Seminar Kloster Lehnin Partnertreffen zwischen der SHG Schönwalde-Glien und der SHG Stendal an einem besonders schönen Ort

|   Optimisten 04/2019

Wir, die SHG Stendal, wurden eingeladen, „ein paar Plätze zu füllen“ in einem Seminar im Kloster Lehnin.

Meine Eindrücke als Begleiter meiner betroffenen Frau Conny Luther möchte ich hier zu Papier bringen. Wir sind zu viert, Anke und Thomas Grandt und wir beide, gemeinsam in einem Auto in Lehnin angekommen. Da meine Frau und ich noch relativ neu in der Stendaler SHG sind, kannten wir niemanden aus der Selbsthilfegruppe Schönwalde-Glien, außer der Vorsitzenden Bärbel Wolf.

Wir kamen an und bezogen unsere schönen Zimmer und dann ging es gleich los. Wir wurden von allen begrüßt, als würden wir uns schon Jahre kennen. Beim ersten Treffen im Seminarraum wurde durch ein Ballspiel dafür gesorgt, dass wir alle Teilnehmer mit dem Vornamen ansprechen konnten.

Die Seminare waren alle sehr hilfreich. Gedanken durchzogen einen. Für die von der Krankheit Betroffenen gab es einen regen Austausch. Vor allem wurde durch Beweglichkeitsübungen, Auflockerung und Freude das Lachen nicht vergessen.

Es wurde durchweg ein Klima der Vertrautheit zwischen den Teilnehmern hergestellt. Das Vertrauen war so groß, dass ich selbst als Nicht-Betroffener dieser Krankheit zum ersten Mal frei über eine sehr bewegliche Phase meines Lebens gesprochen habe. Das hat mir sehr viel gebracht, obwohl ich nicht von der Krankheit betroffen bin. Meiner Frau Conny als Betroffener hat es sehr gutgetan und sie hat viel mitnehmen können. Das Schlusswort möchte ich jedoch an unsere Gruppensprecherin Anke Grandt weitergeben:

Ja jetzt ich, Anke:

Es war für mich ein ganz besonderes Ereignis. Schon, dass ich mit durfte, war eine tolle Sache und auch nicht selbstverständlich. Aber was ich in den Tagen alles für mich mitnehmen konnte, war faszinierend. Erst einmal umgeben von so lieben Menschen, da fühlte ich mich sofort wohl. Alle wissen, wie es ist mit der Erkrankung, und keiner braucht sich zu rechtfertigen. Das Umfeld war so schön, ich kann es nicht in Worte fassen, aber meine Bilder sagen alles. Alle kann ich natürlich hier nicht zeigen, da brauchen wir ein extra Blatt dafür. Aber eines muss ich hier noch loswerden: die Organisation und Planung war top, absolut top. Wir vier waren voll begeistert und melden uns für das nächste Mal gleich wieder mit an. Denn es ist etwas ganz Besonderes in solchen Mauern. Ein Ziel für jeden, der mal Ruhe sucht.

Ich kann nur sagen: Danke für die schöne Zeit. Es bewegte viel in meinem Inneren und auch Tränen liefen bei bestimmten Themen. Auch Mechthild Döcke und Olaf Thürnagel, ihr habt das so toll gemacht. Klasse, kann ich nur sagen. Und dann Fragen, die einen bewegen. Neue Erkenntnisse über das Leben im Alltag. Was ist gut für uns? Gute Gemeinschaft und Fürsorge? Themen, die im Raum standen und diskutiert wurden. Es gab so viele schöne Momente.

Ich kann nur sagen, ich würde immer wieder mitkommen. Man könnte ja daraus Partnerstädte Schönwalde-Glien und Stendal machen.

Wolfgang Luther
Mitglied SHG Stendal

Anke Grandt
Gruppensprecherin SHG Stendal