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ÜBER DIE SHG MARBURG

Am 01.07.2019 feierte die SHG Marburg und Umgebung ihr 20-jähriges Bestehen. Mit einem geselligen Abend haben wir dieses ausgiebig gefeiert. Einige Gruppenmitglieder haben zu diesem Anlass einen Rückblick auf die gemeinsame Zeit geworfen und den Abend humorvoll mit Anekdoten bereichert.

Es spricht für unsere Gruppe, dass ein Teil der heutigen Mitglieder schon zur Gründung dabei waren, wie z.B. unsere liebe Eva Sikora. Hier findet Ihr Evas Laudatio:

 

Liebe Optimistinnen,

ich möchte euch einen Rückblick auf 20 Jahre SHG Marburg und Umgebung geben.                                                      

Als Angelika und ich uns über den Kontakt zu einer Gruppensprecherin der DFV im April 1999 kennen lernten, hatten wir beide keine Vorstellung davon was sich daraus entwickeln würde.

Die Gruppensprecherin der SHG Siegen überredete uns, hier in Marburg eine Fibromyalgie Selbsthilfegruppe zu gründen. Ob es die Verzweiflung war, dass uns niemand etwas über diese wenig bekannte bzw. unerforschte Erkrankung sagen konnte, oder ob wir einfach nur etwas für uns und andere in der gleichen Situation tun wollten weiß ich heute nicht mehr.

Jedenfalls stürzten wir uns mit Eifer in die Vorbereitung.

Du Angelika, hattest schon Erfahrung in einer SHG gesammelt in der du Schriftführerin warst, ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt, bis Dato wusste ich lediglich, dass es Selbsthilfegruppen gab. Wir waren der Meinung es könne ja nichts schaden so eine Gruppe zu gründen, es wird sich schon jemand finden der die Gruppe leitet. - dachten wir.

In der Oberhessischen Presse wurde ein Bericht, der über die Erkrankung Fibromyalgie und die  Gründungsveranstaltung informierte, gebracht. Dass unsere Namen und Telefonnummern bekannt gegeben wurden war keine gute Idee! Durch den Bericht wurde eine Lawine losgetreten der wir kaum gewachsen waren. Das Interesse der vielen Betroffenen war groß.  Wir wurden gefühlt mit hunderten von Anrufen konfrontiert, uns glühten tagelang die Ohren. Wir waren die "Fibroexperten” obwohl wir nur über unsere eigene Erfahrung und darüber, was wir gelesen hatten, informieren konnten.

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Am 12.06.1999 war es dann so weit. Im Vortragsraum eines Altenzentrums fand die Gründungsveranstaltung mit Vortrag statt. Der Andrang der Besucher war groß, die bereit gestellten Stühle reichten bei weitem nicht aus. Uns schlotterten die Knie bei der kurzen Begrüßungsrede. Der damalige erste Vorsitzende und Gründer der DFV, Herr Thiemann, hielt einen sehr informativen Vortrag über die Erkrankung Fibromyalgie und erläuterte die Vorzüge einer SHG. Die Besucher waren sehr zufrieden - wir auch.

Die Aufregung war nicht weniger groß als unser erster Gruppenabend statt fand. Zur Unterstützung kam die Gruppensprecherin aus Siegen. Mit 28 Personen war der kleine Gruppenraum total überfüllt. Die erste Hürde war genommen, viele sollten noch folgen. Wir recherchierten, organisierten, besuchten Vorträge damit wir an den Gruppenabenden Neues berichten konnten.

Die Fragen der Gruppenteilnehmer an uns wurden immer komplexer.

Leider war es so, dass viele unsere Gruppe besuchten, Informationen sammelten und ohne Dank verschwanden. Sie hatten kein Interesse an einer Mitgliedschaft. Das ist nicht der Sinn einer SHG.

Damals war das Internet noch nicht in allen Haushalten verfügbar. Ich schlug mir manche Nacht um die Ohren, man hatte keine Flat sondern ging über den normalen Telefonanschluss ins Internet. Nachts war der Zugang billiger, wir mussten mit unserem knappen Budget haushalten.

Ich fühlte mich nach 4 Jahren als Gruppensprecherin überfordert und stellte mein selbst gewähltes Amt mit einem halben Jahr Übergangszeit zur Verfügung. Sodass sich nach 4 ½ Jahren das verwirklichte, was ich von Anfang geplant hatte. Da Angelika der Meinung war, dass sie nicht "schwätze “ kann und deshalb lieber bei ihrer Arbeit Hintergrund bleiben will, musste eine neue Gruppensprecherin gewählt werden. Monika Schlachta, die fast von Anfang in der Gruppe war, übernahm dann mein Amt.

Angelika bot in Lohra Funktionstraining an, es ist seit 15 Jahren erfolgreich.                                                                   

Nach unserem 10 jährigen Gruppenjubiläum verließ Monika mit einigen Gruppenmitglieder die Selbsthilfegruppe Marburg und Umgebung und gründete eine weitere SHG in Marburg.

Wir, der harte Kern der Gruppe, waren überzeugt dass Angelika das auch allein schafft. Die Hauptarbeit wie Schriftführung, Kassenführung  hatte sie ja all die Jahre alleine gemacht. Dass sie doch "schwätzen" kann, hat sie in den letzten zehn Jahren bewiesen.

Ulla Schnarre, die auch von Anfang an in der Gruppe ist, übernahm die Stellvertretung und unterstützte Angelika.

Es kamen neue Gruppenmitglieder hinzu und es entwickelte sich gut.

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Dass wir heute nach 20 Jahren die Gruppengründung feiern,verdanken wir den Gruppenteilnehmern die all die Jahre unsere Gruppenabende besuchten, aber ganz besonders euch, liebe Angelika und Ulla, ihr konntet mit eurem unermüdlichen Einsatz die Gruppe zusammen halten.

Wir können mit Stolz auf unsere Gruppenabende, in denen wir vielen verzweifelten Frauen Mut machen konnten zurück blicken. Ob mit Gedächtnistraining, Lachyoga oder Gymnastikübungen, Faschingsfeiern, Besuche in der Salzgrotte in Gießen, mit Herrn Schmidt, der uns mit lustigen Anekdoten aus seinem Alltag und mit esoterisch angehauchten Erzählungen zum Lachen und somit Entspannung brachte.

Die Ausflüge, die uns viel Spaß machten. Die Treffen in Restaurants bei denen wir den einen oder anderen Sketch aufführten. Die Wandertage mit gemütlichem Beisammensein,  unser Advendfrühstück, bei dem Angelika uns Jahr für Jahr mit liebevoll verpackten Geschenken überraschte, usw.

Aber vor allem die Gruppenabende, bei denen jeder seine persönlichen Anliegen vorbringen kann.

Ach ich komme richtig ins schwärmen. Aber Schluss jetzt, weitere  Ausführungen würden den Abend füllen, deshalb beschließe ich den Rückblick und übergebe an Marita und Renate, die sich im Namen von uns allen bei Angelika für 20 Jahre unermüdliche Arbeit herzlich bedanken werden und bei Ulla, dass sie Angelika seit 10 Jahren tatkräftig unterstützt hat.

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Euch, liebe Sandra, Silke und Christiane wünsche ich alles Gute für die kommende Zeit und viel Spaß und Erfolg bei der Gruppenleitung

Die scheidenden und die neuen Gruppensprecherinnen

v.l.n.r.: Sandra Büttner, Silke Koch, Christiane Frommknecht, Angelika Wagner, Ulla Schnarre


WECHSEL DER GRUPPENSPRECHER

Nach 20 Jahren der Hingabe, Pionierarbeit und Leidenschaft entschied sich das Gründungsmitglied Angelika Wagner, das Amt der Gruppensprecherin im Sommer 2019 zur Verfügung zu stellen Das war für alle Gruppenmitglieder unerwartet, trotzdem sind die persönlichen Gründe für uns alle nachvollziehbar.

Auch Ulla Schnarre kündigte an, sich aus dem Amt der Stellvertreterin zurückziehen zu wollen.

Und nun? Wenn sich keine Nachfolger finden, wird es diese Gruppe nicht mehr geben. Dieser Gedanke war für mich ganz furchtbar - hatte ich die Gruppe doch erst im Januar 2018 gefunden und mich dort sofort wohlgefühlt.

Da ich jedoch noch vollzeit berufstätig bin, neben der Fibromyalgie noch eine rheumatische Erkrankung habe, habe ich gelernt, mit meinen Kräften hauszuhalten. In einer regen Diskussion in der Gruppenstunde im Frühjahr 2019 hatten wir eine Lösung - wir teilen die Gruppenleitung auf 3 Mitglieder auf. Ich würde Angelika beerben und das Amt der Gruppensprecherin übernehmen, Silke Koch übernimmt Ullas Amt der Stellvertretenden Gruppensprecherin und Christiane Frommknecht übernimmt den Part der Kassenwartin.

Im Rahmen unserer Jubiläumsfeier am 14.06.2019 wurden wir drei einstimmig gewählt - vielen Dank an unsere Mitglieder für Euer Vertrauen!

Vor uns liegt nun eine spannende Aufgabe, immerhin hinterlassen Angelika und Ulla große Fußspuren, die langjährige Erfahrung fehlt uns natürlich. Aber die beiden unterstützen uns mit Rat und Tat, sind immer ansprechbar und helfen ganz unkompliziert.

Die Fibromyalgie-SHG Marburg und Umgebung  hat gegenwärtig um die 20 Mitglieder. Uns verbindet natürlich die Erkrankung - aber vorrangig sind hier über Jahre feste Freundschaften entstanden, auch ich bin vor 18 Monaten mit sehr offenen Armen aufgenommen worden. Ich mag die Atmosphäre in unseren Treffen, der vertrauensvolle Umgang miteinander und die Hilfsbereitschaft.

Wollt Ihr uns kennenlernen? Dann seid Ihr herzlich zu einem Treffen eingeladen, wir freuen uns über neue Gesichter. Unsere Termine findest Du hier auf der Homepage, ebenso unsere Kontaktdaten.

 

Viele Grüße, Eure Sandra

Wir treffen uns regelmäßig

jeden 3. Montag im Monat
im Haus der JuKo Marburg
Am Krummbogen 2
Parkplätze hinter dem Haus
oder unter der Stadtautobahnbrücke.

Im Sommer ab 19 Uhr, im Herbst und Winter ab 18 Uhr.

Unsere Terminübersicht findest Du hier.

 

Kontakt

Selbsthilfegruppe Marburg

Sandra Büttner
01590-40 50 140

Silke Koch
0173-91 51 512

marburg@fms-selbsthilfe.de

Gruppensprecher

Gruppensprecherin
Sandra Büttner

Stellv. Gruppensprecherin
Silke Koch 

Kassenwartin
Christiane Frommknecht