos Tütchen bei einigen Händlern in der Innenstadt und der Touristeninformation.

    Für gute Freunde und Bekannte gingen letztendlich unsere Samentütchen bis nach Brandenburg, Potsdam, Berlin und Bonn auf die Reise. So haben über 600 kleine Tütchen ihren Besitzer gewechselt und die Nachrichten über den Blüherfolg erreichen uns auch heute noch. Kleine und große Pflanzen tragen dazu bei, dass es im Fläming und über seine Grenzen hinaus bunt blüht. Wir werden weiter Samen sammeln und würden uns freuen, wenn sich viele weitere Mitbürger unserer Aktion anschließen würden.

    Heidrun Jordan
    Mitglied

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  • In einem Video des jungen Youtube-Kanals „Studio Selbsthilfe“ erklärt der aus TV und -internet bekannte Arzt Dr. Johannes Wimmer, was gesundheitsbezogene Selbsthilfe ist und welche Bedeutung sie für die persönliche Gesundheit und Gesellschaft allgemein hat.

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  • | Veranstaltung

    Die Selbsthilfegruppe Langenselbold wird mit einem Info-Stand auf der Gesundheitsmesse in Hanau vertreten sein.

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  • | Mitteilungen

    Der Beitrag ist leider nicht mehr verfügbar.

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  • Die ARD-Serie „In aller Freundschaft“ (Sachsenklinik) beschreibt in der 906. Episode mit dem Titel „Zwischen Leben und Tod“ einen Patienten mit Fibromyalgie. Der Kurierfahrer Najim Kasem beliefert gerade die Sachsenklinik als er direkt vor dem Eingang von einem Auto angefahren und schwer verletzt wird. Nach der Notoperation fällt auf, dass unter generalisierten Schmerzen und einem Erschöpfungssyndrom leidet - schon wenige Tage später wird Fibromyalgie diagnostiziert. Die Dialoge beschreiben die Erkrankung jedoch zutreffend.

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  • | Mitteilungen

    Und wir wollten doch so gern, dass Ihr unsere neue Broschüre „Fibromyalgie und Partnerschaft“ für Euch und Eure Partner in Händen haben solltet. Aber was wir planten und was uns die Realität vorschrieb bzw. veränderte, sind nun mal zwei Welten. War es doch der Plan, dass wir bei unseren gemeinsamen Veranstaltungen, Euch diese interessante und hoffentlich auch helfende Broschüre „in die Hand geben“ wollten.

    Daraus ist aus bekannten Gründen nichts geworden und nun liegt diese Broschüre fertig gedruckt und auf Leser wartend in der Geschäftsstelle. Immer wieder fragten wir uns, wie sich diese uns begleitende Krise entwickelt und ob wir es schaffen, dieses Jahr eine Veranstaltung durchzuführen. Da uns niemand sagen kann wie alles kommt, haben wir uns entschieden diese Broschüre nun auf diesem Weg bekannt zu machen.

    Unsere Broschüre, die eine Herzensangelegenheit von uns ist, ist kein Beziehungsratgeber, der verspricht „Wer diese fünf Ratschläge befolgt, wird eine glückliche Partnerschaft leben“.

    Wir bieten kein Kochbuch fürs Glück mit Geling-Garantie, sondern eine Sammlung von Kochtechniken. Worauf man achten sollte und welche Missgeschicke man vermeiden sollte, damit nichts anbrennt.

    Würzen darf jeder nach seinem Geschmack.

    Interviews mir Experten, wie Frau Dr. Jessica Schneider, Frau Prof. Dr. Kati Thieme und Frau Prof. Dr. Bayerle-Eder, vertiefen einzelne Themen.

    Die Broschüre, die Anregung und Hilfestellung geben soll, eine erfüllte Partnerschaft und ein glückliches Leben zu führen - an all den Tagen, an denen das möglich ist, könnt Ihr ab sofort über unsere Geschäftsstelle bestellen.

    Lasst Euch beim Lesen inspirieren.
    Euer Vorstand

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  • | Optimisten 03/2020

    Das Informationsblatt gibt Ihnen einen Überblick zum Thema Grad der Behinderung (GdB).

    Wie schwierig es ist, einen guten Antrag mit allen relevanten Unterlagen für die Begutachtung aufzubereiten, haben schon viele von Ihnen erfahren.
    Auch in verschiedensten Workshops...

    Herausgeber:
    ACHSE
    Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen

    Den vollen Artikel gibt es exklusiv für Mitglieder in unserer Mitgliederzeitschrift "Optimisten".
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  • | Optimisten 03/2020

    Die Akupressur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)...

    Autor:
    Naturheilpraxis heute
    Bärbel Tschech

    Fachreferentin Medizinische Wissenschaft
    Pascoe Naturmedizin
    Gießen

    Den vollen Artikel gibt es exklusiv für Mitglieder in unserer Mitgliederzeitschrift "Optimisten".
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  • | Optimisten 03/2020

    Wenn Menschen über langanhaltende Schmerzen berichten, kann es hilfreich sein, sich ein Bild von ihrer Lebenssituation zu machen, denn „Körper-Geist-Seele“ sind eng miteinander verwoben. Dies muss dem Betroffenen selbst nicht bewusst sein. So konnten für folgenden Patienten erst dann Lösungswege gefunden werden, als ihnen während der psychologischen Gespräche diese Zusammenhänge bewusst wurden - der Fachmann spricht hier vom „bio-psycho-sozialen Schmerz“ (s. Abb. 1).

    Bei einer Patientin traten die Schmerzen zeitgleich mit Mobbing am Arbeitsplatz auf, dem sie sich hilflos ausgesetzt fühlte; einem Patienten wurde klar, dass sich seine Schmerzen während der Zeit seiner Scheidung und einem ihm verweigerten beruflichen Aufstieg verstärkten und einer berufstätigen Ehefrau wurde bewußt, dass ihre „unerklärlichen“ Rückenschmerzen in jener Zeit entstanden, in der ihr Ehemann frühpensioniert wurde und „unglücklich, gereizt und ziellos“ zu Hause herumhing, was sie wütend und hilflos machte.

    Diese Schmerzkranken hatten auf den Rat ihres Arztes, auch psycho-soziale Hintergründe mit einzubeziehen, zunächst empört mit der Frage reagiert: „Meinen Sie jetzt auch, dass ich mir die Schmerzen nur einbilde?“.

    Wie viel „Psycho“ steckt nun im Schmerz?

    Das hängt zunächst davon ab, ob es sich um einen akuten oder chronischen Schmerz handelt. Grundsätzlich gilt, dass Aufmerksamkeit, innere Einstellungen und Gefühle unser Schmerzempfinden, egal ob bei akuten oder chronischen Schmerzen, verstärken oder schwächen. Jeder hat mal ein Kind stürzen sehen, das weinend und schmerzerfüllt zur Mutter läuft. Wenn es dann zum Trost ein Eis auswählen darf, kann es sein, dass es kurz aufhört zu weinen, bevor es den Schmerz wieder stärker empfindet. Die Ablenkung kann sogar so stark sein kann, dass wir den vorhandenen Schmerz zeitweise nicht wahrnehmen.

    Wichtig!

    Aufmerksamkeit, Gedanken und Gefühle können unser Schmerzempfinden auch bei akuten Schmerzen verstärken oder schwächen.

    Wie Gedanken und Gefühle unserer Schmerzempfinden beeinflussen, zeigt auch das Beispiel einer brustamputierten Frau: Die ärztliche Zusicherung, dass ihre ertragbaren Schmerzen kein Zeichen einer erneuten Krebserkrankung seien, beruhigte sie nicht. Sie sah ihren Schmerz aber als Zeichen einer wiederkehrenden Erkrankung und reagierte mit angstvoller Aufmerksamkeit, was ihr Schmerzempfinden verstärkte.

    Bedeutsamer sind psycho-soziale Einflüsse beim chronischen Schmerz. Meist sind Betroffene überzeugt, dass etwas im Körper „kaputt“ sein müsste. Der Arzt soll dann den körperlichen Schaden finden. Wenn aber keine Schädigung festgestellt werden kann, macht sich der Schmerzkranke schnell die Sorge, dass man ihm nicht glauben könnte. Es gibt aber neben körperlichen Ursachen weitere wichtige Faktoren für die Entstehung langanhaltender, heftigster Schmerzen.

    Die häufigste Ursache, da sind sich die Experten einig, ist eine Kombination aus

    langanhaltenden körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen (bio-psycho-sozialer Dauerstress).

    Erhöhte Stressbereitschaft - ein begünstigender Faktor bei Schmerz

    Im Gehirn gibt es eine „Stress-Alarmanlage“. Wenn sie ausgelöst wird und Stresshormone freisetzt, sorgt sie u.a. dafür, dass körperliche Empfindungen wie Schmerzen, Verspannungen, aber auch Gefühle zeitweise stark gedämpft oder völlig unterdrückt werden. Menschen bemerken plötzlich Blutspuren oder blaue Flecken und fragen sich, woher diese kommen oder die Angstreaktion zeigt sich Tage später. Die „Stress-Alarmanlage“ hat bei der Geburt eine „Grundeinstellung“, d.h., sie wird in der Regel nur in (lebens-) bedrohlichen Situationen eingeschaltet. Gab es aber in den frühen Lebensjahren belastende Erlebnisse wie beispielsweise Unfälle, Krankheiten oder körperliche, soziale und psychische Übergriffe/Überforderungen, so kann dies die Reaktionsbereitschaft der „Stress-Alarmanlage“ lebenslang erhöhen. Diese Tatsache wird bei der Suche nach Ursachen oft vernachlässigt – auch vom Patienten selbst.

    Die folgende Aussage einer Patientin ist dann typisch: „Meine Mutter starb, als ich sechs Jahre alt war. Davon habe ich nicht viel mitbekommen. Aber jetzt, wo meine Schwester starb, war es viel schlimmer.“ Die Vorstellung, dass positive oder negative Erlebnisse aus der Vergangenheit keine Auswirkungen mehr auf unser heutiges Erleben haben, trifft nicht zu. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn jemand als Kind beinahe ertrunken ist, so meiden viele heute noch das Wasser.

    Eine hohe Stressbereitschaft kann oft auf belastende Erlebnisse in Kindheit und früher Jugend zurückgeführt werden.

    Für den Menschen verwirrend ist, dass die körperlichen Folgen von Stress oft erst wahrgenommen werden, wenn der Mensch zur Ruhe kommt. Häufig treten diese stressbedingten, zumeist körperlichen Beschwerden verzögert nach Todesfällen in der Familie, langen und schwerwiegenden Konflikten in Ehe und Familie, nach Über- oder Unterforderungen am Arbeitsplatz und bei Mehrfachbelastungen durch eine Berufstätigkeit mit gleichzeitiger Verantwortung für Kinder, Haushalt und nahe Angehörige auf. Es muss also kein einzelnes Lebensdrama vorausgegangen sein.

    Wie wird aus Stress Schmerz?

    Nicht jeder Stress macht krank. Stress macht aber immer dann krank, wenn mehr Stress in das „Fass hineinläuft als unten ablaufen“ kann. Betroffene sagen dann: „Mir steht es bis zum Hals“.

    Dies gilt auch, wenn sich der Stress aus positiven und negativen Belastungen zusammensetzt.

    Ausgangssituation: Nach einer Phase langanhaltender Überbelastungen wird die  „Stress-Alarmanlage“ ausgelöst. Automatisch spannen sich u.a. alle Muskeln an, was häufig nicht wahrgenommen wird. Hält diese Anspannung länger an, so verkürzen, verkleben und verhärten sich die Muskeln, was sich auch auf Sehnen, Bindegewebe und Knochenhaut auswirkt. Der Mensch fühlt sich verspannt und schneller erschöpft. Diese Art der fortschreitenden Erschöpfung hat auch mit der andauernden Anspannung der Muskulatur zu tun, die sich nicht mehr richtig „erholen“ kann. Messungen zeigten, dass bei einem entspannten Menschen beim Händeschütteln ca. 60 Muskelabschnitte „arbeiten“. Bei Menschen, die verspannt und im Stress sind, wird dagegen ein Vielfaches an Muskeln gleichzeitig aktiviert. Diese Überaktivierung und Daueranspannung, besonders der tiefen Muskulatur, findet sich bei allen anderen Aktivitäten und im Ruhezustand wieder, was zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Im späteren Verlauf können erste Schmerzen, zumeist an den Muskeln, Sehnenansätzen oder der Knochenhaut auftreten, denn, wie oben beschrieben, verändert die dauernd anspannte Muskulatur auch das umliegende Gewebe. Es kommt Mikroentzündungen, die im Blut nicht nachweisbar sind. Man spricht von einem „Weichteilschmerz“.

    Wie wird aus Schmerz - chronischer Schmerz?

    Schmerzen erhöhen die bestehende Muskelverspannung zusätzlich. Die Folge: Die Bewegungseinschränkungen werden größer, die Erschöpfbarkeit nimmt weiter zu und die Schmerzintensität steigt. Einschränkungen im täglichen Leben verursachen Ärger, Angst, Mutlosigkeit oder „heldenhaftes“ Durchhalten. Diese Gefühlsstimmungen können den „inneren Stress“ verstärken. Es droht ein sich ständig selbst verstärkender „Teufelskreis“. In dieser Übergangsphase wird aus dem Akut-Schmerz oft ein „Dauerschmerz“. Dieser Dauerschmerz ist eine Folge der gesteigerten Reaktionsbereitschaft der für Schmerz zuständigen Nerven. In dieser Situation reicht oft eine geringfügige Anspannung aus, um einen Schmerzreiz auszulösen. Experten sprechen von der Bildung des „Schmerzgedächtnisses“. Der Schmerzkranke befindet sich in der Phase der Chronifizierung.

    Wenn der Schmerzkranke aufgrund mangelnder Behandlungserfolge und einem Gefühl von Nutzlosigkeit mit sozialem oder beruflichem Rückzug reagiert oder aus Angst eine Schonhaltung entwickelt, was den körperlichen Zustand oft weiter verschlechtert, beginnt sich der Chronifizierungsprozess zu festigen. Nicht selten trauen sich Betroffene, insbesondere nach längeren Fehlzeiten, nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück, was zu Ängsten bezüglich der finanziellen Zukunft führt. Aufkommende Selbstabwertung, verbunden mit Resignation, ist der Nährboden einer weiteren Krankheit - der „reaktive Depression“.

    Chronische Schmerzen unterliegen nicht nur einem körperlichen, sondern immer auch einem psychischen und sozialen Einfluss. Mal überwiegt die eine, mal die andere Seite.

    Gefühle als Ursache von Schmerzen?

    Schon der Volksmund spricht vom „schmerzhaften Verlust“ eines geliebten Menschen. Experten fanden, dass sowohl bei körperlichen Verletzungen als auch bei sozialem Verlusterleben die gleiche Hirnregion, die für die Schmerzintensität zuständig ist, aktiviert wird. Auch „seelischer“ Schmerz ist somit „echt“.

    Dies verdeutlicht das Beispiel einer Frau, die ihre beste Freundin durch Krebs verlor:

    Schon Monate vor dem Tod hatte sie sich gegenüber der sterbenskranken Freundin, den Arbeitskollegen und gegenüber ihrer Familie „zusammengerissen“, d.h. die eigene Trauer und Angst „verdrängt“. Mehrere Wochen nach dem Tod der Freundin klagte sie nach einem Umbau des Kinderzimmers über Rückenschmerzen. Die üblichen Behandlungsmaßnahmen führten immer nur kurzfristig zu einer Besserung. Insgesamt wurden die Schmerzen zunehmend schlimmer und es wurde schon über eine Rückenoperation nachgedacht. Vor der OP sollte zunächst eine Reha Klarheit bringen. Als sie dort am Ende einer Sportstunde eine Entspannungsübung machte und ihr die Trainerin die Hand zur besseren Entspannung auf den Bauch legte, lösten sich ihre „unterdrückten“ Gefühle. Sie brach in nicht enden wollende Tränen aus. Sie hatte „losgelassen“ und erzählte in der Gesprächstherapie über ihre zurückgehaltenen Gefühle. Wenige Tage später waren ihre Schmerzen erstmals rückläufig und verschwanden nach weiteren Wochen ganz.

    Das Beispiel zeigt, dass besonders Menschen mit einer hohen Selbstbeherrschung und den Einstellungen „Meine Gefühle gehen keinen was an“ oder „Ich will die anderen nicht belasten“ oder „Um des…

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  • | Optimisten 03/2020

    Die SHG Bad Bederkesa hat sich zum zweiten Mal nach der Lockerung der Vorschriften im Umgang mit den Corona Regeln getroffen.

    Das erste Treffen fand in Gruppen zu je sechs bis acht Mitgliedern bei Gruppensprecher Peer Augustin auf der Terrasse statt. Es wurde vorab ein Hygieneplan erstellt und auch sehr aufwändig umgesetzt. Alle Gegenstände wurden vorher und nachher desinfiziert. Die Teilnehmer brachten ihre eigenen Getränke sowie ihre eigenen Trinkbecher mit. Das Teilnehmen wurde den Mitgliedern freigestellt und somit konnte aufgrund der Anmeldungen an drei Terminen ein erstes Treffen stattfinden.

    Neue Mitglieder wurden herzlich begrüßt und es war für alle, bei genialem Wetter an allen drei Tagen, ein wunderschönes Wiedersehen. Ein weiteres Treffen an zwei Tagen für je zehn Personen wurde verabredet. Treffpunkt sollte diesmal ein Ort im Freien sein, damit Peer nicht alles so aufwändig vorbereiten muss. Peer konnte im idyllisch gelegenen Amtsgarten über den Verschönerungsverein eine Freifläche kostenfrei nutzen. Jedes Mitglied brachte eigne Getränke, Becher und Sitzmöglichkeiten mit.

    An zwei Tagen wurde der „neue Pavillon“ (gesponsert von der Volksbank Bremerhaven – Cuxland) sowie der Aluminiumtisch (gesponsert von der Wachestiftung) aufgebaut (selbstverständlich unter Einhaltung der Hygieneregeln). Auch an diesen Tagen war uns das Wetter sehr gnädig.

    Vieles konnte angesprochen werden und alle haben diese Treffen sichtlich genossen. Alle waren über das persönliche Treffen und den Austausch mit den Gruppenmitgliedern erfreut. Von Peer wurden kurz die aktuellen Verordnungen und die Hygienerichtlinien erläutert.

    Viele Gruppenmitglieder nutzten auch die Gelegenheit, persönliche Beratungstermine bei Gruppensprecher Peer Augustin zu bekommen. Die Themen Rente, Schwerbehinderung sowie Pflege konnten wochenlang nur telefonisch besprochen werden.

    Abschließend wurde vereinbart, dass ein weiteres Treffen Ende August stattfinden soll. Da das Auf- und Abbauen des Pavillons doch etwas aufwändig war, soll das Treffen an einem Tag mit zwei Zeitfenstern geplant werden. Jeweils zehn Personen sollen vor Ort sein und es soll wieder im Freien stattfinden, selbstverständlich unter Einhaltung der dann aktuellen Vorschriften.

    Peer Augustin
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 03/2020

    Unser Ausflug vor Corona erstreckte sich über drei Tage. Wir fuhren am ersten Tag um 8 Uhr in Bad Rappenau voller Vorfreude los, was uns dort erwarten wird. Dort angekommen, wurden wir herzlichst empfangen.

    Zuerst wurden wir über die Einrichtung sowie das Radon-Bad informiert. Leider konnten wir dieses Bad nicht nutzen, denn dafür braucht es mehrere Behandlungen sowie eine ärztliche Verordnung. Aber wir erhielten sehr aufschlussreiche Informationen über diese Therapie.

    Danach gab es schon die ersten Anwendungen. Was viele nicht kannten war Fango im Wasserbad. Einfach nur super! Auch das Kohlensäurebad war beeindruckend. Und noch weitere Anwendungen konnten wir genießen.

    Auch zu erwähnen - die Schwimmbäder im Innen- und Außenbereich. Diese konnten alle drei Tage in Anspruch genommen werden, wie z.B. das Kneipp-Bad, das Bad mit Gegenströmung, das sehr warme Becken 34-36 Grad und das Becken, in dem die Wassergymnastik stattfand und, und, und ….

    Am Samstagnachmittag unternahmen wir noch eine Fahrt nach Waldsassen mit seiner wunderschönen Barockkirche. Da noch Zeit war, fuhren wir nach Tschechien und bummelten durch den Markt.

    Alles in allem war es ein erholsames Wochenende, nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche.

    Mit an Bord waren Gruppensprecherin Gaby Schultes und Ehemann von der SHG Möckmühl.

    Der Ausflug wurde von der DAK gefördert.

    Hannelore Immenroth
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2020

    Meine Tochter Bella suchte im Januar 2020 für ihr Radioprojekt im Rahmen einer Facharbeit der gymnasialen Oberstufe am Clara-Schumann-Gymnasium in Bonn ein Thema. Und da kam ihr die Idee, die Fibromyalgie zu thematisieren. Seit vielen Jahren bin ich selber und damit natürlich auch meine Familie von der Fibromyalgie betroffen.

    Auf meine erste Nachfrage in der SHG war die Bereitschaft groß, für Interviews zur Verfügung zu stehen. Zunächst stellte meine Tochter Bella bei unserem Treffen im Februar der Gruppe das Projekt vor. Es wurde über die geplante Fragestellung gesprochen und Wünsche der Mitglieder der SHG notiert. Danach erstellte Bella die Fragen und leitete diese vor den Interviews an die Mitglieder zur besseren Vorbereitung weiter.

    Bei unserem Märztreffen war es dann soweit. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, konnte Bella viel Sendematerial durch die guten Interviews sammeln. Zum Glück klappte alles reibungslos, denn danach wurden die Treffen wegen Corona gestrichen.

    Es gelang, Dr. Matthias Lang, Schmerztherapeut aus Bad Neuenahr, ebenfalls zu interviewen. Er behandelt viele Fibromyalgie Patienten und beantwortete die Fragen ausführlich von der medizinisch-fachlichen Seite aus.

    Im Homeschooling wurde der Beitrag dann von Bella zusammengestellt und zum Schuljahresende mit sehr großem Erfolg präsentiert. Am Montag, den 20. Juli 2020, um 21.40 Uhr, lief der Beitrag schließlich auf Radio Bonn Rhein Sieg.

    Ganz herzlichen Dank an die Mitglieder der SHG Troisdorf und an Dr. Matthias Lang für ihre Bereitschaft, sich den Fragen zu stellen und das Projekt meiner Tochter zu unterstützen. Und herzlichen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen zu der Sendung. Ich hoffe, dass viele Menschen den Beitrag gehört und etwas über Fibromyalgie gelernt haben.

    Herzliche und optimistische Grüße

    Petra Kugelmeier
    Mitglied

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  • Nein, nicht das „Kölnisch Wasser“ mit dem Omi-Charme wird als Therapeutikum empfohlen, sondern eine spezielle Atemtechnik, vorgeschlagen vom Leiter der Abteilung für Psychosomatische Medizin des Universitätsklinikums Regensburg, Prof. Dr. med. Thomas Horst Loew.

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  • | Veranstaltung

    Die Fibromyalgie Selbsthilfegruppe Spelle lädt ein zum INTENSIV WORKSHOP "Healthy Money Mind - was haben Schmerzen mit Geld zu tun?"

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  • | Bundesverband

    Wir als Bundesverband bleiben bei unserer Aussage bis 31.08.2020 keine Gruppentreffen und Veranstaltungen durchzuführen.

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  • | Optimisten 02/2020

    Von Jana Zeh

    Der Hochsommer mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius lässt nicht nur Urlaubsgefühle aufkommen. Viele Menschen kommen mit so hohen Temperaturen nicht zurecht. Tatsächlich kann große Hitze zu einer echten gesundheitlichen Gefahr werden. Welche Maßnahmen wirklich helfen, um hohen Temperaturen zu trotzen, erfahren Sie hier.

    Hitze beginnt ab 30 Grad Celsius

    Falsch, denn es gibt keine amtlich festgelegt Definition von Hitze, weder in Deutschland noch weltweit. Der Begriff bezeichnet einfach eine hohe oder eine als ungewöhnlich hoch empfundene Lufttemperatur. Diese Empfindung ist von Mensch zu Mensch und von Region zu Region verschieden. Hohe Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit können bereits bei unter 30 Grad Celsius in vielen Fällen das Gefühl von Hitze auslösen. Die meisten Hitzetoten sind übrigens im feuchten Dschungelklima schon bei 26 Grad Celsius zu beklagen.

    Bei Hitze möglichst wenig bewegen

    Siestas sind in Ländern mit heißen Sommern ganz normal.

    Richtig. Hitze bringt den Körper auf Hochtouren und kostet Energie. Durch Bewegung, vor allem intensive wie beim Sport, wird dem Körper nicht nur noch mehr Energie abgerungen, sondern er wird auch noch zusätzlich erhitzt. Vor allem untrainierte Körper können in diesen Fällen durch das Schwitzen nicht mehr ausreichend Wärme regulieren. Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße erweitern und der Blutdruck fällt. Das Herz erhöht zur Weiterversorgung des Körpers mit Blut seine Frequenz. Eine durch Bewegung bei hohen Temperaturen herbeigeführte akute Überhitzung des Körpers kann zu einem Hitzschlag oder einem Hitzekollaps und im schlimmsten Falle sogar zum Hitzetod führen. Wer kann, sollte Bewegung vor allem in der Mittagshitze vermeiden und besser eine Pause im Schatten oder in einem Gebäude einlegen.

    Schwitzen macht müde

    Richtig. Schwitzen ist der Mechanismus, mit dem der menschliche Körper auf hohe Temperaturen reagiert. Schweiß, der sich auf die Haut bildet, ist das Kühlmittel zur Wärmeregulation. Durch die Verdunstung des Schweißes auf der Hautoberfläche wird Wärme abgegeben. Die Verdunstungswärme von einem Liter Schweiß beträgt 2400 Kilojoule. Je heißer es wird, umso mehr schwitzt man auch. Das ist tatsächlich harte und ermüdende Arbeit für den Körper. Bis zu fünf Liter Schweiß kann ein durchschnittlicher Erwachsener durch diese Art der Wärmeregulierung verlieren und mit der Flüssigkeit auch jede Menge Elektrolyte. Umso wichtiger ist es, wenn man viel schwitzt, auch viel zu trinken – und mit den Getränken möglichst auch den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Wer das nicht tut, der riskiert schwere gesundheitliche Folgen, wie zum Beispiel einen Hitzekollaps.

    Hitze ist nicht gleich Hitze

    Richtig, denn wie bereits erwähnt wirkt sich nicht nur die Lufttemperatur auf das menschliche Wärmegefühl aus, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Schwüle Hitze wird als wesentlich unangenehmer und heißer empfunden als trockene Hitze. Ist der Wasseranteil in der Luft hoch, kann der Schweiß nicht so gut verdampfen und der Körper kann dementsprechend nur noch mäßig oder gar nicht gekühlt werden. Das kann dazu führen, dass sich die Körperkerntemperatur von knapp 37 Grad Celsius erhöht, dadurch können sich lebensgefährliche Folgeerscheinungen entwickeln. In diesen Fällen sollte man kleine Schlucke Flüssigkeit zu sich nehmen. Zudem sind kalte Wadenwickel oder Fußbäder mit kühlem Wasser das richtige Mittel der Wahl.

    An Hitze kann man sich gewöhnen

    Richtig. Die Gewöhnung an Hitze ist möglich, aber individuell verschieden und hängt außerdem vom Gesundheitszustand ab. Es dauert für Mitteleuropäer ungefähr zehn Tage, bis sie sich auf Hitze eingestellt haben. Das bedeutet, der gesunde Körper fängt früher an zu schwitzen als sonst, scheidet dabei aber weniger Elektrolyte aus. Menschen, die regelmäßig in die Sauna gehen, können sich leichter und oftmals auch schneller auf hohe Umgebungstemperaturen umstellen. Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen dagegen haben mehr Schwierigkeiten, sich umzugewöhnen. Kinder können frühestens ab dem 12. Lebensjahr so schwitzen wie Erwachsene, um ihren Wärmehaushalt zu regulieren. Bei jüngeren Kindern kann die Kerntemperatur des kindlichen Körpers sehr viel schneller ansteigen als bei Erwachsenen. Eltern sollten deshalb unbedingt für ausreichend Abkühlung und Flüssigkeit sorgen und zudem, vor allem für Kleinkinder, nur klimatisch geeignete Urlaubsorte auswählen.

    Eiskalte Getränke kühlen den Körper

    Richtig, aber leider nur kurzfristig, denn der Körper reagiert auch auf kalte Getränke oder Speisen mit Wärmeregulierung. Das bedeutet, er heizt sich durch die kühlenden Getränke selbst wieder auf. Nach einer kurzen Abkühlung folgt ein starkes Schwitzen. Das wiederum bedeutet zusätzlichen Energieaufwand und anschließende Müdigkeit. Wer empfindlich ist, bei dem könnten eiskalte Getränke zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Besser ist es, zimmerwarmes Wasser oder Tee zu trinken. Kaffee und Schwarztee oder andere koffeinhaltige Getränke sollte man bei Hitze nur in Maßen konsumieren, denn diese regen den Kreislauf zusätzlich an, fördern damit das Schwitzen und den Energieverbrauch.

    Bestimmte Lebensmittel helfen bei Hitze

    Frisches Obst und Gemüse ist an heißen Tagen die richtige Wahl.

    Richtig. Die Verdauung tierischer Fette belastet besonders bei Hitze den Körper zusätzlich, weil er viel Energie dafür aufwenden muss. Aus diesem Grund sollte man nicht nur auf Bratwurst und Schnitzel, sondern auch wegen der Milchanteile auf Eisshakes oder Eistorten verzichten. Pflanzliche Lebensmittel, die viel Flüssigkeit enthalten, sind bei hohen sommerlichen Temperaturen zu bevorzugen. Hervorragend eignen sich zum Beispiel Ananas, Wassermelonen, Tomaten und Gurken. Zusätzliche Erfrischung könnte Pfefferminze bringen, denn die Moleküle des Menthols docken beim Menschen an dessen Kälterezeptoren an. Aus diesem Grund kann man sich auch nach einem lauwarmen Pfefferminztee richtig erfrischt fühlen.

    Bei Hitze bloß kein Chili essen

    Falsch, denn Chili wärmt nicht nur, es führt indirekt auch zur Kühlung. Das Gewürz regt nämlich den Stoffwechsel an, fördert die Durchblutung und die Speichel- und Schweißbildung. Diese Maßnahmen des Körpers sind ein gutes Mittel, um Krankheitserreger fern zu halten. Die Inhaltsstoffe des Gewürzes machen zudem wach und gute Laune. Zwei Dinge, die einem bei Hitze schon mal verloren gehen können. Trotzdem sollte Chili auch bei Hitze nur in normalen, wohlschmeckenden Mengen verzehrt werden und wer es nicht mag, sollte auch nicht wegen hoher Temperaturen damit anfangen.

    Hitze macht aggressiv

    Richtig! Hitze macht nicht nur schlapp und müde, sondern auch aggressiv. Das haben Forscher in mehreren Untersuchungen herausgefunden. Gefühle von Gereiztheit und Unwohlsein machen sich breit. Die Fähigkeit, angemessen und kontrolliert auf diese Befindlichkeiten zu reagieren, sinkt dagegen. Psychologen der Iowa State University fanden beispielsweise heraus, dass sich Fälle von häuslicher Gewalt, Körperverletzungen und Beleidigungen ab 32 Grad Celsius häufen.

    Weniger anziehen ist der beste Hitzeschutz

    Richtig, aber leider ist das nicht immer möglich. Zudem ist nackte Haut völlig schutzlos der Sonne ausgesetzt. Wer bei Hitze nicht in Trägerhemd, Shorts und Flipflops arbeiten gehen kann oder will, der sollte auf die richtige Kleidung achten. Körperbetonte Outfits aus Kunstfaser sind bei hohen Temperaturen zu meiden, denn unter engen Hosen und Hemden staut sich die Wärme. Legere und leichte Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Seide dagegen haben den größten Kühleffekt, auch wenn sie knöchellang sind. Denn durch jede Bewegung wird die Kleidung so in Schwung gebracht, dass ein kühles Lüftchen unter dem Gewand entsteht.

    Klimaanlagen sind zur Abkühlung besser als Ventilatoren

    Weder noch. Beide Anlagen machen zwar das Arbeiten in Gebäuden im Hochsommer möglich, bergen aber auch gesundheitliche Gefahren. Schlecht gewartete Klimaanlagen beispielsweise können richtige Keimschleudern sein und deshalb zur gesundheitlichen Belastung werden. Ventilatoren dagegen erzeugen Zugluft, die die Schleimhäute austrocknen und zu Muskelverspannungen führen. Das passiert, weil der Körper sich nach einer gewissen Zeit an die Zugluft gewöhnt und deshalb keine Abwehrmaßnahmen einleitet. Die von Zugluft getroffenen Körperstellen kühlen und trocknen aus. Das macht Krankheitserregern den Weg leicht und Muskeln können verspannen.

    Hitzefrei gibt es nur in Schulen

    Richtig. Auch wenn die sogenannte Arbeitsstättenrichtlinie besagen, dass die Temperatur in Arbeitsräumen nicht über 26 Grad Celsius liegen sollte, haben Arbeitnehmer nicht das Recht, bei höheren Temperaturen ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Sie sollten dennoch nicht klaglos vor sich hin schwitzen, sondern an der richtigen Stelle die Missstände reklamieren und auf Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse drängen. Für Arbeitnehmer gibt es also kein Hitzefrei. Für Schüler dagegen schon. Unter welchen Umständen und in welcher Form legen die Schulen beziehungsweise die Schulleitungen selbst fest oder sie folgen den Vorgaben in den entsprechenden Erlassen der Länder.

    Mit freundlicher Genehmigung von:

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  • | Optimisten 02/2020

    Katharina Klein, Gesundheitsredakteurin, aktualisiert: 08.07.2019

    Atmen ist ein unbewusster Vorgang, hat aber einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Stimmung. Wer in Stresssituationen die richtige Atemtechnik kennt, kann auf ganz natürliche Weise runterfahren. Wir verraten, wie's geht.

    Es ist einer der selbstverständlichsten Vorgänge im Körper, aber wohl am meisten unterschätzt. Denn weil die Atmung automatisch abläuft, widmen wir ihr in der Regel kaum Aufmerksamkeit. Und das, obwohl wir ungefähr 20.000 mal pro Tag ein- und ausatmen – das sind mehr als sieben Millionen Atemzüge im Jahr. Dabei können wir die Atmung durch bewusste Steuerung positiv beeinflussen und somit unser Wohlbefinden steigern, Stress entgegenwirken, besser schlafen und jede Menge Lebensqualität dazugewinnen.

    Andersherum wirkt sich eine falsche Atmung auf Dauer schädlich auf alle anderen Körpersysteme aus. "Einfach ausgedrückt ist unsere Atmung die wichtigste Handlung, die wir je ausgeführt haben oder ausführen werden, da wir ohne sie kein einziges Wort hervorbringen und keine einzige der vielen tausend tagtäglichen Handlungen vollführen können", erklärt Richard Brennan, Leiter des Alexander Technique Centre in Galway, Irland, und Buchautor von „Besser atmen“. Mit über 30 Übungen zu mehr Energie, einem besseren Körpergefühl und weniger Stress.

    Unser Alltag macht uns atemlos

    Stress, ständiges Sitzen und andauernde Grübeleien, die uns regelrecht den Atem rauben, führen dazu, dass wir gepresst und flach atmen oder die Luft sogar anhalten.

    "Wenn wir über längere Zeit emotionalen, körperlichen oder geistigen Belastungen ausgesetzt sind, wirkt sich das negativ auf unser Atmungssystem aus, weil wir als Reaktion auf den Stress oft den Atem anhalten. Und wenn wir unseren Atem anhalten, stören wir den natürlichen Bewegungsablauf des Atmungssystems", so Brennan. "Außerdem bildet sich Kohlendioxid, das unser Nervensystem belasten kann. Die Art und Weise, wie wir einatmen, kann dagegen bestimmte Gefühlszustände auslösen und zu körperlichem Unwohlsein führen, sodass der ganze Prozess schließlich in einen Teufelskreis mündet." Ängste, Panikattacken und Depressionen würden sich laut Brennan dadurch sogar verstärken.

    Der Atemexperte verrät, wie du mit wenig Aufwand deinen Atem wieder in den richtigen Fluss bringen kannst.

    Fünf Techniken für bessere Atmung

    1. Bei Stress

    • Setze oder lege dich auf einen bequemen Platz.
    • Achte auf deine Atmung, wenn die Luft durch die Nase in deinen Körper strömt und wieder austritt, und verfolge den Atem ganz bewusst bis in die Lungen.
    • Nach fünf oder sechs Atemzügen legst du am Ende der nächsten Ausatmung eine Pause von ein bis zwei Sekunden ein, bevor du erneut einatmest.
      Du solltest bemerken, dass der nächste Atemzug ruhiger und müheloser ist. Möglicherweise musst du diese Übung mehrmals wiederholen, bevor du wirklich spüren kannst, dass deine Atmung ruhiger und leichter wird.

    2. Bei Angst

    • Lege dich aufs Bett und achte ungefähr fünf Minuten lang auf deine Atmung.
    • Beobachte, in wie vielen Bereichen deines Körpers du die Bewegung deiner Atmung spüren kannst.

    Kannst du die Bewegung in deiner Brust, deinen Rippen und im Bauch spüren? Kannst du außerdem eine subtilere Bewegung in den Schultern, Armen und Beinen spüren?

    3. Bei Schlafproblemen

    • Platziere deine Zunge hinter den Vorderzähnen und lasse sie während der kompletten Übung dort.
    • Atme mit einem rauschenden Geräusch durch den Mund aus.
    • Schließe den Mund und atme ruhig durch die Nase ein. Zähle dabei innerlich bis vier.
    • Halte den Atem an, zähle dabei bis sieben.
    • Atme mit einem rauschenden Geräusch durch den Mund aus, zähle bis acht. Führe die 4-7-8 Atemübung insgesamt viermal aus.

    4. Bei Schmerzen

    Nicht nur Wehen lassen sich wegatmen, auch andere Schmerzen können mit der richtigen Atemtechnik erträglicher werden.

    • Nimm eine bequeme Sitzposition ein.
    • Atme durch die Nase ganz tief ein bis in den Bauch, sodass sich die Bauchdecke hebt. 
    • Halte die Luft für einen Moment an, indem du einfach aufhörst, zu atmen.
    • Lasse die Luft mit einem gehauchten „Haaa“ durch den Mund entweichen. Beim Ausatmen entlässt du auch die Luft aus dem Bauch und genießt diesen leeren Zustand für kurze Zeit, dann atmest du ganz normal wieder ein.
    • Wiederhole diese Übung beliebig oft am Tag, am besten aber zehn Minuten insgesamt.

    5. Bei Nervosität

    • Achte darauf, dass du gemütlich sitzt.
    • Klappe den Zeigefinger und den Mittelfinger der rechten Hand so um, dass sie den Daumenballen berühren. Diese Fingerhaltung kommt aus der Yoga-Atmung und nennt sich Vishnu Mudra.
    • Atme tief ein, lasse die Schultern sinken, schließe die Augen, atme aus.
    • Verschließe mit dem Daumen das rechte Nasenloch und atme auf der linken Seite ein, während du bis vier zählst.
    • Verschließe mit den gespreizten Fingern beide Nasenlöcher und halte die Luft acht Sekunden an.
    • Löse den Finger vom rechten Nasenloch und atme aus, zähle dabei bis sechs.
    • Verschließe das linke Nasenloch und atme rechts wieder ein, zähle bis vier.

    Mit freundlicher Genehmigung von:

    Katharina Klein
    www.fitforfun.de/sport/fitness-studio/atemtechnik-richtig-atmen-energie-tanken_aid_8917.html

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  • | Optimisten 02/2020

    Seit Gründung der SHG Hoppegarten 2018 bin ich Mitglied und der rege Zuspruch machte es erforderlich, die Gruppe zu teilen.

    Am 23.01.2020 wurde beschlossen, die zweite Gruppe in Hoppegarten1 zu benennen. Bei der Entscheidung, in welche Gruppe ich jetzt gehe, hatte ich zuerst das Gefühl, mich gegen vertraute Mitglieder zu entscheiden. Doch die Einsicht, dass die Gruppe zu groß geworden ist, machte eine Entscheidung notwendig und nun, Wochen später, ist es ein sehr angenehmes Gefühl, mich für die zweite Gruppe entschieden zu haben. Es ist ein ruhigeres Zusammensein in der Gruppe und wir können mit mehr Konzentration Absprachen treffen.

    Diese Entscheidung war keine Entscheidung gegen die Gruppe 1, sondern für eine kleine Gruppe, in der es leichter fällt, Vertrauen aufzubauen.

    Die überwiegende Mehrzahl unserer Gruppenmitglieder wohnt in Neuenhagen und so beschlossen wir am 27.02.2020, die ehemals angedachte SHG Hoppegarten1 in SHG Neuenhagen umzubenennen. Unser Treffpunkt ist jetzt auch in Neuenhagen, im Haus der Senioren.

    Auf diesem Weg möchten wir uns dort ganz herzlich bei Monika Hey bedanken, die dies möglich machte. Wir können den schönsten Raum, die Remise, nutzen und haben Platz für Qi Gong und andere Aktivitäten. Bei schönem Wetter können wir uns im Außengelände bewegen, wo unter anderem altersgerechte Sportgeräte zur Verfügung stehen.

    Wir freuen uns auf diese Möglichkeiten und starten neu mit viel Bewegung!

    Die Mitglieder beider Gruppen treffen sich auch weiterhin außerhalb der Gruppenstunde zum Kaffee trinken und plaudern.

    Iris Wildenhayn
    Mitglied
     

    Anmerkung der Redaktion:
    Der Bericht entstand vor der Corona-Krise.

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  • | Optimisten 02/2020

    Das neue Jahr begann für unsere Gruppe gleich mit einem Jubiläum. Wir feierten das 15-jährige Bestehen unserer Selbsthilfegruppe. Eines unserer Gruppenmitglieder ist fast seit Anbeginn dabei und konnte uns noch über die Anfänge der Gruppe berichten.

    Unsere feierliche Veranstaltung begann, nachdem der Tisch gedeckt und das Buffet mit von allen Mitliedern beigesteuerten Speisen und Getränken gefüllt wurde, mit der Wahl unseres neuen Gruppensprecherteams. Unsere neue Gruppensprecherin Jana Landes übernahm dann sogleich die Moderation und informierte über die in diesem Jahr anstehenden Veranstaltungen, Projekte und Organisatorisches.

    Dann war es endlich soweit – das Buffet wurde eröffnet und wir ließen uns Speisen und Getränke schmecken. Es bildeten sich kleinere und größere Gesprächsgrüppchen, es wurde viel erzählt und gelacht, aber auch Informationen betreffend unsere Fibromyalgie ausgetauscht.

    Die Zeit verging wie im Fluge und am Schluss waren sich alle einig: es war ein schöner, entspannter und inspirierender Nachmittag, der uns die Schmerzen für einen Augenblick vergessen ließ. So starten wir mit Mut und neuer Kraft in unser Selbsthilfegruppen-Jahr und freuen uns auf die neuen gemeinsamen Projekte und Erlebnisse.

    Jutta Kaden
    Mitglied

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  • | Optimisten 02/2020

    Am 22.02.2020 fand bereits der schon 10. Aktionstag “Tag der seltenen Erkrankungen“ unter der Schirmherrschaft von Dr. Reiner Haseloff, im Städtischen Klinikum Dessau durch Prof. Dr. med. Prof. h. c. Dr. h. c. Christo C. Zouboulis, statt.

    Vor 10 Jahren galt die Fibromyalgie noch als seltene Erkrankung, heute ist dies nicht mehr so. Allerdings ist die Tradition, die Skepsis gegenüber der Erkrankung, die mühsame Diagnostik und der schwierige Umgang mit der Fibromyalgie der Grund für unsere weitere Teilnahme. Wir besuchen regelmäßig Gesundheitsmessen, aber bei keiner Veranstaltung erreichten wir so viele Mediziner und schon gar keine Politiker und Kostenträger. Traditionsgemäß fand einen Tag vorher eine große Podiumsdiskussion statt, bei welcher sämtliche involvierte Fachärzte dreier Kliniken, der Bürgermeister der Stadt Dessau, Vertreter der AOK und Vertreter der 36 Verbände und Selbsthilfegruppen über Verbesserungsmöglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung diskutierten. Dabei entstanden gute Ebenen der Zusammenarbeit. Diese wurden in einem Protokoll festgehalten.

    Am „Tag der seltenen Erkrankungen“ wurden die erarbeiteten Vorschläge den geladenen Politikern feierlich übergeben. Da in diesem Jahr Dr. Haseloff aus terminlichen Gründen das Protokoll nicht entgegennehmen konnte, übernahmen dies die Landtagsabgeordneten der SPD, Dr. Verena Späthe und Tobias Krull von der CDU.

    Ein Punkt war, zum Beispiel, ein erleichterter Zugang zur Diagnostik, welcher finanziell gefördert werden soll. Der Vorschlag ist, sich stationär einem interdisziplinären Team vorstellen zu dürfen, statt von Arzt zu Arzt zu rennen. Man hätte alles in einem Haus, der Patient weniger Rennerei und auch für den Kostenträger wäre es günstiger. Beide Abgeordneten besuchten anschließend jeden Infostand und informierten sich ausführlich über die verschiedenen Erkrankungen. Sie waren sehr interessiert und fragten viel nach.

    Wir erreichten mit unserem Stand aber auch viele Betroffene aus dem Raum Dessau, welche extra gekommen waren, um sich über die Fibromyalgie auszutauschen und zu informieren. Es waren sehr angenehme Gespräche. Im Raum Dessau gibt es nämlich noch keine Selbsthilfegruppen für Fibromyalgie. Toll war auch, dass sich angehende Ärzte sowie auch Physiotherapeuten bei uns informiert haben und das „Patientengespräch“ dankend mitnahmen. Zum Abschluss gab es noch das alljährliche feierliche Ballonsteigen mit den beteiligten Akteuren dieses wundervollen Tages.

    Und während ich hier sitze und schreibe und vor Schmerzen kaum den Stift halten kann, geschweige sitzen, und die scheinbar nicht endende stürmische Wetterlage seit Wochen uns den letzten Nerv raubt, habe ich doch wieder gemerkt, wie toll es ist, anderen Mut zu machen und Kraft zu geben, damit man manchmal selber nicht verzweifelt.

    Somit sende ich allen Fibromyalgie Betroffenen herzliche Kraftgrüße aus Magdeburg.

    Wiebke Weinhauer
    Mitglied

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  • | Optimisten 02/2020

    Die Selbsthilfegruppe Stendal hat mit einer Ergotherapeutin einen speziellen Kurs nur für Fibromyalgie Patienten erstellt. Wir, die Selbsthilfegruppe Stendal, konnten uns davon überzeugen, dass es nicht so schwer ist, wie es klingt. Und nein, kein Jumping, sondern ganz auf unsere Krankheit zugeschnittene Übungen.

    Es ist schon schwer, das Gleichgewicht auf dem Trampolin zu halten. Aber selbst mich hat es überzeugt, was wir da an Kraftarbeit leisten. Es wird jede Zelle des Körpers beansprucht. Gewisse Übungen sind nach einem Pfad durch den Körper aufgebaut. Von Kopf, Hals, Arme, Bauch, Po und vor allem die Beine. Es ist am ersten Tag ungewohnt und vielleicht auch mit etwas Muskelkater behaftet. Für uns als Gruppe eine ganz tolle Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Einfache Übungen, die uns helfen sportlich zu sein und den Körper in Bewegung halten. Zum Beispiel waren dort auch Übungen mit dem Ball. So musste man sich konzentrieren und trotzdem auf dem Trampolin in Bewegung bleiben. Eine Herausforderung, die wir aber meisterten.

    Nach getaner Arbeit konnte man sagen: “Jede Zelle deines Körpers ist glücklich“.

    Wer das Lied kennt, weiß, dass es auch für solche Übungen toll ist.

    Eine ausgiebige Entspannung auf dem Trampolin gab es dann auch, die bei einigen zur Tiefenentspannung führte. Oder so wie ich immer zu sagen pflege „KO“.
     

    Anke Grandt
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2020

    Am 21.10.2019 traf sich unsere Gruppe zusätzlich zum eigentlichen Treffen, um einen Vortrag über Achtsamkeit zu hören. Für diesen Vortrag konnten wir unsere Vorsitzende Bärbel Wolf gewinnen. Mit ihr kamen auch Vorstandsmitglied Olaf Thürnagel und Mechthild Döcke, stellv. Gruppensprecherin der SHG Schönwalde-Glien sowie das Maskottchen der DFV. Zusätzlich kamen auch noch ein paar Gäste aus Bad Belzig, um gemeinsam mit uns den Vortrag zu hören.

    Auf die Frage, was Achtsamkeit bedeutet, kamen keine Antworten, nur fragende Gesichter. Bärbel Wolf erklärte uns anhand von Beispielen, was Achtsamkeit bedeutet und vor allem wie jeder von uns auch auf sich selbst achten sollte.

    Wichtige Punkte der Achtsamkeit:

    • ich stehe an erster Stelle (Selbstliebe = Nur wer sich selber liebt, kann die Liebe weitergeben)
    • Gedankenkarussell abstellen
    • im Jetzt und Hier sein
    • nur eine Sache tun (eins nach dem anderen)
    • Terminkalender nicht so vollpacken (in den Terminkalender Zeit für MICH eintragen)

    Drei Fragen sollte man sich immer stellen:

    • Was mach ich gerade?
    • Wie mach ich es?
    • Wie geht es mir dabei?

    Bärbel brachte mit ihrer lockeren Art das Thema für alle sehr verständlich rüber. Nach dem Vortrag saßen wir noch in lockerer Runde zusammen und tauschten uns bei Kaffee und Kuchen aus.

    Welche Zufälle es gibt: Auf dem Bild sitzt unser Maskottchen "Frau Fröhlich" zufällig auf dem Arm von Simone Fröhlich. Das Maskottchen hatte nämlich bei unserer Veranstaltung noch keinen Namen.

    Olaf Thürnagel
    Beisitzer im Vorstand

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  • | Optimisten 02/2020

    Einige unserer Mitglieder erprobten eine Ganzkörperkältetherapie und möchten euch von ihren Erfahrungen berichten. Sie starteten den Versuch, rein ins Vergnügen - Verweildauer drei bis vier Minuten bei minus 85 – 90 Grad Celsius. Wir wollen euch teilhaben lassen an unseren Erfahrungen.

    Die Ganzkörperkältetherapie gilt als eine der wirkungsvollsten physikalischen Therapiemöglichkeiten bei rheumatischen Erkrankungen. In vielen Studien wurden positive Auswirkungen in Bezug auf einen Entzündungsprozess, die Schmerzempfindung und Beweglichkeit der Patienten nachgewiesen. Die erste und derzeitig einzige Kryo-Kammer in Chemnitz wurde im Jahr 2019 eröffnet.

    Und hier Erfahrungen der Probanden aus unserer SHG:

    Regina Burkhardt:

    Zuerst war ich skeptisch, aber nach Studieren des Flyers wollte ich es probieren. Nach dem ersten Besuch gingen Laufen und andere Bewegungen etwas leichter, aber ich habe abends gefröstelt und war sehr müde. Da wir täglich in der Kältekammer waren, gingen die Entzündungen im Knie und im Handgelenk sehr schnell zurück. Ich wurde schmerzfreier. Jede Bewegung ging leichter, auch Treppen steigen. Dabei habe ich nicht mehr das Gefühl, dass sich der vordere Oberschenkel verkrampft. Augen- und Kopfschmerzen gingen stark zurück. Ich hatte auch den Eindruck, die im Körper wütende Schuppenflechte hat sich beruhigt. Alles in allem, das Leben wurde leichter, schmerzfreie Bewegung brachte auch mehr Freude. Insgesamt vier Wochen Kältekammer – leider hielten diese positiven Effekte nur drei Wochen an. Aber als regelmäßige Saunagängerin ergab sich sogar noch ein weiterer Effekt - nach jahrelanger Enthaltung benutze ich nun auch wieder das Kältebecken.

    Steffen Scheibner:

    Ich war im Februar dort - habe das Schnupperangebot genutzt.

    Das heißt, täglicher Besuch in vierzehn Tagen. Da ich Kälte besser vertrage als Wärme war ich zuversichtlich, dass eine Verbesserung eintritt. Die Kältebehandlung habe ich sehr gut vertragen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade starke Ischias-Beschwerden, mit Taubheit bis in den rechten Fuß. Leider hat mir die Kälte nicht geholfen, auch nicht für den restlichen Körper. Aber einen Versuch war es wert!

    Silvia Brendel:

    Kurzer Abriss zu meinem Befinden:

    Leider war der Schlaf wieder wenig erholsam. Aufstehen - die Angst vor dem Schmerz bei der Berührung des Fußbodens ist wieder da. Strümpfe anziehen, lasse ich weg, kann die Beine nicht anwinkeln. Ich laufe das erste Stück wie ein „hundertjähriger Stock“! Jetzt ist noch eine Treppe mit sechzehn Stufen und ein circa hundert Meter langer Weg zur Garage vor mir. Die Stufen steige ich wie ein Kind, das gerade die ersten selbstständigen Schritte macht. Jetzt noch paar Schritte und das Fahrrad holen. Endlich, ich kann mich schon etwas besser bewegen! Nun meldet sich noch der Daumen und das Handgelenk, aber die frische Luft und das Vogelgezwitscher, das Klappern der Hundemarke lenken mich schnell ab, mein Kopf wird frei.

    Vier Wochen später: Kurz vorm Klingeln des Weckers öffne ich schon die Augen. Oh, ich habe geschlafen „wie ein Stein“. Füße raus, einmal gestreckt, aufstehen. Konnte sogar Socken wieder anziehen. Ich laufe die Treppe zügig runter. Die Fahrradrunde mit dem Hund gehört zu meinem morgendlichen Ritual. Was ist heute anders? Warum ist das so? Mitte des vergangenen Monats bin ich zum ersten Mal in die Kältekammer gegangen. Bereits nach dem ersten Besuch war eine bessere Bewegung möglich. Fast täglich, mindestens viermal pro Woche fahren meine Freundin und ich zur Kältekammer. Badeanzug, Mütze, Handschuhe, Socken, Mundschutz und gute Musik gehören zur Ausrüstung.

    Drei bis vier Minuten bei Temperaturen zwischen 80 und 90 Grad Celsius bringen mich richtig gut in Form. Langsam aber sicher kommt mein Körper wieder in Schwung, der durch meine Fibromyalgie und einige andere Krankheiten (wie Hashimoto, Bandscheibenvorfälle, Bänderrisse, usw.) in den Bewegungen eingeschränkt ist. Sensibilitätsstörungen werden weniger, Ausdauer ist gesteigert und ich schlafe bedeutend besser. Das ziehe ich jetzt eisern durch. Ich bin schon heute froh, durch Kälte ein neues Lebensgefühl bekommen zu haben!

    Christel Riedel:

    14 Tage Probe – beim ersten Mal kam bei mir der Kreislauf durcheinander; mache ich weiter oder lasse ich es sein? Ich habe mich für Fortsetzung entschieden. Interessant war, dass ich meine Schmerzen in den Beinen gar nicht mehr wahrnahm, die Beweglichkeit hatte sich auch verbessert. Längeres Spazieren war schmerzfrei möglich. Nach einer weiteren Woche Kältekammer war ich aber plötzlich am Boden zerstört – die Schmerzen nahmen wieder zu, ich konnte kaum noch laufen, war müde und schlapp. Wieder stand die Frage – weiter oder Schluss? Da half nur eine Beratung des Betreibers. Wie oft ist optimal für den Körper? Wir sind nun beim Experimentieren – „Corona“ sorgt aber auch hier erstmal für eine Zwangspause! Der Plan ist nun, Kältekammer mit Bewegungstraining, wenn es wieder möglich ist.

    Das Fazit: nach der Kältekammer ist der Körper in „Aufruhr“, es fühlt sich aber gut und leicht an, die Durchblutung wird angekurbelt und es macht ein wirklich gutes Gefühl. Das bewirkt natürlich auch die Schmerzlinderung. Ziel: schmerzfreie Zeiten optimieren.

    Katrin Sielaff:

    Die Kältekammer tat mir sehr gut. Die Schmerzen an den Händen haben sehr gut nachgelassen. Nach circa ein bis zwei Wochen war es allerdings wieder wie vorher. Meine Hände und Füße schmerzen genauso wie immer. Das „Einstechen“ ist auch wieder schlimmer geworden. Ich habe nur vierzehn Tage probiert. Man muss wohl kontinuierlich gehen, um das in den Griff zu bekommen, wenn das überhaupt geht.

    Gitta Förster:

    Die Einschätzung erfolgt alphabetisch – hier nur ein Auszug:

    A - Ambiente
    B - Bedürfnisorientiert
    C - Charm des Teams
    D - drastische Verbesserung
    E - Erfolg zu spüren
    J - Ja zur Kälte
    L - Lebensfreude
    N - noch einmal bitte
    U - Unglaublich schön kalt
    W - Wartezeit -nö!
    X - keine Hexerei
    Z - zum Schluss, macht euch bitte selbst ein Bild!Die Begeisterung des Teams ist hiermit voll zu spüren!

    „Frostige“ Grüße von der SHG Chemnitz/Erzgebirge. Stärkt euer Wohlbefinden und bleibt virusfrei!

    Christel Riedel
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2020

    Am 22.02.2020 beteiligten wir uns mit einem Informationsstand am „Wittgensteiner Miteinander“ im Haus des Gastes in Bad Laasphe. An insgesamt 33 Ständen ging es um Gesundheit, Inklusion und Barrierefreiheit.

    Vorgestellt wurden diverse Hilfsmittel und Digitale Neuheiten sowie Selbsthilfegruppen. Auch die Möglichkeit zum Mitmachen und Ausprobieren war gegeben und wurde rege angenommen. Zum Beispiel wurde Rollstuhl-Basketball gespielt. In der Rollstuhlsport-Gemeinschaft Wittgenstein, einer Abteilung des Turn- und Sportvereins Schloss Wittgenstein, besteht wöchentlich die Möglichkeit des gemeinsamen Rollstuhl-Basketballs für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch eine virtuelle Realitätsbrille zur Rauchentwöhnung konnte man testen.

    Sinn dieser Aktionen sind das Umdenken in neue Perspektiven und Ängste zu nehmen. Es war den Besuchern und Ausstellern wichtig, sich in die Situation von Menschen mit Behinderung hineinzuversetzen, Vorurteile abzubauen, Schwellenängste zu überwinden, Verständnis zu gewinnen und Denkanstöße zu liefern. Bereits 1989 wurde das Projekt „Miteinander – füreinander“ von Lehrer Wolfgang Henkel am Gymnasium Schloss Wittgenstein als fester Bestandteil in das Schulleben integriert und bis heute fortgesetzt. Die kulinarische Versorgung fand durch das Inklusions-Restaurant „Fünf 10“ aus Kreuztal statt.

    Aussteller und Besucher hatten gleichermaßen Freude am Ausprobieren, interessante Gespräche zu führen und Begegnungen eventuell noch im Nachhinein zu vertiefen.

    Karin Puppe
    Mitglied

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  • | Optimisten 02/2020

    Die Mitglieder der SHG Bad Belzig gehören zu der Risikogruppe, die vor Corona geschützt werden sollte. Deshalb bleiben wir zu Hause und befolgen die Empfehlungen der Bundesregierung und des Gesundheitsministers – wir bleiben zu Hause.

    Damit in dieser Corona-Krisenzeit keine Langeweile aufkommt, haben wir gebastelt und genäht. So konnten wir in den letzten Tagen mit kleinen genähten Herzen, gebastelten Blumen und Engeln oder Studentenblumensamen ein kleines Dankeschön und Seelentröster für die vielen fleißigen Hände zur Bewältigung dieser Krise übergeben.

    Stellvertretend für alle Helfer zur Bewältigung der Krise haben wir Ärzten und Schwestern im Krankenhaus, den Arztpraxen, den Feuerwehrleuten und Mitarbeitern der Rettungswache, den Physiotherapeuten, Postmitarbeitern, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Verkäuferinnen im Supermarkt sowie der Kirchengemeinde eine Überraschung bereitet. Alle Männer und Frauen, die jetzt für uns da sind, gehen selbst an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und deshalb ist ein kleiner Gruß so wichtig. Freude und große Dankbarkeit wurde uns entgegengebracht.

    Gemeinsam werden wir alle versuchen, gegen die Pandemie anzugehen. Deshalb wurde aus dem Nähen der kleinen Herzen ein Nähen von Behelfsmasken für Mund und Nase für Familienangehörige, Freunde und Nachbarn. Nur so kann langsam wieder Normalität eintreten und wir wünschen, dass alle gesund und behütet bleiben.

    Wer die Studentenblumensamen aussät, wird sich im Sommer bis in den Herbst hinein an den bunten Blüten erfreuen und unterstützt auch gleichzeitig die Natur zur Ansiedlung von Insekten.

    Heidrun Jordan
    Mitglied

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  • | Förderung

    Die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene unterstützt uns mit 129.000 € für unsere Selbsthilfearbeit.

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  • „Nein - aber ….“ könnte man das Fazit eines Youtube-Videos zusammenfassen, das ein gutes Beispiel gibt, wie man trickreich Fakten und Mutmaßungen mischt, um eine Werbebotschaft zu platzieren.

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  • Ein Facharzt für Labormedizin und Alternativmedizin (engl.: functional medicine) diskutiert mit seinem sehr persönlichen Blick auf die Fakten eine kleine medizinische Studie, die inzwischen wegen methodischer Mängel zurückgezogen wurde.

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  • Die Meldung wurde von den Medien willig aufgenommen: „KI erkennt Brustkrebs zuverlässiger als erfahrene Radiologen“. Gleich zwei Schlagworte mit hoher Aufmerksamkeitsgarantie in einer Überschrift, die „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Brustkrebs“, verknüpft mit einem Unfähigkeitsattest für die (im Gegensatz zu Journalisten) in der Bevölkerung hoch angesehene Berufsgruppe der Fachärzte. Bei solch verlockender Gelegenheit verzichtet man auch schon mal auf einen Blick in die Originalquelle. Ohnehin überfordern medizinische Studien mit ihrer komplexen Statistik die Schnellschreiber - da greift man gern zur begleitende Presserklärung oder orientiert sich an den Texten der Kollegen. Durch dieses copy-paste-cut-waste-Verfahren (kopieren-einfügen-kürzen-Müll) werden Falschmeldungen verbreitet.

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  • Aufgrund der aktuellen Krise weitet die Schmerzgesellschaft ihr Angebot im Umfeld des Aktionstages gegen den Schmerz aus und bietet ab Mittwoch, 6. Mai 2020 jeden Mittwoch eine telefonische Patientenhotline an.

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  • Solidarität unterstützt den Optimismus, der gerade jetzt notwendig ist

    Zu normalen Zeiten ist die penetrante Nähe zu Mitmenschen ein unversiegbarer Quell für sozialen Stress. Dann erscheint Alleinsein oft als erholsamer Rückzug und willkommene Gelegenheit Ruhe zu genießen. Derzeit, unter den Bedingungen der Corona-Epidemie bewirkt die aus Verantwortung selbstgewählte oder durch die Behörden vorgeschriebene Distanz zu anderen Menschen (social distancing) jedoch dauerhafte Isolation. Doch Menschen sind auf Sozialkontakte angewiesen. Die erzwungene Einsamkeit provoziert Stress - nicht abrupt, sondern schleichend ansteigend.

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  • | Veranstaltung

    Die Fibromyalgie Selbsthilfegruppe Eppingen lädt ein zum Informationsabend "Fibromyalgie was nun, was tun?"

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  • | Messe

    Selbsthilfegruppe Essen nimmt mit einem Info-Stand an der Messe von 10 bis 17 Uhr teil.

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  • | Veranstaltung

    Wir laden ein zur Gründung der Fibromyalgie Selbsthilfegruppe in Bad Harzburg am Dienstag, 03.03.2020 um 17 Uhr.

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  • | Optimisten 01/2020

    Elisabeth Hussendörfer

    Diffuse Schmerzen, sprunghaft wandernd, mal dumpf, mal stark und dann wieder fast verschwunden – dahinter kann eine Fibromyalgie stecken.

    Die Krankheit lässt sich bis heute nicht eindeutig feststellen, weiß die Vorsitzende der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. Bärbel Wolf: „Fibromyalgie ist eine Ausschlussdiagnose.“ Zuvor müssen andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen abgeklärt sein ...

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  • | Optimisten 01/2020

    Seit fast drei Jahren kommen die Mitglieder der Stralsunder Selbsthilfegruppe regelmäßig einmal im Monat zu den Gruppentreffen in die KISS in die schöne Altstadt von Stralsund. Darüber hinaus treffen sich einige Teilnehmer auch regelmäßig zum Nordic Walking, was besonders an der Seeluft hier oben im Norden sehr erholsam ist.

    Im letzten Jahr trat die Gruppe ebenfalls mit Infoständen öffentlich in Erscheinung. So stellte sie sich im Januar 2019 auf dem Marktplatz der Vereine vor und auch auf der Ehrenamtsmesse im März 2019 in Stralsund.

    Vier Gruppenmitglieder nahmen im Mai 2019 am 23. Deutschen Fibromyalgie Tag in Göttingen teil und auch an der Mitgliederversammlung unseres Dachverbandes, der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V., und sieben Mitglieder besuchten den Hauptstadt Tag im Oktober des letzten Jahres, unterstützt von der Bahn BKK, in Berlin.

    Beide Veranstaltungen dienten nicht nur der Fortbildung durch Arzt- und Therapeutenvorträge, sondern auch dem Erfahrungsaustausch mit anderen Selbsthilfegruppen des Bundesgebietes. Alle Gruppenmitglieder zeigten sich sehr interessiert an neuen Forschungsergebnissen und Behandlungsmöglichkeiten für uns Fibromyalgie Betroffene.

    In den Gesprächen während der Treffen in der KISS Stralsund wurde erörtert, wie der normale Alltag mit dem Schmerz gelebt werden kann, ohne zu sehr zu belasten, welche Hilfen es noch gibt und wie man sich vor allem selbst helfen kann.

    Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war auch das Genusstraining, nämlich, das Wiedererkennen von schönen Dingen im Leben neu zu erfahren, die durch die chronische Schmerzerkrankung bei vielen Betroffenen nicht mehr vorhanden ist. Durch die Schmerzen und den regelmäßigen „Arztmarathon“ sind Betroffene oft nicht mehr in der Lage, zu genießen und sich am Leben zu erfreuen. Im Winter lernten wir durch eine Aromatherapeutin, wie Düfte sich positiv auf die Stimmung und das Wohlbefinden auswirken können. Diese Veranstaltung förderte die Audi BKK.

    Im Sommer bewegten wir uns nicht nur an frischer Luft, sondern konnten eintauchen in die Welt der Kräuter unserer Region bei einer sehr interessanten Kräuterwanderung. Dabei konnten wir lernen, welchen Nutzen diese Kräuter für unsere Gesundheit haben können. Hierbei unterstützte uns die BKK VBU. Auch die anderen Ausflüge im Sommer dienten dem Ziel, die Natur wieder genießen und nutzen zu lernen. Der Ausflug nach Starkow in den Pfarrgarten mit seiner Blumenpracht sowie der Ausflug in die Rostocker Heide zur Moorwanderung, die durch einen Naturführer begleitet worden ist, der uns die Augen für die Schönheiten der Natur öffnete, waren für viele erstmals wieder Lichtblicke in ihrem Alltag.

    Auch der Besuch der Kerzenscheune war ein Höhepunkt des Jahres zum Erreichen des Ziels, wieder Freude am Leben zu bekommen. Obendrein konnten die Teilnehmer ihre feinmotorischen Fähigkeiten beim Kerzenziehen trainieren. Die Freude darüber, etwas selbst hergestellt zu haben, war den Teilnehmern am Gesicht abzulesen.

    Das gemeinsame Zusammensein in der Gruppe ist ein wichtiger Weg aus der sozialen Isolation, der vielen chronisch Kranken allein sehr schwerfällt.

    Fazit:
    Die Gruppe hat sich in der Zeit seit ihrer Gründung im Jahr 2017 sehr gefestigt und ist zu einer Art großer „Familie“ geworden. Die Mitglieder sind interessiert, gemeinsam Wege zu finden, um mit der Krankheit Fibromyalgie umgehen zu können. Pläne für das Jahr 2020 sind schon gemacht. Die Gruppe hat mehrere Veranstaltungen geplant zu Achtsamkeit und Entspannung im Alltag, um dem Schmerz die Stirn zu bieten und sich nicht von ihm unterkriegen zu lassen. Und im Juni 2020 wird der dritte Geburtstag gefeiert mit einem Nachmittag der Offenen Tür.

    Nähere Informationen zur Selbsthilfegruppe sind auch auf unserer Homepage zu finden: www.fibromyalgie-stralsund.de

    Birgitt Bartelt
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Am 6.11.2019 feierte unsere Selbsthilfegruppe ihr einjähriges Bestehen. Jeweils am ersten Mittwoch im Monat haben wir unsere Gruppentreffen. Zum einjährigen Bestehen war dann auch die hiesige Presse zu Besuch. Ich zitiere aus dem Bericht: FIBROMYALGIE: KEINE "SIMULANTENKRANKHEIT".

    Viele reden nicht darüber, weil sie denken, dass sie ja eh keiner ernst nimmt. „Simulantenkrankheit“, „ausgedachte Krankheit“ so wird die Fibromyalgie manchmal bezeichnet. Heute hast Du Magen-Darm-Probleme, morgen Halsschmerzen und übermorgen bekommst Du den Arm nicht hoch … So kann man diese Krankheit beschreiben und sie lässt sich ellenlang ergänzen.

    Die Fibromyalgie wird nicht selten von einigen Ärzten auch gerne Modekrankheit genannt. Für mich zeigt dies allerdings auch die teilweise Hilflosigkeit unserer Ärzte. Im Fragebogen der DFV sind alleine 77 Symptome aufgeführt. Neben den Hauptproblemen Muskel- und Gelenkschmerzen an wechselnden Stellen kommen starke Erschöpfung, Schwindel, Vergesslichkeit oder Medikamentenunverträglichkeit auf.

    „So wie wir hier verstanden werden, werden wir nirgendwo verstanden“, sagte Monique, ein Mitglied unserer Selbsthilfegruppe. Die 46-Jährige hat durch die Gruppentreffen Mut und Kraft für den Alltag gewonnen. Unser ältestes Mitglied ist 83 Jahre, unser jüngstes momentan 46 Jahre alt. Melanie Thöne unterstützt die Gruppe als stellv. Gruppensprecherin.

    Am wichtigsten ist es, dass man nicht ins Resignieren kommt. Wir sind stolz, dass wir das erste Jahr gut hinter uns gebracht haben und schauen optimistisch in die Zukunft.

    Am 23.11.2019 besuchten wir mit einem Teil unserer Mitglieder die Salzgrotte Twistringen. Zuerst waren wir in der Intensiven Solevernebelung. Die Mineralien sind für die Haut sehr wichtig und tun vor allem trockener und juckender Haut gut. Gereizte Haut wird beruhigt, kann dem Körper Wasser entziehen und leicht entschlackend wirken. Hier waren wir ca. 25 Minuten.

    Im Anschluss hieß es Entspannung pur. Für 45 Minuten waren wir in der Salzgrotte, wo wir schön warm eingepackt wurden. Ein leuchtender Sternenhimmel und seichtes Geplätscher der sich mittig im Raum befindlichen kleinen Saline ließ uns gut „runter kommen“. Der Besuch einer Salzgrotte ist dafür geschaffen zu entspannen, dem Alltag zu entfliehen und dabei durch die gute Luft auch noch etwas für die Gesundheit zu tun.

    Wir waren uns alle einig, dass dies nicht unser letzter Besuch dort gewesen ist.
     

    Christa Degener
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Am 21.09.2019 fand in Gifhorn eine Info-Veranstaltung zum Thema Fibromyalgie statt. Initiatoren und Planer dieses Treffens waren Claus Dieter Schulze, Landesansprechpartner Niedersachsen, und Carmen Redel, Vorstandsmitglied der DFV e.V.

    Ziel dieser Zusammenkunft war die Aufklärung über die Erkrankung und die Planung einer Selbsthilfegruppe in Gifhorn. Die Veranstaltung kam bei den Teilnehmern durch die Vorträge, unter anderem von einer Heilpraktikerin, die sich mit Vorstandsmitglied Carmen Redel einen sehr interessanten positiven Schlagabtausch lieferte, sehr gut an.

    Eine gelungene Versammlung und die Initialzündung zur Gruppengründung, die am 16.10.2019 stattfand. Bereits am Gründungstag waren 11 Teilnehmer anwesend. Inzwischen besteht die Gruppe aus 15 festen Mitgliedern und weitere haben sich bereits angekündigt. Ein schönes Ergebnis, das nicht zuletzt den Gruppensprechern Ina Mehlhase und Klaus Peter Grups zu verdanken ist, die mit sehr viel Engagement die Gruppenabende gestalten und dabei immer ein offenes Ohr für die Gruppen-Teilnehmer haben.

    Für das nächste Jahr hat sich die Gruppe verschiedenste Aktivitäten vorgenommen, um den Umgang mit der Erkrankung zu verbessern und das Vertrauen und Miteinander in der Gruppe zu stärken.

    Zitat der Gruppensprecher: “Wir sind guten Mutes und optimistisch, dass die Selbsthilfegruppe Gifhorn ein fester Bestandteil in der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung DFV e.V. sein wird.

    Ein schönes Fazit, Dankeschön.
     

    Carmen Redel
    Beisitzerin im Vorstand
    Beauftragte für Selbsthilfegruppen
    Landesansprechpartnerin

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  • | Optimisten 01/2020

    Nun musste ich 62 Jahre alt werden, um endlich eine gescheite Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie zu finden! Ich habe lange gesucht. Doch weder hier noch im Umland konnte ich mich mit Gleichgesinnten austauschen.

    Im Jahr 2018 wurde ich Mitglied der DFV e.V. Wieder keine Gruppe in der Nähe! Im Frühjahr 2019 „platzte mir der Kragen“ und ich sprach mit meiner Freundin und Gleichgesinnten Hella Medenwaldt. Auch sie war von der DFV begeistert und trat ihr bei. Im Sommer meldete ich mich beim Bundesverband. Nach dem Anruf unserer Bundesvorsitzenden Bärbel Wolf bei mir gab es kein Halten mehr.

    Raumsuche war angesagt. Ein langes Hin und Her bis mir ein super Haus gefiel. Das Haus des Förder- und Betreuungsbereiches der Ziegler‘schen! Ein relativ neues Haus, alles ebenerdig und barrierefrei. In Bad Saulgau leider nicht wirklich bekannt.

    Kennengelernt habe ich die Ziegler‘sche Behindertenhilfe durch meine Tochter, sie hat eine geistige Beeinträchtigung und arbeitet in der WfBM. Über Umwege kam ich dann zur entsprechenden Telefonnummer. Ein Anruf - und der Raum/das Haus gehörte zum Gruppenabend uns! Einen Abend im Monat – kostenfrei. Jetzt dachte ich - geschafft. Nichts da! Jetzt ging es erst einmal richtig los!

    Im September fuhren dann Hella und ich nach Goslar zur Gruppensprecherschulung für neue Gruppensprecher/innen. Bad Saulgau – Goslar – weit!

    Es war eine super Schulung! Wir lernten so viel Neues, natürlich auch neue Fibromyalgie Erkrankte kennen. Alle waren so lieb, nett und natürlich! Auch unseren Landesansprechpartner für Baden-Württemberg und Vorstandsmitglied Jürgen Eckstein lernten wir kennen.

    Als wir zurück waren ging es ans Flyer verteilen, Berichte für das „Stadtblättle“ und für die Schwäbische Zeitung, na eben, was so zur Werbung gehört.

    Der große Tag bzw. Abend war endlich da! Ich holte den Schlüssel fürs Haus und wir, Landesansprechpartner Jürgen Eckstein, meine Freundin Hella Medenwaldt und ich waren gespannt, neugierig und freudig überrascht! Wir waren insgesamt 15 Personen. Auch ein Reporter unserer Zeitung war dabei.

    Es war ein wunderschöner Abend. Zwei Tage später war ein halbseitiger super Artikel mit Bild in der Schwäbischen Zeitung. Erfolg auf ganzer Linie. Sogar heute kommen noch Anrufe aufgrund des Artikels.

    Ein riesiges Dankeschön gilt den Mitarbeitern der DFV, Jürgen Eckstein und meiner Freundin und stellv. Gruppensprecherin Hella Medenwaldt.

     

    Annette Hinzer
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    ... sind die Schlagworte Ende 2019 und bleiben es gleich wieder beim Start in 2020. Was verbirgt sich dahinter?

    Greifen wir mittenrein: Messe in Essen. Immer ein Highlight und Magnet für viele Besucher. Lest hierzu den Bericht von unserer Daniela:

    Die Selbsthilfegruppe Essen präsentierte sich am 09. und 10. November 2019 auf der von einem breiten Publikum besuchten Verbrauchermesse „Mode, Heim, Handwerk“.

    Es konnten viele Beratungsgespräche geführt und Interessierte mit Infomaterial sowohl zur Krankheit als auch zu unserem Verein ausgestattet werden. Dabei waren neben selbst Betroffenen auch viele Besucher, die sich einfach einmal informieren wollten, weil ein(e) Verwandte(r), Bekannte(r) oder Freund(in) erkrankt ist. Andere standen staunend vor dem Schild „Fibromyalgie“ und erkundigten sich neugierig, was das denn für eine Krankheit sei. So war an unserem Stand auch immer etwas los. Es hat Spaß gemacht und dazu beigetragen, die Krankheit und unsere SHG ein wenig bekannter zu machen.

    Wir danken der „Messe Essen“ sowie der „Wiese e. V.“ für die Möglichkeit dieser Öffentlichkeitsarbeit.

    Nun zum Thema Markt!

    Was bietet sich mehr an, als in der Adventszeit an einem Weihnachtsmarkt teilzunehmen? Zugegeben, ein riskantes Unterfangen, wenn man zwischen all dem Glitzer und Leuchten ein offenes Ohr für eine Selbsthilfegruppe und deren Interesse finden und wecken möchte.

    Finanziell unterstützt durch die BKK-Arbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen, standen wir am 23. und 24. November in einer der „Weihnachtshütten“ auf dem bekannten Markt von Essen-Steele, was anfangs ein Geduldsspiel mit Bedarf an Ausdauer war. Aber wir waren guten Mutes und voller Motivation durch unseren wunderbaren gemeinsamen Abend des Weihnachtsessens am 22. November im „Wehbergshof“. Sollte auch belohnt werden!

    Mit wachsendem Besucherandrang auf dem Markt und seinem bunten Treiben kamen auch die Interessierten und Neugierigen an unsere „Hütte“. Es wurde ein solcher Erfolg, dass dieser uns für die Weihnachtszeit 2020 zum Wiederholen drängt.

    Jetzt konnte das Weihnachtsfest kommen, die Ruhe und die Geselligkeit im Familienkreis. Wäre da …… ja, wäre da nicht nochmal das Thema „Markt“ im Hintergrund wartend.

    Also, bevor es in die Weihnachtstage gehen konnte, noch „schnell“ eine ganz andere Idee von Öffentlichkeitsarbeit vorbereiten.

    „Feierabend-Hallen-Flohmarkt“ als Benefiz-Veranstaltung für unsere Gruppe in Essen (siehe Plakat). Jetzt hieß es, in den Geschäften „Klinken putzen“ oder besser, Scheiben und Wände (mit Erlaubnis) sauber „zu bekleben“. Zudem wurde in Presse, Radio und Sozialmedien geworben. Nach wenigen Tagen gingen die ersten Reservierungen für Stände ein. Je Tisch fiel ein Obolus zugunsten der SHG in Höhe von 5,- Euro an.

    Am 10. Januar 2020 war es dann endlich soweit. Nachdem ab 17 Uhr die Verkäufer ihre Tische vorbereitet hatten, strömten ab 18 Uhr die Besucher in den Saal des BürgerTreffs in Essen-Überruhr. Unter den Besuchern auch vier Mitglieder der SHG Duisburg - tolle und freudige Überraschung. Statt Eintrittsgeld baten wir um einen Unkostenbeitrag von nur 1 Euro zugunsten der SHG Essen, was von den Besuchern gerne erfüllt wurde. Außerdem gab es einen Tisch für Sachspenden, welche zugunsten unserer SHG gehandelt wurden. Der Verkauf von gespendeten Getränken und Fingerfood brachte ebenfalls weitere Taler in die Gruppenkasse. Das ausgelegte Infomaterial wurde gerne mitgenommen und führte zu einigen Gesprächen.

    Und wie heißt es doch gleich: „Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung“. Die Planung für den nächsten „Feierabend-Hallen-Flohmarkt“ läuft an.

    10. Januar 2020: √√ - Luft holen und Pause? Nicht angesagt, denn am 15. Januar trafen sich einige Mitglieder unserer Gruppe, um Menschen „Steine in den Weg zu legen“. Ja, richtig gelesen. Wir machen als Gruppe wieder mal mit. Bundesweit gibt es in den Sozialmedien „Wandersteine“ und hier im Ruhrgebiet „Pottsteine“ als lustige Botschaft der Freude, Liebe, Spaß etc. zwischen den Menschen.

    Kieselsteine werden bunt (umweltfreundlich) mit einem Bild, einer Botschaft oder was auch immer nach eigenem Gusto bemalt. Durch Hinzufügen eines Hinweises auf die SHG ist der freundliche Spender erkennbar. Nun wird der Stein an irgendeiner Stelle zum Finden hinterlegt („ausgewildert“). Es bringt Spaß und Freude, die eigenen Werke von irgendwem von irgendwo in den Sozialmedien wiederzusehen, verbunden mit einem freundlichen und bei den SHG-Steinen werbewirksamen Hinweis. Wir hatten gemeinsam viel Spaß, waren wieder kreativ, haben etwas für unsere Feinmotorik getan und so ganz nebenbei für die DFV geworben.

    Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Lesen und vielleicht war ja die eine oder andere Anregung dabei.

    Liebe Grüße

    Daniela Jansen und Petra Aurich
    Mitglied und Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Seit einem Jahr ist die SHG Duisburg in neuen Händen. Das war für uns Anlass für ein gemeinsames Frühstück in "Cafe Auszeit".

    Der Vormittag war kurzweilig, wir hatten viel Spaß und bei reichhaltiger Speisenauswahl kam jeder auf seine Kosten. Auch gab es ausreichend Gelegenheit für zwanglose Gespräche.
     

    Cornelia Gooßes-Tappert und Claudia Bays
    Gruppensprecherin und stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    In der gut gefüllten Kapelle der Reha-Klinik Bad Belzig fand eine Buchlesung mit Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz statt. „Der Brotmacher“ heißt sein Buch. Selbst bezeichnet er sich als Bäcker, Beter und Unternehmer.

    Als Verstärkung konnten wir Hartmut Leisegang, den hier gut bekannten Musiker der Band „Keimzeit“ begrüßen.

    Zum Auftakt berichteten beide Gäste über die Schul- und Ausbildungszeit mit Höhen und Tiefen. Bäckermeister Plentz erzählte von seinen Erlebnissen während der GST-Ausbildung in der Bäckerlehre und Hartmut Leisegang von den Anfängen der Band „Keimzeit“, gegründet von den vier Geschwistern aus Lütte. Die Musik wurde zum Hobby. Nach diesem Ausflug in die Kindheit und Jugend hörten wir „2+2 ist 22“, geschrieben von Bandleiter Norbert Leisegang. Leider wurde 1989 vor der Wende auch in Belzig ein Auftrittsverbot wegen kritischer Texte ausgesprochen. Dank der Hilfe des Bezirks Potsdam konnte die Band aber bald wieder auftreten.

    Im folgenden Abschnitt der Buchvorstellung erfuhren wir Interessantes und Lustiges über das Leben in der Familie mit fünf Kindern und warum die Tochter Helen liebevoll als Feder bezeichnet wird. Nachdenklich wurden wir Zuhörer bei den Ereignissen zur Vergrößerung des Familienunternehmens mit Problemen bei Bauausführungen und dem Festigen und Erhalten von Freundschaften. Wir hörten viel über Vertrauen und Verzeihen.

    Auch Hartmut Leisegang machte mit der Band ähnliche Erfahrungen. Nach der Wende strömten viele Eindrücke mit vorher nicht gekannten Möglichkeiten auf die Band ein. Die Musik veränderte sich und es erklang aus dieser Zeit das Lied „Halbmensch“.

    Im 3.Teil der Lesung machte der Buchautor Ausführungen zu der Wertschätzung seiner Eltern, die liebevolle Pflege der Mutter und seine Bemühungen mit dem Leiten des Unternehmens, das inzwischen sieben Filialen besitzt. Er erzählte über sein großes soziales Engagement in der Jugend- und Kirchenarbeit. Sein Gottvertrauen hat ihn immer begleitet und ihm geholfen. So widmet Karl-Dietmar Plentz das letzte Kapitel seines Buches „Der Brotmacher“ dem Treck der Titanen 2018 von Brück nach Weliki Nowgorod zur Übergabe der Friedensglocke. Das Friedensbrot, welches er gebacken hatte, wurde ebenfalls gebrochen und unser selbstgestaltetes Buch über den Fläming fand seine neuen Besitzer.

    Hartmut Leisegang konnte über weitere erfolgreiche Konzerte, wie kürzlich in Prag, berichten und wie das Leben auch als Unternehmer nicht immer einfach ist. Bei den Bandmitgliedern spielen Familie, Freundschaft und soziale Projekte eine große Rolle. Deshalb waren wir sehr erfreut, dass auch die geliebte Mutter und Bruder Roland unter uns weilten. Roland Leisegang, ehemaliges Mitglied von „“Keimzeit“, ist ja heute der Bürgermeister von Bad Belzig und hilft auch unserer Selbsthilfegruppe.

    Bei den Klängen von Kling Klang konnten alle Informationen erst einmal „sacken“. Ein spannender und interessanter Nachmittag neigte sich dem Ende.

    Als kleines Dankeschön wurden anstelle großer Blumensträuße Tütchen mit Studentenblumensamen an die Zuhörer verteilt. So kann auch im nächsten Jahr unser Fläming wieder blühen. Bäckermeister Plentz wird nicht nur als Friedensbrotbäcker, sondern auch als Bäcker der Herzen bezeichnet. Als Andenken verschenkten wir deshalb selbstgefertigte kleine Herzen und gebastelte Engel, die uns helfen sollen, unsere Welt ein wenig friedlicher zu gestalten.

    Wir Mitglieder der Selbsthilfegruppe Bad Belzig bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit unterstützen und sich Zeit für uns nehmen. Wir bedanken uns bei den vielen fleißigen Händen, die diesen schönen Nachmittag ermöglicht haben, bei den Gästen, bei Buchautor Karl-Dietmar Plentz, Keimzeitmitglied Hartmut Leisegang und Moderator Siegfried Frenzel sowie bei Familie Christian Hartung.

     

    Heidrun Jordan
    Mitglied SHG Bad Belzig

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  • | Optimisten 01/2020

    Die SHG Eider hat am 24.09.2019, 18.00 Uhr, mit drei Mitgliedern mit T-Shirt und/oder Jacke mit Logo der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung an der Veranstaltung der Selbsthilfekontaktstelle KIBIS Rendsburg-Eckernförde zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation (GFK)“ teilgenommen. Die Inhalte waren wieder sehr lehrreich.

    Beim nächsten Gruppentreffen der SHG Eider werden wir unseren Mitgliedern über unser von der Referentin Mechthild Keller neu erworbenes Wissen zu diesem Thema berichten.

    Durch unser Auftreten mit dem DFV-Logo kamen wir sehr schnell in Kontakt mit anderen Gruppen. Viele beneideten uns, dass wir ein gemeinsames Outfit haben und zu dritt von einer SHG dort aufgetreten sind. Einige fanden es auch schön, dass ich mein Namensschild von der DFV trug und haben mich darauf angesprochen.
    Neben den neuen Kontakten hat sich auch ein Mann bei mir über unsere Gruppe und unsere Treffen informiert, da seine Frau auch an Fibromyalgie leidet. Vielleicht haben wir bald eine neue Teilnehmerin zum Schnuppern.

    Es war für uns ein gelungenes Treffen. Die Veranstaltung sollte von 18.00-20.00 Uhr gehen, aber wir haben uns danach noch mit anderen Teilnehmern angeregt unterhalten, bis wir ca. gegen 20:25 Uhr "rausgeschmissen" wurden.

    Draußen haben wir uns noch mit zwei anderen Teilnehmern unterhalten und Namen und Visitenkarten getauscht. Wir drei haben danach noch bis 21:50 Uhr auf dem Parkplatz gestanden und keiner wollte so recht gehen, aber es wurde uns dann doch zu kalt.
     

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

     

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  • | Optimisten 01/2020

    „denn zusammen ist man nicht allein…“
    Clueso + Fanta 4

    Wir haben ein belebtes Jahr hinter uns mit Höhen und Tiefen, Lachen und Weinen, aber vor allem mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis in unserer Gruppe. Gerne möchten wir wieder einen kleinen Eindruck hierlassen.

    Am 14.11.2019 haben wir uns bei unserer bezaubernden, kreativen Petra getroffen und unter ihrer Anleitung filigrane Weihnachtssterne gebastelt. Jeder kam dabei an seine Grenzen, ob motorisch, mit Schmerzen an verschiedenen Stellen oder mit der Konzentration. Da alle das gleiche Problem hatten, sind wir mit gegenseitiger Unterstützung gemeinsam einfach über unsere Grenzen „hinweg gestiegen“. Ein tolles Gefühl.

    Am 03.12.2019 trafen wir uns in einer, in Magdeburg bekannten, alten festlich geschmückten „Restaurant“-Kirche zur alljährlichen Weihnachtsfeier. Es ist wie immer wieder unbeschreiblich herzlich und liebevoll gewesen. Hier noch einmal ein großes Dankeschön, dass es Euch gibt. Dies wurde oft auf der Feier geäußert und gefühlt. Das Gemeinschaftsgefühl und sich nicht erklären zu müssen sowie das Verständnis füreinander machen die Selbsthilfegruppe zu etwas Besonderem.

    Danke auch an die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung für Eure Unterstützung und Eure Hilfestellung das ganze Jahr über.

    Wiebke Weinhauer
    Mitglied

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  • | Optimisten 01/2020

    Am 25.05.2019 fand der Tag der Begegnung - auch in Siegen Weidenau - statt und die Selbsthilfegruppe Siegen war gerne wieder dabei. Ausreichend freiwillige Mitarbeiter waren mit Agnes Daub, Anni Klinkert, Karin Puppe, Waltraud Szostak und Gabi Neuser schnell gefunden, um unseren Stand zu betreuen.

    Dieser besondere Tag für mehr Akzeptanz und ein normales Miteinander für Menschen mit und ohne Behinderung entstand einst durch die Klage eines Nachbarn gegen die Stimmlaute von Behinderten. Beim 20. Jubiläum des europaweit einmaligen Festes stellten sich diverse Selbsthilfegruppen vor. Nicht nur mit den Besuchern, auch untereinander gab es regen Informationsaustausch.

    Rainer Damerius, Behindertenbeauftragter der Stadt Siegen, moderierte zum letzten Mal den Verlauf des Tages. Es wurden verschiedene musikalische und künstlerische Auftritte geboten und die kulinarische Versorgung war ebenso gesichert.

    Seit einigen Monaten haben Patienten in Siegen keine Unterstützung mehr durch einen Rheumatologen, was für eine Stadt mit über 220.000 Einwohnern keine gute Versorgung ist. Bedarf haben viele und sie müssen nun weit ins Umland fahren und lange auf Termine warten. Deshalb hat auch unsere Selbsthilfegruppe bereits einiges in die Wege geleitet, um deutlich zu machen, wie wichtig ein Rheumatologe für die Siegener Patienten ist. Am Tag der Begegnung legten wir deshalb Unterschriftenlisten aus, um noch mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Diese Listen sollen an die kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe weitergeleitet werden.

    Hoffentlich findet das Fest auch dieses Jahr wieder bei gutem Wetter statt.

    Karin Puppe
    Mitglied

     

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  • | Optimisten 01/2020

    Auf Einladung unserer Selbsthilfegruppe gab Annette Elben in der Cafeteria des SRH Krankenhauses altes naturheilkundliches Wissen über die Anwendung von Wickeln weiter. Zahlreichen Zuhörern erläuterte sie die theoretischen Grundlagen, welche bei Wickeln und Auflagen zu beachten sind. Über die Haut, unser größtes Sinnesorgan, wird ein warmer oder kalter Reiz von außen gesetzt. Durch den äußeren Impuls kommt es zu einer Reaktion im Innern des Körpers. Anschließende Ruhe entspannen Körper und Seele.

    Warme Wickeln sorgen für Entkrampfung der Muskeln, dabei wird die Durchblutung und der Heilungsprozess gefördert. Durch Kräuterauszüge lässt sich die Wirkung noch verbessern.

    Bei Kälteanwendungen über die Haut verengen die Blutgefäße. Schwellungen und entzündliche Prozesse bilden sich zurück. Kühlende Wickel, auch mit Quark oder kalt angerührter Heilerde sowie Kohlblätter, sind sehr wirkungsvoll bei Entzündungen. Wickelbehandlungen sind mit Berührungen und Zuwendung verbunden, was sich bekanntlich auch schmerzlindernd auswirkt.

    Im zweiten Teil erhielten die Anwesenden von Annette Elben wertvolle praktische Tipps bei der Handhabung von Wickeln. Sie konnten die wohltuende Wirkung von Ohrwickeln mit Zwiebeln, Kohlauflagen, Leberwickel, Senfmehlumschlag, Meerrettichwickel, Heublumensack- und Bienenwachsauflagen am eigenen Körper erfahren.

    Auch die vielen Tipps mit einfachen Gegenständen aus dem Haushalt, die bei der Wickelzubereitung und dem Auflegen dienlich sind, wurden begeisternd von den Teilnehmern aufgenommen.

    Die Gruppensprecherin Eva Scherer bedankte sich bei Annette Elben für den kurzweiligen interessanten Einblick in die Handhabung von Wickeln.
     

    Eva Scherer
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Gruppensprecher Peer Augustin stellte Anfang Oktober bei der Volksbank Bremerhaven-Cuxland einen Antrag auf Unterstützung für die Arbeit der Selbsthilfegruppe. Leider waren aufgrund der schlechten Zinsentwicklung keine Mittel aus der Stiftung der Volksbank abrufbar. Die Geschäftsleitung empfahl zu einer Projektförderung, hier werden Mittel aus dem Reinertrag des VR Gewinnsparens zur Verfügung gestellt.

    Der Projektantrag für den Kauf eines Pavillons für die Öffentlichkeitsarbeit wurde vom Gruppensprecher gestellt und nach einer Woche kam der Förderbescheid der Volksbank.

    Nun konnte ein Pavillon in Auftrag gegeben werden. Auf dem Volant sind die Logos der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. mit dem Zusatz „SHG Bad Bederkesa“ sowie der Volksbank Bremerhaven-Cuxland mit dem Zusatz „gefördert von der“ aufgedruckt. Die Volksbank hat von den ca.1000 Euro Gesamtkosten 819,75 Euro übernommen.

    Unsere Gruppe kann sich so geschützt vor dem Wetter in der Öffentlichkeit präsentieren. Der Pavillon hat eine Größe von 3m x 4,5m und bietet somit nicht nur Platz für einen Tisch zum Präsentieren der Unterlagen für die Gruppenarbeit, sondern es ist zusätzlich genügend Raum für eine Sitzgruppe.

    Wir freuen uns ganz besonders über die spontane Förderung der hiesigen Volksbank und bedanken uns sehr bei Frank Koschuth sowie bei Manuela Lange für die freundliche Unterstützung.
     

    Peer Augustin
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 01/2020

    Am 19. August 2019 haben wir an der Gesundheitswanderung der Revierförsterei Berlin Buch in der Schönower Heide teilgenommen.

    Das wunderschöne Naturschauspiel von Farben, Gerüchen und Geräuschen, die Felder mit dem blühenden Heidekraut, die majestätisch wirkenden Hirsche und Mufflons – all das berührt die Seele und das Herz.

    Man fühlt sich weit, weit weg von der Zivilisation und dem alltäglichen Stress, man spürt die Achtsamkeit und kann Energie tanken. Fürs körperliche Wohlbefinden haben wir unseren Füßen besondere Beachtung geschenkt, denn wir sind barfuß durch den Heidesand gelaufen.

    Sportliche Übungen und Fußsandspiele waren eine gelungene Abwechslung zum entspannten Spaziergang durch die Schönower Heide.
     

    Monika Thode
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Kurz vor Heilig Abend trafen wir uns zu unserer Weihnachtsfeier. Diejenigen, die nicht dabei sein konnten, haben in Gedanken auch mit uns gefeiert. Wir hatten den Saal mit einem golden geschmückten Weihnachtsbaum dekoriert. Plätzchen und Getränke wurden von den Mitgliedern mitgebracht. Die Geschenke für das Wichteln „thronten“ auf unserem Gabentisch und im Hintergrund lief Weihnachtsmusik.

    Nach der Begrüßungsrunde haben wir Weihnachtslieder gesungen und Claudia hat uns dabei auf der Flöte begleitet. Danach haben wir angefangen zu Wichteln. Dazu hat jeder ein kleines in Zeitungspapier eingewickeltes Geschenk mitgebracht. So haben wir uns gegenseitig beschenkt, ohne zu wissen, wer wem etwas schenkt. Wir haben Flaschen gedreht, um festzustellen, wer an der Reihe ist. Die Stimmung war fröhlich, heiter und warmherzig.

    Es war schön und spannend zu sehen, wer welches Geschenk bekommen hatte: Weihnachtsdeko, Tassen, Nascherei, Geschenke zum Wohlfühlen beim Baden usw. Sowohl die Beschenkten wie auch die anderen Anwesenden freuten sich beim Auspacken. Es gab lauter nette Aufmerksamkeiten, die unsere Herzen höherschlagen ließen. Zwischendurch sangen wir weitere Weihnachtslieder, verkosteten die leckeren Plätzchen und erwärmten uns bei alkoholfreiem Orangen-Punsch, den Annemarie vorbereitet hatte.

    Nach dem Wichteln las Manfred eine Weihnachtsgeschichte vor. Danach gab es ein kleines Überraschungsgeschenk von der Gruppensprecherin. Alle freuten sich und packten aus: die Karten „Bewegung aktiv“ von der BZgA. Wir probierten sie sofort aus. Drei von uns leiteten jeweils eine Übung, die wir alle gerne ausführten. Die Karten werden auf jeden Fall bei unseren nächsten Gruppentreffen zum Einsatz kommen, da wir uns gerne bewegen!

    Zum Schluss hat Nathalie den Wunsch geäußert, dass wir unserer Selbsthilfegruppe auch einen Namen geben könnten. So haben wir uns entschieden, dass wir uns bis zu unserem Januar-Treffen zwei Namensvorschläge ausdenken werden. Dann wird ausgewählt, welchen Namen wir unserer Gruppe geben. Bin mal gespannt.

    Ich möchte mich bei allen Anwesenden für den gelungenen und angenehmen Wichtelabend herzlich bedanken.
     

    Béatrice Librator
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 01/2020

    Der Gesundheitslauf der Vulpiusklinik, besser bekannt als „Vulpiuslauf,“ fand am 12.10.2019 zum 14. Mal statt. Bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Temperaturen war eine Strecke von 6 km zu bewältigen. Die Startgebühr ist dabei für einen guten Zweck und kam einer Familie aus der näheren Umgebung zugute. Diese hat drei Kinder, die 7-jährigen Zwillingsmädchen der Familie kamen mit einem sehr seltenen Gendefekt zur Welt. Sie können weder stehen, laufen, sprechen – noch selbstständig essen oder trinken und sind geistig behindert. Trotz allem sind sie aber sehr fröhliche Kinder.

    Also beschlossen Mitglieder der Selbsthilfegruppen Kraichgau, Heilbronn und Möckmühl, auch etwas zu diesem guten Zweck beizutragen. Durch Startgelder und Spenden konnten 24.000 € an die Familie, die zusammen mit den Kindern auf die Bühne kam, übergeben werden. Das war ein sehr berührender und emotionaler Moment. Alle unsere Teilnehmer kamen im Ziel an, hatten viel Spaß dabei und freuten sich dabei gewesen zu sein und damit geholfen zu haben.

    Nach einem gemütlichen Beisammensein bei Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen ging es für alle wieder zurück nach Hause. Unser Ziel ist, im nächsten Jahr mit einer noch größeren Gruppe zu starten, denn nur gemeinsam sind wir stark und können etwas erreichen.

     

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

    Karina Fath
    Mitglied

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  • Neben derzeit vier Artikeln zum Thema Herzerkrankungen widmet sich der Blog „Fibromyalgia - healthy living at home“ in rund 200 Artikeln ausschließlich der Fibromyalgie und den Menschen, die darunter leiden. Eine ergiebige Quelle seriöser Information? Schon der erste Blick weckt Skepsis.

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  • Auch die großen Nachrichtenmagazine kritisieren den Cannabis-Hype als unseriöse Geschäftemacherei mit den Hoffnungen der Patienten. Konsequent sind sie aber bei ihrem Engagement für Patientenschutz leider nicht.

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  • Die deutsche Ausgabe der größten Informations- und Fortbildungsplattform für Ärzte hat heute eine Kombination aus Diagnose-Rätsel für Jünger des Dr. House und einer Fachinformation zu aktuellen Therapieansätzen veröffentlicht, die derzeit in den USA diskutiert werden.

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  • | Förderung

    Die Audi BKK gewährt uns einen Zuschuss zum Projekt "Einsatz von Kumquats-Puppe in den Selbsthilfegruppen" in Höhe von 799,50 €.

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  • | Mitteilungen

    Viele Schmerzmittel gibt es ohne Rezept in der Apotheke, trotzdem sind sie nicht unbedingt harmlos. Wie wirken die Mittel, wie lange sollten sie höchstens genommen werden? Antworten auf die wichtigsten Fragen. ...

    Zum Artikel:

    https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schmerzmittel-was-bei-der-einnahme-zu-beachten-ist-a-1288606.html

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  • | Optimisten 04/2019

     

    Dipl. Biologe und Anthropologe Holger Westermann


    Eine große Metastudie, die 60 wissenschaftliche Studien zur Behandlung chronischer Schmerzen berücksichtigt, sieht in den Techniken für Entspannung, Meditation und Achtsamkeit eine wirksame Therapieoption. Für Menschen mit Fibromyalgie ist das eine besonders gute Nachricht, denn bei ihnen wirken Schmerzmedikamente (Analgetika) ohnehin nicht. So stimmt ein „vergleichbar effektives“ Verfahren doppelt hoffnungsfroh: Man darf auf Wirkung vertrauen und muss keine Nebenwirkungen von Medikamenten fürchten.

    Der Begriff Mind-Body-Verfahren, Mind-Body-Therapie oder Mind-Body-Medizin (mind-body-medicine; Geist-Körper-Medizin) ist in den USA populär und wird nun auch hierzulande häufiger verwendet. Eine eindeutige Definition gibt es nicht, doch werden die aus der multimodalen Schmerztherapie vertrauten Techniken dazu gezählt:

    • Meditation
    • Yoga
    • Atemübungen
    • Achtsamkeitsübungen
    • Entspannungsverfahren
    • Tai-Chi
    • Qi-Gong
    • Autogenes Training
    • Progressive Muskelentspannung
    • Musiktherapie

    zudem werden hinzugruppiert:

    Patientengerechte Information

    • Kognitive Verhaltenstherapie
    • Suggestion; Selbsthypnose oder Hypnose
    • Imaginative Psychotherapie

    Auch einige esoterische Heilslehren versuchen unter der Mind-Body-Flagge neue Anhänger um sich zu scharen. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien berücksichtigen solche obskuren Techniken selbstverständlich nicht - hier wird mit einem vertrauenserweckenden, aber nicht klar definierten Begriff Schindluder getrieben.

    Die Übersichtsarbeit einer Arbeitsgruppe vom Center on Mindfulness and Integrative Health Intervention Development (Zentrum zur Entwicklung von Achtsamkeitstechniken und ganzheitlicher Gesundheitsintervention) an der Universität von Utah in Salt Lake City stützt sich ausschließlich auf Studien zu etablierten Therapieformen. Dabei wurden nur solche Veröffentlichungen berücksichtigt, die wissenschaftlichen Standards genügten, beispielsweise mit zufälliger Zuordnung der Probanden zur Versuchsgruppe oder zur Vergleichsgruppe (randomisierte Studie); darunter fünf Studien zu Meditation und Achtsamkeitsübungen, 25 Studien zur Hypnose und 14 Studien zu verschiedenen Entspannungsübungen, sieben Studien zur Effektivität einer imaginativen Psychotherapie, sechs Studien zur Wirkung einer therapeutischen Suggestion und sieben über die Wirkung einer kognitiven Verhaltenstherapie.

    In der Auswertung erwiesen sich alle Techniken als effektiv, einige erreichten die Wirkung von starken Schmerzmedikamenten. Die größte Effektstärke wurde für Meditation, Hypnose, Suggestion und kognitive Verhaltenstherapien gefunden. Die verschiedenen Mind-Body-Verfahren sind für Menschen mit Fibromyalgie eine wirksame Option Schmerzen zu lindern. Wie bei der Einnahme von Medikamenten ist für eine nachhaltige Wirkung jedoch Therapietreue wichtig - nur das regelmäßig angewendete Verfahren, die nach Plan ausgeübte Technik wird dauerhaft erfolgreich sein. Deshalb ist das persönlich bevorzugte, angenehme Verfahren langfristig wirksamer als das im Test besonders effektive aber unbeliebte.

    Einen guten Einstieg in einige Mind-Body-Verfahren garantiert die DVD „Entspannungstechniken für Menschen mit Fibromyalgie“ der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V., die Mitglieder in der Geschäftsstelle bestellen können.

    Literatur:
    Garland, E.L. et al. (2019): Mind-Body Therapies for Opioid-Treated Pain - A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of the American Medial Association JAMA Internal Medicine, online veröffentlicht 4.11. 2019. DOI: 10.1001/jamainternmed.2019.4917

    Holger Westermann
    Sommerau 51
    74081 Heilbronn
    Telefon (07131) 56 87 17
    Telefax (07131) 56 87 16
    h.westermann@memeconcept.de

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  • | Optimisten 04/2019

    Vortrag Dr. Trunzer, Bad Rappenau
     

    Menschen mit Fibromyalgie, aber auch mit anderen chronischen Schmerzen an der Wirbelsäule, am Kopf oder an den Gelenken können ein Lied davon singen.

    In unserem Medizinsystem toben regelrechte Kämpfe: Ärzte bekämpfen Schmerzen – statt auf den ganzen Menschen einzugehen.

    Patienten, Ärzte und Krankenkassen kämpfen um das Geld im Gesundheitswesen.

    Patienten kämpfen um

    • eine angemessene Diagnose und eine angemessene Behandlung
    • all zu oft auch um Anerkennung, denn nach einer wahren „Odyssee“ von Arzt zu Arzt werden sie häufig als „Psycho-Patienten“ oder gar „eingebildete Kranke“ abgestempelt, nur weil unsere Medizin kein nachhaltig hilfreiches Konzept gefunden hat.
    • Auch Kampf um „Rente und Prozente“.

    Bei wie vielen Fachärzten waren Sie schon?

    Orthopäden:

    • Röntgen und Kernspin statt körperlicher Untersuchung.
    • Ausblendung psychosozialer Faktoren.
    • Sparen bei der Physiotherapie.
    • Vorschnelle Bandscheiben- und Gelenkoperationen.

    Rheumatologe:

    • „Ausschluss einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung“ – wenn keine Entzündung da ist, fühlt er sich nicht mehr zuständig.

    Neurologe:

    • Nervenmessungen, Schädel-CTs – wenn er nichts findet geht es bereits in Richtung Psychiatrie.

    Psychiater:

    • Häufigste Diagnose „Depression“, Therapie mit Antidepressiva. Die Frage, wer war zuerst da – der Schmerz oder die Depression oder umgekehrt, wird oft gar nicht gestellt.

    Oft kommen weitere Ärzte ins Spiel:

    • HNO-Arzt bei Kopfschmerzen.
    • Zahnarzt bei Kieferschmerzen/CMD (Craniomandibuläre Dysfuntkion)
    • Kardiologe bei Herzrasen.
    • Gastroenterologe bei Reizdarm/Reizmagen
    • Endokrinologe bei Erschöpfungssyndrom/Fatigue (z.B. Ausschluss einer Schilddrüsenfehlfunktion und hormoneller Störung)
    • Urologe bei Reizblase
    • Gynäkologe bei Unterleibsbeschwerden.

    Fatal: All diese Fachrichtungen arbeiten oft nicht miteinander, sondern bestenfalls nebeneinander, ein fachübergreifender Informationsaustausch findet kaum statt. Manche Fachrichtungen arbeiten sogar gegeneinander, z. B. Orthopäden gegen Rheumatologen, Schmerztherapeuten gegen Psychiater usw.

    Was sollte besser laufen?

    Chronische Schmerzen sind immer ganzheitlich zu verstehen.

    Unter Schmerztherapeuten ist es Konsens: Sobald Schmerz chronisch wird, und das gilt auch für das Fibromyalgie-Syndrom, gilt es, strikt nach dem ganzheitlichen bio-psycho-sozialen Konzept vorzugehen. In letzter Zeit spreche ich eher vom somato-biopsychosozialen Konzept, in Abgrenzung zur reinen Psychosomatik. Denn Schmerz ist immer primär körperlich – somatisch – ausgelöst, Psychosoziale Faktoren beeinflussen aber die Schmerzverarbeitung.

    Das heißt:

    Individuelle Fallanalyse auf den 3 wichtigen Ebenen:

    • Körper
    • Psyche, Persönlichkeit und Lebensgeschichte
    • Soziale Einflussfaktoren (Beruf, Familie)

    Wer von Ihnen war schon einmal bei einem Arzt, der konsequent alle diese 3 Risikoebenen abgefragt und auf Sie persönlich bezogen analysiert hat?

    Eine solche Analyse dauert mindestens eine Stunde. Diese Zeit hat im regulären Versorgungssystem heute kaum noch ein Arzt.

    Die verschiedenen Fibromyalgie-Konzepte:

    Krankheit, oder Syndrom, körperlich oder psychisch - oder was?

    Unsere derzeitige Vorstellung von der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen: Es gibt keine Einzelursachen, sondern es addieren sich mehrere Risikofaktoren im Laufe des Lebens. Viele Schmerzen entstehen langsam schleichend. Dann kommt oft noch ein Auslöseereignis hinzu, um „das Risikofass“ zum Überlaufen zu bringen.

    Ich habe hier drei Modelle entwickelt:

    1. das Puzzle-Modell: Viele Einzelfaktoren summieren sich
    2. das Modell der fließenden Übergänge – es beginnt oft schleichend
    3. das Waagen-Modell: Lange beißt man sich durch - bis die Balance kippt.

    Viele Schmerzerkrankungen, speziell auch Fibromyalgie, sehen von der Symptomatik her gleich aus. Dauerschmerz an vielen Stellen, Erschöpfung und viele anderen vegetative Störungen.

    • Die körperlichen Befunde zeigen einzelne Risikofaktoren, wie Überbeweglichkeit, Muskeldysbalancen, gestörtes Zusammenspiel von Faszien und Sehnen, Verschleiß und Bandscheibenschäden, Infektionen (Borrelien, Viren), hormonelle Faktoren u.v.m.
    • Diese reichen aber nicht aus, um die Schmerzstärke und die Schmerzausbreitung hinreichend zu erklären. Auch die vielgepriesene „Würzburger Studie“ (von 2012) mit dem Befund von Nervenentzündungen zeigt nicht die Ursache, sondern einen Teilaspekt im Ursachengefüge.
    • Vegetative Begleiterscheinungen, wie schwere Erschöpfung, Reizdarm, Reizblase usw. sind wahrscheinlich Ausdruck einer generellen Übererregbarkeit bzw. mangelnden Reizkontrolle im Nervensystem.

    Psychosoziale Risikofaktoren spielen eine wichtige Rolle nicht in der Schmerzauslösung, sondern in der Art und Weise der Schmerzverarbeitung. Jeglicher Stress reguliert die Reizschwellen herunter.

    Entwicklungsbiologisch hat ja Schmerz eine Schutzfunktion, wir müssen auf Schmerz reagieren, um zu überleben. Es gibt 3 archaische Grundmuster der Stressverarbeitung: fight-flight-freeze – alles hat mit Muskelstress zu tun! Dieser Stress kann bereits in der Kindheit angelegt sein, aber auch im Laufe des Lebens entstehen und sich aufsummieren: Traumatisierungen, Partnerkonflikte, Konflikte im Elternhaus, unsichere Bindungsverhältnisse, Gewalterleben bis hin zum sexuellen Missbrauch, Alleinerziehung,… Arbeitslosigkeit, berufliche Kränkungen…

    Risiko-Persönlichkeitsfaktoren: Perfektionismus, Selbstwertdefizite, Durchhaltestrategien, mangelnder Selbstschutz …

    Soziale Ebene: Stressberufe. Berufe mit einseitiger Belastung (PC-Arbeit!), Konflikte und Kränkungen am Arbeitsplatz, Konflikte mit Krankenkassen oder Rentenversicherung,

    besonders schädlich: „Der Kampf um Rente oder Prozente“. Schmerzpatienten wollen nicht Renten, sondern halten oft überlange aus. Ein Schwerbehindertenausweis steht einem ggf. zu.
    Oft kommt es zu langen Arbeitsunfähigkeitsphasen und dann als letzten Ausweg zum Rentenantrag. Sehr kränkend kann dann der Umgang mit Ämtern, Gerichten und Gutachtern ablaufen. Hilfe bekommt man von Schmerztherapeuten, die Erfahrung mit Sozialgerichtsgutachten haben, vom VdK oder von erfahrenen Anwälten.

    Wohl gemerkt: Keiner dieser Einzelfaktoren führt zu einer chronischen Schmerzerkrankung – doch irgendwann kippt die „Waage“ um.

    Zurück zum Kampf um die besten Konzepte:

    Wenn chronischer Schmerz aus einer Summe individueller Risikofaktoren entsteht, wird auch klar, dass es keine „Patentkonzepte“ geben kann. Dies ist der große Denkfehler der Fachgesellschaften, die auch Leitlinien erstellen: Viele denken, Fibromyalgie sei eine einheitliche Krankheit – aber jeder auf seine Weise (überspitzt gesagt):

    Orthopäden: Fibromyalgie gibt es nicht.

    Neurologen: (manchmal), Fibromyalgie sei eine Art „Nervenentzündung“.

    Psychiater: Somatoforme Störung oder Depression oder beides.

    Psychosomatiker: Fibromyalgie sei eine psychosomatische Störung auf dem Boden von Konflikten und Traumatisierungen.
    Rheumatologen: Fibromyalgie ist immer dann, wenn keine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliegt

    Ich meine, Fibromyalgie ist ein komplexes Krankheitsgeschehen, das im Einzelfall erst einmal genau analysiert werden muss.

    Ganz grob: Die körperliche Ebene bestimmt, wo es weh tut!

    Die psychosoziale Ebene ist verantwortlich dafür, wie man mit den Schmerzen zurechtkommt (Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung) und wie stark der Schmerz empfunden wird (Einfluss von Stress auf Schmerzstärke).

    Wir trennen in unserem Denken Psyche und Körper praktisch nicht mehr!

    Folgerungen für das Versorgungssystem:

    1. Wir müssen dringend weg von der Aufsplitterung in Facharztrichtungen – hin zu einem ganzheitlich schmerztherapeutischen Konzept.
    2. Die Facharztrichtungen müssen deutlich besser kooperieren.
    3. Auch Nicht-Ärzte müssen besser integriert werden, Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, Kunsttherapeuten können oft besser helfen, als Ärzte mit ihren Operationen und Medikamenten.
    4. Das Übermaß an Diagnostik (MRTs, Röntgen) und Operationen muss eingedämmt werden.
    5. Die Therapie von Mensch zu Mensch muss besser bezahlt und den Betroffenen häufiger ermöglicht werden.
    6. Die finanziellen Anreize in unserem Medizinsystem sind falsch – Radiologen verdienen an Massendiagnostik, Kliniken verdienen an Wirbelsäulenoperationen – diese sind ungerechtfertigter Weise sprunghaft angestiegen – etc.

    Eine Warnung an Sie alle: Kampf und Krampf liegen oft nahe beisammen. Verkämpfen Sie sich nicht, lassen Sie sich aber auch nicht einschüchtern!

    Menschen mit chronischen Schmerzen müssen oft um Anerkennung und um eine gute Therapie kämpfen. Wenn dieser Kampf zu verbissen geführt wird, führt dies zu Verbitterung, Resignation, ohnmächtiger Wut und Verzweiflung.

    Deshalb: Bevor Sie verbittert werden, suchen Sie sich Unterstützung in Selbsthilfegruppen, z.B. bei der DFV, beim VdK oder auch bei aufgeschlossenen Ärzten und Therapeuten.

    Dr. med. Peter Trunzer
    Facharzt für Innere Medizin
    Spezielle Schmerztherapie, Rehabilitationswesen; Naturheilverfahren,
    Palliativmedizin, Chirotherapie, Homöopathie
    Chefarzt der Mediclin Kraichgau-Klinik
    Bad Rappenau
    Tel. (07264) 802-122

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  • | Optimisten 04/2019

    Liebe Patientinnen und Patienten,

    wir haben gemeinsam in den letzten Heften des „Optimisten“ versucht, Ihrer Erkrankung, dem Fibromyalgiesyndrom (FMS) auf die Spur zu kommen. Über Ihre Erkrankung herrscht viel Unverständnis, teils auch bei Ärzten, teils auch bei Psychotherapeuten.

    Die bisher einzige, wirksame Therapie Ihrer Erkrankung ist die „multimodale Schmerztherapie nach dem biopsychosozialen Modell“. Sie kommt (meist) ohne Medikamente aus.

    Es herrscht aber große Unsicherheit, was sich hinter dieser Therapie eigentlich verbirgt. Deshalb diese Artikelserie, um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie diese Therapie gestaltet werden soll.

    Im Idealfall soll diese Behandlungsform beinhalten:

    • einen Schmerzarzt/eine Schmerzärztin
    • einen schmerzerfahrenen Psychotherapeuten/-in
    • einen schmerzerfahrenen Bewegungstherapeuten/-in
    • einen Sozialarbeiter/-in mit guten Kenntnissen in der Sozialmedizin

    Erfahrungen und Kenntnisse in der chronischen Schmerzmedizin sind für alle beteiligten Berufsgruppen dringlich, ansonsten werden ungünstige Behandlungswege eingeschlagen.

    Der Schmerzarzt soll die Leitungsfunktion haben („gate-keeper“) und prüfen, ob alle Beteiligten gut funktionieren (auch die Patientin/der Patient).

    Wir Schmerzärzte wissen, dass Ihre Erkrankung bis auf den heutigen Tag nicht gut zu behandeln ist. „Große“ Versprechungen können wir Ihnen nicht machen (Schmerzfreiheit), aber wenigstens „kleine“ Versprechungen (z.B. Entspannung, Schmerzlinderung bis 50%, keine weitere Verschlechterung). ...


    Den vollen Artikel gibt es exklusiv für Mitglieder in unserer Mitgliederzeitschrift "Optimisten".
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  • | Optimisten 04/2019

    Jeden Tag mit Schmerzen beginnen und jeden Tag mit Schmerzen beenden, selbst nachts lassen einen die Schmerzen nicht zur Ruhe kommen. Dies ist für uns Fibromyalgie-Betroffene der Alltag!!

    Ich weiß gar nicht mehr wie das ist, ganz ohne Schmerzen zu leben. Seit 45 Jahren quälen mich immer wieder Schmerzen im Rücken und in den Armen. Im Laufe der Jahre breiteten sich die Schmerzen über den ganzen Körper aus. 'Mal war es der Kopf, 'mal der Rücken, dann wieder die Schulter, die Arme und so fort. Somit begann das „Ärztehopping“ - kein Arzt konnte sich auch nach vielen verschiedenen Untersuchungen meine Beschwerden erklären.

    Durch die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, gestaltete es sich immer schwieriger, meinen Beruf auszuüben. Private Aktivitäten musste ich vollends aufgeben. Trotz einigen Klinikaufenthalten und verschiedenen Therapien verspürte ich keine länger anhaltende Besserung. Die Schmerzempfindungen beliefen sich von brennend, stechend bis pulsierend. Ich wurde als Hypochonder abgestempelt und zweifelte schon an mir selbst!!!

    Als dann im November 1997 gar nichts mehr ging, die linke Körperseite war wie gelähmt, wurde ich orthopädisch und neurologisch auf den „Kopf gestellt“. Auch danach ergaben sich keine gravierenden Ergebnisse für meine Symptome. Mein Neurologe veranlasste schließlich die Vorstellung in der Rheumatologie, wo dann die Diagnose „Fibromyalgie“ gestellt wurde. Nun endlich hatten meine jahrelangen Schmerzen einen Namen: Fibromyalgie!

    Nun einen Rückblick auf 20 Jahre Selbsthilfegruppe „Marburg und Umgebung“

    Wie es der Zufall so wollte, stand einige Tage nach der Diagnose ein großer Bericht über die Selbsthilfegruppe Siegen in unserer Tageszeitung. Ich setzte mich mit der damaligen Gruppensprecherin Erika Scholz in Verbindung. Auf diesem Wege lernte ich Eva Sikora aus Marburg kennen, die auch an Fibromyalgie leidet. Erika Scholz überzeugte uns, hier in Marburg eine Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe zu gründen.

    Ob es Verzweiflung war, dass uns niemand etwas über diese wenig bekannte bzw. unerforschte Erkrankung sagen konnte, oder ob wir einfach nur etwas für uns und andere in der gleichen Situation tun wollten, weiß ich heute nicht mehr. Jedenfalls stürzten wir uns mit Eifer in die Vorbereitungen. Die hiesige Tageszeitung berichtete über die Erkrankung Fibromyalgie und die Gründungsveranstaltung der Selbsthilfegruppe. Durch diesen Bericht wurde eine Lawine losgetreten, der wir kaum gewachsen waren. Das Interesse der vielen Betroffenen war riesig groß!

    Wir wurden mit hunderten von Anrufen konfrontiert, uns glühten tagelang die Ohren. Wir waren die „Fibro-Experten“, obwohl wir nur über unsere eigenen Erfahrungen und das was wir in den Infoblättern der DFV gelesen hatten, berichten konnten. Das war für die damalige Zeit viel Information.

    Am 12.06.1999 war es dann soweit. Im Vortragsraum des Altenzentrums St. Jakob, Auf der Weide, in Marburg, fand die Gründungsveranstaltung mit Vortrag über Fibromyalgie statt. Der Andrang der Besucher war groß, die bereitgestellten Stühle reichten bei weitem nicht aus. Uns schlotterten die Knie bei der kurzen Begrüßungsrede. Der damalige erste Vorsitzende und Gründer der DFV – Friedrich Thiemann – hielt einen sehr informativen Vortrag über die Erkrankung und erläuterte die Vorzüge einer Selbsthilfegruppe. Die Besucher waren sehr zufrieden - wir natürlich auch!!

    Die Aufregung war nicht weniger groß als unser erster Gruppenabend stattfand. Zur Unterstützung kam die Gruppensprecherin aus Siegen. Mit 28 Personen war der kleine Gruppenraum total überfüllt. Die erste Hürde war genommen, viele sollten noch folgen. Wir recherchierten, organisierten, besuchten Vorträge, damit wir an den Gruppenaben­den „Neues“ berichten konnten. Die Fragen der Gruppenmitglieder an uns wurden immer komplexer. Leider war es so, dass viele unsere Gruppe besuchten, Informationen sammelten und ohne Dank wieder „verschwanden“. Sie hatten kein Interesse an einer Mitgliedschaft.

    Damals war das Internet noch nicht in allen Haushalten verfügbar. Eva Sikora schlug sich so manche Nacht um die Ohren, man hatte keine Flat, sondern ging über den normalen Telefonanschluss ins Internet. Nachts war der Zugang billiger, wir mussten mit unserem knappen Budget haushalten. Leider konnte Eva Sikora ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange begleiten, und so übernahm später Ulla Schnarre, die auch von Anfang an in der Gruppe war, mit mir zusammen die Gruppenleitung.

    Nachdem mich einige Gruppenmitglieder auf ein Funktionstraining angesprochen hatten, welches über die Krankenkassen gefördert wird, nahm ich dies 2003 in Angriff. Unter der Leitung der Physiotherapeutin Ingrid Kirch aus Lohra, die für die Durchführung des Trainings eine Zusatzausbildung speziell für Fibromyalgie absolvierte, sowie durch Vorgespräche mit Ärzten und Krankenkassen und dem Verband der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V., konnten wir dann endlich im Januar 2004 starten. Die Bürokratie dazu, bis alles seinen Gang nehmen konnte, war sehr aufwendig und nervenaufreibend, da die Abrechnung mit den Krankenkassen sich erst einspielen musste. Wegen all dieser Hürden wollte ich damals schon fast aufgeben!!!

    Doch durch unseren Optimismus läuft das wöchentliche Funktionstraining jetzt bereits seit fast 15 Jahren erfolgreich!! Die Betroffenen lernen, sich trotz Schmerzen zu bewegen, die verkürzte Muskulatur zu dehnen und lernen, Entspannungsmethoden in den Alltag einzubauen, damit die Schmerzen erträglicher werden.

    Wichtig für den Erfolg der Übungen ist die regelmäßige Überwachung durch die Therapeutin. Das gemeinsame Training mit Menschen, die die gleichen Beschwerden haben, ist wie „Balsam für die Seele“.

    Ich möchte mich auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei Ingrid Kirch für ihre unermüdliche Tätigkeit und ihren Einsatz und für das gute Miteinander und „ihr immer für uns da sein“ bedanken. Ohne sie hätte das Funktionstraining in dieser Form nicht stattfinden können.

    Es ist schon ein großer Erfolg, dass sich sowohl die Selbsthilfegruppe als auch die Funktionstrainings-Gruppe in den vergangenen 20 Jahren, und fast 15 Jahre Funktionstraining, etabliert und maßgeblich zum Bekanntheitsgrad des Krankheitsbildes Fibromyalgie in der Region beigetragen haben.

    Der Bedarf an Austausch und Information war und ist bis heute immer noch sehr groß. Wir können mit Stolz auf unsere Gruppenabende zurückblicken, an denen wir vielen verzweifelten Frauen Mut machen konnten.

    Übungen wie Gedächtnistraining, Lach-Yoga oder Gymnastik, Faschingsfeiern, Besuche in der Salzgrotte, Vorträge von Ärzten, Therapeuten sowie Versorgungsamt, Ernährungsberatung, QiGong, usw. sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens mit der Fibromyalgie.

    Unsere jährlichen Ausflüge und Wanderungen mit Partnern, die sehr viel Spaß gemacht haben, obwohl die „Fibro“ immer mit dabei ist, Wohlfühlnachmittage, unser jährliches Adventsfrühstück, bei dem ich unsere Mitglieder immer mit kleinen Geschenken überraschte, die Treffen in Restaurants, bei denen wir lustige Sketche aufführten, und die regelmäßigen Gruppentreffen sind nicht zu vergessen.

    Wichtig für uns in all den Jahren war und ist, dass weiterhin der gemeinsame Austausch stattfindet, die Fröhlichkeit und das Lachen - trotz Schmerzen - nicht verloren gehen, dass der Zusammenhalt bleibt sowie die Gestaltung der Gruppenabende und Aktivitäten - denn nur gemeinsam sind wir stark!!

    Als ich im Juni 1999 mit Eva Sikora die Gruppe gegründet habe, hätte ich nie gedacht, dass ich dieses Ehrenamt trotz meiner Erkrankungen einmal 20 Jahre lang leisten könnte. Dass wir heute nach 20 Jahren die Gruppengründung feiern können, verdanken wir unseren Gruppenteilnehmern, die all die Jahre unsere Gruppenabende und unsere Aktivitäten besuchten!!

    Ohne sie gäbe es keine 20 Jahre SHG „Marburg und Umgebung“!!

    Gemeinsam mit den Mitgliedern konnten wir den Abschluss unseres Ehrenamtes als Gruppensprecherinnen mit unserem 20-jährigen Gruppenjubiläum am 14.06.2019 in einem Restaurant in Marburg feiern, mit gutem Essen, viel Spaß und lustigen Geschichten von früher. Es war rundum eine schöne und harmonische Feier. Über die Blumen und die Gutscheine von Euch, liebe Gruppenmitglieder, haben wir uns sehr gefreut. Nochmals vielen lieben Dank dafür!!

    Ein Dankeschön geht auch an den Vorstand der DFV e.V. für die jahrelange gute Zusammenarbeit, für die Glückwünsche zum Jubiläum sowie für die Urkunde, den Blumenstrauß und die Geldzuwendung.

    Wir möchten uns bei allen Gruppenmitgliedern für das Vertrauen, die gute Zeit und das gute Miteinander recht herzlich bedanken und selbstverständlich bleiben auch wir unserer „Fibro-Gruppe“ weiterhin treu!!

    Nun legen Ulla Schnarre und ich unser Ehrenamt als Gruppensprecherinnen der SHG Marburg und Umgebung zum 30.06.2019 nieder.

    Wir übergeben die Gruppenleitung zum 01.07.2019 an unsere Mitglieder Sandra Büttner, Silke Koch und Christiane Frommknecht, die diese als Gruppensprecher-Trio weiterführen werden. Wir bedanken uns, dass sie dieses Ehrenamt übernehmen und wünschen ihnen dazu viel Kraft, Optimismus und Durchhaltevermögen für die Zukunft und hoffen, dass die Gruppe noch lange weiterleben wird.

    In diesem Sinne

    Eure

    Angelika Wagner und Ulla Schnarre
    Gruppensprecherinnen
     

    Im Anschluss noch ein Gedicht von Ulla Schnarre!

    Fibromyalgie, was ist denn das?
    Hab‘ ich das auch, das macht kein Spaß.

    Wegen ständiger Schmerzen zum Arzt zu rennen
    und auf Ärzte treffen, die die Krankheit oft nicht kennen.
    Es spielen sich ab, so manche Dramen,
    bis endlich der Schmerz hat einen Namen.

    Und dann geht es gleich wieder los,
    wie behandelt man die Schmerzen bloß?
    Der eine kann Medikamente vertragen,
    die einen anderen höllisch plagen.
    So muss jeder für sich entscheiden,
    das kann ich machen, mit was anderem leiden.

    Mein persönlicher Schmerz geht fast weg,
    wenn ich im Aquajogging-Becken steck‘.
    Es muss jeder für sich selbst probieren,
    wie er die Muskelfasern kann schmieren und trainieren.

    Aber für Ratschläge,…

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  • | Optimisten 04/2019

    Ein ganz besonderes Ereignis, auf das wir uns alle lange gefreut hatten, stand für uns im September auf dem Programm. Unsere Gruppe Magdeburg 1 konnte ihr 20-jähriges Jubiläum feiern!

    Dieses fand am 14. September 2019 im „Familienhaus“ in Magdeburg statt. Es sollte ein schöner und besonderer Tag werden, den wir alle gemeinsam mit Gästen verbringen wollten. Dazu zählte auch unsere Landesansprechpartnerin für Sachsen-Anhalt, Anke Grandt mit Ehepartner. Eine besondere Freude für uns war, dass Dora Wagner unsere Einladung angenommen und den Weg zu uns gefunden hatte. Sie gründete vor 20 Jahren als Betroffene die Gruppe und war viele Jahre unsere erste Gruppensprecherin.

    Unsere jetzige Gruppensprecherin, Heidi Wendlandt, begrüßte die Gäste und alle Gruppenmitglieder sehr herzlich. In ihrer Festrede ging sie auf viele Erlebnisse unseres Gruppenlebens und die Entwicklung der Gruppe ein. Besonderer Höhepunkt war die Vorführung von Bildern auf einer großen Leinwand von den verschiedensten Veranstaltungen aus den vergangenen Jahren in einer fortlaufenden Dia-Schau. Großer Dank gilt hierfür Ralf Köhn, Ehemann unseres Mitglieds Karola Köhn, der alle Fotos so aufbereitet hatte, dass sie von allen bestaunt werden konnten. Die Bilder im Original mit entsprechenden Berichten über unser Gruppenleben konnten in unserer Gruppenchronik angeschaut werden. Diese fand bei den Anwesenden großes Interesse.

    „Unsere Heidi“ dankte verschiedenen Gästen und Gruppenmitgliedern für ihre Verdienste sowie für ihre langjährige Mitgliedschaft. Es gibt tatsächlich noch drei Mitglieder, die von Anfang an dabei sind: Erika Kleemann, Heidi Kienschef und Elsbeth Schrader.

    Auch unserer Kassenführerin Karin Reichhardt gebührt besonderer Dank, da sie in ihrer Funktion und darüber hinaus unsere Gruppensprecherin unterstützt hat.

    „Herzlichen Dank“ sagen möchten wir auch dem Vorstand der DFV e.V.! Ihr seid uns immer ein vertrauensvoller, kompetenter Ratgeber, und wir bedanken uns für Eure Glückwünsche zu unserem Jubiläum, die Urkunde, Blumen und die kleine Finanzspritze, die wir für unsere Feier gut verwenden konnten.

    Die Gruppenmitglieder ihrerseits bedankten sich bei unserer Gruppensprecherin für ihre aufwendige mühevolle Arbeit für die Gruppe mit einem bunten Blumenstrauß.

    Danach wurde in gemütlicher Kaffeerunde und einem leckeren Kuchenbuffet, welches uns vom „Familienhaus Magdeburg“ serviert wurde, so manches interessante Gespräch geführt.

    Unsere Landesansprechpartnerin Anke Grandt hatte für uns noch ein besonders großes Geschenk, ein Paket mitgebracht, das von Heidi unter viel Beifall ausgepackt wurde. Zu unserer aller Freude enthielt es Schokolade und Gebäck für noch v i e l e Gruppenstunden. Herzlichen Dank dafür!

    Es war ein wirklich schöner Tag, den wir mit unseren Gästen verbringen durften. In diesem Sinne soll es für uns ein Ansporn sein, unsere Gruppenarbeit fortzuführen mit Veranstaltungen, Aktivitäten und vertrauensvollem Gesprächsaustausch.

    Wir wollen aber auch offen sein für neue Betroffene, um über das Krankheitsbild zu informieren und immer mit dem Ziel, unser Leben trotz unserer Krankheit schmerzärmer zu gestalten, zu bereichern und optimistisch zu bleiben.

    Erika Kleemann
    Schriftführerin

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  • | Optimisten 04/2019

    Zur nachträglichen Feier anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Selbsthilfegruppe Ludwigsburg und Umgebung waren auch die benachbarten SHGs Möckmühl, Kraichgau, Eppingen, Heilbronn und Leonberg zu einer Grillparty nach Tamm, bei Ludwigsburg, eingeladen.

    In geselliger Runde ergab sich schon bald ein reger Austausch unter den Teilnehmern. Dabei kam auch die Bewegung, die für uns sehr wichtig ist, nicht zu kurz. Bei Grillspezialitäten, leckeren Salaten sowie Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut gehen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

    Vom Bundesverband haben wir Glückwünsche zum Jubiläum sowie eine Urkunde, einen Blumenstrauß und eine Geldzuwendung erhalten. Dafür möchten wir uns sehr herzlich beim Vorstand der DFV e.V. bedanken.

    Bei den geladenen Selbsthilfegruppen möchten wir uns für die Teilnahme und die mitgebrachten Salate, Kuchen und Desserts herzlich bedanken. Ebenso ergeht ein dickes Dankeschön an unser Küchen- und Helferteam (Evi, Ingrid und Thomas) sowie an die Teilnehmer unserer Selbsthilfegruppe. Nur durch das gemeinsame Zusammenspiel aller, die an diesem Tag anwesend waren, konnte dieser schöne Tag, unsere nachträgliche Jubiläumsfeier, gelingen.

    Herzlichen Dank an alle

    Jürgen Eckstein                 Maria Fackler        
    Gruppensprecher                 stellv. Gruppensprecherin
    Vorstandsmitglied
    Landesansprechpartner

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  • | Optimisten 04/2019

    Unsere Jubiläumsfeier war eine rundum supertolle und emotionale Feier! Wir haben unser Fest im Historischen Rathaussaal in Marburg mit Gästen gefeiert.

    Susanne Strombach von der AOK berichtete über das Thema Selbsthilfearbeit, Dr. Jessica Schneider hielt einen Vortrag über „Selbstfürsorge - trotz Fibromyalgie!?“ Unser Überraschungsgast, Clownin Gina Ginelli, rundete die Feierlichkeiten ab.

    Ich war überrascht, dass unsere Landrätin Kirstin Fründt eine Grußrede hielt und uns eine Spende überreichte. Sie war sehr erstaunt über die Aktivitäten unserer Selbsthilfegruppe, weil ich zu Beginn über unsere 10-jährige Gruppenarbeit, was wir in 10 Jahren alles unternommen haben, eine Rede hielt: Arztvorträge, Tagesausflüge, Reisen in Deutschland, aber auch zum Gardasee und nach Polen, Frühstückstreffen, Grillfeste, Gänseessen mit Partner, Weihnachtsmarktbesuche, AOK Gesundheitstag, Deutscher FibromyalgieTag u.v.m.

    Für die Glückwünsche zum Jubiläum sowie für die Urkunde, den Blumenstrauß und die Geldzuwendung möchten wir uns sehr herzlich beim Vorstand der DFV e.V. bedanken. Wir haben uns sehr darüber gefreut.

    Für Gudrun Becker und für mich war es eine schöne Überraschung, mit einer Bildershow an die zurückliegenden 10 Jahre erinnert zu werden. Auch die Dankesrede für unsere Gruppenarbeit durch Hilde und die tollen Sonnenblumensträuße haben uns sehr berührt.

    Die Clownin Gina Ginelli war für unser Seelenheil zuständig, ihr Motto lautet: „Nicht über Schmerzen nachdenken, sondern die Lachmuskeln aktivieren“. Sie zeigte ihr Können mit einem Bügelbrett.

    Mit einem Gläschen (oder auch zwei) und leckeren Canapés endete unsere schöne Feier.

    Monika Schlachta
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Das 10-jährige Gruppenjubiläum haben wir in der wunderschönen Fachwerkstadt Hann. Münden verbracht. Bei herrlichem Wetter und guter Laune unternahmen wir eine Bootsfahrt auf der Fulda. Danach stärkten wir uns bei einem leckeren Mittagessen.

    Ein weiteres Highlight dieses Tages war eine spannende Stadtführung, die von „Dr. Eisenbart“ in historischer Kleidung geleitet wurde. Es war für uns alle ein unvergesslicher Tag.

    Beim Vorstand der DFV e.V. möchten wir uns für die Glückwünsche zum Jubiläum sowie für die Urkunde, den Blumenstrauß und die Geldzuwendung sehr herzlich bedanken.

    Herzliche Grüße aus dem Norden

    Heidi Halberstadt
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Am 14.08.2019 feierten zehn Mitglieder das einjährige Bestehen der Selbsthilfegruppe Eider.

    Wir trafen uns im „Bootsmann“ in Breiholz direkt an der Eider zum gemeinsamen Essen und „Klönschnack“. Beim Essen und dem leckeren Eis zum Nachtisch gab es viel zu erzählen über die Anfangsschwierigkeiten bei der Gründung der SHG Eider und die hilfreiche Unterstützung durch die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V., die auch heute noch immer mit Rat und Tat an unserer Seite steht.

    Wir erinnerten uns an gemeinsame Unternehmungen, Gruppensprecherschulungen und Veranstaltungen der DFV, an unsere Gruppentreffen und an die Treffen zum Kaffeetrinken. Es wurden auch schon Vorschläge für zukünftige Unternehmungen gemacht. Leider verging die Zeit viel zu schnell, aber alle konnten für einige Zeit ihre Schmerzen, Sorgen und Nöte vergessen.

    Herzlich bedanken möchten wir uns bei der DFV e.V. für die Glückwünsche zu unserem Jubiläum, die Urkunde und den Geldbetrag für die Gruppenkasse.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 04/2019

    Im Juli feierten wir das fünfjährige Bestehen unserer Selbsthilfegruppe in Grafenau bei Kaffee und Kuchen. Sie wurde am 23.Juli 2014 mit 4 Mitgliedern gegründet und jetzt sind wir schon zu elft.

    Wir sind froh, dass wir mit der Gruppe eine Anlaufstelle haben, wenn wir zurückblicken, wie verzweifelt jede einzelne von uns war, als sie das erste Mal zu unseren Treffen kam. Manche verloren Freunde, sogar Partner, als sie krank wurden. Keiner konnte uns verstehen, wie auch, wir verstanden es ja selbst nicht. Viele konnten plötzlich nicht mehr arbeiten, alles war zu viel. Darum sind Selbsthilfegruppen so wichtig, da sind Menschen die uns verstehen, denen brauchen wir nicht erklären, warum wir jetzt so sind wie wir sind.

    Wir freuen uns jedes Mal auf unser monatliches Treffen, da wird viel gelacht und Spaß gemacht und wir schöpfen wieder neue Kraft. Gemeinsam sind wir stärker!

    Beim Bundesverband möchten wir uns für die Glückwünsche, den Geldbetrag sowie für den schönen Blumenstrauß nochmals herzlich bedanken.

    Dieses Jahr wollen wir noch töpfern und ein Thermenbesuch ist auch noch geplant. Mit unserer Weihnachtsfeier werden wir das Jahr ausklingen lassen.

    Wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten „Rutsch“ ins neue Jahr.

    Sieglinde Riedl
    Gruppensprecherin

     

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  • | Optimisten 04/2019

    Wir, die Selbsthilfegruppe Bad Soden-Salmünster, feiern dieses Jahr unser 5-jähriges Bestehen. Bei einem gemütlichen Beisammensein stießen wir am 08.08.2019 mit einem Glas Sekt auf unser Jubiläum an. Wir feierten ein bisschen mit Pizza, Gemüsestreifen mit Dips, Käsehäppchen und tollen Gesprächen.

    Vor fünf Jahren hatten wir das Glück, die Spessart-Therme als Partner zu gewinnen und uns dort einmal monatlich treffen zu können. Ein Jahr später erarbeiteten wir mit der Therme die Möglichkeit, dort ein Funktionstraining für Fibromyalgie-Erkrankte anbieten zu können. Dies bieten wir auch nach vier Jahren immer noch an, worauf wir besonders stolz sind. Wir können Wassertherapie, Trockengymnastik, Salzgrotte, Ice-lab anbieten, was nicht selbstverständlich ist.
    In den letzten fünf Jahren durften wir viel erleben. Ausflüge gehörten dazu:
    z.B. in ein Weingut in Worms mit einer aufregenden Busfahrt oder der Besuch des HR3 Studios in Frankfurt mit der Sendung „Dings vom Dach“. Ein Eisdielenbesuch im Sommer gehört jedes Jahr dazu.

    1. diesem Wege möchten wir uns auch sehr herzlich beim Vorstand der DFV e.V. für die Geldzuwendung, die Urkunde und den schönen Blumenstrauß bedanken.

    Unsere Gruppenabende gestalten wir immer sehr unterschiedlich. Themen gab es in den vergangenen fünf Jahren viele: über Lachyoga, Feldenkrais, Faszienvortrag, Farb- und Stilberatung, Botech Schröpfen, Traumreisen und Tast-Riechabend.
    Natürlich zwischendurch immer wieder die Gruppenstunden unter uns. Die Weihnachtsfeiern sind immer sehr feierlich, da diese viele Mitglieder in der Gruppe mitgestalten.

    Wir freuen uns, eine Gruppe von mittlerweile 43 Personen zu sein und freuen uns auf die nächsten fünf Jahre.

    Barbara Wolf                       Christiane Kaiser
    Gruppensprecherin                Stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Lieber Vorstand, liebe Fibromyalgie Betroffene,

    heute möchte ich euch einen kleinen Einblick geben von unserem „Tag der offenen Tür“. Vor fünf Jahren am 27. August 2014 habe ich mit Hilfe des damaligen Vostandsmitglieds Claudia Dexel die Selbsthilfegruppe Kreis Borken in Raesfeld gegründet. Ich habe zuvor nach einer Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe gesucht, so habe ich mich an die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung gewandt, die mir aber nicht helfen konnte, es gab nämlich keine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe. Als dann Claudia Dexel mich in einem Telefonat darauf ansprach, selber eine Gruppe zu eröffnen, habe ich erst einmal nein gesagt. Ich habe anschließend doch noch einmal darüber nachgedacht und mit meiner Tochter, die selbst Betroffene seit ihrem 19. Lebensjahr ist, gesprochen Sie hat gemeint, wenn alle nein sagen würden, gäbe es keine Selbsthilfegruppen. Da musste ich ihr zustimmen.

    Und nachdem mir der Satz nicht mehr aus dem Kopf ging, habe ich mir das dann noch ein paar Tage überlegt, bevor ich mich dazu entschlossen habe, eine Gruppe zu gründen. Es waren dann noch einige Dinge zu klären, wo zum Beispiel das Treffen stattfinden sollte. Nach einem Gespräch mit einer Selbsthilfe-Beauftragten meiner Heimatgemeinde erfuhr ich sehr schnell, dass ich einen Raum in dem Gemeindehaus nutzen konnte. Die Eröffnung war ein voller Erfolg.

    Nun, fünf Jahre später, habe ich festgestellt, dass es immer noch viele Betroffene und auch Angehörige gibt, die eine Gruppe zum Austausch suchen. Am 31. August dieses Jahres haben wir einen Tag der offenen Tür angeboten. Es gab an diesem Tag ein umfangreiches Angebot von Klangschalen, Aromatherapie, Kandaluni Yoga, Öldispersionsbäder und nachmittags gab es noch einen Vortrag von dem Schmerztherapeuten, Anästhesisten, Palliativmediziner und leitenden Oberarzt Dr. Reiner Michels über das Thema „Müssen Menschen mit Fibromyalgie mehr leiden am Ende ihres Lebens als andere?“ Es war ein sehr interessanter Vortrag, wobei wir gelernt haben, dass die Menschen mit Fibromyalgie mehr Schmerzmittel in der letzten Phase ihres Lebens benötigen. Ein Café zum Verweilen stand für die Besucher auch bereit. So konnten die Betroffenen sich bei Kaffee und Kuchen mit den Gruppenmitgliedern austauschen. Auch eine Ärztin war an diesem Tag bei uns zu Besuch, die gerne Flyer für ihre Patienten von unserer Selbsthilfegruppe mitgenommen hat.

    Es war ein gelungener Tag, der für uns alle sehr anstrengend, aber auch sehr schön war. Vor allem ist es uns gelungen, über die verschiedenen Zeitungen auf eine Erkrankung aufmerksam zu machen, die bei vielen Ärzten noch nicht anerkannt ist.

    Mit lieben Grüßen

    Birgit Bürgel
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Zur Gründung der Selbsthilfegruppe Wehr haben sich viele Betroffene und Interessierte eingefunden. Ein besonderer Gruß galt Vorstandsmitglied und Landesansprechpartner Jürgen Eckstein, der mich bei der Gründung als kompetente Verstärkung unterstützte. Ebenso ging ein Willkommensgruß an Nicole Schäfer von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Waldshut und an Barbara Spielmann, die Leiterin der Tagespflege in Wehr-Öflingen.

    Ich selbst leide seit meinem 16. Lebensjahr an dieser Krankheit, was ich natürlich nicht wusste, weil in den Jahrzehnten zuvor sehr viele Untersuchungen gemacht wurden ohne eine Diagnose. Vor drei Jahren habe ich die Diagnose erhalten und kann somit meinen Beschwerden einen Namen geben.

    Jürgen Eckstein informierte uns über die Vorteile eine Selbsthilfegruppe, die Betroffenen soziale Kontakte eröffnen, körperliche Aktivierung erleichtern und Ratschläge zur Ernährung bieten kann.

    Mein Bedürfnis, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, wurde immer größer. Im Februar dieses Jahres habe ich mich dazu entschlossen, selbst eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Dazu hatte ich mich an die DFV e.V. gewandt, ob es möglich wäre, über den Verband eine Gruppe zu gründen. Dies war dann auch möglich und ich wurde mit Flyern, Plakaten, Infomaterial und vielem anderem dabei unterstützt. Dafür möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle herzlich bedanken. Dann ging die Suche nach einem passenden kostenlosen Raum los, dies dauerte zwei Monate und ich war überglücklich, als sich die Caritas Hochrhein bei mir meldete.

    Das Ziel und der Fortschritt bei der Gruppengründung gab mir immer wieder Kraft, auch wenn manchmal ein Schmerzschub kam. Die Fragen der Gäste z. B. zu geeigneten Ärzten und Anlaufstellen in der Region, zur Häufigkeit der Erkrankung sowie zu negativen Erfahrungen mit der Akzeptanz des Krankheitsbildes ließ erste Diskussionen entstehen, so dass bei künftigen Treffen der Selbsthilfegruppe sicherlich kein Themenmangel befürchtet werden muss.

    Zum Schluss ging ein Dankeschön an die DFV e.V. und an Jürgen Eckstein für die Unterstützung bei der Gruppengründung. Ebenso sagen wir herzlichen Dank der Caritas Hochrhein, Barbara Spielmann, Peter Schwander und Rolf Steinegger sowie dem Team der Tagespflege St. Elisabeth, dass sie uns den Raum zur Verfügung gestellt haben.

    Susanne Schiessl
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Wir, die SHG Stendal, wurden eingeladen, „ein paar Plätze zu füllen“ in einem Seminar im Kloster Lehnin.

    Meine Eindrücke als Begleiter meiner betroffenen Frau Conny Luther möchte ich hier zu Papier bringen. Wir sind zu viert, Anke und Thomas Grandt und wir beide, gemeinsam in einem Auto in Lehnin angekommen. Da meine Frau und ich noch relativ neu in der Stendaler SHG sind, kannten wir niemanden aus der Selbsthilfegruppe Schönwalde-Glien, außer der Vorsitzenden Bärbel Wolf.

    Wir kamen an und bezogen unsere schönen Zimmer und dann ging es gleich los. Wir wurden von allen begrüßt, als würden wir uns schon Jahre kennen. Beim ersten Treffen im Seminarraum wurde durch ein Ballspiel dafür gesorgt, dass wir alle Teilnehmer mit dem Vornamen ansprechen konnten.

    Die Seminare waren alle sehr hilfreich. Gedanken durchzogen einen. Für die von der Krankheit Betroffenen gab es einen regen Austausch. Vor allem wurde durch Beweglichkeitsübungen, Auflockerung und Freude das Lachen nicht vergessen.

    Es wurde durchweg ein Klima der Vertrautheit zwischen den Teilnehmern hergestellt. Das Vertrauen war so groß, dass ich selbst als Nicht-Betroffener dieser Krankheit zum ersten Mal frei über eine sehr bewegliche Phase meines Lebens gesprochen habe. Das hat mir sehr viel gebracht, obwohl ich nicht von der Krankheit betroffen bin. Meiner Frau Conny als Betroffener hat es sehr gutgetan und sie hat viel mitnehmen können. Das Schlusswort möchte ich jedoch an unsere Gruppensprecherin Anke Grandt weitergeben:

    Ja jetzt ich, Anke:

    Es war für mich ein ganz besonderes Ereignis. Schon, dass ich mit durfte, war eine tolle Sache und auch nicht selbstverständlich. Aber was ich in den Tagen alles für mich mitnehmen konnte, war faszinierend. Erst einmal umgeben von so lieben Menschen, da fühlte ich mich sofort wohl. Alle wissen, wie es ist mit der Erkrankung, und keiner braucht sich zu rechtfertigen. Das Umfeld war so schön, ich kann es nicht in Worte fassen, aber meine Bilder sagen alles. Alle kann ich natürlich hier nicht zeigen, da brauchen wir ein extra Blatt dafür. Aber eines muss ich hier noch loswerden: die Organisation und Planung war top, absolut top. Wir vier waren voll begeistert und melden uns für das nächste Mal gleich wieder mit an. Denn es ist etwas ganz Besonderes in solchen Mauern. Ein Ziel für jeden, der mal Ruhe sucht.

    Ich kann nur sagen: Danke für die schöne Zeit. Es bewegte viel in meinem Inneren und auch Tränen liefen bei bestimmten Themen. Auch Mechthild Döcke und Olaf Thürnagel, ihr habt das so toll gemacht. Klasse, kann ich nur sagen. Und dann Fragen, die einen bewegen. Neue Erkenntnisse über das Leben im Alltag. Was ist gut für uns? Gute Gemeinschaft und Fürsorge? Themen, die im Raum standen und diskutiert wurden. Es gab so viele schöne Momente.

    Ich kann nur sagen, ich würde immer wieder mitkommen. Man könnte ja daraus Partnerstädte Schönwalde-Glien und Stendal machen.

    Wolfgang Luther
    Mitglied SHG Stendal

    Anke Grandt
    Gruppensprecherin SHG Stendal

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  • | Optimisten 04/2019

    Am Samstag, 10. und Sonntag, 11. August 2019 hat die SHG Eider im Rahmen des Fockbeker Dorffestes von 14 bis17 Uhr an einem Info Stand über die Arbeit der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. und über die Selbsthilfegruppe Eider informiert.

    Interessierte konnten sich im direkten Gespräch über unsere Erfahrungen und unseren Umgang mit der Krankheit Fibromyalgie-Syndrom (FMS) informieren und kostenlos Broschüren zum Thema FMS erhalten. Es gab viele Gespräche mit Betroffenen und mit Interessierten, so dass die Zeit schnell vorüberging.

    Einige Erkrankte nahmen gerne neues Info-Material mit und beteuerten, dass sie vielleicht zu einem Treffen der Selbsthilfegruppe Eider kommen werden.

    Wir danken dem Organisationsteam des Dorffestes Fockbek dafür, dass die SHG Eider den Info-Stand betreiben durfte, der zum Glück überdacht war.

    Gefördert von der AOK Nord West, Bahn BKK und BKK24.

    Willi Hohnsbehn
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 04/2019

    Wie schon in den vergangenen Jahren, starteten wir auch in diesem Jahr unser Sommerfest. Dies war am 06.07.2019 und wieder trafen wir uns ab 10:00 Uhr im Garten unserer Gruppensprecherin Anke Grandt, die gemeinsam mit ihrem Mann Thomas die Hauptlast der Vorbereitung trug.

    Alle Teilnehmer beteiligten sich an der Vorbereitung. Zu Gast, wie auch im vorigen Jahr, war Christina Petzold aus Arnstadt.

    In diesem Jahr lautete das Motto:

    „Voll im Trend – Natürliche Pflege von Kopf bis Fuß

                                 Gesundheit mit Kräutern und Lebensmitteln“

    Am Vormittag stellten wir Körperpflege-Produkte zur eigenen Verwendung her.

    In Zweiergruppen hatten sich alle für ein Präparat entschieden. Das waren: Lippenpfleger, Deoroller, Körperbutter, Flüssigseife und Badesalz.

    Christina Petzold stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Hilfreich waren auch ihre Manuskripte mit vielen weiteren tollen Sachen zum Nachmachen.

    Am Nachmittag begann dann die eigene Pflege des Gesichts. Wieder haben wir „Mittelchen“ unter Anleitung zusammengemixt und dann die eigene Haut damit gepflegt. Wir wählten die Quark- und Erdbeermaske und können sagen, die sind nicht nur gut fürs Gesicht, sondern schmeckten auch noch gut. Es fühlte sich wirklich gut an und die Haut hinterher auch.

    „Maske drauf, dann Augen zu, Gurkenscheiben drauf und entspannen.“ Ich denke es gab keinen, der nicht mal drunter „durchluchste“. Denn es war schon recht sehenswert, wie alle mit den Gurken auf den Augen an ihren Plätzen saßen. Dieses wurde natürlich auch alles in Bildern festgehalten. Mit Wasser wurden die Masken abgewaschen und danach haben wir erholsam in die Runde geschaut.

    Nun soll aber kein Leser denken, wir haben nur „gearbeitet“ – nein. Thomas Grandt sorgte am Grill für die notwendigen Köstlichkeiten und die Beilagen wurden von den übrigen Teilnehmern mitgebracht. Dies geschah natürlich zwischen den Vor- und Nachmittagsrunden.

    Nach getaner Arbeit kam natürlich der Kaffe mit den verschiedensten leckeren Kuchensorten auf den Tisch. Die erfrischenden Getränke und vor allem der Spaß an der Gemeinsamkeit, das ist typisch für unsere Selbsthilfegruppe, sollen nicht unerwähnt bleiben. Es war ein gelungenes Projekt. Ein Dankeschön an Christina Petzold.

    Im zehnten Jahr des Bestehens wurde die Gruppe durch drei Ehepartner, die nicht betroffen sind, aber gern dabei sind, verstärkt. Dies ist eine Bereicherung für uns. Das Sommerfest hat in unserer Gruppe einen festen Platz eingenommen.

    Heinz Jürgen Mewes
    Mitglied SHG Stendal

    Anke Grandt
    Gruppensprecherin

     

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  • | Optimisten 04/2019

    Im Oktober 2019 besuchten 13 Mitglieder unserer SHG Hilden-Haan die Klinik Blankenstein in Hattingen. Die Klinik besteht seit 1997 und verfügt über 56 Betten. Rund 1200 Patienten werden jährlich dort behandelt. Die Kosten werden nach Einweisung durch den Haus- oder Facharzt von den Krankenkassen übernommen.

    Nach einer netten Begrüßung des Klinikdirektors, Prof. Dr. André-Michael Beer, hielt Dr. Erdem-Ochir einen Vortrag über die Erkrankung Fibromyalgie und deren in dieser Klinik durchgeführten Therapiemöglichkeiten.

    Diese beinhalten:

    • Wassertherapie in allen Formen mit pflanzlichen Zusätzen
    • Pflanzentherapie in Form von Wickeln, Auflagen, Tees und Arzneimitteln
    • Ernährungstherapie (Vollwerternährung, Heilfasten, Entlastungskost)
    • Physio- und Bewegungstherapie
    • Ordnungstherapie (Gruppen- und Einzelberatung)
    • engmaschige fachärztliche Mitbetreuung

    Nach einer Kaffeepause zeigte uns Dr. Erdem-Ochir ein Patientenzimmer. Danach konnten wir noch die Therapieräume im Untergeschoss besichtigen und bekamen weitere interessante Informationen über Moor-Heilerde- und Lehmtherapie, Lichttherapie, Elektrotherapie und Physio-/Bewegungstherapie.

    Es war ein interessanter Nachmittag.

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Am 28.06.2019 fuhren wir nach Dallau/Baden in das Naturheilsanatorium „Casa Medica“. Wir wurden dort sehr freundlich empfangen und in den Speisesaal geführt. Es standen Frischkornbrei mit Früchten, Dinkel-/Roggenbrot, selbst gemachte Meerrettich- und Kräuterbutter, Tee und ganz frisches Wasser aus der hauseigenen Quelle für uns bereit.

    Die Besitzerin erzählte uns die Geschichte und den Werdegang Ihres Hauses, wobei das wichtigste die Dauerbrause mit dem eigenen Quellwasser ist. Dallau hat noch eine von insgesamt drei Originalen mit Seilzug. Man liegt auf einer Liege und wird eine Stunde lang dauerberieselt. Alle 10 Minuten wechselt man durch den Seilzug die Körperregion. Die Behandlung dient nachweislich zur Entgiftung des Körpers und zur Entspannung der Faszien. Anschließend sprach die Heilpraktikerin des Hauses mit uns und erklärte uns die Irisdiagnose. Diese Augendiagnose wurde bereits von den alten Ägyptern zur Feststellung von Krankheiten genutzt.

    Nach so viel Theorie machten wir einen Rundgang durchs Haus. Eine Salzgrotte sorgt für freies Atmen, die Schwebeliege für Entspannung. Es gibt noch viel mehr Anwendungen und Bewegungsprogramme. Im angelegten Park findet man Ruhe, ebenso auf dem Weg zu den eigenen Obst- und Gemüsegärten und im eigenen Wald.

    Bei der Bio-Vollwertkost findet man weder Koffein, Zucker oder Weizen. Die Zimmer sind einfach eingerichtet, das gesamte Personal ist herzlich und einen kleinen Laden mit Naturprodukten und allerlei schönen Sachen gibt es auch. Es war ein wunderschöner Nachmittag für uns, der uns sehr beindruckt hat.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Referent: Kai Vogt, SBK - Siemens Betriebskrankenkasse Braunschweig

    Das Thema unseres Gruppentreffens in Braunschweig am 07.08.2019 lautete: „Bewegung“. Dazu hatten wir Kai Vogt von der SBK eingeladen, der uns das Bewegungsprogramm „Achte auf Dich“ vorstellte und näherbrachte. Unser Raum war gut gefüllt, wir bekamen interessante Anregungen und nützliche Informationen, die uns wieder ein Stück weiterbrachten und leicht in den Alltag zu integrieren sind.

    Vom Terraband, Trampolin, Swingstick bis hin zum Pezziball konnten wir vieles ausprobieren und in der Pause tatsächlich richtig in Bewegung kommen. Alle hatten viel Spaß und beteiligten sich rege mit Fragen zum Thema. Zudem bekamen wir vom hiesigen Tennisverein einen großen Eimer ausgemusterter Tennisbälle gesponsert, die wir zu Massagebällen umfunktionierten. Damit schlugen wir die Brücke zwischen Bewegung und Entspannung, ganz im Sinne „Achte auf Dich!“

    Wir danken dem Referenten Kai Vogt, von der SBK, für das Vorstellen des Bewegungsprogrammes über APP oder PC und Daniel Schriever, von der Sektion Tennis - Eintracht Braunschweig, für die freundliche Spende der Tennisbälle. Im Nu waren wieder die zwei Stunden, mit viel Information und Aktion, also ein rundum gelungenes Treffen, um.

    Daina Petsch
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Am 27. August 2019 fand von 16 bis 18 Uhr im Gardelegener Rathaussaal eine Informationsveranstaltung statt. Es wurden zwei Referenten eingeladen.

    Der erste Referent war Dr. rer. nat. Oliver Ploss. Er ist Heilpraktiker, Apotheker und Lehrbeauftragter und sprach über "Neue naturheilkundliche Optionen in der ganzheitlichen Behandlung des Fibromyalgie Syndroms."

    Der zweite Referent war Dipl.-Kfm. Gerhard Geiger vom Sibyllenbad Neualbenreuth. Er sprach über die "Wirkung des Radonbades ".

    Beide Vorträge waren für die Besucher sehr informativ und aufschlussreich und jeder konnte sehr viel Information mitnehmen.

    Es war ein gelungener Nachmittag und als Dankeschön gab es für die beiden Referenten ein kleines Präsent aus unserer Region.

    Bedanken möchte ich mich bei Anke Grandt, Gruppensprecherin der SHG Stendal und Landesansprechpartnerin, für ihr Unterstützung. Auch möchte ich mich bei der Gardelegener Stadtverwaltung bedanken, die uns den Rathaussaal immer wieder sehr gut vorbereitet zur Verfügung stellt.

    Liebe Grüße

    Rahel Majewski
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 04/2019

    Am 04.09.2019 war es wieder soweit. Steffi Schulze, unsere Gruppensprecherin, und Silvia Friedrich, stellv. Gruppensprecherin, organisierten auch in diesem Jahr ein Treffen für Betroffene der Fibromyalgie. Das Treffen stand unter dem Thema „Angst- und Stressbewältigung“. Als Referentin konnten wir wieder Bärbel Wolf, unsere Vereinsvorsitzende, gewinnen.

    Geladen waren Betroffene der Fibromyalgie, Mitglieder sowie der Bürgermeister der Stadt Zerbst, Andreas Dittmann, und Interessenten. Der Einladung waren auch Anke Grandt, unsere Landesansprechpartnerin, Olaf Thürnagel, Beisitzer im Vorstand, und die stellv. Gruppensprecherin von Schönwalde-Glien, Mechthild Döcke, gefolgt. Der Raum füllte sich schnell mit bekannten und unbekannten Gesichtern.

    „Angst“ war für ALLE im Raum ein ernst zu nehmendes Thema. Man sah förmlich, wie es in den Köpfen zu arbeiten begann.

    Wer Bärbel kennt, weiß, dass sie sich nicht an das Aufgeschriebene hält. So auch dieses Mal. Sie hat durch ihre lockere Art, mit Beispielen und Fragen stellen, es geschafft, dass JEDER im Raum mitzuarbeiten begann. Sie hat es geschafft, dass wir Angst als etwas Natürliches ansehen.

    Angst gehört zu den Grundgefühlen und äußert sich in Form von Zwängen (Kontrolle …), Furcht …, und spielt sich im Kopf ab. Wenn meine Bedürfnisse nicht befriedigt sind, entsteht Angst. Wenn ich begreife, welche Bedürfnisse hinter meiner Angst stecken, kann ich die Angst bewältigen.

    Durch die lockere Vortragsart kam es zu einem regen Austausch und zu interessanten Gesprächen.

    Es war ein gelungener Nachmittag, den wir auf jeden Fall im nächsten Jahr mit einem neuen, ansprechenden Thema wiederholen werden.

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei Bärbel für ihren Vortrag, bei der DRK-Begegnungsstätte für die kostenfreie Nutzung des Raumes sowie bei ALLEN, die unserer Einladung gefolgt sind.
     

    Im Namen der SHG Zerbst

    Steffi Schulze - Gruppensprecherin
    Silvia Friedrich - stellv. Gruppensprecherin
    Mechthild Döcke - stellv. Gruppensprecherin SHG Schönwalde-Glien

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  • | Optimisten 04/2019

    Wie schon oft in den vergangenen Jahren, hat sich unsere Selbsthilfegruppe mit einem Informationsstand am „Tag der Vereine“ im Kornmarktzentrum in Bautzen in der Zeit von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr beteiligt. Die Standbetreuung erfolgte durch Bettina Bartonietz, Marina Hillmann, Petra Wirsig, Carola Düring und Regina Seifert, wobei ein zwischenzeitlicher Wechsel erfolgte.

    Wir hatten eine Menge Infomaterial für Interessierte dabei und hofften auf reges Interesse. Die erste Besucherin an unserem Stand war eine Psychologin, die, wie sich im Gespräch herausstellte, immer häufiger Patienten mit Fibromyalgiesyndrom betreut. Unser Stand wurde von ihr ganz gezielt und vorab geplant angesteuert. Sie hat sich umfangreich mit Informationsbroschüren für Betroffene ausgestattet und auch dankend die Broschüre für Ärzte und Therapeuten mitgenommen. Dies hat uns gezeigt, dass es auch Mediziner in unserer Region gibt, die sich der Problematik unserer Krankheit annehmen, um die Patienten zu verstehen.

    Wir hatten an diesem Tag sehr gute und interessante Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen. Eine Betroffene, die unseren „Tag der offenen Tür“ nicht nutzen konnte, da sie das Mitteilungsblatt mit der Anzeige erst zu spät erhalten hatte, war glücklich, dass wir in Bautzen vor Ort waren. Sie hatte viele Fragen, war sehr am Informationsmaterial interessiert und war dankbar, dass es Menschen gibt, die sie mit ihren Problemen versteht.

    Bei diesen Veranstaltungen ist es immer interessant, die Leute zu beobachten, die am Stand vorbeigehen, kurz stehenbleiben und sich wundern, was da aus Ihrer Sicht „Rätselhaftes“ auf unseren Flyern steht. Manche lächeln nur und gehen weiter, andere fragen nach, was diese Erkrankung überhaupt ist und wie sie sich äußert und einige Betroffene wagen sich konkret nachzufragen, um so ein vertrauensvolles Gespräch führen zu können.

    Wir können sagen, dass wir an diesem Tag eine Menge Öffentlichkeitsarbeit getan haben, dass er anstrengend war und dass es sich aber auch gelohnt hat. Der Dank und die Zufriedenheit der Betroffenen war unser Lohn.

    Regina Seifert
    Stellv. Gruppensprecherin
     

    „Befreie dich von dem Druck,
    dich vor anderen beweisen zu müssen.
    Sei einfach.
    Dann ist alles gut.“

    Pater Anselm Grün

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  • | Optimisten 04/2019

    Am 24.08.2019 machten wir uns mit acht Frauen aus unserer Gruppe auf zu einem Kräuterseminar. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude.

    Unsere liebe „Kräuterhexe“ Maren Suhr zeigte uns dann Kräuter, die wir als Unkraut angesehen haben, und erzählte uns, dass sie nicht nur entzündungshemmende, sondern auch schmerzlindernde Heilkräfte besitzen. Wir waren echt erstaunt und sammelten körbchenweise verschiedene Kräuter.

    Nach dem Wandern und Sammeln haben wir in kleinen Gruppen diese Kräuter zu einem super Menü verarbeitet, welches aus Suppe, Salat, Hauptspeise, Dips und Dessert bestand. Es war einfach köstlich.

    Dann wurde noch für jeden ein Kräuteröl, Kräutersalz und Blütenessig zubereitet. Auch die Rezepte bekamen wir alle von Maren Suhr. Wir waren am Ende des Seminars nicht nur gesättigt, sondern auch voller Motivation, diese Kräuterlehre in unsere tägliche Ernährung mit einzubeziehen und somit vielleicht auch etwas zur Schmerzlinderung unserer Fibromyalgie beizutragen.

    Mit optimistischen Grüßen

    Michaela Runke
    Stellv. Gruppensprecherin

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  • Ein Novemberwetter wie aus dem Bilderbuch: Grauer Himmel, Regen, Wind und nur sporadisch Sonnenschein, falls sich der Nebel verzieht. Derweil werden die lichten Tage rasch kürzer. So schrumpft die Zeit für eine Erwärmung des Bodens und der bodennahen Luftschicht durch Sonnenstrahlung. Es wird zunehmend kalt, feucht und finster. Für Menschen mit Fibromyalgie häufen sich Tage mit hoher Symptombelastung und starken Schmerzen.

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  • | Veranstaltung


    Krankheitsbedingt sind wenige Plätze frei geworden. Melden Sie sich schnell an.

    Einladung und Programm

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  • | Veranstaltung

    Zusammen mit unserer Selbsthilfegruppe Möckmühl nehmen wir mit einem Infostand am 32. Seckacher Straßenfest am Sonntag, 22. September 2019, im Kinder- und Jugenddorf Klinge teil.

     

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  • | Förderung

    Die IKK classic gewährt uns einen Zuschuss zum Projekt "Produktion von DVDs - Entspannungstechniken für Menschen mit Fibromyalgie"  in Höhe von 2.530 €.

    Die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. bedankt sich für die großzügige Unterstützung.

    Das Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V finanziert durch die IKK classic. Gewährleistungs- oder Leistungsansprüche gegenüber der Krankenkasse können daraus nicht erwachsen. Für die Inhalte und Gestaltung ist die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. verantwortlich.

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  • | Mitteilungen

    08.04.2019
    Wichtige Arzneimittelinformation
    Systemisch und inhalativ angewendete Chinolon-und Fluorchinolon-Antibiotika: Risiko von die Lebensqualität beeinträchtigenden, lang anhaltenden und möglicherweise irreversiblen Nebenwirkungen -Anwendungsbeschränkungen

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  • | Mitteilungen

    Schwere und langanhaltende Nebenwirkungen im Bereidch Muskeln, Gelenke und Nervensystem

    Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone können in sehr seltenen Fällen Nebenwirkungen im Bereich der Sehnen, Muskeln, Gelenke und des Nervensystems hervorrufen, die schwerwiegend und anhaltend, die Lebensqualität beeinträchtigend und möglicherweise dauerhaft sind. Betroffen davon sind alle Fluorchinolone, die oral (d.h. über den Mund) eingenommen, injiziert oder inhaliert werden.

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  • | Mitteilungen

    Es kann jeden treffen: ein Sturz von der wackligen Leiter zu Hause oder ein Unfall mit dem Fahrzeug auf der Straße können eine lebenslange Körperbehinderung zur Folge haben. Viele Fragen können auftreten: „Ich bin durch einen Unfall plötzlich Schwerbehindert. Verliere ich meinen Arbeitsplatz?“ oder „Habe ich einen Anspruch auf einen medizinische Rehabilitation, wenn ich nicht mehr im Arbeitsleben stehe?“ Antworten darauf gibt es in der Beratungsbroschüre „ABC Rehabilitation“ vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK). 
     
    Auf über 100 Seiten werden die Regelungen des Sozialgesetzbuches IX (SGB IX) verständlich erläutert. Die Broschüre soll Menschen dabei unterstützen, die gesellschaftlichen Möglichkeiten einzufordern und für eine Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fit zu machen.
    Arbeitgeber finden darin hilfreiche Informationen über die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, die Gestaltung eines barrierefreien Arbeitsplatzes und welche finanzielle Unterstützung es dafür gibt. Zu beziehen ist die Broschüre im online-Shop des BSK unter: shop.bsk-ev.org/ratgeber

    Mit freundlichen Grüßen


    Lea Lausecker
    FSJ
    Pressestelle

    Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Altkrautheimer Straße 20
    74238 Krautheim
    Tel.: 06294 428125
    Fax: 06294 428119
    www.bsk-ev.org
    www.facebook.com/bskev


    Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., Altkrautheimer Str. 20, 74238 Krautheim,
    Telefon: 06294 4281-0, Telefax: 06294 4281-79,
    Geschäftsstellenleiter Ulf-D. Schwarz, Bundesvorsitzender Gerwin Matysiak, Amtsgericht Stuttgart VR 590154

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  • | Mitteilungen

    „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ steht im Artikel 3 des Grundgesetztes. An diesem Benachteiligungsverbot hat der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. BSK, als anerkannter Verbraucherschutz- und Antidiskriminierungsverband bereits 1994 maßgeblich mitgearbeitet.

    Dieser Artikel soll die rund 10 Millionen Menschen schützen, die eine Behinderung haben. Das seit 2006 bestehende Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (AGG) soll den Schutz vor Benachteiligung und eine selbstbestimmte Lebensführung sicherstellen.

    In der Broschüre ABC Antidiskriminierung will der BSK praktische Tipps und Ratschläge geben, wie man Diskriminierung erkennen und sich dagegen zur Wehr setzen kann. Alle wichtigen Begriffe werden in dem Ratgeber alphabetisch aufgeführt und erläutert.

    Die Broschüre soll betroffenen Menschen, aber auch Selbsthilfegruppen und Juristen Antworten auf alle Fragen über Rechte und Möglichkeiten bei einer Benachteiligung geben. Zu beziehen ist sie im online-Shop des BSK unter: shop.bsk-ev.org/ratgeber


    Mit freundlichen Grüßen

    Lea Lausecker
    FSJ
    Pressestelle

    Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Altkrautheimer Straße 20
    74238 Krautheim
    Tel.: 06294 428125
    Fax: 06294 428119
    www.bsk-ev.org
    www.facebook.com/bskev


    Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., Altkrautheimer Str. 20, 74238 Krautheim,
    Telefon: 06294 4281-0, Telefax: 06294 4281-79,
    Geschäftsstellenleiter Ulf-D. Schwarz, Bundesvorsitzender Gerwin Matysiak, Amtsgericht Stuttgart VR 590154

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  • | Mitteilungen

    Viele Menschen müssen Statine einnehmen, um erhöhte Cholesterinspiegel zu senken. Die wichtigsten Infos über Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen dieser Medikamente

    von Dr. Katharina Kremser

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  • Die Theorie ist banal und erscheint zunächst einmal logisch: Erkrankungen sind Reaktionen des Körpers auf einen Mangel an „Vitalstoffen“ wie Mineralien und Salze, Vitamine und Lipide (Bausteine für Fette), Aminosäuren und Peptide (Bausteine für Eiweiße). Werden diese Defizite ausgeglichen, verschwinden auch die quälenden Symptome und bei günstigem Verlauf auch die Erkrankung. Wie gut, dass eine aufmerksame Industrie für jedes Leiden angepasste Reparaturmischungen mit den fehlenden Vitalstoffen anbietet - die Nahrungsergänzungsmittel.

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  • | Optimisten 03/2019

    von Anne-Kathrin Neuberg-Vural (aknv)

    „Wenn andere loszogen, um Spaß zu haben, war ich diejenige, die zurückblieb und auf Taschen und Rücksäcke aufpasste.“ Zu groß sei die Angst gewesen, sich zu überlasten, falsche Bewegungen zu machen und das mit anhaltenden Schmerzen zu bezahlen. Sandra Büttner ist heute 50 Jahre alt. Ihr Leben, so erzählt sie, sei von Krankheitsgeschichten geprägt: zahlreiche vermeintliche Sehnenscheidenentzündungen während der Ausbildung, schmerzende Finger, Unterleibsprobleme, chronische Rückenschmerzen, Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Erschöpfung.

    Rückblickend betrachtet ergibt sich ein erklärbares Bild: Sandra Büttner hat das Fibromyalgie Syndrom – kurz FMS. Doch dieser Diagnose ging eine Odyssee an Arztbesuchen voraus. Immer wieder wurde versucht, die einzelnen Symptome zu behandeln. Ohne Erfolg. Herkömmliche Schmerzmedikamente halfen kaum. Untersuchungen blieben unauffällig. „Von den Ärzten hieß es: Wir haben jetzt ein Röntgenbild gemacht, haben Blut abgenommen, da ist nichts. Was wollen Sie denn jetzt noch“, erzählt Büttner. „Ich habe schon an mir gezweifelt, dachte, ich bilde mir doch alles nur ein.“ Sie hatte das Gefühl, von den Ärzten mit ihren Problemen nicht ernst genommen zu werden. „Ich fühlte mich wie beschädigte Ware.“

    Für Prof. Dr. Winfried Häuser, Internist und Schmerzmediziner am Klinikum Saarbrücken und Mitglied im Ständigen Beirat der Deutschen Schmerzgesellschaft, ist das nicht überraschend. Aus seiner Sicht gibt es eine regelrechte Fehlkonditionierung, die Ärzte im Medizinstudium erhalten. „Für viele ist eine in Anführungszeichen richtige Krankheit nur die, die man durch objektive Tests erkennen kann.“

    Egal ob Fibromyalgie-, Reizdarmsyndrom oder Spannungskopfschmerzen – Patienten mit Beschwerden, die sich nicht durch bildgebende Verfahren nachweisen ließen, hätten bei vielen Ärzten ein schlechteres Image, so der Mediziner. Hinzu komme, dass viele gar nicht an FMS denken würden, nicht die Krankheitsgeschichte der Patienten als ein Gesamtbild sähen oder gerade Männern eine solche - vermeintlich negativ behaftete - Diagnose nicht zumuten wollen würden. Einer Erhebung der Barmer Ersatzkasse zufolge wird FMS nur bei 0,3 Prozent der Versicherten diagnostiziert.

    Häuser war federführend an der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Fibromyalgie Syndroms beteiligt. Die Krankheit als rein psychisch bedingt abzutun, hält er für falsch. Das wird auch in den Leitlinien deutlich. Die meisten Fibromyalgie-Forscher sind sich auf Grund der mittlerweile sehr validen Datenlage einig: Die chronischen Schmerzen der meisten FMS-Patienten sind durch eine Reizregulationsstörung im Gehirn zu erklären. „Belastende Lebensereignisse, traumatische Erlebnisse in der Kindheit, Dauerstress, Schlafstörungen“, so Häuser, „sind dabei die am besten identifizierten Risikofaktoren für die Entstehung und den Ausbruch des Fibromyalgie Syndroms.“

    Typischerweise kämen die Schmerzen schrittweise. „Bei den meisten Patienten beginnt der Schmerz an einer Körperstelle, dem Kreuz oder in den Händen“, erklärt der Schmerzmediziner, „und in unterschiedlicher Geschwindigkeit dehnt sich die Schmerzsymptomatik dann auf mehrere Körperregionen aus.“

    Für eine Diagnose gibt es am Ende drei Hauptkriterien: Schmerzen in Rücken, Armen oder Beinen, die länger als drei Monate anhalten, nicht erholsamer Schlaf und eine reduzierte körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit. Außerdem müssten anhand der Krankengeschichte und körperlicher Untersuchungen andere Krankheiten ausgeschlossen werden, die diese Symptome besser erklären würden, erklärt Häuser.

    Sandra Büttner wurde zudem noch auf Schmerzempfindlichkeit an 18 sogenannten Tender-Points untersucht – eine Diagnostik-Methode, von der man heute wegen ihrer Ungenauigkeit wieder wegkommt. „Ich schlug bei den Druckpunkten direkt an“, erinnert sie sich. „Ich wusste, wir waren endlich auf dem richtigen Weg.“ Seitdem geht es bergauf.

    Sandra Büttners Mann Christoph steht ihr dabei immer zur Seite, auch wenn er selbst zugeben muss, dass er die Krankheit anfangs sehr schwer fassen konnte. „Das erste Mal, dass ich für mich selbst eine Idee bekommen habe, was es bedeutet, mit Fibromyalgie zu leben, war, als ich das erste Mal in meinem Leben heftige Gliederschmerzen über mehrere Tage hatte“, erinnert er sich. „Ich kam kaum die Treppe hoch. Da hatte ich endlich eine vage Vorstellung, wie es sich für Sandra ungefähr anfühlen muss.“

    Prof. Dr. Kati Thieme ist Leiterin des Instituts für Medizinische Psychologie an der Philipps Universität Marburg und gilt als eine der führenden Fibromyalgie-Forscherinnen Deutschlands. Bei ihren Untersuchungen stellte sie fest, dass sich bei FMS verschiedene Subgruppen definieren lassen. „Wir haben gesehen, dass es Patienten gibt, die mit erhöhter Blutdruckreaktivität in Stresssituationen reagieren“, sagt Thieme. „Das ist die größte Subgruppe und zugleich sind es die Patienten, die auch das stärkste Schmerzverhalten zeigen.“

    Viele Partner würden in solchen Situationen empathisch versuchen, dem Patienten in seinem Leiden zu helfen, Arbeiten abnehmen, darauf achten, dass er oder sie sich nicht überfordert, erklärt Thieme. „Leider missinterpretiert das Gehirn diese Zuwendung als Belohnung, was eher dazu führt, dass das Schmerznetzwerk noch stärker aktiv wird.“ Ein Teufelskreis also, bei dem der Schmerz immer stärker wird.

    Hinzu kommt laut Thiemes Forschung ein weiteres Problem: Die Barorezeptoren, Drucksinneskörperchen in der Halsschlagader, seien bei FMS-Patienten wie auch bei Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes 1 oder Parkinson stark erniedrigt. Diese senden bei Stress und Schmerzen – ausgelöst durch steigenden Blutdruck – normalerweise ein Signal ins Stammhirn, wo dann dafür gesorgt wird, dass sich der Schmerz reguliert, genauso wie Blutdruck, Blutzucker, Schlaf, Angst und auch bestimmte Stresshormone.

    „Aber wenn das nicht richtig funktioniert, dann kommt es auch zu chronischen Schmerzen wie bei der Fibromyalgie“, erläutert Thieme. Langzeitstress, sei es in der Familie oder bei der Arbeit, verstärke diesen Effekt noch. Meist seien die Patienten auch noch perfektionistisch veranlagt und würden eher an andere als an sich denken.

    Eine Beschreibung, die genauso auch auf Sandra Büttner zutrifft. Doch statt einer FMS-spezifischen Behandlung bekam sie – Diagnose noch ungewiss – von einem Arzt Opiate gegen die Schmerzen. Diese wurden tatsächlich kurzzeitig weniger, doch die Nebenwirkungen waren extrem. Die von ihrem Mann als stark und lebensbejahend beschriebene Frau stürzte in ein tiefes Loch. Ein typischer Fall, vor dem beide Experten ausdrücklich warnen.

    Der richtige Ansatz bei FMS sei eine kognitive Verhaltenstherapie, gekoppelt mit Bewegung. Einigen wenigen helfe auch eine Ernährungsumstellung und eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht, so Schmerzmediziner Winfried Häuser. Eine spezielle Fibromyalgie-Diät gebe es aber nicht.

    Fibromyalgie-Forscherin Kati Thieme sieht im eigens entwickelten Systolischen Extinktionstraining – kurz SET – eine große Chance. Hier würden die Barorezeptoren zusätzlich reaktiviert. SET könne Schmerzen hemmen. Die ersten Ergebnisse einer Studie dazu wurden im Mai publiziert. Thieme: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die FMS-Patienten mit hohem Blutdruck nach fünf Wochen SET und Verhaltenstherapie schmerzfrei werden und 82 Prozent von ihnen über den Kontrollzeitraum von zwölf Monaten auch schmerzfrei bleiben.“ Ein Lichtblick für Betroffene.

    Bei Sandra Büttner war es die Verhaltenstherapie, die ihr letztlich half. Zusätzlich nimmt sie wegen einer rheumatischen Erkrankung, unter der sie ebenso leidet, ein Biologikum. Sie lernte mit dem Schmerz zu leben, ihm aber keinen großen Raum mehr im Leben zu lassen. „Fibromyalgie ist nicht lebensbedrohlich, ich versuche es jetzt einfach positiv zu sehen und das Beste daraus zu machen.“

    Diese positive Einstellung versucht sie als neue Gruppensprecherin der FMS-Selbsthilfegruppe Marburg und Umgebung an Betroffene weiterzugeben. Gleichzeitig will sie - genau wie die Experten - die Krankheit bekannter machen, um anderen ihren langen Leidensweg zu ersparen.

    Autorin:
    Anne-Kathrin Neuberg-Vural

    Freie Journalistin (Dipl.-Journ)
    Funke Mediengruppe, WeltN24, MedienKontor
    Marburg

     

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  • | Optimisten 03/2019

    Vortrag am 23. Deutscher Fibromyalgie Tag in Göttingen
    von Astrid Kuby

    Der Kultsong "Körperzellen Rock" begeistert Generationen. "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" - ein Gute-Laune-Lied und eine lustige Choreo, der man sich nicht entziehen kann, Fröhlichkeit die inspiriert!

    Was steckt dahinter? Kann man tatsächlich lernen, mit seinen Zellen und Körperteilen zu kommunizieren und sie auf Glück und Gesundheit zu programmieren? Astrid Kuby zeigt uns, wie das geht!

    Sehr geehrte Frau Wolf,
    sehr verehrte Damen und Herren,

    zuerst möchte ich mich bei Ihnen, Frau Wolf, ganz herzlich für die Einladung bedanken. Ich freue mich sehr, auf Ihrem Kongress hier in Göttingen sprechen zu dürfen.

    „Wer hier im Saal kommt denn nicht aus Göttingen?“ (90% der über 300 Zuhörer zeigen auf) - „Ok, Sie, meine Damen und Herren, sind aus allen Teilen Deutschlands angereist, danke dafür! Hier in diesem Raum ist eine große Zahl von Menschen, die mit Dauerschmerzen leben. Ihnen möchte ich als allererstes meinen tiefen Respekt ausdrücken, dafür, dass sie heute hier sind und zeigen, dass sie nicht aufgeben, ein lebenswertes Leben zu führen.

    Eine Selbsthilfegruppe, die es schafft, dass Fibromyalgie als Krankheit nicht nur medizinisch diagnostiziert, sondern auch staatlich anerkannt wird, hat Großes geleistet! Ich verstehe, dass sich Menschen, die ein gemeinsames Symptom und Schicksal verbindet, sich zusammenschließen und damit an Stärke gewinnen. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Arbeit.

    Wie wird Fibromyalgie bisher behandelt?

    Wie ich gelesen habe, ist diese Krankheit traditionell medizinisch bisher nicht heilbar. Die meisten Patienten werden durch Schmerzmittel und begleitende Maßnahmen mehr oder weniger in die Lage versetzt, mit ihren Schmerzen zu leben. Eine sehr populäre Betroffene ist wohl Lady Gaga!

    Sicherlich wünscht sich jeder Betroffene, endlich auf Medikamente und deren Nebenwirkungen verzichten zu können und wieder schmerzfrei zu leben. Einige von Ihnen haben vielleicht deshalb auch schon alternative Heilungswege ausprobiert. Diese kann man natürlich nur dann als wirksam bezeichnen, wenn die Symptome verschwinden.

    Wie Sie vielleicht gelesen haben, helfe ich Menschen, ihre natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das funktioniert nicht nur bei jeder Art von Krankheit, physischen und psychischen Symptomen, sondern auch bei Schicksalsschlägen und anderen Lebenskrisen. Ich begleite Klienten auf eine Reise in das Land der unbewussten, gespeicherten Zellinformationen, helfe ihnen, die Botschaften ihrer Symptome zu erkennen und ihre Körperzellen gesund zu programmieren. Anders gesagt geht es darum, z.B. Schmerzbotschaften ernst zu nehmen, die positive Seite der Situation zu sehen, das Muster, das dahinter steckt zu verstehen, zu transformieren und die Nervenzellen neu zu programmieren. Das alles funktioniert aber nur bei dem, der das Zusammenspiel von Denken, Emotionen und Körper versteht und bereit ist, Selbstverantwortung zu übernehmen. Dann lassen sich Selbstheilungskräfte aktivieren, denn sie sind eine ganz natürliche Sache, die uns die Natur geschenkt hat.

    Worüber ich heute in meinem Vortrag spreche, hat nichts mit medizinischer Betrachtung zu tun. Ich lade Sie ein, sich mit mir auf eine geistig-seelische Ebene zu begeben und eine neue Sicht von Krankheit und Gesundheit zuzulassen.

    Wie denken wir über uns selbst?

    Wie definieren wir unser Selbst, unser eigenes Ich? Sind wir nur die körperlichen Wesen, die wir im Spiegel erkennen können? Oder sieht die Hierarchie des Seins ganz anders aus: Sind wir geistig-seelische Wesen, ist der Geist (Spirit) der Chef unserer Körperzellen? Ein berühmter Ausspruch eines ganzheitlichen Mediziners lässt uns stutzen: „An jedem Zahn hängt auch ein Patient“! Können wir wirklich zwischen Körperlichkeit und Psyche unterscheiden oder sind wir ein untrennbar verbundenes System von Körper, Geist und Seele?

    Was bedeutet es, wenn wir Schmerzen spüren? Die Natur hat uns Nervenzellen geschenkt, damit wir uns nicht an der heißen Herdplatte verbrennen, damit wir sensibel werden für die allzeit lauernden Gefahren - welch eine intelligente Einrichtung, die unserm Schutz dient!

    Alles im Universum hat einen Sinn. Nichts geschieht ohne Grund. Wovor möchte der Körper uns schützen, wenn wir Schmerzen leiden, den Hintergrund aber nicht gleich erklären können? Wie reagieren wir z.B. als Eltern, wenn ein Kind über Bauchschmerzen klagt? Fahren wir das weinende Wesen gleich zum Arzt oder nehmen wir es in den Arm, trösten es und versuchen zuerst einmal durch ein liebevolles Gespräch herauszufinden, was zu den Bauchschmerzen geführt hat? Erfahrene Eltern durchschauen die Strategien ihrer Kinder und handeln danach. Es hat keinen Zweck, die oft erst beim zweiten Blick erkennbaren Bedürfnisse der Kinder zu ignorieren. Schmerzen sind wie quengelnde Kinder. Sie signalisieren Defizite, die oft nicht vordergründig erkennbar sind.

    Wie bei den Kindern, müssen wir jede Schmerzbotschaft auch bei uns Erwachsenen ernst nehmen, diese aus der unbewussten Ebene in die Bewusstheit bringen, die im Symptom enthaltene Botschaft entschlüsseln und entsprechend unser Denken und unsere Lebensweise verändern. Es geht darum, mit den eigenen Körperzellen zu kommunizieren und in eine achtsamere Lebenshaltung zu kommen.

    Als Selbstentwicklungs- und Lebensfreudecoach habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir durch…

    • Musik und Bewegung leichter und intuitiver zu uns selbst und zu unseren inneren Bedürfnissen finden.
    • Musik und Bewegung Frustrationsabbau und Lebensfreude erleben können und dadurch leichter neue Denk- und Verhaltensmuster finden, die uns gesund, glücklich und schmerzfrei machen.

    Diese Methode nenne ich „Spirit Dance“ - und man kann sie auch den „Tanz mit der Seele“ nennen. Ich behaupte: Wenn die Seele jubelt, gibt es keinen Schmerz!

    Wie bin ich zu diesen Erkenntnissen gekommen?

    Selbst habe ich einen langen Weg der Entwicklung durchschritten, der mich zu diesen Erkenntnissen kommen ließ. Ich durfte lernen, meine eigenen Krankheiten durch Selbstheilungsmethoden „abzuschaffen“. Davon hatte ich einige: chronische, schwere Migräne, Ischiasanfälle, chronische Nierenbecken- und Blasenentzündung, chronische Nebenhöhlenvereiterung … Wenn man am eigenen Leib die erstaunliche Erfahrung machen darf, dass sogar der offensichtliche Befund – Blut im Urin – mit den entsprechenden Schmerzen in ein paar Minuten, Lichtschalter gleich, ausgeschaltet werden kann, der Urin danach klar und gesund ist und keine Antibiotika genommen werden müssen, dann erst glaubt man, was man vielleicht längst mit dem Verstand versteht, aber noch nicht selbst erfahren hat. Man versteht tief in sich, dass Selbstheilung funktioniert. In meinem Buch „Spirit Dance“ erzähle ich die Geschichte ausführlich.

    In meiner Praxis begleite ich Menschen in ihren Selbstheilungsprozessen. Hier durfte ich erfahren, dass es sogar Patienten, die von der Medizin aufgegeben waren, gelungen ist, auch in letzter Minute das Steuerrad ihrer Krankheit in Gesundheit umzudrehen. Ganz gleich ob diese Menschen an Krebs, Parkinson oder an einer anderen schweren Krankheit litten – ihre Heilung hing davon ab, ob sie ihr Weltbild erweitern, ihr persönliches Leben radikal ändern und in ihrer Persönlichkeit einen wesentlichen Fortschritt machen konnten. Man spricht in diesem Zusammenhang von den fünf heilsamen inneren Haltungen: Liebe (Selbstliebe und Nächstenliebe), Demut (der Mut zu dienen), Dankbarkeit, Loslassen, Verzeihen.

    Beispiel: Meine Klientin mit Fibromyalgie

    Welch ein Zufall! Gerade betreue ich eine Klientin mit Fibromyalgie. Sie ist 55 Jahre, war vorher eine mega-Sportlerin, aktiv und kreativ – vor fünf Jahren musste sie wegen ihrer Schmerzen in Rente gehen. Mit ihr habe ich eine getanzte Trance-Reise gemacht. Ihr Bild: Sie sieht sich auf einem Klettertrip auf Korsika, bei dem sie böse abstürzte, aber, Gott sei Dank, durch die Seilschaft überlebte.

    Man kann sich leicht vorstellen, dass eine solche Todesangst-Erfahrung in den Körperzellen ein traumatisches Schutzprogramm hinterlassen hat: „Wenn du auf mich nicht achtest, zu viel riskierst, dann schreie ich!“ So reagieren ihre Körperzellen „allergisch“ auf jede größere sportliche Aktivität. Jetzt gilt es einerseits mehr Gefühl für sich selbst zu bekommen, Risiko besser dosieren zu lernen und neues Vertrauen zu den Zellen aufzubauen.

    Vergleichsbild: Seilschaft Körper-Geist-Seele

    Ähnlich wie in diesem Klienten-Beispiel kann man sich das Zusammenwirken der Kräfte in unserem System als Seilschaft Geist-Seele-Körper vorstellen. Die Vernunft ist die Befehlszentrale (Rationalität, Ego, Wollen). Sie hängt mit dem Bauchgefühl, den inneren Bedürfnissen, Seelenwünschen zusammen und diese bilden sich auf der körperlichen Plattform, in den Körperzellen ab. Zwischen diesen Kräften gilt es ein Gleichgewicht herzustellen.

    Körperzellen Rock

    Hier kommunizieren wir direkt mit unseren Körperzellen. "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" ist nicht nur ein lustiger Muntermacher, sondern ein verblüffender Selbsttest, bei dem man erleben kann, wie unser Denken auf die Körperzellen wirkt. Probieren Sie es aus! Singen Sie laut mit! Tanzen sie die kleinen pantomimischen Tanzbewegungen und lassen Sie die beglückende Wirkung in ihrem Körper zu! Aus dieser kleinen praktischen Übung können Sie eine wichtige, grundsätzliche Erfahrung machen. Ja, mein Körper reagiert auf meine Gedanken!

    Vielen Dank, meine Damen und Herren, für Ihre Aufmerksamkeit! Wenn ich Ihr Interesse wecken konnte und Sie sich näher über das Thema informieren wollen, dann empfehle ich Ihnen mein Buch und meine beiden Lebensfreude-CDs.
     

    Autorin:

    Astrid Kuby
    Tanztherapeutin und Lebensfreudecoach
    Vorträge/Seminare/Coaching/Ausbildung
    www.astridkuby.de

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  • | Optimisten 03/2019

    Dr. Rüdiger Taube

    Liebe Patientinnen und Patienten,

    nochmals zur Erinnerung (siehe Teil I und II aus den letzten „Optimisten“):

    Ihre Erkrankung „das Fibromyalgiesyndrom“ ist für Ihre Ärzte eine große Herausforderung und die Therapie gelingt häufig auch nicht gut – viele von Ihnen können als Patientin ein Lied davon singen.

    Wir Schmerzärzte wissen, dass Ihre Erkrankung bis auf den heutigen Tag nicht gut zu behandeln ist.

    Das hat folgende Gründe:

    1. Es fehlt stark an Verständnis
    2. Medikamente helfen nicht
    3. Spritzen helfen nicht
    4. Operationen helfen nicht
    5. Die wirksamste Behandlungsmethode heißt: Schmerztherapie nach dem bio-psychosozialen Modell … aber:
    • Was das „biopsychosoziale Modell“ ist, wird nicht ausreichend verstanden

    Hier die Fortsetzung der Erklärung, was eine multimodale Schmerztherapie nach dem biopsychosozialen Modell eigentlich umfassen müsste:

    1. Aufklärung (siehe „Optimisten“ 01/2019 )
    2. Bewegungsplan (siehe „Optimisten“ 02/2019)
    3. Ernährungsplan
    4. Seelentherapie (Psychotherapie)
    5. Veränderungen der menschlichen Umgebung (soziale Therapie)

    Der Ernährungsplan
    Eine spezielle Fibromyalgie-Diät gibt es aus schulmedizinischer Sicht nicht ...

    Den vollen Artikel gibt es exklusiv für Mitglieder in unserer Mitgliederzeitschrift "Optimisten".
    Mitglied werden >

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  • | Optimisten 03/2019

    Tag der offenen Tür am 11.05.2019

    Gleich zu Beginn unseres Tages der offenen Tür traf auch unser erster Gast ein. Jacqueline Bramborg von der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Bautzen überbrachte uns ihre Glückwünsche zu unserem 10-jährigen Bestehen der Gruppe und überreichte uns dafür eine Urkunde, welche einen Platz in unserer Gruppenchronik finden wird. Mitglieder der Gruppe, die bereits von Beginn an dabei sind, erhielten jeweils eine persönliche Urkunde.

    Bettina Bartonietz, unsere Gruppensprecherin seit der Gruppengründung am 14.05.2009, hat mit sechs Mitgliedern die vergangenen 10 Jahre zusammenfassend noch einmal Revue passieren lassen. Anschaulich dargestellt ist die Arbeit und das Zusammenhalten der Gruppe in unserer Gruppenchronik nachzuvollziehen.

    Die Gruppe nutzte die Gelegenheit, um sich bei Bettina Bartonietz für 10 Jahre der Mühen, Vorbereitungen, Organisationen, Gespräche, Beschaffung der Fördermittel, Teilnahme an Weiterbildungen im Sinne der Gruppe und alles, was damit im Zusammenhang steht, zu bedanken. Übrigens – Bettina hat in 10 Jahren kein einziges Mal gefehlt, war immer da und hat sich um die Räumlichkeit gekümmert (Schlüssel holen, heizen, wischen, Schlüssel wegbringen …).

    Im Laufe des Tages bekamen wir Besuch von mehreren betroffenen Frauen mit ihren Ehemännern. Hier haben sich unmittelbar rege Gespräche zum Erfahrungsaustausch und „Mut machen“ entwickelt. Unser vorhandenes Infomaterial wurde dankend angenommen.

    Nach unserem gemeinsamen, leckeren Mittagessen vom selbst gemachten Buffet gab es ein kleines musikalisches Programm, gestaltet von Pauline, der Enkelin eines Gruppenmitgliedes. Sie hat uns mit Gesang und eigener Begleitung mit Gitarre und Keyboard sehr gut unterhalten.

    Dann bekamen wir Besuch vom Bürgermeister der Gemeinde Großharthau, Jens Krauße. Er hat unsere Gruppenarbeit mit einer Spende von 100.-€ unterstützt, zusätzlich bekamen wir Freikarten für die Messe „Lebensart“, die jedes Jahr im Großharthauer Park stattfindet.

    Auf diesem Wege möchten wir uns auch sehr herzlich beim Vorstand der DFV e.V. für den Scheck über 100.-€, die Urkunde und den schönen Blumenstrauß bedanken.

    Wir haben den Tag genutzt für ausgiebige Gespräche untereinander, haben viel gelacht und gescherzt. Der Tag war sehr schnell vorbei und hat allen gut gefallen und wieder neuen Mut und Kraft gegeben.

    Der einzig negative Teil des Tages war, dass die Information zu unserem Tag der offenen Tür erst an diesem Wochenende im Mitteilungsblatt erschienen ist. Abgesprochen war, dass dies bereits eine Woche vorher erfolgen sollte, da viele Bürger im Landkreis das Mitteilungsblatt erst am Samstag oder Sonntag zugestellt bekommen. So ist anzunehmen, dass eventuell mehr Betroffene von unserem Angebot zum Erfahrungsaustausch Gebrauch gemacht hätten.

    Regina Seifert
    Stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2019

    In all meinen Lektüren über das Thema Fibromyalgie habe ich immer wieder gelesen, dass etwa 2% der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen seien. Seit gestern, dem 9. Mai 2019, glaube ich nicht mehr daran. Es gab etwa 30-35 Anmeldungen für die Gründung der SHG Gießen und gegen alle Erwartungen kamen 67 Menschen!

    Wir mussten am Anfang eine halbe Stunde lang neue Stühle hinstellen. Doch sie reichten nicht, wir haben auch noch Hocker als letzte Rettung gefunden … Der Raum war so voll, wir hatten bis zu drei Reihen Sitzmöglichkeiten um einen Tisch geschaffen, einige saßen sogar auf Tischen! In dem Raum war es sehr warm geworden, so war jede/r froh, einen Becher Wasser zu bekommen.

    Doch dann konnte Gudrun Klempau endlich mit dem Vortrag anfangen. Die Stimmung war sehr gut. Alle, ganz dicht beieinander, haben genau zugehört und Fragen gestellt. Gudrun hat eine so schöne Art vorzutragen, dass wir trotz der wichtigen Themen immer wieder lachen mussten, da wir uns als Fibromyalgie-Patienten in unserem Alltag darin wiederfinden konnten. Es traf immer genau die Lebenssituationen, die wir immer und viel zu oft erleben müssen, wie zum Beispiel, wenn der Arzt die Ergebnisse der Blutwerte analysiert: „Ihre Blutwerte sind so gut, mancher würde Sie beneiden … Alles ist in Ordnung…“

    Das Publikum hat sich intensiv beteiligt. Viele haben Fragen gestellt. Frauen aus Laubach und Marburg haben über ihre Erfahrungen mit ihrer Selbsthilfegruppe sehr positiv erzählt, z. B. dass eine SHG durch den Austausch viel Wissen und menschliches Verständnis bringt.

    Ein Biologe, der selbst von Fibromyalgie betroffen ist, hatte einen wissenschaftlichen Text aus den USA über die neuen Erkenntnisse mitgebracht und möchte gern, dass wir den Artikel weiterleiten. Diese Studie besagt, dass Fibromyalgie nicht mehr als Syndrom, sondern als Krankheit diagnostiziert werden könnte, wodurch sich für uns als Patienten bei den Ärzten und Krankenkassen viel ändern könnte.

    Im zweiten Teil ihrer Rede hat Gudrun darum gebeten, dass ich als Gruppensprecherin Unterstützung brauche, da wir als zukünftige SHG mit über 60 Personen viel zu viele wären. Spontan haben sich Nicola Otero aus Lollar und Ulla Dietrich aus Vetzberg bereit erklärt. Und ganz schnell wurden mit vollem Enthusiasmus zwei weitere Gruppen für den Landkreis Gießen gebildet! Nicola Otero, Ulla Dietrich und ich treffen uns am Montag, um die Liste zu bearbeiten.

    Für die meisten bedeutet eine SHG eine Chance gegenüber seiner eigenen Krankheit aktiv zu werden, andere Betroffene zu treffen, sich auszutauschen und auch schöne Momente mit Gleichgesinnten zu erleben, um schließlich den Alltag besser bewältigen zu können. Und zum Schluss machten wir unser wunderbares Treffen durch ein Foto unvergesslich.

    An dieser Stelle möchte ich mich bei Gudrun Klempau sehr herzlich bedanken, dass unser Abend trotz Improvisationen fantastisch gelaufen ist, und auch bei Bettina Kruse-Volkmann von der Evangelischen Familienbildungsstätte Gießen, dass sie uns kurzfristig einen großen Raum und so viele Sitzmöglichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

    Ich bin begeistert, wie gut alles gelaufen ist und würde mich sehr freuen, wenn der wunderbare Elan aller Anwesenden in unseren zukünftigen Gruppen in und um Gießen sehr lange andauern möge.

    Die SHG Gießen trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat (außer während der Schulferien) um 18 Uhr in der Evangelischen Familienbildungsstätte, Wingert 18 in Gießen-Wieseck.

    Béatrice Liberator
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2019

    Unsere Selbsthilfegruppe hat sich im November 2018 gegründet. Mit vier Mitgliedern haben wir begonnen und sind mittlerweile 20.

    Am 30.04.2019 sind wir dem Bundesverband Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. beigetreten. Dadurch ist es uns möglich, mehr für unsere Gruppe zu tun. Auch haben wir mehr Möglichkeiten, uns in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

    So waren wir zum Beispiel am 22.06.2019 auf der Schlendermeile in Panketal präsent und konnten viele Betroffene und Interessenten über unsere Krankheit informieren. Wir waren sehr erstaunt, wie viele Menschen sich informierten und sogar gezielt nach uns gesucht haben.

    Auch der Bürgermeister von Panketal, Maximilian Wonke, hat sich intensiv mit uns unterhalten und gezielte Fragen zu dieser Krankheit gestellt. Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, dass er mit uns ein Gruppenfoto machen ließ.

    Wir waren von dem Anklang unseres Info-Standes sehr erfreut. Unsere Bemühungen wurden reichlich belohnt. Am 25. August 2019 werden wir wieder mit unserem Info-Stand zum Tag der Vereine im Stadtpark Bernau vertreten sein.

    Monika Thode
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2019

    Danke für die gelungene Veranstaltung des 23. Deutschen Fibromyalgie Tages

    Wir sagen DANKE dem Vorstand und den Organisatoren des 23. Deutschen Fibromyalgie Tages in Göttingen für die rundum gelungene Veranstaltung.

    Die ausgewählten Vorträge waren für alle Teilnehmer sehr gut und aufschlussreich.

    Bemerkenswert und nachhaltig waren und sind auch die emotionalen Momente während der Veranstaltung. Insbesondere hat das gemeinsame Singen des „Körperzellen Rock“ mit Tanztherapeutin Astrid Kuby großen Anklang gefunden und ging unter die Haut.

    Die schönen Tage haben wir mit einem gemütlichen Stadtbummel durch den historischen Stadtkern von Göttingen ausklingen lassen.

    Mit einem starken Gefühl der Verbundenheit und neuen Erfahrungen im Gepäck traten wir unsere Heimreise an.

    Herzliche Grüße mit einem großen Dankeschön im Namen der SHG Magdeburg 1
     

    Karin Reichhardt
    Kassenführerin

     

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  • | Optimisten 03/2019

    Im Juli dieses Jahres fuhren 17 Teilnehmer der SHG LK Altötting mit 5 Pkws zur Kennenlern-Einfahrt in den Heilstollen in Bad Gastein.

    Am Heilstollen angekommen – die Fahrt ging teilweise über Serpentinen steil bergauf – empfing uns eine herrlich frische, nach Wald duftende, Luft und eine wunderbare Aussicht. Keine Spur mehr von der brütenden Hitze der letzten Tage.

    Nach einer kurzen Stärkung im dortigen Bistro wurden wir um 13:30 Uhr zur Kennenlern-Einfahrt begrüßt. Zunächst erhielten wir einen sehr interessanten Vortrag über die Entstehung des Heilstollens (ursprünglich wurde nach Gold gesucht) bzw. die Entdeckung der heilenden Wirkung des in der Luft enthaltenen Radons.

    In Bezug auf die Fibromyalgie und deren Begleiterscheinungen wurden viele Fragen gestellt, die vom Ärztlichen Leiter, Dr. Martin Offenbächer, gerne beantwortet wurden. Dabei wurde immer wieder betont, dass erst ab einer Verweildauer von mehr als 30 Minuten im Heilstollen das Radon über die Haut und die Atemwege aufgenommen werden kann, um seine schmerzlindernde Wirkung zu entfalten. Ebenso sei es wichtig, dass mindestens 8 - 12 Einfahrten innerhalb von zwei bis drei Wochen erfolgen, um eine dauerhafte, für bis zu 9 Monate andauernde, Schmerzlinderung zu erzielen. Es wurde auch geraten, die Wirkung nach etwa 3 bis 4 Monaten nochmals mit ein paar Einfahrten „aufzufrischen“.

    Nach diesem Vortrag ging es zu einem kurzen medizinischen Check und danach sollten wir uns Badebekleidung und Bademantel anziehen und in einem großen Raum treffen. Hier wurde uns noch ein Film über den Heilstollen gezeigt und ein weiterer kurzer Film, in welchem es um das richtige Verhalten im Heilstollen ging.

    Nun endlich war alles bereit für die Einfahrt in den Stollen. Hierfür bestiegen wir einen kleinen Zug mit 8er-Kabinen, sehr nüchtern ausgestattet mit Plastiksitzen und halb geöffneten Fenstern, die man nicht schließen konnte. Auf unserer Rundreise über alle Heilstollen-Stationen mit Temperaturen zwischen 37 bis 41,5°C und einer Luftfeuchtigkeit von 75 bis 100 % wurde es im Zug immer wärmer und die Luft immer feuchter und leider auch ein wenig muffig, was dem natürlichen Klima des Stollens geschuldet war. Immerhin ging unsere Fahrt über alle Stationen und wir waren an der tiefsten Stelle bei Station IV  2.238 m vom Stollenportal entfernt.

    Auf Station I (1.888 m vom Stollenportal entfernt) stiegen wir – bereits etwas „angeschwitzt“ aus dem Zug  und verteilten uns in zwei Stollengänge, in denen links und rechts Liegen standen. Dort sollten wir das am Stolleneingang erhaltene Laken ausbreiten und es uns gemütlich machen. Aus dem Lautsprecher wurden wir nochmals herzlich begrüßt und dann hieß es bei leiser Musik „relaxen und schwitzen“. Man merkte schon, dass für den einen oder anderen die Situation in der Enge des Stollens, der hohen Luftfeuchtigkeit und der Wärme ungewohnt war, allerdings konnte man auch aus der einen oder anderen Ecke ein leises Schnarchen hören.

    30 Minuten später wurden wir gebeten, unsere Leintücher mitzunehmen und wieder zum Zug zu gehen. Die Bademäntel sollten wir noch nicht anziehen, sondern das erst an einer Station kurz vor dem kühleren Teil des Stollens erledigen. Am Stollenportal angekommen, erhielten wir von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin ein kühles Getränk, welches dankbar von allen angenommen wurde.

    Gegen 17:30 Uhr fuhren wir alle ziemlich müde zu unserem Hotel, wo wir den Tag bei einem schönen Abendessen und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein auf der Terrasse ausklingen ließen.

    Fazit: Es waren nicht alle Teilnehmer überzeugt, vor allen Dingen, weil die Einfahrt und der Aufenthalt im Heilstollen auf einige Teilnehmer beklemmend wirkte. Auch war es nicht einfach, mit der hohen Luftfeuchtigkeit und den Temperaturen zurecht zu kommen.

    Aber: Die meisten Teilnehmer unserer Gruppe werden wieder hinfahren und sehen, ob man seinem Schmerz mit dieser Therapie nicht doch die Stirn bieten und mithilfe des Heilstollens in Zukunft ein schmerzfreies oder zumindest schmerzgelindertes Leben führen kann.

    Nachsatz: Wir haben – trotz der relativ geringen Entfernung von ca. 160 km – unsere Reise mit einer Übernachtung geplant. Keiner unserer Fahrer konnte nach der Kennenlern-Einfahrt mit gutem Gewissen sagen, dass er noch so viel Energie hat, seine Mitfahrer sicher nach Hause zu bringen. Außerdem hatten wir so die Gelegenheit, am nächsten Tag die Wasserfälle zu besuchen, die mitten durch Bad Gastein den Berg „herunterstürzen“ und auch noch eine wunderschöne Sessellift-Fahrt auf den Graukogel zu unternehmen, wo wir nach einer zünftigen Jause den Zirbenwanderweg mit einer herrlichen Aussicht über das Gasteiner Tal gegangen sind. Wir hatten auch an diesem 2. Ausflugstag viel zu lachen, hatten Zeit, uns näher (außerhalb der monatlichen Gruppentreffen) kennen zu lernen und als Gruppe zusammen zu rücken.

    Doris Backes
    Stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2019

    Am 19. Juni 2019 trafen sich die Mitglieder der SHG Siegen und der SHG Betzdorf-Kirchen auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle in Siegen, um von hier aus gemeinsam einen Tagesausflug zu unternehmen. Diese Aktivität wurde von der DAK-Gesundheit unterstützt.

    Unser Ziel war das St. Josef-Stift in Sendenhorst. Wir machten Zwischenstation in Ascheberg, wo wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen für den Besuch in der Klinik stärken konnten. Pünktlich um 14.00 Uhr trafen wir in der Klinik ein, wo wir von der Chefsekretärin, Nadine Gionkar, freundlich empfangen wurden.

    Nach der Begrüßung durch CA Prof. Dr. Michael Hammer, der die Klinik für Rheumatologie leitet, erläuterte uns Dr. Anna Maier die Fibromyalgie aus medizinischer Sicht. Anschließend hielt uns OÄ Dr. Anja Pöppe einen Vortrag über Multimodale Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen. Sie erläuterte sehr umfangreich das Konzept der Klinik und die Art der Behandlungen von chronischen Schmerzen. Medikamente würden nur selten eingesetzt. Es wird auf die Eigeninitiative der Patienten gesetzt, um diesen den Umgang mit ihren chronischen Schmerzen zu erleichtern.

    Anschließend führte uns eine Therapeutin durch das Therapiezentrum und erläuterte die verschiedenen Behandlungen und ergotherapeutischen Möglichkeiten.

    Wir bekamen Gelegenheit, die Kältekammer nicht nur von außen, sondern auch von innen in ihrer Wirkung zu testen. Dies war eine sehr aufschlussreiche Erfahrung für einige von uns, die mit Mütze, Handschuhen, Mundschutz usw. die Kammer für einige Minuten „durchlaufen“ haben.

    Nach Abschluss dieser Besichtigung erläuterte Dr. Maier die Aufnahmekriterien für eine stationäre Behandlung und beantwortete weitere Fragen.

    Der eindeutige Eindruck der beiden SHGs war: Diese Klinik hat ein tolles Angebot und der Besuch war sehr lohnenswert. Auf jeden Fall werden wir diese Klinik weiterempfehlen.

    Pünktlich um 19.00 Uhr trafen wir wieder an unserem Startpunkt ein. Zufrieden, mit einem guten Gefühl und schönen Erlebnissen ging dieser Tag zu Ende.

    Gabi Neuser
    Stellv. Gruppensprecherin
    SHG Siegen

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  • | Optimisten 03/2019

    Ja, es gibt Ärzte, die nicht gut auf unser Krankheitsbild zu sprechen sind und oft hilflos der Diagnose gegenüberstehen. Und dann gibt es Ärzte, die uns als ganzheitliches System wahrnehmen und die Fibromyalgie als das verstehen, was sie ist: nämlich als chronische Schmerzerkrankung. Nicht als Weichteilrheuma und erst recht nicht als psychische Modeerscheinung. Ärzte, die uns nicht gleich mit Psychopharmaka in der Hand zu einem mehrwöchigen Aufenthalt empfangen. Die sicherlich auch keine Wundermittel erfunden haben und für die nicht in erster Linie Ursachenforschung von größter Bedeutung ist, sondern die unser vielfältiges Beschwerdebild auch ebenso individuell behandeln und uns für Jetzt und Hier das passende Behandlungskonzept anbieten. Mit Ohrakupunktur, Infrarottherapie, Kneipp, Neuraltherapie und vieles mehr.

    Diese Ärzte gibt es in der Holsing Vital Fachklinik in Bad Holzhausen, einem beschaulichen Ort mit 3000 Einwohnern am Teutoburger Wald. Ein familiär geführtes Haus, in dem allein schon die überaus behagliche, persönliche und freundliche Atmosphäre zur Genesung beiträgt.

    In der medizinischen Trainingstherapie wird viel Wert darauf gelegt, von unserem Schmerz abzulenken. Dies gelingt zum Beispiel mit einer Slash Pipe, einem mit Flüssigkeit gefüllten Stab, den wir versuchen, gleichmäßig auszurichten und damit gleichzeitig unsere Tiefenmuskulatur trainieren. Außerdem finden sich hier zahlreiche Geräte, an denen man mit viel Spaß Ausdauer und Kräftigung erzielen kann.

    Wir sind sicher: in dieser Klinik findet man alles, was man als Fibromyalgie-Patient sucht: Kompetente Ärzte und Therapeuten, die erkennen, dass wir nach außen hin meist angepasst und freundlich erscheinen, aber innerlich unter riesengroßem Druck stehen. Ein vielfältiges Behandlungsangebot, eine tolle Atmosphäre, Zuwendung und Ruhe komplettieren das Therapieangebot.

    Katrin Meyer
    Gruppensprecherin

     

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  • | Optimisten 03/2019

    Emmett-Technique

    Am 20.07.2019 trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück in einem Café in Möckmühl. Nach ausgiebigem Genuss vom Buffet und lebhaften Gesprächen und Geschichten kamen zwei Therapeuten der „Emmett-Technique“ und erklärten uns mit Bildern, Worten und Übungen wie diese Therapie funktioniert.

    In einem Ein-Tages-Workshop kann man elf effektive Körperpunkte (Griffe) erlernen, mit denen man im Familien- oder Freundeskreis Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern kann. Einige Griffe sind auch für die Selbstanwendung geeignet.

    Zwei davon wurden erklärt und wir durften sie an uns oder unserem Gegenüber anwenden. Es war so interessant, diese Therapie, die keine Nebenwirkungen hat und mit zwei Fingern ausgeübt wird, kennenzulernen, dass die Zeit wie im Fluge verging. Wir werden einen weiteren Termin mit den beiden Therapeuten vereinbaren.

    Gaby Schultes
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 03/2019

    Mein Name ist Monika Thode, bin 62 Jahre, verheiratet, habe drei Kinder und zwei Enkel. Seit mehr als 20 Jahren habe ich immer wieder Schmerzen im ganzen Körper. Keine Befunde und keiner konnte mir helfen. 2008 kam ich dann in die Rheumaklinik nach Berlin Buch. Dort hat man nun endlich einen Namen gefunden, welche Krankheit ich habe. Die Krankheit heißt „FIBROMYALGIE“. Mittlerweile ist diese Krankheit nicht mehr neu und trotzdem kennen viele diese Krankheit nicht.

    Ich war in vielen Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen, habe Schmerzärzte aufgesucht, habe alles an physiotherapeutischen Maßnahmen mitgemacht, habe so gut wie alle Schmerzmittel bis Opiate bekommen, aber nichts hat geholfen. Diese Odyssee hat, glaube ich, jeder mehr oder weniger durchgemacht. Im Internet suchte ich nach Selbsthilfegruppen. Habe dann eine Selbsthilfegruppe in Berlin gefunden. Dort nahm ich daran teil und habe festgestellt, dass es viele Betroffene mit derselben Krankheit gibt. Man hat sich dort verstanden gefühlt, was sehr wichtig ist. Leider war mir dieser Weg zu weit geworden. Ich hatte keine Kraft mehr. Irgendwann versuchte ich, hier in dieser Gegend eine SHG zu finden, aber leider umsonst.

    Dann fasste ich 2018 den Mut, selbst eine SHG zu gründen. Ich hatte von nichts eine Ahnung. Im Internet suchte ich nach Anlaufstellen. Bei der dritten Anlaufstelle hatte ich einen Ansprechpartner gefunden. Es war Petra May von der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe in Eberswalde. Sie war total happy, denn eine SHG für Fibromyalgie gab es in Bernau nicht. Sie bot mir gleich ihre Hilfe an und hatte auch gleich einen Betroffenen, der mitmachen würde. Der erste Treff war bei mir zu Hause. Wir waren zu viert.

    So entstand meine Selbsthilfegruppe. Ich verteilte meine Flyer. Wir waren dann schon 13 Mitglieder und ich suchte einen Raum. Im Pflegeheim „Ansgar Wohnstift“, wo ich einmal als Betreuerin sehr gerne gearbeitet habe, bekam ich selbstverständlich einen Raum für uns zur Verfügung. Wir haben uns sehr darüber gefreut.

    Hier in Bernau ist es sehr schwierig, mit Projekten weiterzukommen. Deshalb bin ich dieses Jahr in die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. eingetreten, um meinen Mitgliedern mehr bieten zu können. Am 30.04.2019 war es nun soweit. Meine Selbsthilfegruppe Bernau wurde in die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung aufgenommen.

    Betroffene und Interessente trafen sich an diesem Infoabend. Vom Verein kamen die 1. Vorsitzende Bärbel Wolf sowie Mechthild Döcke und Olaf Thürnagel von der SHG Schönwalde-Glien. Auch die Selbsthilfegruppen von Hoppegarten und Oranienburg waren zur Verstärkung da. Die 1. Vorsitzende hat uns vieles erzählt und erklärt. Es war eine sehr gute Atmosphäre. Von der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe wurde uns von Petra May noch eine Urkunde und ein Blumenstrauß überreicht.

    An diesem Infoabend haben wir noch neue Mitglieder gewonnen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

    Monika Thode
    Gruppensprecherin

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  • Der Blog für Pharmazeuten „Apotheke AdHoc“ beginnt sein „ Fresh-up: Fibromyalgie“ (also eine Auffrischung des Wissens über die Erkrankung) mit der Klassifikation als „Erkrankung der Weichteile“ und ergänzt „Häufig kommen durch die langanhaltenden Schmerzzuständen auch psychische Belastungen hinzu“. Die psychischen Belastungen als Folge der Schmerzen - diese Einschätzung entspricht nicht der aktuellen medizinischen S3-Leitlinie.

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  • DFV-Gruppen Stendal und Zerbst in der Lokalpresse: Unsere Mitglieder Ina Franiel und Anke Grandt wurden von der in Magdeburg erscheinenden Zeitung „Volksstimme“ interviewt. Anlass für diesen informativen Artikel zum Thema Fibromyalgie war das 10-Jährige-Gründungsjubiläum der DFV-Gruppe in Stendal (Sachsen-Anhalt). Zwei Wochen später berichtet die selbe Zeitung über unsere Mitglieder Silvia Friedrich und Steffi Schulze von der DFV-Gruppe in Zerbst.

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  • Dr. Harald Lucius vom Helios Klinikum Schleswig, einem externen akademischen Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel und Lübeck (Schleswig-Holstein), beantwortet in der Sendung „Visite“ Fragen zum Thema Fibromyalgie. Dem Format der Sendung geschuldet sind die Antworten knapp formuliert und deshalb ungewohnt klar - ohne die sonst üblichen Relativierungen.

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  • Eine Umfrage in den USA offenbarte eine bislang ignorierte Gefahr für die Kindergesundheit: Sorglose Großeltern. Denn viele betagte Menschen müssen regelmäßig Medikamente einnehmen und haben diese Routine so selbstverständlich in ihren Alltag integriert, dass sie sich keine Gedanken über die sichere Verwahrung machen - auch nicht wenn die Enkel zu Besuch sind.

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  • Zentrale Aufgabe des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist die Frühe Nutzenbewertung für pharmazeutische Wirkstoffen und Darreichungsformen von Arzneimitteln mit Blick auf die Kosten für die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Denn „neu“ bedeutet in der Regel auch „teurer“ - doch dann sollte es auch nachweislich „besser“ sein. Genau das ist sehr häufig nicht der Fall.

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  • Mediziner sprechen vom Mikrobiom des Darms, wenn sie das Ökosystem aus Bakterien und Pilzen im unteren Verdauungssystem untersuchen. Bei Menschen mit Fibromyalgie finden sie dabei eine sehr spezielle Zusammensetzung, die sich womöglich sogar zur Diagnose nutzen lässt.

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  • Doch ein Journalist hat’s aufgeschrieben. Das bemerken aufmerksame Leser, wenn Sätze keinen Sinn ergeben, obwohl alle notwendigen Worte darin enthalten sind: „ob es Fibromyalgie als Krankheit tatsächlich gibt, ist umstritten. Nachdem keine ausschließliche Ursache definiert und keine eindeutig erfolgreiche Behandlungsmaßnahme beschrieben werden kann, halten immer noch einige ein solches Krankheitsbild für nicht existent.“ Es ist nicht zu erwarten, dass ein Schmerzmediziner Fibromyalgie mit der Begründung als „umstritten“ klassifiziert, es gäbe „keine ausschließliche Ursache“ und „keine eindeutig erfolgreiche“ Therapie.

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  • Diesmal ist es etwas aufwändiger, die problematischen Punkte des professionellen Jubelartikels über Erfolge der Cannabistherapie bei Fibromyalgie zu erkennen. Auch die Autoren der wissenschaftlichen Veröffentlichung formulieren in ihrem Fazit: „Medizinisches Cannabis scheint eine sichere und wirksame Alternative zur Behandlung von Symptomen der Fibromyalgie zu sein. Eine neue Standardisierung der Therapiepläne und Leitlinien ist erforderlich.“

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  • | Förderung

    Die IKK classic gewährt uns einen Zuschuss zum Projekt "Aufbau einer Selbstheilungsgruppe" in Höhe von 2.700 €.

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  • | Mitteilungen

    Myalgien, Arthralgien, Sicca-, Raynaud-Symptome, Rückenschmerzen, BandscheibenschmerzenInfektanfälligkeit, Allergien NahrungsunverträglichkeitenStenocardien, HerzrhythmusstörungenSehstörungen, AugensymptomePharyngitis, TinnitusStomatitis, AphtenBlutungsneigungReizmagen, ReizdarmDepressionen, restless-legsHyperhidrosis, hormonelle Dysfunktionen, Zyklusstörungen•Rheumatologe, •Orthopäde•Allergologe, Immunologe •Kardiologe ...

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  • | Mitteilungen

    Diese Liste kann auch in der Geschäftsstelle der DFV per E-Mail oder auf dem Postweg (mit Angabe der Anschrift und Beilage einer Briefmarke im Wert von 1,45 €) angefordert werden.

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  • | Optimisten 02/2019

    Der 23. Deutsche Fibromyalgie Tag fand dieses Jahr im Hotel „Freizeit In“ in Göttingen statt. 380 Personen besuchten die Veranstaltung, darunter befanden sich auch viele Nichtmitglieder. Vorsitzende Bärbel Wolf hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Sie freute sich über den regen Anklang und das große Interesse an diesem Meeting.

    Die Veranstaltung wurde von der Barmer unterstützt.

    Tanzlehrerin und Fachbuchautorin Astrid Kuby, von Bärbel Wolf als „singende Lebensfreude-Trainerin“ bezeichnet, begleitete die Besucher moderatorisch durch das abwechslungsreiche und kurzweilige Programm. Zu Beginn machte sie mit dem Publikum rhythmische Bewegungsübungen.

    Die Reihe der Vorträge eröffnete Heilpraktikerin Doris Zeißner. Die Referentin machte den Besuchern deutlich, dass es wichtig ist, die Verantwortung für die eigene Gesundheit selbst zu übernehmen. Sie sprach über das Konzept der Salutogenese und was wir brauchen, um gesund zu bleiben bzw. um gesund zu werden. Durch ihre mitfühlende Art gewann Sie schnell die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmer.

    Mit ihrem „Körperzellen Rock“ wollte Astrid Kuby im Vortrag die Körperzellen der Besucher auf Lebensfreude „programmieren“. Durch Musik und Bewegung möchte sie Selbstheilungsprozesse im Körper aktivieren. Sie beschrieb innere Haltungen, die kranken Menschen helfen können gesund zu werden. Im Workshop vertiefte sie die praktischen Anwendungen. So konnte sie das Publikum begeistern und voll ins Geschehen einbinden.

    Die Pausen zwischen den Referaten wurden eifrig genutzt, um sich mit anderen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Auch erkundigte man sich am Info-Stand gerne über neues Infomaterial und am Verkaufsstand über die beliebten neuen Polo-Shirts und -Jacken mit dem DFV-Logo. Duftlampen und das neue Massagegerät sowie weitere Produkte von Firma Beurer wurden am Stand getestet. Es bestand reges Interesse.

    Wer möchte sich nicht gesund ernähren? Nach der Mittagspause erwarteten die Zuhörer voller Spannung den Vortrag von Food-Fachfrau Friederike Woydich, um Anregungen und Rezepte für gesundes Essen und Impulse für ein kraftvolles Leben zu bekommen. Mit den vielen nützlichen Anregungen hat sie die Besucher ganz in ihren Bann gezogen.

    Sehr gut angenommen waren die Workshops von Rechts- und Rentenberater Peter Westermeier und Rechtsanwalt Karl-Heinz Tempel zu den Themen „Erwerbsminderungsrente und Schwerbehinderung“ sowie „Berufsunfähigkeitsversicherung und Arbeitsrecht gehandicapter Arbeitnehmer“.
    Herzlichen Dank den beiden Referenten für die vielen hilfreichen Ratschläge und Tipps.

    Auch sehr gut angenommen wurde der Workshop der Vorstandsmitglieder Petra Aurich und Jürgen Eckstein zum Thema „Die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung – „Was tun wir – was bieten wir?“. Sie sprachen über die Organisation der DFV, die Selbsthilfegruppen und wie die Vereinigung aufgebaut ist. Dabei zeigten sie an Beispielen auf, wie der Verband den Mitgliedern und Betroffenen Hilfe leisten und Hilfestellung geben kann.

    Gruppensprecherin Heidi Halberstadt schilderte in ihrem Erfahrungsbericht, dass sie zusätzlich als Projekt eine Selbstheilungsgruppe (EIRA) für ein Jahr mit 14 Personen gegründet hat. Alle sind ein Jahr lang zusammengeblieben. Ziel war, z. B. durch gezielte Bewegungsübungen, spezielle Atemtechnik, Workshops über gesunde Ernährung etc. besser leben und sich selbst helfen zu können ohne Leistungsdruck. Fazit ist, dass die Gruppe zunächst weiterhin zusammenbleiben möchte, weil es so gut funktioniert hat und von der Gruppe sehr viel Kraft und Dynamik ausgeht. Heidi Halberstadt bedankte sich bei Bärbel Wolf und dem gesamten Vorstand für deren tolle Arbeit.

    Vorstandsmitglied Carmen Redel bedankte sich in Ihrem Erfahrungsbericht für die Unterstützung und Begleitung während und nach ihrer Lendenwirbel-OP bei ihrem Mann, bei Bärbel Wolf, ihrer Gruppe, der DFV und bei allen, die ihr Zuspruch gegeben haben. Ihr Fazit ist, dass man viele Beschwerden und wie man damit umgeht, mit der eigenen Einstellung beeinflussen kann. Je mehr man sich darauf einstellt, je besser gehe es einem. Ihr Rat dabei ist, man soll versuchen die Krankheit anzunehmen und sich mit ihr anzufreunden. Ein weiterer Tipp war der Besuch einer Selbsthilfegruppe, da man dort auf Menschen mit gleichen Beschwerden stößt und man sich nicht erklären muss. Sie stellte dabei fest, dass das Motto „Lachen ist die beste Medizin“ viel in der DFV und in den Selbsthilfegruppen gelebt wird.

    Das Interesse der Teilnehmer am Info-Stand des Heilquellenkurbetriebs Sibyllenbad

    war sehr groß. Ines Köckert, Sachbearbeiterin und Gästeservice Sibyllenbad, beriet und informierte die Betroffenen auf freundliche Weise über Therapiemöglichkeiten zur Schmerzlinderung bei Fibromyalgie und verteilte Info-Material zum Sibyllenbad.
    Die DFV bedankt sich dafür beim Heilquellenkurbetrieb Sibyllenbad.

    Die Kälte-Oase PROMOTIO Göttingen war mit einem Info-Stand und Informationen zur Kältekammer vertreten. Prof. Dr. Michael Weber gab Auskunft über die Wirkung der Kryo- oder Kältetherapie auf den Patienten und zeigte ebenso Therapiemöglichkeiten zur Schmerzlinderung bei Fibromyalgie auf. Er verteilte Info-Material zur Kältekammer. Herzlichen Dank der Kälte-Oase PROMOTIO und Prof. Weber, dass 12 Personen der Veranstaltung kostenlos die Kältekammer testen durften sowie für den Info-Stand.

    Bärbel Wolf bedankte sich im Namen des Vorstands bei allen Referenten für Ihren Vortrag und überreichte den Vortragenden eine kleine Aufmerksamkeit.

    Die Vorsitzende knüpfte am Ende nochmals an den Erfahrungsbericht von Carmen Redel an und beteuerte, dass vieles über die Lebenseinstellung geht nach der Botschaft „Alles, was Du willst, kann Möglichkeit werden.“ Wenn sie gefragt werde, wie sie das alles schafft, entgegne sie „Ich habe die „Fibro“ akzeptiert und angenommen, sie („Bruno“) ist mein bester Freund.“ Sie wünschte allen einen wunderschönen Abend und einen regen Gedankenaustausch.

    Der 23. Deutsche Fibromyalgie Tag war wieder eine gelungene Veranstaltung. Alle Vorträge und Workshops wurden jeweils am Ende mit sehr viel Beifall belohnt. Konzentriert lauschten die Besucher den Vorträgen, aktiv beteiligten sie sich an den
    Workshops und an den Bewegungs-Einlagen. Es herrschte eine harmonische und vertraute Atmosphäre. Lobende Worte ergingen an den Vorstand und die Geschäftsstelle. Die reibungslos funktionierende Technik hat ebenso zum guten Gelingen beigetragen.

    Andrea Kugler
    Geschäftsstelle

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  • | Optimisten 02/2019

    Wer den Begriff Powerfood im Internet sucht, findet vieles, aber keine wissenschaftlich anerkannte Definition dieses Begriffs. In meiner Ernährungsberatung meine ich mit Powerfood:

    1. Essen, das wirklich guttut, gute Laune macht, Kraft und echtes Wohlbefinden schenkt.
    2. Essen, das unsere Vitalität, Konzentration und Leistungsfähigkeit stärkt.

    Doch welche Art der Ernährung kann all das leisten, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Gibt es bestimmte Lebensmittel, die dazu gehören und andere nicht, frei nach dem Motto: Avocado ist bestimmt ein Powerfood, aber Schweinebraten doch eher nicht, oder?

    Echtes Powerfood erkennen meint, nicht einzelne Lebensmittel bewerten, sondern einen weiter gefassten Blick auf das Thema Ernährung zu werfen. Auf der Grundlage einer ausgewogenen Basis kann echtes Powerfood für jeden anders sein, abhängig von der jeweiligen Lebenssituation und Ihrem Typ. Eine echte PowerErnährung ist in meinen Augen individuell und sorgt dafür, dass Sie sich bestmöglich wohlfühlen.

    Powerfood für mich selbst erkennen heißt: genau sein beim Sehen, Riechen, Schmecken, Essen. Um zu erkennen, was mir wirklich guttut, Kraft und echtes Wohlbefinden schenkt, lohnt sich für jede/n:

    • Genauer Hinschmecken/-sehen/-riechen: ist das jetzt wirklich, wirklich lecker für mich?

    Den vollen Artikel gibt es exklusiv für Mitglieder in unserer Mitgliederzeitschrift "Optimisten".

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  • | Optimisten 02/2019

    Ich möchte an meinen Artikel in der Ausgabe 04/2017 mit dem Titel "Die Homöopathische Behandlung des Fibromyalgiesyndroms" anknüpfen und das von mir im letzten Jahr entwickelte NLP-basierte SchmerzcoachingÒ, das auf dem Konzept der Salutogenese basiert, vorstellen.

    Salutogenese[1]

    Die salutogenetische Fragestellung „Was hält Menschen gesund?“ fordert einen Perspektivenwechsel. Im Mittelpunkt des medizinischen Denkens und Handelns unserer Zeit stehen Beschwerden und Symptome, deren Ursachen diagnostiziert und die beseitigt werden müssen. Das Konzept der Salutogenese betrachtet Gesundheit und Krankheit als Kontinuum, auf dem Menschen als mehr oder weniger gesund eingestuft werden. Der Organismus kann die Ordnung nicht mehr aufrechterhalten, die genaue Störung steht dabei nicht im Fokus. Die Bekämpfung krankmachender Einflüsse wird um den Ansatz der Ressourcenstärkung – die den Organismus widerstandsfähiger gegen schwächende Einflüsse machen – erweitert.

    Welche Ressourcen helfen Menschen, auch unter schwierigen Bedingungen die körperliche und psychische Gesundheit zu erhalten? Oder einfach: Wie entsteht Gesundheit?

    Nach A. Antonovsky gibt es Widerstandsressourcen, die wir bei der Bewältigung von Stressoren und das durch sie hervorgerufene Spannungserleben einsetzen können. Diese geben den ständig auf uns treffenden Stressoren eine Bedeutung.

    Nach dem Salutogenese-Konzept wird Gesundheit als Prozess verstanden, bei dem Risiko- und Schutzfaktoren in Wechselwirkung zueinanderstehen. ...

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    [1] Gesundheitsentstehung - Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) prägte den Ausdruck in den 1980er Jahren als komplementären Begriff zu Pathogenese.

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  • | Optimisten 02/2019

    Liebe Patientinnen und Patienten,

    nochmals zur Erinnerung (siehe Teil I aus dem letzten „Optimisten“).

    Ihre Erkrankung „das Fibromyalgiesyndrom“ ist für Ihre Ärzte eine große Herausforderung und die Therapie gelingt häufig auch nicht gut – viele von Ihnen können ein Lied davon singen.

    Wir Schmerzärzte wissen, dass Ihre Erkrankung bis auf den heutigen Tag nicht gut zu behandeln ist.

    Das hat folgende Gründe:

    1. Es fehlt stark an Verständnis
    2. Medikamente helfen nicht
    3. Spritzen helfen nicht
    4. Operationen helfen nicht
    5. Die wirksamste Behandlungsmethode heißt: Schmerztherapie nach dem bio­psychosozialen Modell
    • Sie ist aber nur zu ca. 50% wirksam
    • Sie braucht ein Jahr, bis sie allmählich wirkt
    • Sie braucht eine Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten
    • Was das „biospsychosoziale Modell“ ist, wird nicht ausreichend verstanden

    Was ist aber diese „multimodale Schmerztherapie nach dem biopsychosozialen Modell“?

    Hier nochmals zur Erinnerung: ...

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  • | Optimisten 02/2019

    Am 6. April war es mal wieder soweit. Der Bürgermeister Bodo Oehme rief alle auf, ob Jung oder Alt, am jährlichen “Frühjahrs-Putz“ teilzunehmen. Es kamen viele fleißige große und kleine Helfer, um die sieben Ortsteile von allerhand Unrat, Abfall & Co. zu befreien. Sie versammelten sich an vielen Treffpunkten. Unter den ca. 500 Teilnehmern, waren auch wir vertreten. Acht Mitglieder unserer Gruppe waren bereit mitzuhelfen.

    So trafen wir uns an jenem Samstag bei herrlichem Wetter. Ausgerüstet mit Handschuhen, Müllbeuteln, Müllzangen und guter Laune zogen wir los. Ganz gemütlich spazierten wir in Gruppen unsere Strecke ab. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussah, als ob NICHTS zum Sammeln 'rumliegt, hat es sich doch wieder einmal gelohnt. Von Zigarettenresten, Taschentüchern, Folie, Stricke, Draht bis hin zu Glasscherben und reichlich Flaschen hatten wir alles bei.

    Es hat sich mal wieder gezeigt, dass das Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ gut passt. Auch wenn wir eine ruhige abgelegene Strecke abgelaufen sind, hatten wir verschiedene Müllsäcke voll von Dingen, die NICHT in die Umwelt gehören. Andere Gruppen fanden beispielsweise achtlos weggeworfene Toilettendeckel, Traktorreifen, Kühlschränke und besonders häufig To-go-Becher.

    Auch die nachhaltige Kunstaktion zur Müllvermeidung stieß auf reges Interesse. Beim Projekt "Müll dein Bild“ konnten Kinder und Jugendliche den im Wald gefundenen Müll gestalterisch auf Baumscheiben arrangieren. Die 13 Kunstwerke, die entstanden sind, werden nun als Warnschilder an entsprechenden Stellen im Forst aufgestellt, vor allem dort, wo besonders viel Müll abgeladen wird.

    Die Kunstwerke weisen sozusagen den Weg. Es gibt schließlich so viele Möglichkeiten, Müll legal und im Sinne der Natur zu entsorgen.

    Es wurde an diesem Tag nicht nur aufgeräumt. An zahlreichen Punkten im Gemeindegebiet wurden 90 Neupflanzungen vorgenommen. Und vom Jugendclub wurden acht Insektenhotels aufgestellt. Um das Bewusstsein für Umwelt und Natur zu schärfen, wurde in einem Ortsteil auch der Naturlehrpfad erweitert.

    Im Anschluss an die getane Arbeit wurden wir mit Erbsensuppe, Bockwurst und Trinken belohnt. Auch wenn es für den einen oder anderen von uns anstrengend war, werden wir auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei sein, wenn es heißt:
    „Wer macht mit beim Frühjahrsputz?“

    Mechthild Döcke
    stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Im April feierten wir mit einem gemeinsamen Essen das 20-jährige Bestehen unserer Selbsthilfegruppe. Bei dieser Gelegenheit konnten wir zwei Mitglieder für 20 Jahre und drei Mitglieder für 15 Jahre Gruppenzugehörigkeit mit einem Blumenstrauß ehren. Diese lange Zeit der Zugehörigkeit und die rege Teilnahme der Mitglieder an den monatlichen Treffen gibt uns allen ein positives Gruppengefühl, gestützt von Verständnis und Wertschätzung. Während der monatlichen Treffen findet ein reger Erfahrungs- und Informationsaustausch statt.

    In diesem Jahr bieten wir folgende Vorträge/Workshops an:

    Im Mai kommt die Entspannungstherapeutin Sabine Akkermann aus Carolinensiel zu uns in die Gruppe. In dem Workshop werden wir uns mit dem Thema "Achtsame und bewusste Lebensweise - Achtsamkeitstraining" auseinandersetzen.

    "Kalt wie Banane - heiß wie Pfeffer" ist das Thema der Ernährungsberaterin Anja Meenken aus Aurich. Im Juni geht es in diesem Vortrag um die Wirkung von Lebensmitteln auf den Körper aus Sicht der chinesischen Medizin.

    Maren Kölling-Schmitz wird uns im September über den Einsatz effektiver Mikroorganismen für die eigene Gesundheit informieren. "Bakterien - mehr Freund als Feind" ist das Thema.

    Mit der Weihnachtsfeier im Dezember werden wir dieses Jahr beschließen.

    Wir sind schon alle sehr gespannt und hoffen, von jedem Vortrag/Workshop etwas Positives und Hilfreiches für unsere Gesundheit mitnehmen zu können.

    Bei der DFV möchten wir uns für die Glückwünsche zu unserem Jubiläum, die Urkunde und den Geldbetrag für die Gruppenkasse ganz herzlich bedanken. Uns allen ist das Vertrauen, die Verlässlichkeit und die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe sehr wichtig. Das motiviert uns, auch nach 20 Jahren mit Freude weiterzumachen.

    Brigitte Groninga
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Selbsthilfe ist eine schöne Herausforderung. Selbsthilfe haben wir auch bei der Feier zu unserem 10-jährigen Jubiläum praktiziert: Jedes einzelne Mitglied unserer Gruppe hat sich nämlich mit eingebracht - ob bei der Gestaltung der Feier, der Dekoration, den sehr unterhaltsamen Beiträgen, wie selbstverfassten Gedichten und kleinen Geschichten, oder bei dem vielfältigen leckeren Buffet. Das letztere klappt bei uns immer ohne große Absprache, wobei sogar auch die divers vorhandenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten berücksichtigt werden und ein anschließender reger Rezept-Austausch stattfindet.

    Überhaupt ist unsere Gruppe sehr kreativ: Bereits 2014 haben wir mit dem Roll-Up gemeinsam erarbeitet, was Fibromyalgie-Selbsthilfe für uns bedeutet. Unser „Fibro-Stuhl“, den wir kurz danach ebenfalls alle zusammen gestaltet haben (das war eine sehr lustige und interessante Erfahrung), hilft uns z.B. bei Veranstaltungen dabei, der Öffentlichkeit sehr eindrucksvoll zu veranschaulichen, was Fibromyalgie ist und wie sie sich anfühlt (mit Stacheldraht, Hamsterrad und Wodoo-Puppe, um nur einige Details zu nennen).

    Wir hatten bei unserer Jubiläumsfeier jede Menge Spaß, gute Gespräche, es wurde viel gelacht und eine Märchenerzählerin zog uns mit verschiedensten Erzählungen in ihren Bann, wobei natürlich die Geschichte von der Prinzessin auf der Erbse nicht fehlen durfte.

    Wir sind dem DRK Norderstedt sehr dankbar, dass wir in deren Räumen schalten und walten können, wie wir wollen. Beim jetzigen Vorstandsteam der DFV und der Geschäftsstelle bedanken wir uns ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit, die familiäre Atmosphäre sowie die Treffen und Schulungen – da wird das Vereinsleben zum Vergnügen!

    Herzlichen Dank dem Bundesverband für die Glückwünsche, die Urkunde und den Geldbetrag. Durch die DFV-Jubiläums-„Finanzspritze“ konnten wir unsere Mitglieder übrigens mit den hilfreichen Notfalldosen überraschen.

    Ganz besonders bedanken wir uns aber bei euch, unserer Gruppe, die das alles erst möglich gemacht hat. Ohne euch gäbe es keine 10 Jahre. Auch wenn es vielleicht an dem Tag etwas untergegangen ist: Wir waren sehr gerührt über eure schönen Geschenke - tausend Dank!

    Rundherum war es eine sehr gelungene Feier, zu der jeder seinen Teil beigetragen hat. Kurz und knapp: „Stimmung gut, Essen gut, alles gut!“

    Susan Artelt-Kröger, Karin Zeelemann
    Gruppensprecherinnen

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  • | Optimisten 02/2019

    Das Gruppentreffen im April wurde zu einer kleinen Feierstunde. Bei Kaffee und Kuchen konnte das 10-jährige Bestehen der Selbsthilfegruppe Bad Bederkesa gefeiert werden. Leider konnten einige Gruppenmitglieder das Treffen nicht erreichen, da eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt den bekannten Weg versperrte und zusätzlich kurzfristig eingerichtete Einbahnstraßen verhinderten, dass auswärtige Mitglieder den Weg zum Restaurant fanden.

    Vier Mitglieder sind schon von Beginn an dabei. Der neue Gruppensprecher Peer Augustin dankte allen Mitgliedern für ihre Treue zur Gruppe und wies noch einmal auf die Bedeutung von Selbsthilfegruppen hin.

    Hilfe zur Selbsthilfe soll immer im Vordergrund unserer Gruppenarbeit stehen. Das Interesse an der Selbsthilfe ist auch hier sehr groß – wir haben seit Jahresbeginn drei neue Mitglieder sowie weitere Interessierte, welche sich zum „Schnuppern“ angemeldet haben. Auch arbeiten wir intensiv mit einer ansässigen Ärztin zusammen.

    Die Pressearbeit werden wird weiter intensivieren. Unsere Flyer werden an sogenannten Hotspots, also Arztpraxen, Apotheken usw. ausgelegt.

    Mir der paritätischen Wohlfahrtshilfe, eine Einrichtung im Landkreis Cuxhaven zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen, hat unser Gruppensprecher Kontakt aufgenommen und wir werden dort auf der Homepage sowie auf Flyern als Selbsthilfegruppe aufgeführt.

    Herzlich bedanken möchten wir uns bei der DFV für die Glückwünsche zu unserem Jubiläum, die Urkunde und den Geldbetrag für die Gruppenkasse.

    Nach Bekanntgabe der aktuellen Nachrichten des Gruppensprechers und der Vorstellung der interessierten Gäste wurde das Jubiläum in gemütlicher Runde gefeiert.

    Zum Schluss nahm Peer noch die Anmeldungen für das alljährliche Spargelessen entgegen.

    Peer Augustin
    Gruppensprecher

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  • | Optimisten 02/2019

    Der 26. September 2018 sollte ein ganz besonderer Tag werden. Und das nicht nur für mich als „waghalsige“ Gründerin einer Selbsthilfegruppe für an Fibromyalgie Erkrankte, sondern auch für meine liebe Freundin und Stellvertreterin Elfi Schild, die sogar noch mehr Zweifel an der Richtigkeit dieser Aktion hegte. Nein, es war für alle Betroffenen, vielleicht von Neugier und Hoffnung getrieben, ein spannender Entschluss, sich der schwierigen Situation zu stellen und einen Schritt aus der Isolation gehen zu wollen.

    Elfi Schild hatte einen Kuchen gebacken und zwei sehr schöne herbstliche Blumengestecke gezaubert, so dass der freundliche Raum noch ein wenig gemütlicher wirkte.
    Und doch sah ich zu Beginn der Veranstaltung überwiegend in eher reservierte Gesichter. Einige hatten schon arge Schwierigkeiten, die Stufen in die erste Etage der wunderschönen alten Villa auf dem Gelände der Gemeinde Hoppegarten hochzusteigen, wollten nicht einmal ihre Jacken ablegen. Es schien mir, als waren auch sie sich ihrer Sache nicht so ganz sicher. Was würde sie hier wohl erwarten?

    Mir erging es ganz ähnlich. Ich hatte mit etwa fünf bis acht Personen gerechnet einschließlich der eingeladenen Vertreter des Vorstandes. Einige Telefonate in den vergangenen Tagen signalisierten mir zwar Interesse, aber der überwiegende Teil wollte urlaubsbedingt erst zum zweiten Treffen im Oktober vorbeischauen. Darum war ich besonders glücklich, dass neben der Selbsthilfegruppen-Beauftragten und Schriftführerin der DFV Carmen Redel auch die 1. Vorsitzende Bärbel Wolf persönlich nach Hoppegarten kam. Mit im Gepäck hatten sie nicht nur einen Stapel Prospekte und einen bunten Ordner, sondern jede Menge gute Laune und hilfreiche Informationen über die Arbeit der DFV e.V. und über die Erkrankung.

    Herzliche moralische Unterstützung leisteten Gruppenmitglieder der SHG Schönwalde-Glien. Die Gruppensprecherin der SHG Berlin, Monika Richter, nutzte den Tag gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sabine Löffler für einen Gegenbesuch.

    Dass ich auf dem richtigen Weg bin, haben mir dann die persönlichen Worte einiger Besucher zum Ausklang des Tages gezeigt. Wir alle dürfen uns auf eine wunderbare Zeit freuen, die wir gemeinsam gestalten werden.

    Ein ganz lieber Dank geht an meinen Mann Christian, der mir an diesem so wichtigen Tag den Rücken freihielt, immer mehr Stühle besorgte und die Besucher ermutigte, einzutreten. Er selbst erlebte einen Tag voller Spannung und Herzlichkeit mit zuletzt gut 30 Besuchern.

    Ich bin überglücklich, diese für unseren Zweck so wunderbaren Räumlichkeiten im Haus der Generationen in Hoppegarten gefunden zu haben. Ich danke den Betreibern der Begegnungsstätte, der Stiftung SPI Sozialpädagogisches Institut Berlin, Walter May, für die dauerhafte Bereitstellung der Räume. Pierre Karhos, der Stellvertreter der Hausleitung, war vom ersten Moment an offen für unser Projekt, zeigte Geduld und Kulanz bei der Vertragsanbahnung sowie Flexibilität und Einfühlungsvermögen bei den zukünftigen Treffen.

    Nach unserer ersten Gruppensprecherschulung vom 5.-7. Oktober 2018 rauchten uns die Köpfe. Es gibt so viel Neues im Vorfeld zu organisieren. Umso mehr freue ich mich, dass ich gleich nach der Rückkehr und mit Hilfe der LAP Brandenburg, Martina Dietrich, schon das erste Projekt für die Gruppe „anschieben“ konnte.

    Die Audi BKK finanziert uns Willkommensmappen für die Mitglieder.

    Wir treffen uns zunächst an jedem 4. Mittwoch im Monat und werden ab 2019 voraussichtlich auf jeden 4. Donnerstag im Monat ausweichen. In der Zeit von 16.00- 18.00 Uhr steht die Tür jedem von der Krankheit Betroffenen oder deren Angehörigen offen.

    Ort: Haus der Generationen, Bürgermeisterzimmer, Lindenallee 12, 13366 Hoppegarten, Meine Telefonnummer: (0160) 2 04 81 60

    Und wie sieht es heute im Mai 2019 aus …?

    Inzwischen besteht unsere Gruppe ein gutes halbes Jahr und es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Wir sind sehr gut „zusammengewachsen“ und alle kommen gern zu den Treffen. Einmal im Monat ist das außer Haus und einmal im Monat im Haus der Generationen.

    Wir haben immer wieder Anfragen von neuen interessierten Betroffenen, die schnell mit in die Gruppe hineinwachsen, gerne kommen und auch schnell den Entschluss fassen, so „richtig“ dazugehören zu wollen. Unsere Gruppe zählt derzeitig um die 30 feste, aktive Mitglieder.

    Erste kleine Projekte haben wir erfolgreich gemeistert, unter anderem einen Achtsamkeitsworkshop mit einer externen Trainerin, den wir im September noch einmal wiederholen werden. Finanziert wurde das Projekt durch die BKK VBU.

    Außerdem verfügen wir über eine eigene kleine Fachbibliothek, die mit finanzieller Unterstützung der Audi BKK eingerichtet wurde.

    Jetzt im Mai veranstalten wir einen Gruppennachmittag zum Gestalten mit Ton. Dieser Tag wird intern durch ein Gruppenmitglied geleitet. Schon zu Ostern haben wir das in Eigenregie gemacht. Da war das Thema „Wolle“. Diese Zeit ist für alle sehr entspannend, regt zu freien Gesprächen an und lässt uns die Schmerzen eine Zeit lang vergessen.

    Ich bin sehr froh, diesen Entschluss zur Gruppengründung gefasst zu haben und stolz auf meine Gruppe!

    Herzliche Grüße

    Cornelia Seifert
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Jaaaa .... sie waren beide da! Die 2. Vorsitzende Gudrun Klempau und die bayerische Landesansprechpartnerin Christa Weidmann eröffneten am Mittwoch, den 13. Februar 2019 die neue Selbsthilfegruppe in Burgthann, Ortsteil Mimberg.

    Zahlreiche Betroffene und auch interessierte Personen, jungen bis „reiferen“ Alters, fanden sich ein. Auf humorvolle Art und Weise fand Gudrun Klempau das Vertrauen aller Anwesenden. Wir sind in einem schönen, lichtdurchfluteten Raum der Freiwilligen Feuerwehr in Mimberg gut untergekommen und freuen uns voller Zuversicht auf unsere Treffen, welche einmal im Monat stattfinden werden.

    Im Moment wird unsere Gruppe aus zwei Alt-Mitgliedern und ca. 20 Neu-Mitgliedern bestehen.

    Ich grüße Euch alle ganz herzlich.

    Martina Zeltner
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Der Gruppenbeitritt zur Deutschen Fibromyalgie Vereinigung am 04.01.2019 war ein voller Erfolg. Nach und nach trafen die Teilnehmer ein und schnell wurde der uns zugeteilte Raum zu klein. Nach eifrigem Stühle-Rücken konnte der Abend leicht verspätet starten.

    Es war ein großartiges Treffen mit 33 Teilnehmern. Vielen Dank allen, die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben. Ob Teilnehmer oder Referentin Gudrun Klempau, alle waren mit großem Elan dabei.

    Es war ein lebendiger, schöner Abend mit vielen Informationen und regem Austausch. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen am 04.03.2019 um 19:00 Uhr im Wöhlehof Spelle. An diesem Abend wird Silvia Filbrand durch den Abend begleiten.

    Eine Anmeldung ist nicht nötig, da es immer ein offenes Treffen ist, zu dem jede/r Betroffene und Interessierte herzlich willkommen ist.

    Annegret Krause
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Die Einladung zum Beitritt der Fibromyalgie-Gesprächsgruppe Ettlingen wurde von ca. 35 Teilnehmer/innen wahrgenommen. Der Raum im Stephanus-Stift am Stadtbahnhof war bis auf den letzten Platz besetzt. Die 2. Vorsitzende der DFV und Selbsthilfegruppen-Beauftragte Gudrun Klempau berichtete in anschaulicher Weise über die Krankheit Fibromyalgie sowie die Arbeit und die Aufgaben der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V. Zahlreiche Fragen der Anwesenden konnte sie souverän und freundlich beantworten.

    Anschließend stellte sich Karin Bartel als Gruppensprecherin vor. Sie berichtete, dass sich die Gruppe einmal im Monat im Stephanus-Stift am Stadtbahnhof in Ettlingen trifft, um sich mit Betroffenen und Interessierten auszutauschen. Ca. 15 Teilnehmerinnen gehören bereits zum festen Bestand der Gruppe. Neue Teilnehmer/innen sind herzlich willkommen.

    Die Anwesenden waren sehr aufgeschlossen gegenüber den Ausführungen von Gudrun Klempau und Karin Bartel und bekundeten ihr Interesse an der Teilnahme zum ersten Gruppentreffen im April, das im Rahmen der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung stattfinden wird. Die bereitgestellten Flyer und Informationsschriften wurden allesamt gerne angenommen.

    Als Fazit kann man sagen: ein gelungener Auftakt für die Zusammenarbeit der Gesprächsgruppe Ettlingen mit der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V.

    Karin Bartel
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Ende 2018 fand in der Raben Apotheke in Zerbst die jährliche Kalenderaktion statt, 1000 € kamen als Spenden insgesamt zusammen.
    Dieser Spendenerlös wurde durch die beiden Inhaber der Raben Apotheke, Tom Dupke und Martin Roschig, an fünf Vereine und Selbsthilfegruppen der Stadt übergeben.

    Über je 200 € konnten sich die Selbsthilfegruppe für Osteoporose, die Krebshilfe Zerbst e.V., die Rheuma-Liga Zerbst, der Zerbster Schlossverein und die DFV e.V. - SHG Zerbst freuen.
    In Vertretung unserer Selbsthilfegruppe nahm Ina Krafzyk die Spende entgegen. Über diese finanzielle Unterstützung haben wir uns als Gruppe sehr gefreut. Wir werden das Geld voraussichtlich für einen Töpferkurs verwenden, um die Beweglichkeit unserer Hände und Finger zu verbessern.

    Vielen Dank nochmals an die beiden Inhaber der Raben Apotheke, Tom Dupke und Martin Roschig, und ihre Mitarbeiter für die Spende.

    Steffi Schulze/Silvia Friedrich
    Gruppensprecherin/stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Am 13. Februar hatte die Selbsthilfegruppe Siegen ihr erstes Treffen im neuen Jahr. Dieses begann mit einem echten Paukenschlag. Unsere jetzige Gruppensprecherin Gudrun Jung möchte die Leitung der Gruppe aus gesundheitlichen Gründen abgeben.

    Dies rief Neuwahlen der gesamten Gruppenleitung auf den Plan. Bei den durchgeführten Wahlen wurde als Gruppensprecherin Anni Klinkert, als Stellvertreterin Gabi Neuser und als Kassiererin Ingrid Jurisch neu- bzw. wiedergewählt.

    Die SHG Siegen ist froh, wieder eine Sprecherin gefunden zu haben und dass somit das Fortbestehen der Gruppe gesichert ist.

    Ein Mitglied unserer Gruppe, Bärbel Heberer, verabschiedete Gudrun Jung mit bewegenden Worten, denn immerhin hat Gudrun Jung neun Jahre lang die Geschicke geleitet. Bärbel Heberer überreichte im Namen der Gruppenmitglieder ein Geschenk als Erinnerung und als Dank für die geleistete Arbeit.

    Die SHG Siegen freut sich auf eine gute Zusammenarbeit sowohl in der Gruppe als auch mit dem Vorstand der DFV.

    Gabi Neuser
    Stellv. Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Am 30. Januar 2019 fand im Haaner St. Josef Krankenhaus ein Patientenseminar mit dem Titel „Wenn der ganze Körper schmerzt - Rätsel Fibromyalgie“ statt. Das Patientenforum war mit ca. 60 Besuchern trotz enormem Schneefall gut besucht.

    In der Schmerzambulanz des Haaner St. Josef Krankenhauses kümmern sich Ärzte pro Quartal um mehr als 300 Patienten, darunter viele Patienten mit Fibromyalgie. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. wurde dieses Patienten- und Fortbildungsseminar gehalten. Die Referenten beleuchteten das Thema aus neurologischer, psychologischer und therapeutischer Sicht, denn Fibromyalgie muss interdisziplinär gesehen werden.

    Nach der Begrüßung und Einführung von Dr. Peter Rensmann, dem Chefarzt für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin, referierte Dr. Sabine Mettler (Schwerpunktpraxis RHIO-Rheumatologie, Immunologie, Osteologie) über „Fibromyalgie - eine rheumatologische Erkrankung?“ Sie sprach intensiv über den Mangel von Vitamin D und die Abklärung anderer Erkrankungen, die auch Symptome der Fibromyalgie zeigen. Dies seien u.a. Hashimoto-Thyreoiditis, Kollagenosen, Sarkoidose, Borreliose, HIV und Hepatitis C.

    Im Anschluss sprach Dr. Artur Schikowski in seinem Vortrag „Fibromyalgie - eine neurologische Erkrankung?“ über Fibromyalgie als eine neurologische Erkrankung der Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung. Heftige Schmerzattacken werden von nahezu schmerzfreien Episoden abgelöst. Auch eine verringerte Dichte von kleinen Nervenfasern in der Hautepidermis, die individuell stark variieren können, könnte dies belegen.

    Vor der Pause hatte ich als Gruppensprecherin der SHG Hilden-Haan die Möglichkeit, unsere Gruppe, die Treffen, den Funktionssport und unsere Aktivitäten vorzustellen.

    In der Pause war unser Info-Stand der DFV e.V. stark frequentiert. Beratungsgespräche wurden geführt und viele Gäste nahmen Informationsmaterial mit.

    Nach einem stärkenden Imbiss forderte Alexandra Rensmann zur Teilnahme an Übungen aus der Bewegungstherapie auf und sprach über das Thema „Sauerstoff und Bewegung“.

    Johanna Landgraf vom Psychologischen Dienst des Krankenhauses sprach über die psychologischen Aspekte der Fibromyalgie, bevor Deniz Erdogmus die Schmerztherapie bei Fibromyalgie erklärte. Diese beinhaltet wie bekannt Bewegung, Entspannung und die Vorstellung bekannter Medikamente.

    Nach einem offenen Gespräch verabschiedete Dr. Rensmann die Teilnehmer gegen 20 Uhr.

    Ein großer Dank geht an alle, die an diesem Tag mitgewirkt haben.

    Susanne Stump
    Gruppensprecherin

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  • | Optimisten 02/2019

    Unsere Erkrankung mag mit einer geschätzten Zahl von 2-4 % in Deutschland im Vergleich zu anderen Erkrankungen vielleicht nicht selten sein, aber ständig wird sie in Frage gestellt, belächelt oder abgetan. Dies hat Gruppensprecher Uwe Büchner und mich wieder zur Mission für Aufklärung, Sensibilisierung und natürlich Hilfe für Betroffene bewegt.

    Unser Info-Stand im Foyer des Städtischen Klinikums Dessau war gut frequentiert. Niemand hat unseren Tisch verlassen, ohne nun für diese heimtückische Erkrankung aufgeschlossen zu sein. Hilfesuchende waren dankbar für offene Ohren, Tipps und Anregungen zu weiterführenden Hilfen. Sogar ein paar skeptische Ärzte waren dann dankbar für die umfangreichen Informationen und nahmen dieses Wissen gern mit in ihre Praxis.

    Besonders mir als Frau fiel es auf, dass oft besondere gynäkologische Themen belastend waren, welche auch mich in meiner Fibromyalgie begleiten. Auch mir tat es gut zu hören, dass es ja auch andere Betroffene mit ihren Einschränkungen gibt. Wir sind nicht allein. Das Wissen, den Mut und die Hoffnung zu unserer Erkrankung an andere weitergeben zu können, ist für mich sehr wichtig und ist auch gut für mein Selbstwertgefühl.

    Wir haben auch so schöne Infomaterialien durch unsere Bundesvereinigung. Besonders toll und sehr übersichtlich finde ich den Fibromyalgie-Fragebogen, denn er bringt epidemiologisch, symptomatisch, diagnostisch und curativ unsere Erkrankung auf den Punkt. Als Betroffene/r findet man sich dort eindeutig wieder.

    Der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe ist definitiv ein wichtiger Schritt und äußerst hilfreich bei der Krankheitsbewältigung. Leider gab es bisher noch keine Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie in Dessau. Aber unser Gruppensprecher hat bereits erste Kontakte herstellen können. Ein besonderer Moment an diesem Tag war der Besuch des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, welcher uns bei unserer Mission der Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Fibromyalgie bestärkte. Und wir werden natürlich weiter versuchen, die Gesellschaft sowie medizinisches Personal für unsere Erkrankung zu sensibilisieren, zu öffnen und anderen Betroffenen zur Seite zu stehen.

    Wiebke Weinhauer
    Mitglied

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  • | Optimisten 02/2019

    Wir berichteten im „Optimisten“ 03/2018 und 01/2019.

    Die Titanen on Tour 2018 haben viel erlebt und nun berichten sie gerne darüber.

    Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung setzten sich die Titanen on Tour am 20.07.2018 dann in Bewegung. Nach vier Tagen erlebten sie ihren ersten Grenzübertritt und sie empfanden es als gruselig, durch die Trümmer der Festung Küstrin zu fahren. Dabei wurde der Treck von polnischen Bürgern und Pferden begleitet. Es entwickelte sich eine sehr emotionale Verbindung. Ein Sack Friedensroggen vom Berliner Mauerstreifen wurde übergeben.

    Bei der Reise durch Polen musste ein Wassertank erneuert werden und der Hufschmied fehlte. Viele haben mitgeholfen, damit der Treck seine Reise fortsetzen konnte. Es wurden Grenzen überwunden, denn die Reise führte ja durch sechs Länder. Eine große bürokratische Hürde war die Einführung der Pferde nach Russland. Jeder Einreisende durfte nur ein Pferd ein- und später wieder ausführen. Dies gelang schließlich durch das Anfertigen zahlreicher Verträge. In den einzelnen Orten gab es viele Veranstaltungen und Besuche von kulturellen Schwerpunkten, aber auch Kranzniederlegungen.

    Um einen Schützenplatz überwinden zu können, fuhr die Armee mit Krahn und Lkw vor und brachte so den Treck bis vor die Tore von Weliki Nowgorod. Unter großer Anteilnahme der Einwohner zog der Friedenstreck durch die Straßen bis zum Kremel von Weliki Nowgorod. Der Glockenwagen fand am Magdeburger Tor des Kremels seinen Platz.  Die Friedensglocke wurde übergeben und das Friedensbrot mit den anwesenden Politikern und Ehrengästen gebrochen. Zu unserer großen Freude wurde in diesem Zusammenhang auch das Buch, welches unsere Selbsthilfegruppe zum Fläming und unsere Stadt Bad Belzig gestaltet hatte, übergeben. Die Bilder von Manfred Kahl zeigen schöne Momente von diesem Höhepunkt. Vielleicht können wir ja in Zukunft auch Besucher aus Weliki Nowgorod in unserem Fläming und unserer Stadt begrüßen.

    Unsere SHG Bad Belzig lud in Zusammenarbeit mit der Reha-Klinik Bad Belzig zu einem Vortrag über den Treck mit Planwagen von Brück bis nach Weliki Nowgorod ein. Der Andrang für diese Veranstaltung war so groß, dass noch weitere Stühle geholt werden mussten.

    Zu Beginn des Vortrages wurde das Fläminggedicht vorgetragen, welches auch Inhalt des Buches über den Fläming ist, und gemeinsam mit der Friedensglocke und dem Friedensbrot in Weliki Nowgorod übergeben wurde. Damit es auch in diesem Sommer wieder schön im Fläming blüht, wurden kleine Tütchen mit Studentenblumensamen an die Zuhörer übergeben. Da der Bäckermeister Plentz, der das Friedensbrot gebacken hatte, leider nicht kommen konnte, wurde symbolisch zum „Brot brechen“ ein kleines Stück Kuchen gereicht.

    Danach folgten kleine Videos, eine Bilderpräsentation und interessante Berichte der Teilnehmer des Titanentrecks 2018 von Brück über die alte Handelsstraße Hellweg bis nach Weliki Nowgorod mit 2330km.

    Manfred Kahl, Benno Schmidtchen, Friedbert Enders, Hans Jürgen Siebold und Dr. Claudia Possardt berichteten mit großer Leidenschaft über die vielen kleinen und großen Begegnungen während der 80-tägigen Reise. Die Tierärztin Dr. Possardt hatte auch eine kleine Friedensglocke mitgebracht. So konnten alle Gäste dem Klang der Glocke lauschen. Wir erfuhren, mit wieviel Liebe und Hilfsbereitschaft sie überall empfangen wurden und welche überwältigende Hilfe dazu führte, dass dieser Friedenstreck erfolgreich beendet werden konnte. Alle Teilnehmer und die Pferde sind dann Mitte Oktober wieder gut in Brück angekommen. Unsere Selbsthilfegruppe hatte während der ganzen Reise Kontakt per E-Mail und wir nutzten die Zeit zum Nähen von über 60 Kuschelkissen, damit sich alle nach den anstrengenden Tagen richtig ausruhen konnten. Nun gibt es viel davon zu erzählen. So kann der Friedensgedanke weitergetragen und die Völkerverständigung aufrechterhalten werden.

    Manfred Kahl und Friedbert Enders haben inzwischen ein sehr umfangreiches und aussagekräftiges Fotobuch herausgegeben.

    Beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters unserer Stadt Bad Belzig erhielten Manfred Kahl und Benno Schmidtchen einen Förderpreis. Dieses Geld nutzten sie für die Anschaffung von Beamer und Leinwand sowie zusätzlicher Technik, welche nun bei ihren Vorträgen zum Einsatz kommen. Weitere Teilnehmer des Trecks aus Bad Belzig und den dazugehörigen Ortsteilen waren Friedbert Enders und Fritz Hübner aus Neschholz sowie Peter Gombert aus Bad Belzig. Alle Treckbeteiligten sind ebenfalls im genannten Fotobuch abgebildet.

    Heidrun Jordan
    Mitglied

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  • In einem aktuellen Artikel vom 7. Juni 2019 berichtet die Cannabis-Lobby-Webseite Leafley vom erstaunlichen Therapieerfolg an einem Patienten aus Baden-Württemberg, 38 Jahre alt, als Selbständiger berufstätig, Familienvater, ehemaliger Feuerwehrmann.

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  • Die Ärztin, ehemalige Homöopathin und heutige Kritikerin Frau Dr. Natalie Grams und den Pharmazeuten Prof. Dr. Gerd Glaeske erhielten eine Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung wegen „ungerechtfertigte Diskreditierungen von Homöopathie“. Glaeske hat unterzeichnet, Grams will den Konflikt ausfechten.

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  • In der Sendung vom 13.06. 2019 der TV-Reportageserie „Hauptsache gesund“ behandelte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das Thema Fibromyalgie. Die Rahmenerzählung schildert ein Leben mit Dauerschmerz einer typischen Fibromyalgiepatienten: 59 Jahre alte Frau, berufstätig, begeistert für Gartenarbeit, Mitglied der Deutschen Fibromyalgievereinigung.

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  • Voraussetzung für eine Therapie mit Cannabisprodukten ist, dass eine „schwerwiegende Erkrankung“ vorliege, für deren Behandlung es kein geeignetes anerkanntes herkömmliches Arzneimittel gäbe. So entschied das Sozialgericht Osnabrück in einem am Mittwoch, 22. Mai 2019, bekanntgegebenen Urteil (Az.: 46 KR 455/18). Es genüge nicht, dass die Cannabistherapie verträglicher sei.

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  • Schmerzspezialisten diskutierten auf dem 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) vom 04. - 07. Mai 2019 in Wiesbaden beim klinischen Symposiums: Fibromyalgie – Fakten, alternative Fakten und ‚fake News‘. Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede (Neurophysiologe am Centrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim) räumt in seiner Eröffnungsrede ein „Wir alle haben die Erkrankung noch nicht vollständig verstanden.“ Doch die medizinischen Fachgesellschaften sehen im Dauerschmerz nicht mehr ein Symptom, vielmehr sei durch eine Störung der endogenen Schmerzkontrolle, der Schmerz selbst die Erkrankung.

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  • | Förderung

    Die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene unterstützt uns mit 55.000 € für unsere Selbsthilfearbeit.

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