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Innen wie Außen

September 2025

Jetzt sind wir schon einige Monate gemeinsam durch unsere Tage gegangen und ich hoffe, ihr konntet einige neue Erkenntnisse gewinnen und umsetzen.

In diesem Monat widmen wir uns dem Thema „Innen wie Außen – Achtsamkeit als Spiegel der Welt“.

Es gibt ein altes Sprichwort: „Wie innen, so außen.“ Es erinnert uns daran, dass unsere innere Welt – unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen – unweigerlich nach außen wirkt. Was wir in uns tragen, spiegelt sich in unserer Sprache, unserem Handeln und sogar in unserer Ausstrahlung wider.

Achtsamkeit bedeutet, diesen inneren Raum bewusst zu betreten. Oft sind wir so sehr im Außen beschäftigt, dass wir vergessen, wie sehr unser innerer Zustand das prägt, was wir erleben. Sind wir innerlich unruhig, sehen wir auch im Außen Chaos. Sind wir dankbar und offen, erkennen wir im Alltag plötzlich Chancen und Schönheit, die uns zuvor entgangen sind.

Das „Innen“ nährt das „Außen“ – und umgekehrt. Wenn wir uns Zeit nehmen, in uns Klarheit, Mitgefühl und Ruhe zu kultivieren, verändert sich nicht nur unser eigenes Erleben, sondern auch die Art, wie wir mit anderen Menschen in Verbindung treten. Unsere innere Haltung wirkt wie ein Filter, durch den wir die Welt betrachten.

Achtsamkeit lädt uns ein, diesen Filter bewusst zu reinigen: innezuhalten, nach innen zu lauschen und zu fragen: Was trage ich gerade in mir – und möchte ich, dass sich genau das im Außen zeigt? Denn wer im Inneren Frieden sät, wird ihn im Außen finden.

Innenraum und Außenraum in Einklang bringen

Die achte Achtsamkeitsübung für 28 Tage

Bitte hastet nicht durch diese Übung, denn bewusste Wahrnehmung braucht nicht nur Ruhe, sondern auch Weile. Nehmt euch für diese Übung also täglich mindestens zehn Minuten eurer Zeit.

  1. Ruhe schaffen
    Suche dir einen ungestörten Platz. Setze dich bequem hin, schließe die Augen und atme dreimal tief ein und aus.
  2. Inneren Zustand wahrnehmen
    Spüre in dich hinein: Welche Gefühle, Gedanken oder Körperempfindungen sind gerade da? Benenne sie still für dich („angespannt“, „ruhig“, „freudig“, „müde“ …).
  3. Äußeren Raum betrachten
    Öffne die Augen und schau dich im Raum um. Achte bewusst auf Details – Licht, Farben, Gerüche, Geräusche.
    Frage dich: Spiegelt mein Raum gerade meinen inneren Zustand wider?
  4. Ausgleich schaffen
    Falls der Raum unruhig wirkt, räume einen kleinen Bereich auf oder bring ein Element hinein, das Ruhe ausstrahlt (z. B. Kerze, Blume, sanfte Musik). Falls dein Inneres unruhig ist, atme tiefer, lege die Hand aufs Herz oder schreibe kurz deine Gedanken auf.
  5. Abschluss
    Lehne dich zurück und spüre: Wie wirken Innen und Außen jetzt zusammen? Versuche, dieses Gefühl in deinen Alltag mitzunehmen.

Eure Carmen