Infrarot-Wärmekabine

Information zur Wirkung von Tiefenwärme 

Unser natürlicher Infrarotwärmelieferant ist die Sonne. Das Sonnenlicht besteht aus UV- und Infrarotstrahlen. Sichtbares Sonnenlicht befindet sich in der Mitte des Frequenzspektrums. Erhöht sich die Frequenz, so entsteht Infrarotstrahlung. Man unterscheidet kurze (Licht), mittellange und lange (Wärme) Infrarot-frequenzen. Diese Frequenz liegt zwischen 0,76m - 1000m, Untersuchungen ergaben, dass die langwelligen Infrarotwärmestrahlen von 5,6m - 15m die besten therapeutischen Wirkungen für den Körper erzielen.

Wärmekabine

Infrarotwärme-Kabine

1967 entwarf Dr. Tadishi Ishikawa in Japan als erster das Modell einer Infrarotwärmekabine. Erst wurde dieses System nur von Ärzten angewandt. 1981 wurde die Infrarotwärmekabine jedoch auch für den allgemeinen Gebrauch frei gegeben. Die infrarote Energie ist eine Form der Energie, die im Gegensatz zu anderen Energieformen nicht die Umgebungsluft als Transportmedium benutzt. Die Infrarotwärmeelemente erwärmen dadurch zu weniger als 20 % die Umgebungsluft in der Wärmekabine und zu mehr als 80 % direkt den Körper. Die infrarote Tiefenwärme, die in den Wärmekabinen erzeugt wird, ist die gleiche, die der menschliche Körper ausstrahlt. Sie ist nach Angaben von Sauna Medica dem Sonnenlicht ohne schädliche UV-Strahlung nachempfunden.

Behandlungserfolge

Als wesentlicher Effekt der Tiefenwärme ist die Beschleunigung des Stoffwechsels zu sehen. Da diese für ca. 48 Stunden anhält, sind etwa 2 bis 3 Tiefenwärme-Anwendungen pro Woche durchzuführen. Mit 10 bis 12 Anwendungen werden bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt. Eine deutlich spürbare spannungslösende und stärkende Wirkung der Tiefenwärme stellt sich bereits nach den ersten Anwendungen ein.

Gewichtsverlust

Auch wenn die positiven Effekte auf den Organismus und die Psyche von herausragender Bedeutung sind, ist dem Thema "Gewichtsverlust" bei der Tiefenwärme-Therapie sicherlich Priorität einzuräumen.

Fettpolster

Tiefenwärme bewirkt den gezielten Abbau von Fettpolstern und unnötigen Pfunden an den individuellen Problemstellen des weiblichen bzw. männlichen Körpers. Beispielsweise kann eine Umfangsreduktion von bis zu 8 cm im Bereich der Hüften durch die Anwendung von Tiefenwärme herbeigeführt werden.

Problemzonen

Unschöne Fettpolster und überflüssige Pfunde an individuellen Problemstellen wie Oberschenkel, Po, Taille, Hüften, Oberarme und Nacken werden durch die Tiefenwärme-Therapie gezielt abgetragen. In dem die Tiefenwärme bis zu 4 cm in das Unterhautbindegewebe eindringt und den Stoffwechsel aktiviert, werden die Fettzellen beschleunigt abgebaut.

Haut

Durch die Tiefenwärme-Therapie wird eine Verbesserung der Hautstruktur, eine Straffung des Gewebes, der Abbau von Hautunreinheiten und damit eine Verjüngung der Haut herbeigeführt.

Orangenhaut/Cellulitis

Bedingt durch unsere Ernährung und Lebensweise, d.h. den Genuss von extrem hormonhaltigen Fleisch sowie Bewegungsmangel, kommt es bei vielen Frauen und Männern in zunehmenden Maße zu Problemen mit dem Bindegewebe, deren äußeres Anzeichen die Orangenhaut oder Cellulitis ist. Die Tiefenwärme-Therapie ist in besonderen Maße dazu geeignet, diesen Beschwerden entgegenzuwirken.

Rheumatische Beschwerden

Schmerzlinderung bis hin zur Schmerzfreiheit bei rheumatischen Beschwerden wird durch die Tiefenwärme bewirkt.

Muskelverspannungen

Die Behandlung mit Tiefenwärme löst schmerzhafte Muskelverspannungen und -verhärtungen im Nacken, Schulter- und Rückenbereich.

Durchblutung

Die positive Wirkung der Tiefenwärme auf die Durchblutung ist allein schon optisch feststellbar. So lassen sich neben weißen, schlecht durchbluteten Hautflächen auf den mit Tiefenwärme behandelten Körperbereichen rote, gut durchblutete Stellen erkennen. Nach einigen Anwendungen bilden sich die schlechter durchbluteten Stellen zurück und verschwinden schließlich ganz.

Stoffwechsel

Die Aktivierung des Stoffwechsels durch die Tiefenwärme wird dadurch erreicht, dass während der Anwendung die Hauttemperatur um etwa 10 Grand Celsius erwärmt wird. Diese Temperaturerhöhung bewirkt eine Steigerung der Stoffwechselaktivität um das Zwei- bis Dreifache sowie einen beschleunigten Fett- und Eiweißabbau.

Nervosität

Die entspannende Wirkung der Tiefenwärme hat zur Folge, dass das allgemeine Wohlbefinden gesteigert, nervöse Beschwerden gemindert und der Schlaf gefördert werden.

Verdauung

Als positiver Nebeneffekt der Tiefenwärme-Therapie kann in der Regel schon unmittelbar nach einer Anwendung eine verdauungsfördernde Wirkung wahrgenommen werden. 

Diese harntreibenden und abführenden Effekte sind meist auch bei Personen zu beobachten, die unter Verstopfung zu leiden haben und regelmäßig Abführmittel einnehmen. Darüber hinaus ist bei der Anwendung von Tiefenwärme eine Steigerung des allgemeinen körperlichen Wohlbefindens feststellbar.

Widerstandskraft

Tiefenwärme bewirkt eine Stärkung der körpereigenen Anwehrkräfte und des Immunsystems, was eine geringere Anfälligkeit für eine Vielzahl gesundheitlicher Beschwerden zur Folge hat. Weiterhin ist ein vermehrter Abbau von Schlackestoffen und eine Steigerung der Vitalität zu beobachten.

Infrarotwärme-Kabine - Indikation und Therapie-Effekte

Seitdem die Infrarotwärme-Kabine 1981 für den allgemeinen Gebrauch freigegeben wurde, erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit bei Patienten, die an Kälteempfindlichkeit verschiedenen Haut-, Muskel- und Gelenkerkrankungen leiden. 

Auch Patienten mit rheumatischen Beschwerden und die, die an einem Fibromyalgie-Syndrom leiden, sowie solche mit Muskelverspannungen und Rücken-schmerzen verspüren eine deutliche Beschwerde-linderung nach der Verabreichung von Infrarotwärme in der Infrarotwärme-Kabine.

Aufgrund dieser positiven Wirkungen wird die Infrarotwärme-Kabine nicht nur in Kliniken Rehabilitationseinrichtungen oder Kurorten angewandt, sondern findet immer mehr Verwendung auch im privaten Bereich. Die positiven Wirkungen der Infrarotwärme bestehen vor allem darin, dass die Wärme nicht nur wie bei der Sauna die Hautoberfläche anwärmt, sondern bis zu ca. 4 cm in den Körper gelangt, so dass auch Muskeln und innere Organe durch die Infrarotwärme stimuliert werden. Dadurch kommt es zur Anregung des Blutkreislaufs und zu einer verstärkten Durchblutung der Muskulatur. Folge dieser Wirkung ist starkes Schwitzen und ein verstärkter Abbau von Fett, Schwermetallen und weiteren Abfallstoffen.

Dies konnte durch Schweißanalysen belegt werden, wonach der Schweiß bei Verabreichung von Infrarot-wärme nur ca. Zu 80 % aus Wasser und zu 20 % aus toxischen Stoffen besteht, während der Schweiß nach Saunabenutzung bis zu 97 % nur aus Wasser besteht. 

Ein weitere günstiger Therapieeffekt der Infrarotwärme-Kabine besteht auch in dem hohen Kalorienverbrauch, der bei ca. 600 Kalorien pro Anwendung liegt, so dass der Fettabbau gefördert wird und es in einem gleichen Maße zu einer Entgiftung des Körper kommt.

Bei regelmäßiger Anwendung kommt es ebenso zu einer Steigerung in der Immunabwehr mit der Folge, weniger an viralen Infekten zu erkranken.

Gesundheitliche Risiken bestehen bei der Verabreichung von Infrarotwärme nicht, da diese Energieform auch ein Teil der Sonnenenergie (UV-Anteil und Infrarotwärme) ist und damit eine natürliche Energieform darstellt. Patienten mit Herzerkrankungen (z.B. Herzmuskelschwäche , Herzinfarkt, coronare Herzkrankheit, Herzrythmusstörungen) und Blutdruckproblemen sollten jedoch vor Benutzung der Infrarotwärme-Kabine ihren Arzt konsultieren, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.

Das Frequenzspektrum der langwelligen Infrarot-wärmestrahlen liegt von 5,6µm bis 15µm und weist in diesem Bereich die günstigsten therapeutischen Wirkungen auf. Eine UV-Belastung des Körpers wie bei zu langen Sonnenbädern mit der Gefahr von Sonnenbrand und Hautschädigungen gibt es bei der Infrarotwärme nicht, da der UV-Anteil hier nicht enthalten ist. Auf Grund einer Lufttemperatur von 40 bis 60 Grad in der Infrarotwärme-Kabine wird Herz und Kreislauf deutlich weniger belastet als in der Sauna, da hier die Lufttemperaturen ca. 80 bis 100 Grad betragen. Weitere Vorteile gegenüber der Sauna, liegen darin, dass keine Luftfeuchtigkeit entsteht und damit eine zusätzliche Entlüftung benötigt wird, ein kleiner Raum dafür ausreichend ist und keine weiteren elektrischen Installationen benötigt werden (eine normale Steckdose ist ausreichen), so dass die Wärmekabine sich damit auch im Wohnbereich befinden kann. 

PD Dr. Dr. med. E. Friedel 
Bad Kissingen