Herzlich Willkommen bei unserer SHG Wittingen

Wir begrüßen herzlich alle Besucher unserer Webseite und hoffen, daß unsere Beiträge auch für Sie hilfreich sind.

Die SHG wurde am 06.Juni 2018 in der Helios Klinik in Wittingen in Absprache und Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, der Schmerzklinik und dem Bundesverband der DFV e.V., gegründet.

Durch die Zusammenarbeit mit der Schmerzklnik haben die Betroffenen auch die Möglichkeit, sich für  eine gute ärztliche Behandlung zur Bewältigung ihrer Schmerzen zu entscheiden. Kennzeichnend für diese Erkrankung sind Schmerzen an mehreren Körperteilen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche; dazu gibt es vielfältige andere Symptome. Zu Beginn werden Sie mit ihren Schmerzen nicht ernstgenommen, denn eine Fibromyalgie ist nur schwer nachzuweisen. Zur Behandlung wird heute die sogenannte multimodale Schmerztherapie angewendet. Sie beinhaltet eine Kombination aus medizinischen, psychotherapeutischen, physio- und ergotherapeutischen Therapien sowie aus kreativen Komponenten.  Das Behandlungsziel ist es, die Selbstheilungskräfte der Betroffenen zu stärken.

Ich selbst bin seit über 20 Jahren von dieser Krankheit betroffen. Mein sehr langer Leidensweg hat mich dann zum Umdenken bewegt und ich habe dadurch meinen neuen Weg gefunden, um mit dieser chronischen und unheilbaren Krankheit klar zu kommen. Meine Lebensqualität hat sich dadurch wieder verbessert, indem ich mich z.B.: ausreichend bewege, bewusst ernähre, autogenes Training und Atemtechnik anwende und optimistisch nach vorne schaue.

Das alles sind einzelne kleine wichtige Teile eines großen Puzzles für eine erfolgreiche dauernde Stabilität.

Aus diesen und anderen Gründen habe ich mich entschlossen, eine SHG zu gründen, um auch anderen Betroffenen die Möglichkeit zu geben, für sich selbst einen neuen Weg zu finden. Wir sind eine offene Gruppe und jeder der das Gefühl hat, er könnte betroffenen sein, ist herzlich eingeladen sich mit anderen in der Gruppe auszutauschen. Denn hier ist jeder sein eigener Arzt. 

Vereinzelt haben die Betroffenen es im eigenen Umfeld auch nicht ganz einfach. Partnerschaften werden auf die Probe gestellt. Eine SHG verbindet Menschen mit den gleichen körperlichen, seelischen oder sozialen Problemen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich zu lernen mit der Krankheit und den damit verbundenen Problemen besser umgehen zu können. Bei diesem Lernprozess spielen Wissenserwerb, Erfahrungsaustausch über Krankheitsentstehung, Diagnosen, Behandlungsmöglichkeiten und die gegenseitige emotionale Unterstützung eine wesentliche Rolle.

Die Mitarbeit aller Teilnehmer in der Gruppe ist ebenfalls sehr wichtig. Das hält die Gruppe zusammen und man kann gemeinsam neue Ideen im Umgang mit dem Krankheitsbild und deren Umsetzung erarbeiten. Das sind wichtige Schritte nach vorne, um aus dem zerstörerischen und teuflischen Kreislauf heraus zu kommen, um wieder langsam Lebensfreude zu erreichen. Dazu ist es wichtig, nicht nur bis zum Tellerrand, sondern auch über diesen hinweg zu schauen. Ich weiß, dass das für viele sehr schwierig ist. Aber nur wer dazu bereit ist, wird es auch schaffen, mit allen zusammen, für sich einen neuen Weg zu finden.

Die Menschen in dieser Gruppe bringen die Bereitschaft mit, sich auf andere Mitbetroffene einzulassen. Jeder hat das Recht so zu sein, wie er ist und jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten in die Gruppe ein. Jedes Gruppenmitglied kann auch in schwierigen Zeiten darauf vertrauen, dass es von den anderen Mitgliedern angehört und aufgefangen wird.

Wir als Gruppe können ärztliche Behandlungen unterstützen, aber die Gruppe ist kein Ersatz für eine medizinische, physiotherapeutische oder psychotherapeutische Behandlung!

Alle in dieser Gruppe sind dankbar, dass es jetzt endlich einen Ort gibt, wo man hingehen kann um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und problemlos und frei über die Krankheit und deren Probleme sprechen kann, ohne Angst zu haben, dass man dumm und fragend angeschaut und auch kritisiert wird. Dabei ist es ganz wichtig, Vertraulichkeit aufzubauen und zu schützen. Das bedeutet, dass alles Gesprochene den Raum nicht verlässt. Respekt, Verständnis, Rücksichtnahme und das Gefühl der Geborgenheit sind ebenfalls ganz wichtige Aspekte in der Gruppe.

In der Öffentlichkeit und im Kollegen- und Freundeskreis werden wir oft als die Menschen hingestellt, die zu faul sind zu arbeiten, sich bedienen lassen, oder werden entsprechend anders abgewertet. Wir werden einfach in eine Schublade gesteckt und auch oft als Hypochonder hingestellt. Wir sind „eingebildete Kranke“ „Jammerer“ oder „Simulanten“, weil wir nicht sichtbar körperlich krank sind. Jeder der an dieser nicht sichtbaren Krankheit zweifelt, oder sie für Spinnerei hält, der möge doch einmal in den Körper eines Betroffenen einziehen, wenn dieser einen gewaltigen Schmerzschub bekommt, damit er das erlebt, was wir als Betroffene täglich mehrmals erleben müssen.

Es gibt eine Unzahl verschiedener Symptome, die uns unser Leben täglich schwer machen und die über uns mit verschiedenen Schmerzbildern unangemeldet herfallen. Die anhaltende Dauer der Schmerzen ist von zeitlich ungewiss bis dauerhaft.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mit optimistischen Grüßen
Claus - Dieter Schulze

Wir treffen uns regelmäßig im 2 Wochen-Rhythmus, immer Donnerstags, am 26.09.; 10.10.; 24.10.; 07.11.; 21.11.; 05.12.; 19.12.2019

In der Helios - Klinik

29378 Wittingen

Gustav-Dobberkau-Str. 5

Beginn: 17.30 Uhr

Kontakt

Selbsthilfegruppe Wittingen

0171 1222698

wittingen@fms-selbsthilfe.de

Gruppensprecher

Claus-Dieter Schulze