Tai Chi in Studie bei Fibromyalgiesyndrom effektiver als Physiotherapie

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt titelt ein wenig missverständlich. Verglichen wurden in der zitierten Studie Menschen mit Fibromyalgie, die Tai Chi (früher auch als chinesisches Schattenboxen bekannt) praktizierten oder sich beim Aerobic sportlich engagierten. Konzentrierte, kontrollierte langsame Bewegungen wurden mit Ausdauersport verglichen; unter einer Physiotherapie könnte man auch anderes verstehen.

Spektakulär und für Betroffene relevant sind die Ergebnisse allemal:

Beide Sportkonzepte verbessern die Symptome der Patienten, Tai Chi wirkte jedoch stärker

Wurden die Patienten zweimal wöchentlich statt lediglich einmal pro Woche im Tai Chi unterrichtet, war die Wirkung stärker

In der Tai Chi-Gruppe empfanden die Patienten eine größere Entlastung bei Angstzuständen und verfügten über bessere Bewältigungsstrategien sowie geringere Belastung durch Depressionen  als in der Aerobic-Gruppe

In der Tai Chi-Gruppe waren die Patienten mit der Therapie insgesamt zufriedener als in der Aerobic-Gruppe; sie nahmen auch regelmäßiger / zuverlässiger an den Übungen teil,

(Die Originalstudie ist im Artikel des Deutschen Ärzteblatt verlinkt)